Demba-Wolves

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Gruppe 1: Sunkmanitutanka - Siyana
Rumo - Benjiro
Gruppe 2: Francis - Sardai - Magena
Rala - Loki - Kurai - Sheta
Gruppe 3: Menha - Chilali

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Zeit:
Frühling | Morgen
Ort:
Im Demba Tal

Wetter:
Wolkenverhangen.
Heftiger Regen.
Düster unter den Wolken.
Temperatur: 16°C
Plot 03: Vom Glück verlassen


Plötzlich herrscht Unruhe. Unbeabsichtigt
lockte der Unglücksrabe Sunkmanitutanka
auf seiner Flucht die Menschen ins Tal.
Dem Rudel droht große Gefahr. Können
sich die Wölfe vor den Jägern retten?

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 Plot 02: Die neue Heimat

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Das Team

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BeitragThema: Plot 02: Die neue Heimat   Mo Jul 19, 2010 7:54 pm

Kapitel 1: Blutfehde
Plot 02: Die neue Heimat

Viel Gutes war den Wölfen in dem geheimnisvollen Tal bisher nicht wiederfahren. Als Gejagte hatten sie es betreten und als Gejagte hatten sie seine Wälder durchquert. Trotzdem hielt der große Wildfarbene die unerwartete Zusammenkunft so vieler Wölfe für ein Zeichen und hielt an dem Beschluss fest dieses Tal als neue Heimat für sein Rudel zu wählen. Auch der Fund eines weiteren Opfers der großen Katzen, für das dieses Mal jede Hilfe zu spät kam und welches sich als vermisster Gefährte der freundlichen Francis herausstellte, konnte die Wölfe nun nicht mehr aus diesen Gefilden vertreiben.

Nun bricht für die Wölfe die erste Nacht in dem unbekannten Tal herein und Hunger stellt sich in der größer werdenden Gruppe ein. Die Dämmerung läd das Rudel unwiderstehlich zur Jagd ein, ist es doch eine bevorzugte Tageszeit der Jäger. Die langsam schwindende Sonne senkt die Temperatur kaum merklich, viel mehr sind daran die hin und wieder auftauchenden Wolken beteiligt. Doch ist es an dem wildfarbenen Rüden das Rudel anzuleiten und Beschlüsse abzusegnen. Wie passend, dass sich da gerade alle an der Wurfhöhle und dem verletzten Altwolf sammeln.


Aufenthalte zu Beginn:
Wurfhöhle: gesamtes Rudel
Südwald: Rala
[Ostwald: Arko (abwesend), Sheta (inaktiv)]
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Francis
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Mi Jul 21, 2010 2:03 pm

Nun waren alle bei der Wurfhöhle angekommen und Loki sah überhaupt nicht im besten Zustand aus, doch noch lebte der Altwolf und Francis ließ Rumo, dem Sohn von Loki, lieber den Vortritt. Sie wollte nicht unhöflich sein, also beließ sie es lieber Loki anzustupsen und ihn nach seinem Befinden zu fragen. Zumal er schlief und sie ihn nicht wecken wollte. Vielmehr waren es die Worte von Kurai die Francis durch den kopf gingen und die sie veranlassten sich unter einem Baum zu legen und nach zudenken. Kurai hatte fast ein Leben eines Artgenossen auf den gewissen und dieses machte die Helle sehr zu schaffen. Sie traute der Dunklen Zwar einen mörderischen Kampf zu, doch sie dachte, das kurai so viel Verstand besaß, das sie ihn nicht tötete, wenn sie den Kampf gewinnen würden. Doch warum hätte die Fähe fast einen Wolf ermordet? Dieses wiederum wollte die Helle nicht Widerfragen. Die Reaktion auf ihre Fragen zuvor, war schon deutlich genug und so beließ sie es lieber und ließ Kurai in Ruhe.

Während Francis so im grünen Gras lag und über die lieb gewonnene Fähe dachte, vernahm sie ein starkes zwicken und ein baldiges Knurren in ihrer Magengegend. Sie hatte hunger. Wobei, wenn die Fähe so nach dachte, sie schon seit längerem nichts mehr gefressen hatte. Das letzte Mahl lag bei dem toten Reh, was Sheta erlegt hatte.

Kein Wunder das mein Magen sich meldet.

Dachte sie und erhob sich von ihrem Platz und ging mit ruhigen Schritten an Rumos Seite. Eine Pfote nach der anderen setzte sich in Bewegung und gleiteten sanft an den Rüden heran.

„Rumo ich möchte dich nicht stören, doch ich wäre für den Vorschlag einen Jagdtrupp auf zustellen. Meine Kräfte müssen wieder aufgestockt werden und ich glaube das geht nicht nur mir so, sondern auch den anderen. Wobei ich nebenbei auch ein wenig Ablenkung gebrauchen könnte.“


Dabei dachte Francis wieder an ihren toten Gefährten und ließ dabei traurig die Ohren hängen. Zu gern hätte sie mit ihm gejagt. Denn sie waren immer ein Team gewesen, hatten fast keine Beute verfehlt und immer Spaß daran gehabt. Doch dies war nun nicht mehr und so war es nur Logisch das die Fähe sich nach Ablenkung sehnte und danach gierte etwas zu tun zu haben.


[erst nachdenklich unter einem Baum, dann an Rumos seite]
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Magena

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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Mi Jul 21, 2010 3:02 pm




Magena beobachtete unsicher das Geschehen am Rudelplatz.
Als sie Francis Worte vernahm wedelte sie unbewusst mit der Rute und freute sich. Hunger hatte sie nämlich auch und eine Jagd zusammen wäre ja vielleicht auch gut für den Teamgeist...

Ich schließe mich Francis an. Auch ich habe länger nichts mehr gefressen und bevor ich auf euch stieß war eich eigentlich auch schon auf Nahrungssuche.

Du könntest bei deinem Vater bleiben(mittlerweile hatte Magena mittbekommen was Loki für Rumo sein musste) und wir ziehen los...


Nun Aufmerksam und voller Energie stellte sie sich näher zu Francis. Fürs erste würde sie sich wohl an die freundliche Helle halten. Kurai schien immernoch zu brodeln. Hoffentlich legte sich das nach einer Mahlzeit und etwas Ruhe.
Trotz der leicht gedrückten Atmosphäre fühlte sie sich in Gemeinschaft der anderen Wölfe wohl, zum erstenmal seit seit fast 2Jahren fühlte sie sich wieder wie die stolze Wölfin die sie doch eigentlich war.
Ihre Vergangenheit konnte sie nun vielleicht endlich vergessen und hintersich lassen.

~Endlich kann ich diese Demütigung vergessen...~



[Am Rudelplatz , neben Francis]


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Kurai

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Gewicht : 49 kg

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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Mi Jul 21, 2010 4:48 pm

Endlich wurde der angestrebte Ort erreicht. Das Rumo an ihnen vorbeizog war selbstverständlich. Immerhin ging es hier um seinen Vater, dessen Wohl er wegen des Wohls der Gesamten Meute eine ganze Weile in den Hintergrund schieben musste. Jetzt aber konnte er sich um den alten Narr kümmern, der in seinem Schlaf ab und an zuckte. Er lebte noch. Kurai war von ihren eigenen Gefühlen überrascht. Sie schien für den Alten mehr Sympathie zu empfinden, als sie sich selbst zugetraut hatte. Sie fühlte sich mit einem Mal erleichtert, auch wenn Loki nicht sonderlich gut ausschaute. Kurai selbst schob sich erst einmal in den Hintergrund. Lieber war sie die Stille Beobachterin, die mit ihren Seelenlichtern die neuen Fähen betrachtete. Die neuste war für sie Neera. Die graue, die dort lag und anscheinend für die Sicherheit gesorgt hatte. Danach wanderte ihr Blick weiter, zu Rumo, ehe sie bei der Hellen stehen blieb. Francis. Seit dem sie der Wölfin gesagt hatte, dass sie beinahe einen Artgenossen, ein Rudelmitglied getötet hatte, war sie auf Abstand gegangen. Es war ihr nicht zu verübeln, wer würde nicht erst Mal das weite suchen, wenn er erfuhr, dass der Andere bereit war zu morden. Zwar hatte sie damals ihre Gründe gehabt, allerdings sah sie auch ihre Vorteile daraus, dass diese noch nicht bekannt waren. Man zollte ihr Respekt. Auch wenn dieser mit Angst zu tun hatte.

Als das Thema der Jagd zur Sprache kam, hielt die dunkle ebenfalls die Schnauze. Wenn bereits zwei dem Alpha zugesichert hatten, dass sie jagen wollten, so brauchte nicht auch noch sie etwas darüber zu verlieren. Die Idee war gut. Immerhin war Kurai für ihre 83 m ziemlich mager, auch wenn das durch ihren dichten Pelz nicht auffiel. Aber sie wusste, dass ihre Flanken leicht eingefallen waren. Als Einzelgänger war es eben nicht leicht Beute zu machen. Schon gar nicht so große, die einen wirklich sättigte. Dementsprechend fehlte ihr einiges an Gewicht. Was Magena über sie dachte vermochte Kurai nicht wissen. Allerdings hatte sie bisher nicht die Initiative ergriffen, der weißen ihren Namen zu verraten und im Moment sah sie auch keinen Bedarf daran. Genausowenig hatte es etwas mit ihrem unruhigen Gemüt zu tun, dass sie sich so verhielt. Sie war einfach so. Eine bissige Kämpferin, die mehr Unfreundlich wirkte. Man missverstand oft ihre freundliche Art, so dass man sie eben nicht als Freundlich ansah. Aber damit konnte sie leben. Sie war nicht hier, um beliebt zu sein, sondern um zu überleben. So wartete sie auf die Entscheidung des Wildfarbenen, der wohl dem Vorschlag zustimmen würde und die Jagd einteilte.

