Demba-Wolves

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Gruppe 1: Sunkmanitutanka - Siyana
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Rala - Loki - Kurai - Sheta
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Frühling | Morgen
Ort:
Im Demba Tal

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Wolkenverhangen.
Heftiger Regen.
Düster unter den Wolken.
Temperatur: 16°C
Plot 03: Vom Glück verlassen


Plötzlich herrscht Unruhe. Unbeabsichtigt
lockte der Unglücksrabe Sunkmanitutanka
auf seiner Flucht die Menschen ins Tal.
Dem Rudel droht große Gefahr. Können
sich die Wölfe vor den Jägern retten?

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 Plot 01: Der schleichende Tod

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AutorNachricht
Lacrimosa

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BeitragThema: Plot 01: Der schleichende Tod   Di März 23, 2010 3:04 pm

Kapitel 1: Blutfede

Plot 01: Der schleichende Tod

Die Wölfe hatten das Tal betreten und jemand folgte ihnen. Eine weiße Wölfin hielt sich an ihre Fährte, weit im Verborgenen und ungesehen von Mensch und Tier. Ein leuchtendes Strahlen, das von ihrem unnatürlich gebleicht wirkenden Pelz ausging, verriet dem Betrachter, dass sie kein gewöhnliches Tier war. Lacrimosa, der Schutzgeist des Tals, dessen Erscheinung die Gestalt einer weißen Wölfin hatte, hegte großes Interesse für ihre neuen Schützlinge.

Die Weiße sah sich um in ihrem Tal. Ihr Blick schweifte über kleinste Knospen und zarte Gräser. Die Natur erwachte aus ihrem Winterschlaf. Auch die Sonne gewann wieder an Kraft. Ihre Wärme erreichte endlich wieder die Welt. Eine kleine Maus huschte eilig über die Pfoten der Wölfin. Doch die beachtete das kleine Tier kaum, sondern hielt die Nase schließlich hoch in den Wind, der ihr eine traurige Nachricht zu bringen schien. Denn Sorge mischte sich in ihre klaren Augen. Sie witterte Blut, wusste von dem Ende eines Wolfes, dem sie nicht mehr helfen konnte und sie kannte auch die Schuldigen. Die Leisetreter hatten den Krieg begonnen.

Der nächste Gedanke galt wieder dem restlichen Trupp, der sich anschickte ein Rudel zu werden. Die Wölfin schloss die Augen und befragte die Luft, die Bäume, die Erde, eben ihr Tal, das eins mit ihr war, nach den Jägern. Sie hatten sich gespalten, doch kurz nur und um sich wieder zu vereinen. Sie würden die traurige Nachricht früh genug erfahren, kein Grund sich einzumischen. Nur im Auge behalten wollte Lacrimosa ihre Wölfe, deren Pfoten sie schließlich zu dem verlassenen Bau führten. Zumindest die meisten von ihnen. Was von hier an geschah lag vor allem in den Pfoten des Wolfes, der sich als Alpha herausstellen würde. Dieser war im Augenblick noch der große Bunte, Rumo. Auch wenn er selbst nicht der erste wäre, der nach der Leitung griff, so würde die Zeit dennoch zeigen, dass der Posten nur für ihn bestimmt sein konnte. In der Zukunft würde man sehen, ob ihm diese Rolle lag, doch Lacrimosa hegte keine Zweifel. Sie wünschte einen Alpha für ihre Schützlinge, dem das Wohl des Rudels am erster Stelle stand. Nun sollte er beweisen, dass er ein Revier verteidigen konnte. Auch vor dem mächtigen Feind, der ihnen bald den Kampf ansagte.


Die Gruppe um Rumo hat die Wurfhöhle erreicht. Auch der verletzte Loki kam mehr oder minder unversehrt an. Die Reste des Rehkadavers duften verlockend, doch einige fremde Wolfsfährten sorgen für Unruhe. Francis Spur ist ebenfalls darunter. Vielleicht kann sie dazu mehr sagen.