[An der Wurfhöhle, etwas abseits]
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Rumo
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Mi Jul 21, 2010 9:37 pm

Als der wildfarbene Rüde auf den alten Wolf zu trat, verdrängte er all die Wölfe um ihn herum. Für diese wenigen Sekunden schienen in diesem Wald nur noch er und der Ergraute zu existieren. Rumo sah die Wunden, die in den ausgedünnten Pelz gerissen worden waren, und er erkannte schmerzlich wie nahe der alte Vater dem Tode stand. Behutsam senkte er den Kopf und schmiegte liebevoll seinen Fang an die Wange des Schlafenden. Vorsichtig schleckte er ihm über den Nasenrücken, doch aufwecken wollte er den Verletzten nicht. Als der Alpha sich nun vergewissert hatte, dass der Alte wohl noch ein paar Stunden am Leben festhalten würde, hob er den Kopf wieder.

oO(Später werde ich mehr Zeit für dich finden, Vater...)

Rumo trat ein paar respektvolle Schritte von dem Verletzten zurück. Seine flauschigen Ohren drehten sich wie kleine Satelitenschüsseln, als sie die geschmeidigen Schritte der hellen Fähe im Gras vernahmen. Aufmerksam sah er sie an, als sie sprach. Sie hatte Recht und der Rüde spürte wohl, dass sie sich nach Ablenkung sehnte. Er schenkte ihr ein fast entspanntes Pendeln seiner Rute, ehe er auch Magenas Worte vernahm, die ihrer Vorrednerin zustimmte. Abwägend wiegte Rumo den großen Kopf hin und her und ließ dabei den Blick über sein kleines Rudel schweifen. Aufmerksam zuckten seine Ohren, als er die Wölfin etwas abseits als Neera erkannte. Die Silbergraue vom See war ihnen also doch gefolgt. Außerdem besah er sich auch die andere weiße Fähe genauer. Er kannte ihren Namen nicht, doch dass sie so nah an Loki lag missfiel dessen Sohn ein wenig. Doch der bunte Pelz sparte sich eine Zurechtweisund. Sie hatte sicherlich nur aus bestem Gewissen heraus gehandelt.. Rumo seufzte.

"Ja, Jagen."

Ermüdet ließ sich Rumo auf die Hinterläufe nieder und schmiegte die Rute um seine Schenkel. Er ließ sich Zeit mit seiner weiteren Ansprache. Prüfend musterte er noch einmal alle anwesenden Fähen und überlegte kurz, welche von ihnen er in welcher Konstellation auf die Jagd schicken sollte. Er musste einen Jagdleiter bestimmen, doch zunächst befeuchtete er seine trockenen Lefzen mit der Zunge, dann folgte ein kurzes Gähnen und ein paar hechelnde Atemzüge, ehe er seine Stimme wieder erhob:

"Ich werde euch auf dieser Jagd nicht begleiten. Kurai soll euch anführen. Sie ist erfahren und stark. Ich lege das Jagdglück unseres Rudels in ihre Pfoten."

Er sah der dunklen Fähe beinahe fordernd in die Augen. Zwar wusste er nicht, ob er der Schweigsamen damit einen Gefallen tat, dass er ihr das Kommando übergab, doch er hielt es für die konfliktärmste Lösung. Die anderen Fähen respektierten die Dunkle. Andersherum konnte Rumo aber nicht genau sagen, ob die Dunkle eine der anderen Fähen als Jagdleitung aktzeptiert hätte und ob Francis in ihrer derzeitigen Gemütsläge zu sinnvollen Entscheidungen fähig war wollte der Rüde nicht auf Kosten der gesamten Gruppe ausprobieren. Magena kannte er noch nicht lange genug um sie einschätzen zu können. Letztendlich legte der Alpha dann doch aus Höflichkeit den Kopf fragend schief um zu hören, was Kurai von seiner Idee hielt.

[Wurfhöhle | sitzt neben Loki, bei Kurai, Francis, Magena, Shira, Neera]

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~ Wofür es sich lohnt zu leben, dafür lohnt es sich auch zu sterben. ~
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Di Jul 27, 2010 9:59 pm

Die Sonne begann, hinter der Silhouette der Gebirgskette zu verschwinden und hinterließ einen rötlichen Schein, der etwas wärmendes ausstrahlte. So vollkommen schien das Tal auf einmal, so verlockend und erregend. Es war kein Wunder, dass sich so viele Wölfe an diesen Ort verirrten, in dem Glauben, dort den Frieden zu finden, der bislang nur ihre Träume und Visionen bereichert hatte. Aber so gutmütig die Wälder sich auch gaben, so liebevoll der Wind die Sträucher auch tanzen ließ, dieser Duft, der eine Lüge aufzudecken drohte, schien hinter jedem Strauch zu haften. Und er zwickte in der Nase, stellte sich einem in den Weg und riss einen barsch aus dem Staunen. Schon wieder bereicherte dieser Geruch die Luft, der einerseits erregend auf den Mischling wirkte, ihm aber andererseits auch abschreckte. Es ging eine Bedrohung von ihm aus, die Arko einen eiskalten Schauer über den Rücken jagte. Der Rüde sah vor sich die klaffende Wunde, die die Leisetreter Loki zugefügt hatten, roch das viele Blut, roch Tod und Verwesung. Denn das war es, was sich hinter dem Strahlen der Sonne verbarg, hinter dem sanften Rascheln der Blätter und hinter den blühenden Blumen und Gräsern. Ein Zittern fuhr durch den schmalen Leib und sein Blick wanderte zu Boden. Oft hatte ihn diese Vision geplagt, von einem angenehm frischen Frühlingstag. Er und sein Rudel genoss die ersten Sonnenstrahlen und ließen sich mit vollen Mägen den Pelz wärmen. Dabei war es doch abzuwarten gewesen, dass sich dieser Traum niemals erfüllen würde. Und er selbst ermahnte sich, so blauäugig gewesen zu sein, verurteilte sich dafür, wie ein Welpe gedacht zu haben. Denn, obwohl er es verdrängt hatte, er hatte immer gewusst, das man für seine Freiheit kämpfen musste.

So sah es aus. Die Anzahl der Beute würde zwar wieder zunehmen, aber es würde immer zwei Rudel geben, die darauf Jagd machen würden. Es würde Kämpfe geben, denn wenn Arko eines wusste, dann, dass weder Rumo oder noch ein Rudelmitglied, noch die Leisetreter aufgeben und dieses Revier freiwillig verlassen würden. Blut würde fließen, vielleicht würde es sogar Tote geben. Aber diese Spannung, die zwischen den Katzen und den Wölfen entstanden war, schien greifbar zu sein, so präsent war sie. Mit einem Ruck richtete sich der Mischling auf, warf einen letzten Blick auf die untergehende Sonne und machte sich dann auf den Weg zurück zur Wurfhöhle. Lange war er fort gewesen, hatte an diesem Ort verweilt und nachgedacht. Nun schmerzten ihm die Gliedmaßen und er fühlte sich schwach und müde. Der Hunger war groß, die Kehle trocken. Er beschloss, am Bett des Baches entlang zu laufen und sich dort ein wenig zu erfrischen. Schon bald hörte er das Plätschern und nur kurz darauf erreichte er den Bach. Langsam stieg er in das kühle Wasser hinein, senkte den Kopf hinab und trank in kräftigen Zügen. Sein Drang nach Wasser hatte jedoch nicht nur dem Durst gegolten, sondern auch der Reinigung seiner Gedanken, die so benebelt waren von diesen schattigen und blutigen Schauergeschichten. Doch mit dem kühlen Nass kehrte auch sein Optimismus und seine innerliche Ruhe zurück, die er gerne mit anderen teilte. In einem angenehmen Tempo trabte er durch den Bach hindurch, bis er den vertrauten Duft der anderen Wölfe wahr nahm. Eine wohltuende Sicherheit schmiegte sich plötzlich um ihn, lullte ihn ein und gab ihm ein Gefühl von intensiver Wärme und Zuversicht.

(Ist es nicht das, was du wolltest? Ein Rudel, das dich akzeptiert, wie du bist. Man kann im Leben nun einmal nicht alles haben. Warum ist dein Verlangen nach Mehr also so groß?)

Fragte er sich mit einem letzten Kopf schütteln, bevor er zu den anderen trat. Mit einem respektvollen Kopfnicken grüßte er Rumo, bevor er zu Loki sah, der zu schlafen schien. Der Alte sah aufgebraucht und unendlich müde aus, doch etwas hatte ihm wohl neue Kraft verliehen, denn sein Brustkorb hob und senkte sich in einem regelmäßigen Rhythmus und sein Schlaf schien friedlich zu sein. Seine folgenden Blicke galten den neuen Gesichtern, die nun auch zum Rudel gehören zu schienen. Eine graue und eine weiße Fähe. Den Gesprächen konnte er entnehmen, dass die graue Wölfin den Namen Francis trug.

(Jagen...)

Wiederholte er. Ja, Flinkheit und Wendigkeit zeichneten ihn aus, ebenso seine Ausdauer. Drei Eigenschaften, die sein schmächtiger Körperbau ihm beschaffte. Drei Eigenschaften, die ihn zu einem ausgezeichneten Jäger machen konnten. Und trotzdem war es nicht gerade eine seiner Stärken, Wild zu erlegen. Gewiss, er war stark, doch lag es wohl eher einer Wölfin wie Kurai, einen Karibu mit der eigenen Körperkraft umzustoßen und außer Gefecht zu setzen. So würde er Aufgaben wie diese ihr überlassen. Und doch spürte er den Wunsch in sich, auch etwas für das Rudel tun zu können, helfen zu können, bei der Jagd. Ob es vielleicht besser wäre, bei Rumo zu bleiben?

“Ich biete Euch meine Hilfe an.“

Schoss es aus ihm heraus, an Kurai und Rumo gewandt.


[geht zurück zur Wurfhöhle | Beim Rudel]
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Mi Jul 28, 2010 3:00 pm

Die Wölfin lag mit dem Kopf auf ihren Vorderpfoten gebettet in der Nähe der Anderen und lauschte der Unterhaltung. Ihre Ohren spielten mit den Wörtern, es sollte also zur Jagt gehen und Rumo begleitete sie dieses Mal nicht. Neera war sich nicht sicher ob auch sie mit zur Jagt gehen sollte oder besser bei ihrem Alpha und Loki. Ihr Magen knurrte, sie hatte Hunger aber sie wäre auch lieber hier geblieben, ihre Wanderschaft hatte sie doch mehr ausgelaugt als sie angenommen hatte und sie wusste nicht ob sie dem Rudel eine große Hilfe bei der Jagt sein würde, ihre Pfoten schmerzten.

Ich bleibe auch hier,

Sagte sie, entschlossen, ohne den Kopf zu heben mit fester Stimme, schaute aber Rumo mit festem Blick an. Sie hoffte dass er sie verstehen würde. Neera wollte bei ihm und Loki bleiben und Diese schützen. Ihr waren die Fremden Wölfe, die Sie durch ihre Wanderschaft noch nicht richtig kennen gelernt hatte suspekt und die Neue mochte Neera auch nicht wirklich, dass hatte nichts mit den Wölfen vielleicht zu tun aber so war Neera einfach. Und darum hatte sie beschlossen: Ihren Platz war an der Seite ihres Alphas und nicht bei irgendeiner Jagt. Sie konnte Rumo mit Loki nicht alleine lassen, der Alte würde sich nicht selbst nicht schützen können und sollten die Hunde zurück kommen, hatten Zwei eine bessere Change zum überleben.


(Neera bei der Wurfhöhle und den anderen Wölfen)
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Loki

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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Mi Jul 28, 2010 8:05 pm

Zwischen all den bunten Pfoten und Läufen lag der Ergraute noch immer reglos vor dem Höhleneingang. Sein schmaler, verkrusteter Brustkorb hob und senkte sich in friedvoller Harmonie und wäre die Wunde nicht gar so offensichtlich gewesen, so hätte man glauben können, dass der Alte ein friedliches Schläfchen hielt. Doch sein Schlaf war tiefer als sonst. Ohne sein Rudel wäre er leichte Beute für jeden noch so ermüdeten Jäger.

Der Wolf schüttelte seinen braunen Pelz, um gleich darauf einen kurzen Satz verbunden mit einer Drehung um die eigene Achse zu absolvieren. Beinahe spielerisch nahm er den toten Hasen vom Boden auf und warf die Beute der schwarzen Fähe hin. Die säugende Mutter hatte viel Nahrung nötig und das kleine Rudel würde jederzeit für sie einstehen.

Als die Nachtschwarze die Pfote schwer auf dem Kadaver abstellte und damit begann den Pelz zu rupfen um an das rohe Fleisch des Tieres zu gelangen, drängte der Rüde näher an den kleinen Bau heran. Neugierig streckte der jugendliche Loki der Vergangenheit den Hals um einen Blick auf die nackte Brut zu erhaschen. Vorsichtig tastete er sich näher heran, doch als er gerade die erste Pfote in den Höhleneingang stellen wollte, da fuhr plötzlich die Schwarze auf wie eine Furie. Mit einem fürchterlichen Grollen und kehligem Knurren trieb sie den Neugierigen Vater vom Bau fort. Der Wurf war noch zu jung und schutzlos, als dass sie irgend einen anderen Wolf daran gelassen hätte. Loki musste sich noch gedulden. Schmollend zog der bunte Rüde ab und setzte sich ein Stück abseits an die Seite einer klapprigen Wölfin, deren Pelz mit der Zeit so grau geworden war, dass sie nun beinahe weiß zu sein schien. Die junge Mutter schnappte nun nach dem restlichen Hasen und huschte damit zurück in den Bau. Grummelnd kniff der Rüde nun der weißen Wölfin in das zerfledderte Ohr, um seinem Frust Luft zu machen. Die alte Dame schüttelte nur unwirsch den Kopf und schenkte dem jungen Alpha ein gutmütiges, altmütterliches Lächeln.


Loki träumte von den ersten Tagen seiner Welpen. Er sah vor seinem inneren Auge die Zeit, als er selber noch jung und unerfahren und auf den Rat der alten Fähe angewiesen war. Diese Erfahrungen blieben im hier und jetzt dem derzeitigen Alpha, seinem Sohn Rumo, vorbehalten. Die Zeit war seit jenen Tagen, als er noch von der Erfahrung der älteren Generation profitieren konnte, weit vorangeschritten. Nun war er die alte Generation und musste den Platz der alten Amme einnehmen. Von nun an würden die jungen Wölfe des Rudels von seinen Erfahrungen zehren können.

[vor der Wurfhöhle, schläft | gesamtes Rudel um ihn herum]
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Francis
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Do Jul 29, 2010 7:59 pm

Auch Megana stimmte mit ein jagen zu gehen. Francis konnte dies nur recht sein, sie schien eine gute Jägerin zu sein, doch bedenken hatte sie an dem Teamgeist der Fähe. Sie war 2 Jahre alleine unterwegs gewesen, wer wusste da genau, ob sie noch die Fähigkeit besaß im Rudel zu jagen? Vielleicht hatte sie es ja verlernt? Dies würde spätens bei dem Akt der Jagd heraus zu finden sein und Francis beließ es bei ihren Gedanken, anstatt die Fähe mit ihren Bedenken zu nerven. Kurai hatte sie vorher schon mehr als genug ausgefragt und so wollte sie nicht als wissbegierige junge Fähe herab gestempelt werden. Auch Rumo zeigte was er von Francis Vorschlag hielt. Er dankte es ihr mit einem kurzen Schwanz wedler und machte daraufhin Kurai zur Jagdanführerin. Wiederum dies konnte Francis auch nur Recht sein. So hatte sie, zu ihrer Trauer, nicht auch noch die Verantwortung und konnte sich somit in ruhe auf die Jagd konzentrieren.

Ob wir es gleich beim ersten Versuch schaffen werden?

Diese Frage war begründet. Denn sie waren noch ein frisches Rudel und kannten sich kaum. Woher sollte man dann wissen, ob man ein gutes Jagteam ist und vor allem, wie reagierte und jagte der andere? Francis malte sich aus, was für Eigenschaften die jenigen Wölfe wohl besaßen. Bei Kurai war es ein leichtes heraus zu finden, das sie eher zum töten der Beute gut war, als zum hetzen. Ihr Körperbau war wuchtig und auf dem Weg zum Kadaver konnte sie nur schwer mithalten. Bei Megana sah dies dann schon schwieriger aus. Sie war etwas kleiner als Kurai, aber doch auch wuchtig. Sie hatte wahrscheinlich in beiden Akten Geschick, doch musste bestimmt auch Abzüge bei der Genauigkeit machen. Was Neera und die anderen angingen, sie hielten sich raus und wollten lieber bei Rumo bleiben. Doch ein anderer Wolf trat auf die Lichtung, den Francis noch nicht gesehen hatte. Er grüßte Rumo mit einem Kopfnicken, also kannten sie sich. Doch was Francis mehr zu bedenken gab war, das der Rüde wohl nicht ganz Wolf war. Sein Fell ähnelte mehr einem Hund, als einem Wolf. Doch auch dies war Francis egal. In ihrem alten Rudel gab es auch Mischlinge, wo ein Elternteil Hund war. Also machte sie keine voreiligen Entschlüsse gegenüber dem Braunen. Nein, er war ihr gar sympathisch gesonnen, durch sein vertrautes auftreten und als er sagte, das er mit jagen wollte, hatte sie ihrerseits einen neuen Freund gefunden. Zudem hatte er eine schlanke Figur, so wie Francis, und wäre nahezu geschaffen mit der Hellen die Beute zu den anderen Beiden zu hetzen.

„Gerne würden wir dich mit zur Jagd nehmen, doch Kurai ist die Anführerin. Sie entscheidet ob du mit kommen kannst und uns bei der Jagd unterstützt. Zumindestens von meiner Seite wären keine Einwände. Doch sag, möchte ich noch gerne deinen Namen wissen. Meine Mutter gab mir den Namen Francis.“

Lächelnd schaute sie zu dem Rüden und wartete auf Antwort. Es war immer besser den Namen seines Gegenübers zu wissen. So bekam man eine Identität und das Leben miteinander gestaltete sich leichter. Sei es in einem Gespräch oder in einer Jagd. Denn ein Name, gab dem Geschöpf erst ihre Seele.


[neben Rumo, Megana, Arko, spricht zu Arko]
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Magena

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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Do Jul 29, 2010 8:44 pm




Magenas Ohren spielten aufmerksam im Wind. Jagd! Das Wort hallte durch ihren Kopf, weckte Gefühle und Errinnerungen. Ihre erste Jagd als Welpe, mit 2Jahren die erste Jagd an der sie teilnehmen durfte. Die wenigen, aber erfolgreichen Jagden gemeinsam mit ihrem ehemaligen Rudel und die Zeit dei den Hunden wo jagen hieß: stehl dir dein Futter von den Menschen! Und natürlich: ihre vielen Jagden alleine.
Auf allen Jagden war ihre Erfahrung und ihr Selbstbewusstsein gewachsen. Sie wusste genau was sie konnte und was nicht.
Kurai wurde zur Jagdführerin erklärt, damit hatte sie kein Problem: die Fähe wusste offenbar wie man jagte: das Bezeugte schon allein die Tatsache das sie vor ihnen Stand. So langsam glaubte Magena, dass alle anwesenden Wölfe schon eine Zeitlang alleine hatten auskommen müssen.
Freudig wedelte sie mit der Rute als sie eine weiteren Rüden auf die Lichung kommen sah, sein Fell errinnerte allerdings eher an einen Schäferhund...