Aufenthalte zu Beginn:
An der Wurfhöhle: Rumo, Loki, Kurai, Sheta, Francis, Chenoa & Baily
Am Fluss: Arko, Awân & Shira
Im Wald: Zarec

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Gruppe 1 (An der Wurfhöhle): Nach Wahl
Gruppe 2 (Am Fluss): Shira-Arko-Awân
Gruppe 3 (Im Wald): Zarec
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Di März 23, 2010 4:27 pm

Baily wusste nicht so recht, was sie tun sollte, da die Wölfe beschlossen hatten loszulaufen, aber noch niemand außer Arko einen einzigen Schritt gemacht hatte. Darum beschloss sie als erste loszulaufen, doch dann zögerte sie. Nachher stand sie wieder als die Freche da. Sie wartete lieber. Sie ging die gesagten Sätze in ihrem Kopf noch einmal durch. Dann sprach sie zu Chenoa:

"Chenoa, du kennst Rumo? Er scheint eine hohe Stellung zu haben. Woher denn, wenn ich fragen darf? Außerdem glaube ich wir sollten die anderen einweihen, das mit mir, du weißt schon...."


Sie schaute sie mit großen Augen an. Wer war dieser Rumo? Lief etwas zwischen den zweien? Das konnte sie Chenoa ja nicht laut fragen, ohne als unverschämt zu gelten. Hoffentlich beinhaltete die Antwort von Chenoa einige Antworten.

(Bei Rumo/Sheta/Kurai/Loki/Chenoa/sprichtChenoa an)
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Francis
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Mi März 24, 2010 8:22 pm

Francis hatte sich entschlossen, den anderen Wölfen zu folgen, obwohl ihr Ziel ein anders war. Doch die Freundlichkeit der Fähe, die sie begrüßt hatte, ließ ihr Herz entflammen und sie konnte nicht anders, als ihnen beizutreten. Doch was würde jetzt aus ihrem Gefährten werden, den sie doch suchen wollte? Für diese Gedanken war keine Zeit. Sie mussten schnell die Höhle, in der sie an dem Kadaver gezehrt hatte, erreichen, damit Loki sich ausruhen konnte.

Bald erreichten sie ihr Ziel und alle waren sichtlich erleichtert. Francis vernahm den Geruch von dem Fremden, den sie hier getroffen hatte. Hatte er sich etwa auch am Hirsch gezehrt? Doch das würde seinen Worten, die er zu der damaligen Zeit an Francis gerichtet hatte, widersprechen. Die Fähe machte sich keinerlei Gedanken mehr darüber und trat nun zu dem vermeintlichen Alpharüden und sprach.

„Hallo ich möchte mich noch einmal vorstellen…Ich bin Francis und eigentlich auf der Suche nach meinem Gefährten, könnt ihr mir sagen, ob ein schwarzer Rüde euren Weg gereutzt hat?“

Die Fähe verspürte noch ein verlangen, etwas zu den Gerüchen zu sagen, aber sie wusste nicht warum. Waren da etwa fremde Mächte im Spiel? Oder wollten die Götter, dass Francis alles sagte, was sie wusste? Die Fähe konnte es sich nicht erklären und so gab sie ihrem Zwang nach.

„Einer dieser Gerüche erkenne ich wieder. Es ist der Geruch eines großen schwarzen Rüden, den ich kennen lernen durfte. Ein sehr unkultivierter Wolf, wenn du mich fragst. Kein Anstand und kein Benehmen und immer nur auf Mord und Tot aus.“


[Folgt dem Rudel / redet mit Rumo]
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Kurai

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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Fr März 26, 2010 12:50 pm

Ihre Ohren nahmen die Anordnung des bunten Rüden auf und sie nickte nur als Bestätigung. Danach lag es an ihr die Fährte des Rüden und seiner Schwester zu finden. All zu schwer war es für die dunkle nicht, es gab genügend Spuren, die den Weg deuteten den Rumo und Sheta gegangen waren. Von dem Regen war der Boden noch ganz aufgeweicht, die Pfotenabdrücke hatten sich dementsprechend tief verlagert und auch der nun abklingende Regen hatte es nicht geschafft den Geruch der Wölfe zu übertünchen.