~Interessant: ein Mischling?~

Mit schräggelegtem Kopf lauschte sie den Worten des Neuen und von Francis.
Sie nickte dem Rüden zu und freute sich offenkundig über noch ein neues Gesicht ,dann wandte sich dann an Kurai.



Da du die Jagd führst und uns bestimmt an den Stellen der Jagd einsetzen möchtest für die wir Geschaffen sind: Ich bin eine gute Hetzjägerin und stark im Angriff. Beute kilometerweit auf hoher Geschwindigkeit zu hetzen ist kein Problem für mich und ich zaudere auch nicht, wenn es darum geht das Tier zu Fall zu bringen.

Das waren die ersten Worte die sie an die Dunkle gesprochen hatte, sie fragte sich wie Kurai reagieren würde.
Entschlossen dem Rudel (welches sie schon fast als ihres Bezeichnete) zu helfen blickte sie Kurai an.
Sie würden ja irgendwann einander beachten müssen und auf der Jagd war es unabdingbar sich zu kennen. Sie würden einfach schnell ihre Stärken und Schwächen austauschen müssen und sich positionieren. Kurai würde die Beute auswählen und den Startschuss zur Hatz geben.

[An der Höhle/spricht zu Kurai]


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Kurai

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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Fr Jul 30, 2010 1:13 pm


Während sich alle positiv über den Vorschlag ausließen, hatte die Dunkle ihren Körper auf die Hinterläufe nieder gelassen und betrachtete abschätzend den alten Wolf, der in seinem Schlaf ab und an ein Lebenszeichen, in vorm eines Zuckens andeutete. Als auch Rumo, sich zustimmend über die Jagd äußerte und daraufhin sie zur Anführerin machte, hob sich ihr Blick zu dem Wildfarbenen. Es überraschte sie ein wenig, dass man ihr soviel Vertrauen entgegen brachte, obwohl sie sich doch bisher als eher weniger umgängliche Fähe präsentiert hatte. Wenn sie jetzt dem Alpha ihr Einverständnis gab, hieß das, dass es in ihrer Verantwortung lag das die Hatz von Erfolg gekrönt war. Kurz ließ sie Still ihre Augen über die Anwesenden Wölfe schweifen.

„Ich bin damit einverstanden.“

Bestätigte sie Rumo. Also würde sie die Jagdanführerin sein. Leises Pfotentrommeln kündigte die Ankunft eines weiteren Genossens an. Ihre matten Seelenspiegel erblickten zwischen dem Dickicht, den ihr bekannten Mischling. Sie hatte sich schon gefragt wo Arko abgeblieben war. Sie hatte zusammen mit diesem den verletzten Loki beschützt und bis zum See gebracht. Dabei war sie zu ihm nicht sonderlich freundlich gewesen. Wie eigentlich zu jedem. Selbst Rumo hatte sie kurz in die Schranken gewiesen, als dieser sich von seinen Gefühlen übermannen ließ, als er vor einiger Zeit sie bei seinem schwer verletzten Vater gesehen hatte. Verständlich, sie war für ihn eine Fremde gewesen, doch trotzdem hatte sie es nicht auf sich sitzen lassen. Doch obwohl die Umstände so ungünstig waren, zollte sie dem Alpha und Loki als einzige Anwesenden hier, den größten Respekt.

Die Lauscher zuckten, als sie vernahm, dass Neera sich wohl nicht an der Jagd beteiligen wollte. Nun gut, Arko hatte sich ja angeboten mit zu jagen. Gründlich musterte sie noch einmal jeden Wolf der zur Jagd mitkam. Dabei vernahm sie natürlich, dass keiner der beiden Fähen Einwände hatte, dass sie sie führte. Magena erklärte ihr sogar ihre Stärken. Allerdings überschätzte die Fähe vielleicht ihre Fähigkeiten. Auch wenn sie Ausdauernd war, die starken Knochen, die ihr Körper hergab machten sie nicht zu den aller schnellsten. Für das erste treiben wären wohl der Mischling und die Helle gut. Erneut richtete sich der Blick zu dem Wolfsmischling.

„Soso, der Mischling will also mit dabei sein?“

Es waren wieder Worte der Unfreundlichkeit, doch Arko wusste um die Art der Dunklen bereits.

„Es ist sicherlich sinnvoll Arko mit zunehmen, immerhin sind wir damit ein Tier mehr und die Aussicht auf Erfolg höher. Mal davon ab, dass wir damit ein größeres Tier erlegen können.“

Diese Worte waren an den Alpha gerichtet und schon alleine, dass Kurai den Namen Arkos in die Schnauze nahm und nicht nur Mischling sagte, sagte eigentlich schon alles. Die Waldwölfin akzeptierte und Respektierte den Wolfshund zu einem guten Teil. Immerhin hatte sie Francis bisher nicht bei ihrem Namen angesprochen. Und damit wanderte auch ihr Blick direkt zu der Hellen.

„Arko und du, ihr seid beide, dem Körperbau und den Läufen zu urteilen, wendige Hetzer. Ihr werdet zusammen die Beute treiben. Zusammen müsstet ihr es eigentlich schaffen die Beute in die Bestimmte Richtung jagen zu können. Du…“

Dabei sah sie zu der weißen, die neben Francis stand.

„Du wirst erst etwas später dazu stoßen, dann kannst du versuchen es bereits an den Läufen zu erwischen. Ich bin keine sehr schnelle Läuferin, was jedem hier bereits aufgefallen sein müsste. Ich werde als letztes aus der Lauer zu euch stoßen und versuchen das Tier nieder zu reißen. Wie genau wir vorgehen werden, wie der Weg des Hetzens aussehen wird und wie genau wir vorgehen, kann ich bisher nicht sagen. Das kommt ganz auf die Umstände und unsere Beute an. Vielleicht haben wir Glück und stoßen auf eine Wildherde.“

Danach richtete sie das Wort an alle, obwohl sie kurz einen Blick zu Rumo wagte, denn ihre folgenden Worte könnten auf Kritik bei dem Alpha stoßen.

„Wer eigenmächtig handelt, weil er seinen Jagdeifer nicht unter Kontrolle hat, wird seine Konsequenzen daraus ziehen. Ich dulde keinen Alleingang und werde auch nicht davor zurück strecken, es euch auf schmerzliche Weise klar zu machen. Wir sind das Rudel und auch wenn ich die Anführerin für diese Jagd bin, liegt der Erfolg nicht bei dem ich, sondern bei dem Wir. Ein Scheitern oder der Erfolg liegt in eurem Handeln und in eurer Verantwortung, ich werde mir nicht allein die Schuld an irgendetwas geben.“

Und damit erhob sich die Wölfin erneut auf ihre vier Läufe. Sie wartete einen Moment, ob irgendjemand, vielleicht auch Rumo ihr etwas entgegen bringen wollte, ehe sie dann mit den anderen zum Fährten suchen aufbrechen würde.

[Bei der Wurfhöhle, spricht zu allen, will aufbrechen]
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Fr Jul 30, 2010 11:27 pm

Der Wildfarbene lauschte geduldig den unterschiedlichen Worten. Die Reaktionen der Fähen fluteten seinen angespannten Geist mit Erleichterung, die eine angenehme Lockerung seiner Muskeln bedeutete. Endlich schien an diesem schicksalhaften Tag einmal etwas in geordneten Bahnen zu verlaufen. Ein Rascheln im nahen Buschwerk zog die Aufmerksamkeit des Rüden auf sich, während er noch die Antworten der Fähen hörte. Er entspannte erst wieder, als eine bekannte Witterung seinen Fang umwehte und der dazugehörige Wolf aus den Sträuchern trat. Arko war wieder bei ihnen und Rumo musste bei sich zugeben, dass ihm dieser Umstand nicht ganz egal war. Ein freundlicher Blick aus Rumo's warmen Augen streiften den eigentümlichen Rüden, der da kam, bevor sich wieder Strenge in den Ausdruck der braunen Seelenspiegel mischte, als er zurück auf das restliche Rudel schaute.

Beiläufig hatte der Rüde die Worte der Dunklen vernommen. Offenbar hatte er keine schlechte Wahl getroffen und sich keineswegs in der Fähe geirrt. Er hoffte auf ihre Loyalität und es war allein diese Hoffnung, die ihm die Gelassenheit schenkten, ihre letzten Worte mit einem kurzen Schnippen der Ohren und einem ebenso kurzen Naserümpfen hinzunehmen. Immerhin war sie im Recht. Er hatte ihr eine Führungsposition gegeben und diese musste sie Verteidigen. Das war der normale Lauf der Dinge. Rumo wollte unter keinen Umständen durch eine Zurechtweisung riskieren, dass Kurai an Autorität vor den Fähen verlor. Also erhob er sich wie sie auf alle Viere und trat dicht an ihre Seite, sodass die Spitzen der beiden Pelze ineinander griffen. Dazu reckte er die Brust und baute sich zu seiner vollen, stattlichen Größe auf, die Rute stolz erhoben.

"Diese Jagd kann nur von Erfolg gekrönt sein, wenn ihr für die gleiche Sache seid. Es wird nur einen Plan geben, den alle befolgen müssen, und Kurai wird diejenige sein, die euch diesen Plan mitteilt. Ihren Worten ist Folge zu leisten oder ihr werdet euch nicht nur von ihrem Fang Tadel einholen. Wer im Rudel fressen will, der muss auch im Rudel jagen!"

Als er geendet hatte stand der Wildfarbene noch einige Sekunden einfach so da, fixierte die Fähen mit strengen Augen und ließ seine Worte wirken. Dann schwang sein Kopf in einer raschen Bewegung herum und ließ seinen Fang in den dichten Brustpelz der dunklen Fähe tauchen. Er stupste die kühle Fähe partnerschaftlich mit seiner feuchten Nase an, um sie seiner Gunst zu versichern.

"Für unser aller Wohl wünsche ich euch Erfolg."

Dieser letzte Satz sollte sein Abschied an die Jagdgruppe sein und bedeutete zugleich, dass er der Angelegenheit seinen Segen als Alpha gab. Doch erst als er glaubte zu spüren wie sich Kurai von seiner Schulter löste, wandte er sich gänzlich von den Jägern ab und kehrte zurück zu seinem Sorgenfall. Mit kritischem Blick musterte Rumo abermals die weiße Fähe neben seinem Vater. Sie schien scheu zu sein, zumindest glänzte sie mit stiller Zurückhaltung, sodass der Bunte beschloss sie erst einmal ohne weitere Worte zu dulden. Lieber begann er damit vorsichtig die zerschundene Schulter des alten Wolfes zu belecken. Sein Speichel würde den natürlichen Heilprozess des Körpers hoffentlich ein wenig anregen und unterstützen.

[Vor der Wurfhöhle beim Rudel | gibt Kurai das Kommando, widmet sich dann Loki]

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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Sa Jul 31, 2010 6:51 am

Es war nicht zu warm und nicht zu kalt, der leichte Wind tanzte um die Blumen und knickte die Gräser, diese ließen sich von diesem Spiel nicht beeindrucken und fielen seicht zurück in ihre aufrechte Position, nur um dann wieder sachte geneigt zu werden. Auch mit den Wolken scheint der Wind zu spielen, denn sie ziehen seicht unter den blauen Himmel her. Doch dieses leichte Spiel wurde schlagartig unterbrochen. Die Gräser wurden auf den Boden gepresst und erholten sich nur schwerfällig. Könnten sie sprechen würden sie sich sicherlich beschweren, einfach niedergetrampelt zu werden und im Spiel gestört.

Die Pfoten, die das Gras plattdrückten gehörten zu einer mittelgroßen, grau-weißen Wölfin. Ihre Augen blickten sich argwöhnisch umher. Immer wieder blieb sie stehen, lauschte, witterte. Es war ihr mittlerweile mehr als klar, dass es hier noch andere Wölfe gab. Wie viele allerdings blieb ihr vorbehalten. Menhas Krallen bohrten sich in den Boden und sie knurrte frustriert. Ewigkeiten wie es ihr schien war sie nun schon unterwegs. Gestern hatte sie dieses Tal betreten und wunderte sich, dass noch niemand auf sie Aufmerksam geworden war.

„Vielleicht leben sie gar nicht mehr hier. Ja, vielleicht sind sie weitergezogen, aber dafür ist der Geruch noch zu frisch, sie sind hier, irgendwo.“

Die Fähe murmelte unverständlich vor sich hin und blickte über den See. Menha stand weit abseits und konnte das Ufer nicht entdecken, nur die Sonne spiegelte sich im Wasser. Wenn jemand die Fähe beobachten würde, würde er sagen, dass sie sehr vorsichtig wäre und sich nicht in Gefahr begeben wollte, doch die Fähe vertraute auf ihre Schnelligkeit und Kraft. Angst hatte die Fähe schon immer als Schwäche angesehen, allerdings keine Schwäche die man nicht zeigen durfte. Nein, man durfte Angst haben und sie auch zeigen, doch man musste wissen, wann der richtige Zeitpunkt dazu ist und wann man Stärke über Angst siegen lassen musste.

Mittlerweile hatte Menha sich niedergelassen und entdeckte in weiter Ferne eine Hirschherde. Die Fähe zog ihre Lefzen hoch und knurrte, doc dann ließ sie winselnd ihren Kopf sinken. Allein konnte sie niemals einen großen Hirsch erledigen. Aus diesem Grunde wollte sie sich auch wieder einem Rudel anschließen, um endlich wieder wie ein Wolf zu leben.

Wenn ich Glück habe, werde ich das Rudel sehen, doch soll ich wirklich hier bleiben und mich ihnen förmlich anbieten? Haben sie mich vielleicht schon längst gewittert und warten?

Die Fähe zuckte und sah nach oben. Über ihrem Kopf kreiste ein Vogel, welcher einen Schatten über das Gras geworfen hatte. Menha sah ihm hinterher, bis er verschwand. Man konnte also wirklich nichts anderes machen, als warten. Nur auf was, dass schien eine Überraschung der Natur zu sein. Mit Sehnsüchtigen Augen sah sie zur Herde, seit Tagen hatte die Fähe nichts mehr richtiges gegessen und das nagte an ihr. Das Fell der Fähe war ungefleckt und schmutzig und sie hoffte, dieser Vogel würde einfach herunterfallen, genau vor sie, doch das waren reine Wunschträume. Mit gespitzten Ohren und wachen Augen suchte sie die Lichtung ab, jederzeit zum Sprung bereit und wartete.


[allein, am See]

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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Fr Aug 06, 2010 7:56 pm

Bäume. Überall nur Bäume. Zaghaft lugte die Sonne zwischen ihnen hervor. Wenn man den Himmel ab und zu sah, so war er rot. Es dämmerte also schon. Rala war wütend auf sich selbst. Hätte sie früher nach dem Wolfsrudel gesucht, so hätte sie den toten Artgenossen nicht entdeckt und sie würde nicht allein während der Dämmerung umherstreifen.

Nicht noch eine Nacht alleine.

Der Tag war anstregend gewesen. Rala gähnte. Müde schlenderte sie durch den Südwald. Ihr Magen knurrte.

So ein Mist. Nicht das auch noch.

Die Fähe achtete auf die Signale ihres Körpers nicht. Ihre Pfoten würde sie nicht mehr lange tragen können, zu viel hatte sie heute physisch und psychisch durchgemacht. Wenn die Weiße ihre Augen schloss, so blitzte das Bild des toten Rüden vor ihr auf. Sie hatte Angst davor und das war ein guter Grund weiter zu laufen und nicht zu schlafen.
Nach einiger Zeit standen die Bäume nicht mehr so dicht aneinander. Sie gaben den Blick auf eine große Lichtung frei. Rala lächelte. Lichtungen waren immer gut. Dort gab es Rehe, Hasen und allerlei anderes Wild, dass nur darauf wartete gefressen zu werden, doch alleine jagen machte keinen Spaß. Die Fähe lief weiter gerade aus und ignorierte die große Grasfläche. Der Geruch von Enten lag in der Luft und es mussten viele sein.

Wo Enten sind, da ist auch Wasser und meist ist es viel.

Rala setzte zum Trab an. Sie lächelte und fand wieder Gefallen am Laufen und an diesem Tal. Ab und zu raschelte etwas im hohen Gras. Wie schön es doch war ein Jäger zu sein und nicht der Gejagte. Zwar sind Wölfe nicht das Oberste Glied der Nahrungskette, aber solange man nicht als Grundnahrungsmittel gilt kann man sich nicht beschweren. Rala witterte und es roch nach Wasserpflanzen. Wieder ein Hinweis, auf einen See und tatsächlich, als sie nah genug war konnte sie das blaue Element sehen. Voller Vorfreude auf das kühle Nass rannte sie zum See. Eine ganze Kolonie von Enten flog auf und suchte die Flucht in der Ferne. Sie schnatterten laut und es hörte sich so an, als würden sich sich über Rala beschweren. Glücklich blieb die Fähe am Ufer stehen. Die Sonne färbte an einigen Stellen das Wasser rot und es sah fast so aus wie Blut. Rala streckte ihren Kopf gen See und fing an zu trinken. Nachdem sie ihren Durst gestillt hatte trabte sie am Ufer entlang. Eine leichte Brise kam ihr entgegen und die Weiße blieb abrupt stehen. Da war noch ein Wolf. Eine Fähe. Ganz in der Nähe. Rala setze ihren Weg fort, doch diesmal langsamer. Sie schnupperte am Boden und folgte der Fährte dieses Wolfes. Und tatsächlich, da war ein Wolf. Grau-Weiß war diese Fähe doch sie hatte Rala den Rücken zugewandt. Im großen Bogen ging letztere um den Artgenossen herum, damit dieser nicht erschreckte. Die fremde Fähe mustere die Lichtung. Sie war wachsam. Unsicher blieb Rala stehen, einige Meter entfernt. Die Grau-Weiße würde sie erst erkennen, wenn sie den Kopf zu Rala drehte. Der Wind blies in Ralas Richtung. Wenn diese sich nicht irgendwie bemerkbar machen würde, so konnte die Fremde sie nicht erkennen. Rala setze sich hin und wartete ein paar Sekunden. Sie atmete einmal tief ein und sagte:

"Hallo, ich bin Rala."


[beim See mit Menha. Stellt sich vor]
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Fr Aug 06, 2010 8:21 pm

Noch immer schien sich ihre Situation nicht zu entspannen und Menha knurrte leise. Das es dämmerte war für die Fähe sicher ein Vorteil, dennoch hatte sie ein eher beunruhigendes Gefühl. Sie biss sich sachte in ihr Fell und knabberte. Das Gras kitzelte ihre Flanke und sie wollte am liebsten aufspringen, denn das Kribbeln störte sie sehr. Doch Menha zwang ihren Körper zur Ruhe.

Mittlerweile schienen sich ein paar Enten niedergelassen zu haben, oder sie waren schon die ganze Zeit dort, egal wie, Menha bemerkte sie erst jetzt und dachte schon loszustürmen und eine zu reißen, doch sie hasste Wasser und war keine besonders gute Schwimmerin. Außerdem wurde der Fähe in diesem Moment wieder klar, wo sie sich befand und schalte sich selbst.

Du bist hier in einem fremden Revier! Vergiss das nicht! Du kannst bemerkt und verjagt, oder gleich getötet werden!