Einen kurzen Blick wagte die Wölfin auf halben Wege zurück, um sich zu vergewissern, dass alle da waren, nur der bunte Mischling war zurück geblieben, wie es Rumo Arko beauftragt hatte. Gut so. Es waren keine langen Strapazen mehr gewesen und alles lief Reibungslos ab. Das hieß, Loki kam sicher an der Wurfhöhle an, die Kurai aufgespürt hatte. Nun hatte sie Zeit ihre Nerven wieder zu beruhigen. Ihre Läufe spreizte sie leicht, dann bebte ihr ganzer Körper und schüttelte das Fell, damit sich die restlichen Wassermassen, die ihr Fellkleid aufgesaugt hatten endlich lösten. Kurai hielt es für angebracht sich erst einmal Distanz zu schaffen und schritt von dem Haufen Wölfe fort, dabei schnappten ihre guten Ohren die Worte Francis auf. Ein amüsiertes Lächeln umspielte die Lefzen Kurais. Soso, ein großer schwarzer Wolf. Kurai hob den Kopf und blickte zu der braunen Wölfin bei Rumo.

„Wenn er immer nur auf Tod und Mord aus ist, frage ich mich, weshalb du noch lebst.“

Auf eine Erwiderung, der ihr völlig fremden Wölfin wartete die dunkle erst gar nicht, sondern ging weiter ihres Weges. In ihr tobte immer noch ein kleiner Sturm, der sich zwar leicht beruhigt hatte, aber wie eine glühende Kohle wartete durch Nahrung wieder entfachen zu können. Besser war es jetzt erst einmal zu sich selbst wieder zu finden. Unter einem Baum ließ sie sich schließlich auf die Hinterläufe nieder und beobachtete, still schweigen.

[An der Wurfhöhle, etwas abseits von den anderen]
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Rumo
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Sa März 27, 2010 5:42 pm

Es war ein ebenso vertrautes wie lang vermisstes Gefühl, das den kurzen Marsch zu der Höhle bestimmte. Der Wildfarbene hatte lange Zeit keine größere Gruppe von Artgenossen mehr um sich gehabt. Genau genommen war der ergraute Wolf, der sein Vater war, der einzige dauerhafte Weggefährte gewesen, seit ihr altes Rudel damals auseinandergetrieben worden war. Eine eigenartige Schicksalsfügung also, dass er in diesem Tal gleich auf zwei Bekannte traf. Die Schwester, die er aus den Augen verloren hatte seit ihr Elternrudel aus dem alten Revier vertrieben worden war, und Chenoa, die Weiße, die beide Rüden auf einem Teil ihrer Reise begleitet hatte. Die altbekannte, doch fast vergessene Sicherheit der Gruppe regte in dem Rüden nun beinahe so etwas wie Sehnsucht an. Es gelang ihm sogar den Fremden zu trauen. Auch wenn von Ver-trauen noch keine Rede sein konnte, so traute er doch der Dunklen, die ihnen einen sicheren Weg bahnte und er traute auch den beiden Fähen hinter ihm, die dem Verletzten und seinen Stützen Geleitschutz boten. Am meisten aber traute er Arko, den er zu der Unbekannten geschickt hatte. Als sie also die Höhle und das angefressene Reh erreicht hatten, da wollte Rumo dieses Gefühl noch nicht ganz loslassen. Der Gedanke nach so langer Zeit wieder innerhalb eines Rudels zu leben setzte sich in seinen Gedanken fest. Doch etwas trübte diese durchaus friedvolle Idee - eine weitere, fremde Witterung und die Worte Francis'.

"Freut mich, Francis. Mein Name ist Rumo und ja, ich begegnete tatsächlich einem schwarzen Rüden. Unser Treffen liegt nur wenige Stunden zurück. Sein Name war Night, doch er verließ uns recht bald wieder, es tut mir Leid."

Waren seine Worte auch freundlich gesprochen und zeugte auch die Länge seiner Ansprache von guter Gesinnung, so war der große Rüde doch abgelenkt. Aufmerksam studierte seine Nase die Luft und prüfte die fremde Witterung, die wie Francis erklärt hatte, zu einem großen, schwarzen Rüden gehören sollte. Die Worte Kurai's überhörte er wohlwollend, wenn er auch darüber geschmunzelt hätte, wäre Loki's nicht ohnehin schon angreifbar. Doch die Verfassung des Altwolfes gepaart mit den düsteren Worten von Francis versetzten den Sohn in Anspannung.

oO(Immer nur auf Mord und Tod aus.. Hoffen wir, dass ihn Loki's Blut nicht anlockt.)