Menha war unruhig, irgendetwas sollte geschehen, doch was? Der Wind strich über die Lichtung, die Hirsche ästen und die Sonne glitt langsam aus ihrem Blickfeld. Auch sonst gab es nichts Ungewöhnliches. Witterung eines anderen Wolfes konnte sie auch nicht erkennen, außer…

Ein Ohrenbetäubender Lärm ließ die Fähe aufschrecken und sie wandte sich nach allen Seiten und knurrte, doch das einzige, was sie sah waren die Enten, die aufgeregt aufgeflattert waren. Menha beruhigte sich wieder und schüttelte ihren Kopf. Sie war aufgewühlter als vorher und ihr Körper war noch gespannter. Trotzdem ließ sie sich wieder nieder und wartete.

„Der Wind ist heute nicht gerade mein Freund.“

Flüsterte sie und sah gen Himmel. Was hatte die Enten denn aufgeschreckt? Es war nichts zu sehen, kein Adler, oder ein anderer großer Vogel, nichts. Auch als Menha ihren Blick gleiten ließ konnte sie nichts sehen. Die einzige Erklärung für sie war, dass ein Hirsch sie aufgeschreckt haben könnte, aber sie waren weit von einander entfernt und die Fähe hatte immerhin die Hirsche beobachtet und es wäre ihr aufgefallen, wenn einer von ihn eine kleine Wanderung unternommen hätte. Menha konnte nichts feststellen, was auf das Verhalten der Enten eine gute Erklärung gewesen wäre, es sei denn ein anderer Wolf wäre hier. Gerade als Menha dies dachte blieb ihr Herz zum zweiten mal fast stehen und sie sprang auf, wirbelte herum und knurrte, dieses mal bedrohlicher.

Ein paar Sekunden vergingen, und das Nackenfell der Fähe glättete sich wieder. Vor ihr saß eine weiße Fähe. Sie war größer als Menha, schien allerdings jünger zu sein. Die Fähe entspannte auch ihren restlichen Körper, allerdings war sie jederzeit bereit die Flucht zu ergreifen, oder zu Kämpfen, falls notwendig. Doch es sprach nichts dafür. Sie seufzte und sagte schließlich:

„Hallo, ich bin Menha, bist du aus diesem Rudel, habt ihr mich bemerkt, oder was möchtest du?“

[am See, bei Rala]
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Sa Aug 07, 2010 4:45 pm

Überrascht zuckte Rala zusammen als die grau-weiße Fähe vor ihr so plötzlich aufsprang. Die Weiße hatte den Artgenossen wohl ziemlich erschreckt, was auf keinen Fall deren Absicht gewesen war. Erst als die Fremde sich wieder beruhigt hatte stellte diese sich vor. Menha war ihr Name und sie schien Rala für ein Rudelmitglied zu halten.

"Ich bin nicht aus dem Rudel, dass hier beheimatet ist und ob sie uns beide bemerkt haben weiß ich nicht. Aus deiner Frage würde ich schließen, dass du dieses Rudel suchst. Wenn ja, dann wäre es mir eine Freude dich begleiten zu dürfen."

Rala versuchte ruhig zu bleiben und nicht stürmisch und voller Freude auf Menha loszustürzen. Die Fähe schien älter zu sein als Rala. Wenn es zu einem Kampf kommen sollte, so würde die Fremde vermutlich einen Vorteil haben, da sie mehr Lebenserfahrung hat, aber sie war kleiner als Rala und das dürfte die Aussichten etwas besser aussehen lassen, allerdings war sie dadurch....

Hör auf damit!

Rala schüttelte den Kopf. Obwohl sie Menha schon vertraute versuchte sie ihre Vor- und Nachteile im Kampf zusammenzuzählen. Eine alte Angewohnheit von der Weißen. Die Fähe versuchte an nichts zu denken und so freundlich wie möglich Menha anzusehen, wobei sie sich jedoch hinstellte. Ein Krieger musste immer bereit zum Kampf sein. So war das nun mal.


[bei Menha am See. Redet]
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Sa Aug 07, 2010 5:15 pm

Die Fähe sah etwas verdutzt drein und ging einen Schritt zurück, irgendwie kam ihr diese Rala merkwürdig vor. Menha hatte sie eben angeknurrt und sie erzählte nun friedlich, dass sie nicht in dieses Rudel gehörte und mit ihr ziehen wollte.

„Naja, ich weiß nicht wie du darauf kommst, dass ich speziell dieses Rudel suche, aber du hast Recht, ich möchte wieder einem Rudel angehören und wenn es dieses ist, dann soll es wohl so sein…Natürlich darfst du mich begleiten.“

Menha sah wieder nach vorne und registrierte die fremde Fähe vorerst nicht weiter. Es schien keine Gefahr von der weißen auszugehen und die Fähe gab sich damit zu frieden. Aus den Augenwinkeln betrachtete Rala einen Augenblick, diese schien nachzudenken und Menha fragte sich über was. Die graue dachte daran, ob sie wohl nicht mehr so gefährlich wirkte, immerhin kam es selten vor, dass jemand freundlich zu ihr war. Menha war nie wirklich freundlich gewesen, ihr ganzes Leben lang und das brachte ihr mehr Feinde als Freunde, doch sie war immer noch der festen Meinung, dass man hart im Leben sein musste, um zu überleben.

Die Augen der Fähe brannten und sie wandte ihren Blick ab von dem gegenüberliegenden Ufer. Sie sah die weiße an und seufzte.

„Wie hast du eigentlich das Treffen mit diesem Rudel geplant? Ich halte es für eine gute Idee hier zu warten, sieh dort drüben die Hirsche, irgendwann werden die Wölfe Hunger bekommen und auf Jagt gehen, darauf warte ich! Oder würde dir eine bessere Lösung einfallen.“

Das gerade war einer von Menhas seltenen Momenten, in denen sie versuchte mit anderen zu kommunizieren, sie mit in ihren Plan einzubinden und versuchen parallelen zu finden. Die Fähe schluckte, doch da viel ihr noch etwas ein, was sie Rala schon die ganze Zeit hatte fragen wollen.

„Hast du eigentlich keine Angst vor mir?“

Vielleicht war es dumm von ihr, doch Menha hatte bis jetzt nur erlebt, wie man sich ihr vorsichtig näherte, niemand war bis jetzt so freundlich zu ihr gewesen. Sie senkte ihren Kopf, schüttelte traurig und unerkennbar den Kopf und sah zu den Bäumen, dabei waren ihre Ohren allerdings wachsam und sie wartete auf die Reaktion der Wölfin.


[bei Rala, unterhält sich mit ihr]
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Sa Aug 07, 2010 5:58 pm

"Es wird mir eine Freude sein mit dir zusammen zu reisen"

Sagte Rala ruhig, aber innerlich jubelte sie. Alleine zu sein war das Schlimmste für die 3-Jährige. Menha schien die Weiße nun wirklich nicht als Gefahr zu sehen. Das wunderte Rala. Normalerweise war nicht sie es, die als Erste in Kampfposition überging, sondern der Gegner. Zwar hatte Menha zu Anfang geknurrt, aber das lag wohl nur an dem plötzlichen Auftauchen von Rala. Die Weiße hatte gelernt, immer ruhig zu bleiben, sollte ein anderer Wolf knurren. Es könnte ja nicht direkt als Kampfaufforderung gemeint sein. Noch so eine dieser "Kriegerregeln", die die Weiße alle von ihrem verstorbenen Vater hatte. Als Menha ihren Plan erklärte war Rala glücklich. Die andere Fähe hatte wohl wirklich keinen Bösen Absichten und sie war klug. Dachte anscheinend nach, bevor sie handelte, was man von Rala nicht unbedingt behaupten kann. Man könnte es Jugendlichenleichtsinn bezeichnen, doch das war jedem selbst überlassen. Was Menha dann jedoch sagte erschreckte Rala.

Sie fragt, ob ich keine Angst habe? Gibt es denn einen Grund dazu? Ist sie vielleicht doch keine Freundin?

Rala konzentrierte sich auf ihre Gefühle. Nein. Kein Anzeichen von Angst.

"Ich finde dein Plan ist sehr logisch, obwohl das Rudel vielleicht auch denken könnte, wir wollen ihm das Futter streitig machen wollen."

Die Weiße hielt einen Moment inne, um sich eine Antwort auf die seltsame Frage zusammen zu bilden. Da fiel ihr eine der Regeln ihres Vaters ein.

"Ich habe keine Angst vor dir. Das ist mir nicht erlaubt. Ich bin nicht besonders talentiert, aber kämpfen, dass kann ich. Dabei geht es mir nicht um das Morden, sondern um meine Überlegenheit zu zeigen. Was bringt es mir, wenn ich einen anderen Wolf töte? Dann lebt er nicht mehr, ich habe ein schlechtes Gewissen und mein Gegner kann unseren Artgenossen nicht erzählen, dass ich ein Naturtalent im kämpfen bin. Ich habe keine Angst vor dir."

Rala schwieg nochmal für ein paar Sekunden. Die Weisheiten ihres Vaters waren eine Art Erbe. Sollte sie Menha eine Regel verraten?

"Einem Krieger muss das Gefühl der Angst fremd sein, dass hat mein Vater immer gesagt. Die Worte von ihm haben sich in mein Gehirn eingebrannt. Sie sind mir heilig. Nur leider kann ich nicht alle Weisheiten von ihm hundertprozentig befolgen."

Der letzte Satz war nur ein leises Flüstern. Er war eigentlich ein wohlbehütetes Geheimnis von Rala gewesen. Sie hatte Angst vor dem Scheitern, dem Versagen.


[mit Menha beim See.Redet]

Notiz für Menha: Vielleicht sollte wir mal den anderen ein bisschen Zeit lassen, um selbst etwas zu schreiben^^ Wenn ich es nicht so wichtig finden auf deinen nächsten Beitrag sofort zu antworten, dann warte ich, bis ein anderer etwas geschrieben hat.
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Mo Aug 09, 2010 9:09 pm

Beinahe eifersüchtig machte es Arko, dass Neera bei Loki blieb und nicht er, wo er doch auf dem Weg zum Rudelplatz den Alten behütet und sich um ihn gekümmert hatte. Er verband etwas mit dem Alten, das er nicht hätte beschreiben können. Etwas, das ich in der Zeit aufgebaut hatte, in der er Loki keine Sekunde von der Seite gewichen war. Vielleicht war es einfach der sehnliche Wunsch nach einem Vater, der dem Mischling im Herzen brannte. Doch es war seine Entscheidung gewesen, mit auf die Jagd zu kommen. Und jetzt erst erkannte er, weshalb er sich so plötzlich bereit erklärt hatte, mitzukommen. Er wollte sein Können beweisen, wollte zeigen, dass selbst er, der er ein Mischling war, Wild jagen konnte, dass er fähig war, zu leben, wie Reinrassige es tun. Unangekündigt packte ihn eine wilde Entschlossenheit und etwas Kühles schlich durch seinen Körper, zog ihm Schatten über das Gesicht. Plötzlich bestimmte ein uralter Instinkt seine Gedanken, schärfte seine Sinne und ließ ihn das Wolfsblut spüren, das durch seine Adern floss. Es war ihm fremd, was ihn da schüttelte. Er selbst war sich fremd. Und so jäh wie sie gekommen war, verschwand die Fremdartigkeit auch wieder und er war wieder er selbst, der Halbblut, dessen Seele ein blutiger Schnitt entzwei teilte.

Eine sanfte Stimme entzog ihn seinen Gedanken und er blickte in das Gesicht einer Fähe, deren Lefzen ein gutmütiges Lächeln zierte. Der Wind schien zart mit ihrem Fell zu spielen, deren Farben sich nicht bissen, sondern im Gegenteil liebevoll ineinander übergingen. Ihre langen, buschigen Haare wallten, vom Wind bewegt, rahmend um ihr zierliches Gesicht. Für einen Moment lullte Arko eine harmonische Wärme ein, die ihm vorgaukelte, die Welt sei gut und nicht so durchtrieben, wie sie manchmal schien. Als Francis stellte sich die Fähre vor, bevor sie ihn nach seinem Namen fragte.

“Mein Name ist Arko.“

Stellte er sich vor und erwiderte das Lächeln, bevor Kurai das Wort ergriff. Mischling, hatte sie gesagt. Schon wieder. Wie ein Stich ins Herz traf es ihn, und doch wusste er, dass die schwarze Fähe es im Blut hatte, jene Worte zu benutzen, deren Klingen so scharf wie die eines Messers geschliffen waren und auf denen bereits das Blut ihrer Opfer das Licht der Sonne reflektierte, die für sie nur ein dunkler Schatten am Himmel zu sein schien. Als die Schwarze zum zweiten Mal das Wort ergriff, nannte sie seinen Namen. Und obwohl ihre Worte noch immer eisern und kalt in seinen Ohren klangen, hatten sie doch etwas wärmendes, denn er konnte sich nicht erinnern, das Wort, welches seine Seele beschrieb, schon einmal aus ihrem Maul gehört zu haben. Gebannt lauschte Arko dem Plan für die Jagd und nickte einverstanden. Seine goldenen Augen hatte ein stolzer Glanz ergriffen. Sicherlich ahnten es einige hier, aber niemand wusste es genau, denn niemand kannte seine Vergangenheit. Doch es war die allererste Jagd, die er im Verband eines wölfischen Rudels bestritt und eine Erregung hatte ihn ergriffen, die seinen schmalen Leib leicht zum Zittern brachte.


[antwortet Francis | will aufbrechen]
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Mi Aug 11, 2010 6:11 pm

Ich überposte Neera mal, damit es weitergeht. Vllt. kann ich ihr ein paar Anregungen liefern.

Von den Träumen bewegt zuckten Ohren und Nase des alten Wolfes im Schlaf. Ab und an schlug er mit den Pfoten und es war für die Umstehenden nur zu erahnen über welch weitläufige Ebenen und Felder ihn seine Träume führten. Der Altwolf trabte nämlich durch seine Erinnerungen aus vergangenen Jahren. In seinem Traum hatte er den Platz vor der Höhle bereits wieder verlassen...

Der gut gebaute, kräftige Körper des braunfarbenen Wolfes bewegte sich mühelos über eine weite Ebene hin bis zu einigen schroffen Felsen, die wie ein Mahnmal aus dem trockenen Boden stachen. Hier baute sich der große Rüde nun auf, zwei Fähen dicht hinter ihm. Die alte Amme hielt sich bedacht zurück, doch Freya's Körpersprache zeigte eine feindliche und kampfbereite Haltung. Loki wusste um die Fähen in seinem Rücken. Er selbst war nicht weniger erregt als Freya und stief ein tiefes Grollen aus.

"Zeig dich, Eindringling!"

Es war der scharfe Geruch dieses schmächtigen, grauen Rüden gewesen, der schon einige Tage immer wieder im Revier zu zu wittern war. Dem Rudel missfiel der Fremde schon lange und nun hatten sie den Streuner endlich stellen können. Geifer umspülte die gebleckten Zähne der beiden Geschwister. Sie wollten keine Schleicher unter sich. Zu sehr waren die ungeschützten Welpen von solch undurchsichtigen Charakteren gefährdet. Die Pelze sträubeten sich, Knurren erfüllte die morgendliche Luft. Langsam zeigte sich der Graue. Er war schmächtig vom Hunger, es ließen sich seine Rippen zählen, doch sah man in seine Augen, so war gleich jedes Mitleid mit dem einsamen Gesellen verschwunden. Die Seelenspiegel dieses Wolfes waren dunkel und es glitzerte irre Bösartigkeit in ihnen. Zwar trug er die Rute unterwürfig eingeklemmt, doch das Rudel wollte seinen Gesten nicht trauen. Zu sehr beunruhigten sie diese unheimlich, trügerischen Augen. Man musste den Eindringling loswerden und die dazugehörige Konfrontation stand kurz bevor!


[vor der Wurfhöhle | träumt von vergangenen Jahren]
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Mi Aug 11, 2010 6:14 pm

„Es ist egal was wir tun, sie werden uns nicht mit offenen Armen empfangen, wir sind hier in ihrem Gebiet, jeder könnte ein Feind sein, also entweder man wartet, bis sie sich zeigen, oder man läuft ihnen vor die Füße und unterwirft sich ihnen.“

Menha schwieg und wirkte für einen Moment alt und träge, doch dann wurde ihr weicher Blick wieder ernst und sie horchte Rala weiterhin. Die Fähe verstand es einfach nicht, vor ein paar Minuten noch war sie hier alleine, hatte über die Wiese gesehen und auf ein Zeichen von Wölfen gewartet. Das Gras hatte ihre Flanken gestreichelt und hin und wieder war sie in die Vergangenheit abgedriftet, nur um dann erschreckt wieder aufzufahren und zu merken, dass alles okay war.
Und dann war diese fremde Fähe aufgetaucht, hatte ihr drohendes Knurren, ihre Kampfstellung nicht als abschreckend empfunden und plauderte nun voller Vertrauen auf Menha ein. Einen Moment fragte sie sich, ob diese Rala wirklich verstand und sah sich um.

Sie scheint so voller Vertrauen zu sein und sie macht mich unsicher!

Die Fähe schüttelte sich. Was war das für ein Gedanke? Aber sie musste sich eingestehen, die weiße Wölfin ließen in Menha Zweifel aufkommen und sie wollte am liebsten weg von ihr. Die Fähe war zu freundlich zu ihr und Menha war nun mal nicht sehr redselig und ein Einzelgänger.

Als Rala von ihrem Vater sprach und von dem, was er über Krieger gesagt hatte sah Menha auf. Das Eis schien gebrochen und die Fähe fing an auch der weißen zu vertrauen. Dieses beständige Reden gab ihr ein gutes Gefühl.

„Ich finde diese Weisheit gut, aber ich würde sie nicht befolgen, zumindest nicht immer! Vor Feinden, vor Fremden und vor Wölfen, die man beschützen möchte ja, aber bei vor guten Freunden muss man seine Angst nicht verstecken, dass hatte mir meine Mutter einst gesagt. Weißt du, ich war in meinem Leben schon viel gereist, die verschiedensten Orte hatten mir schon Angst gemacht, oder aber sie gaben mir tiefe ruhe. Jeder dieser Orte war besonders und ich habe immer auf diese Regel gehört: Weisheiten gibt es, doch du musst eine eigenen Regeln aufstellen und nach ihnen leben und klammere dich nicht an Dingen fest, an die du nicht selbst glaubst.“

Menha schloss ihre Rede mit einem lächeln und sah zu Rala hin. Die Fähe hatte, auch wenn sie es sich noch nicht selbst eingestand Freundschaft mit der weißen geschlossen.


[bei Rala, unterhaltung]
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Mi Aug 11, 2010 6:33 pm

Nicht ganz ohne Sorge leckte der große Rüde nachdenklich nun auch die eigenen Lefzen und schmeckte den bleiernen, kalten Lebenssaft des Vaters auf der Zunge. Sein Nasenrücken kräuselte sich vor Abscheu, als er tief einatmend einmal mehr den ekelhaften Gestank riechen musste, der an dem grauen Pelz haftete. Die Mischung aus Blut eines Artgenossens und den feindlichen Katzen missfiel dem Rüden und schürte Aggressionen in seinem Inneren. Er hielt sie tapfer bei sich. Nicht im Traum wäre ihm eingefallen deshalb einem der anwesenden Wölfe zu schaden. Das Treiben um die Jagdgesellschaft herum verfolgte er ohnehin nur noch mit halbem Ohr. Er hatte die Angelegenheit abgetreten und würde sich nicht weiter einmischen. Viel mehr gab es noch einen anderen Faktor, der Klärung bedurfte.