Die durchdringenden Seelenspiegel des Wildfarbenen durchsuchten das Buschwerk um sie herum. Dann trat er kurz auf den schmalen Höhleneingang zu und hielt den Fang daran um hineinzublicken. Ein alter Dachsbau und die einzig frische Witterung war die der Schwester. Rumo nickte zufrieden.

"Wir werden hier bleiben. Loki wird in der Höhle ruhen wenn er gefressen hat. So brauchen wir ihn nur aus einer Richtung verteidigen."

Ein weiteres Mal sah Rumo sich um. Dann musterte er der Reihe nach die Fähen in seiner Gesellschaft. Keine von ihnen wirkte schwach und das beruhigte den Rüden. So brauchte er sich zunächst nur um ein leichtes Opfer sorgen... und den Welpen. Auch auf Baily blieb nun sein Blick ruhen. Er musste zugeben, dass er dem unreifen Geschwätz des Welpen bisher keine Aufmerksamkeit geschenkt hatte, und tief in seinem Inneren tat ihm diese Arroganz leid. Doch von dieser Regung gelangte kein Zeichen nach außen. Stattdessen war Rumo darum bemüht einen unnahbaren und ruhigen Anschein zu waren. Er würde für diese Wölfe sorgen, denn er hatte sie dazu eingeladen ihm zu folgen. Doch was als nächstes zu tun war, schien ihm nicht ganz so leicht in den Sinn zu kommen. Im Grunde aber lag die Antwort klar auf der Pfote.

Mit einem Mal wieder gefestigt und selbstbewusst hob der Rüde also das Bein und urinierte gleich an Ort und Stelle, nämlich nahe des Höhleneingangs. Markieren. Die Feinde auf Abstand halten - das war zu tun. Denn plötzlich war dem Rüden klar, dass er dieses Tal nicht wieder verlassen konnte. Der Zustand Loki's machte dies unmöglich. Sie brauchten ein Revier und ein Rudel. Also sprach er mit fester Stimme:

"Dieses Tal wird meine neue Heimat. Wer immer ebenfalls nach einer Heimat sucht, der sei eingeladen meine zu teilen und bei mir zu bleiben. Hier wird unser Revier sein. Ich werde es verteidigen und jeden Wolf, der mit mir darin leben will."

Seine Haltung war aufrecht und stark. Bei seinen Worten hatte er jedem der Anwesenden wenigstens für einige Sekunden fest in die Augen gesehen. Nun, da er geendet hatte, wechselte sein Blick in einen Ausdruck, der nach einer Antwort, nein, einer Entscheidung der anderen verlangte. Seine Seelenspiegel zeigten eine Mischung aus Frage und Forderung, ebenso wie eine Vermengung von warmer Freundlichkeit und harter Entschlossenheit. Rumo wollte und würde hier und jetzt ein Rudel gründen.

[An der Wurfhöhle | mit Baily, Francis, Kurai, Loki, Chenoa & Sheta | markiert und erwartet Antworten]

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Loki

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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Di März 30, 2010 10:03 am

Kraftlos war der Gang des Alten, doch irgendwie hatten ihn seine Glieder doch noch einmal an ihr Ziel getragen. Wohlgemerkt mit tatkräftiger Hilfe der jüngeren Generation. Energie durchflutete den entkräfteten Körper erst wieder als er die angefressenen Reste des Rehkadavers sah. Loki blickte auf. Zum ersten Mal seit sie vom See losgezogen waren hob der ausgemergelte Altwolf wieder den Kopf und in seinen Augen glühte jähe, wölfische Gier auf. Ein stolpernder Schritt löste das alte Gerippe von der breiten Schulter seiner Tochter und trug ihn zu der Beute. Es waren nur noch einige Überreste. Andere hatten schon davon gezehrt, doch Stolz würde den Halbtoten nun sicherlich nicht vom Fressen abhalten. Von Hunger und Fresssucht beseelt schlug er seine Zähne in das kalte, rohe Fleisch. Das tote Tier blutete nicht mehr nach, längst war alles Lebendige aus dem Körper gewichen. Die Worte des Sohnes hörte Loki nur mit halbem Ohr, während er auch die letzten Reste Fleisch von den Knochen nagte.