Rumo richtete sich auf, hob den Kopf und warf einen Blick in Richtung Neera. Er versuchte nicht diesen zu verschleiern. Die silberfarbene Fähe sollte ruhig wissen, dass er sie beobachtete. Es wunderte den Rüden, dass die stolze Fähe sich nicht der Adrenalin versprechenden Jagd anschließen wollte. Also sah der Rüde es als seine Pflicht die Fähe anzusprechen und so erhob er sich und setzte sich gelassen in Bewegung. Die Weiße lag schließlich noch immer neben dem Vater und würde dem Schlafenden genügend Wärme schenken, als dass auch seine unmittelbare Anwesenheit weiter von Nöten wäre. Die buschige Rute hing locker zwischen seinen Schenkeln, als der Bunte einen Bogen an den Fähen vorbeimachte und sich zu Neera gesellte. Sie lag noch immer dort auf der kleinen Anhöhe und sah zu ihnen herunter. Langsam kletterte er die geringe Anhöhe hinauf und setzte sich neben der Silbernen nieder.

"Du scheinst in Gedanken, Neera. Stimmt etwas nicht?"

Ein paar freundliche Worte, eine ruhige Unterhaltung. Das war alles, was Rumo im Augenblick wünschte und innerlich hoffte er, dass er bei der Fähe interessante Ansätze für diese finden würde. Er sah ihr nicht direkt in die Augen, sondern ließ seine Blicke schweifen. Dieser Wald schien gar nicht mal so übel. Die grünen Büsche und dichten Baumkronen versprachen gesunde Natur und boten sicher genügend Wild für ein kleines Rudel. In seinem Rücken, auf der anderen Seite der kleinen Anhöhe, auf der er nun neben Neera saß, befand sich eine Lichtung. Einen besseren Ort als Rudelplatz schien es kaum zu geben und Rumo empfand die Nähe zur Wurfhöhle und dem Bach nur als positiv.

[Am Rand vom Rudelplatz, neben Neera | spricht sie an]

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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Mi Aug 11, 2010 6:39 pm

Gedankenverloren blickte Rala zu Boden. Diese Menha war nur ein Jahr älter als sie und doch hörte sie sich viel weiser und klüger an. Sie hatte Recht. Diese Weisheiten ihres Vaters waren wirklich in manchen Momenten nicht so gut zu gebrauchen, aber Rala liebte doch ihren Vater. Er war doch tot und all ihr Wissen hatte sie von ihm geerbt. Die Weiße dachte immer, sie wäre klug, weil sie doch soviel von ihrem Vater kannte, doch hatte sie sich nie eine eigene Meinung zu alle den Weisheiten gebildet. Und nun stand sie da vor einer weiß-grauen Fähe mit dem Namen Menha, die sie erst vor kurzem kennengelernt hatte und musste sich eingestehen, dass nicht alles Wissen von Lebewesen, die man liebt richtig oder hundertprozentig ausgereift ist.

"Nun, was du sagst hört sich richtig an . Mein Vater hatte nicht mit allem Recht, aber es gibt da ein Problem. Du sagst mir, ich soll mich nicht an Dingen festklammern, an die ich nicht selber glaube. Bisher habe ich immer an alles geglaubt, was mein Vater mir sagte und nun sagst du mir, dass es falsch war. Ich zweifle an den Aussagen meines Vaters, doch wenn ich an ihnen zweifle, muss ich dann nicht auch an deinen zweifeln? Und wenn du mir sagst, ich soll meine eigenen Regeln aufstellen, könnte es nicht sein, dass ich anders darüber denke? Könnte es nicht sein, dass ich eine eigene Regeln für falsch halte?"

Rala war verwirrt und überdachte nochmal die ganze Sätze, die sie gesagt hatte. Eigene Regeln aufstellen? Unkreativ war die Weiße nicht gerade, doch eigene Regeln stelle man vermutlich erst auf, wenn einem etwas schlimmes passiert ist. Man lernt daraus und sagt sich selbst etwas, dass dann manchmal als Regeln fungiert. War es nicht so? Plötzlich fühlte Rala sich dumm und klein und unbrauchbar. Die ganzen Weisheiten ihres Vaters hatten ihr Kraft gegeben. Daran konnte sie sich festklammern, in schlechten Zeiten. Dann dachte sie an die Moment, wo ihr Vater vor ihr stand. Das weiße Fell in der Sonne schimmernd und lachte. Wie er ihr von seinen vergangenen Taten erzählte und von den Momenten mit Ralas Mutter. Ohne es gemerkt zu haben füllten sich die Augen der 3-Jährigen mit Tränen. Sie fühlte sich einsam und kämpfte gegen die Trauer an. Erst als Rala siegte blickte die Fähe auf und lächelte, auch wenn das Lächeln ihre Augen nicht erreichte.


[bei Menha am See. Redet]
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Do Aug 12, 2010 8:31 am

Die Fähe sah Rala nicht an. Das diese ihren ganzen Glauben verloren zu haben schien und das wegen ihr gefiel Menha gar nicht. Bisher war es ihr doch egal, ob jemand wegen ihrem gesagten weinte, lachte, oder einfach ignorierte. Weit über ihrem Kopf kreiste abermals der Adler und sie zuckte mit ihren Ohren, ihre Rute wedelte leicht von rechts nach links und zurück.

„Es tut mir leid.“

Das war das einzige, was Menha in diesem Moment hervorbrachte. Nun war sie es, die sich klein und verlassen auf dieser Welt fühlte und sie wusste, das sie nicht immer so Weise war, wie manche dachten. Die weiß-graue hatte noch viel zu lernen. Für einen Moment vergaß sie den Grund ihrer schlechten Laune und beobachtete eine kleine Spinne, die verzweifelt versuchte sich an einem Grashalm festzuklammern. Mit einem plumps fiel sie auf die Erde um sich dann nach wenigen Sekunden erneut an den Anstieg zu wagen. Als sie wieder oben anlangte, riss ein Windstoß das Gras um und sie fiel abermals runter. Doch die Spinne gab nicht auf! Sie versuchte es wieder und wieder und dann endlich hatte sie ihr Netz gesponnen und verharrte an den klebrigen Fäden. Ohne den Blick abzuwenden begann sie zu sprechen.

„Rala, ich wollte dich nicht verunsichern! Natürlich sollst du an die Worte deines Vaters glauben! Und ob du meinen Worten glauben kannst musst du selbst wissen. Wenn du eine eigene Regel als falsch siehst, dann beginne sie zu hinterfragen, aber du solltest die Realität nicht verlieren.“

Mehr wusste Menha nicht zu sagen. Auch die Spinne schien ihre Arbeit getan zu haben und regte sich nicht mehr. Der Schrei des Adlers ließ sie aufschrecken und sie blickte gen Himmel. Der braune umkreiste den See, doch Menha sah mehr. In seinem Schnabel trug er etwas. Sie konnte nicht erkennen was, aber der Adler schien wohl gefunden zu haben, was er suchte.

Dieser Adler gibt auch niemals auf! Er kam auch wieder zurück, nachdem er beim ersten Mal kein Glück gehabt hatte!

„Kein Lebewesen gibt bei den verschiedensten Dingen im Leben auf, doch sobald man verunsichert wird, fragt man sich, ob man überhaupt etwas in seinem Leben richtig gemacht hat.“

Flüsterte sie leise vor sich hin, während der Adler mit seiner Beute davonflog.


[am See mit Rala]
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BeitragThema: Re: Plot 02: Die neue Heimat   Do Aug 12, 2010 9:19 am

"Du musst dich nicht entschuldigen"

sagte Rala und fügte hinzu

Ich denke, es ist mir nicht nur eine Freude, dich begleiten zu dürfen, sondern ich freue mich auch, über deine Ratschläge. Du bist mir eine große Hilfe

Unsicher schwieg die Weiße einen Moment. Hatte Menha bemerkt, dass sie kurz davor war zu weinen? Hatte die andere Fähe etwa gedacht, es wäre wegen ihrer Worte gewesen?

Vielleicht sehe ich gerade sehr traurig aus, aber das ist nicht deine Schuld. Ich habe nur gerade an jemanden gedacht.

Plötzlich schrie ein Adler. Überrascht riss Rala den Kopf hoch und guckte nach oben. Mit einem undefinierbaren Gegenstand in seinem Schnabel kreiste dieser große Vogel über die Köpfe der beiden Wölfe. Erst jetzt bemerkte Rala, dass sie großen Hunger hatte. Sie beneidete den Adler um seine Beute, versuchte sich jedoch wieder auf Menha zu konzentrieren. Zu ihren letzten Worten sagte die weiße Fähe nichts. Sie legte sich auf das weiche Graß und ihr Kopf, der plötzlich schwer wurde sackte auf ihre Vorderpfoten. Das saftige, grüne Graß kitzelte ihre Nase und Rala niste leise. Sie lächelte und diesmal richtig. Schön war es, einen Wolf zu haben, der nicht gleich von der Fähe davon lief. Und noch schöner war es, dass dieser Wolf alleine war. Wenn sie auf das Rudel treffen sollten, so würde Rala sich vermutlich etwas zurück ziehen. Bei mehr als drei Wölfen wurde die Fähe unsicher. Die Weiße blickte zu Menha auf. Besser hätte es gar nicht kommen können. Ein beruhigendes Gefühl breitete sich in Rala aus. Sie fühlte sich sicher. Es war zu ihrer Heimat geworden, dieses Tal, auch wenn das noch unbekannte Rudel es nicht wusste. Es gab Konkurrenz, sollte Rala nicht aufgenommen werden. Konkurrenz, die vermutlich nicht so schnell aufgab.


[bei Menha am See]
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