Dann war der Hunger gestillt und Loki erhob sich von der Beute. Gemächlich schlufte er mit hinkendem Vorderlauf auf den jüngeren Rüden zu, der so einladend neben dem Höhleneingang stand. Der Vorschlag dort sicher zu ruhen gefiel dem geschwächten Alttier mit seinem vollen Magen.

"Ich danke dir, Sohn. Zu eurer Entlastung werde ich die Welpin in meine Obhut nehmen. Dazu ist ein altes Wrack wie ich noch nütze."

Ein freundliches Nicken sollte Baily anlocken. Der Eingang der Höhle war so schmal, dass selbst der dürre Körper des Altwolfes ihn beinahe ausfüllte, als sich dieser nun dort niederließ. Kurz leckte er seine Schulter und stellte zufrieden fest, dass geronnenes Blut bereits eine dünne Kruste über die Wunde gelegt hatte. Die Blutung hatte gestoppt. Ein Zeichen, dass das Leben ihm vielleicht doch noch ein paar Tage schenkte. Dann sah er wieder zu Baily.

"Komm nur kleine Welpin. Wir werden uns schon verstehen. Chenoa scheint viel mit dem Bunten besprechen zu wollen. Hast du Hunger?"

Ein milder, väterlicher Ausdruck erschien auf dem Gesicht Loki's. Baily entlockte ihm ehrliche, warme Gefühle. Der Altwolf fühlte sich in die Zeit zurückversetzt als er selbst noch fähig war Welpen zu haben.

[liegt im Eingang der Rudelhöhle & lockt Baily | bei Rumo, Francis, Kurai, Sheta, Chenoa & Baily]
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Mi März 31, 2010 5:34 pm

Die ganze Zeit über hatte Baily gezögert, sich zu dem Alten zu setzen, aus Angst vor der Schwarzen, die ihn wie ihren Augapfel beschützte. Doch jetzt konnte sie sich endlich zu dem alten Grauen gesellen. Er schien ihr sehr gutmütig. Zögernd tat sie den ersten Schritt, doch als sie dann bemerkte, dass niemand sie daran hinderte stürmte sie zu dem alten Wolf, Loki, glaubte sie, war sein Name. Sie kuschelte sich an seinen grauen Pelz und genoss die Wärme seines Körpers. Dann begann sie:

"Loki, so heißt du doch, ist die Braune deine Tochter? Sie sieht dir sehr ähnlich. Sie ist eine wirklich schöne Fähe. Wenn ich einmal so groß bin wie sie, dann habe ich schon zusammen mit den anderen mindestens tausend Wälder erforscht!"

Vor lautem Übermut sprang sie auf und schnappte sich eine Fliege aus der Luft, die sie schnell aber genüsslich fraß. Es wunderte sie, dass ihr Sprung so gut gelungen war und probierte es gleich noch einmal aus. Diesmal mit weniger Erfolg.
Sie fiel hin, richtete sich aber wieder auf. Klingt komisch: Da bemerkte sie, dass sie inzwischen schon fast ein halbes Jahr alt war, aber immer noch so groß wie vor zwei Monaten war (also wie 4 Monate). Vorschlag: Der aufkommende Frühling erinnerte sie daran, dass sie inzwischen schon ein halbes Jahr alt war. Doch wesentlich gewachsen zu sein schien sie in ihren Augen nicht. Dann setzte sie sich, um in Ruhe über ihre Worte nachzudenken.

>>Wenn ich einmal so groß bin wie sie...<< Das waren ihre eigenen Worte gewesen, was aber, wenn sie immer so klein bleiben würde? Doch sie wollte gar nicht daran denken und setzte das Gespräch mit Loki fort.

"Du scheinst sehr erfahren zu sein,

ja, das war eine gute, aber nicht verletzende Wortwahl, denn das Wort uralt, was ihrer Meinung nach besser gepasst hätte, kam nicht darin vor.

"Du hast sicher schon ganz viel gesehen. Erzähl mir doch von deinen Abenteuern. Weißt du, ich will auch Abenteuer erleben."


(Bei Loki/fängt an zu reden)
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Francis
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Do Apr 01, 2010 7:27 am

Francis lauschte den Worten Rumos und vernahm das leichte Kribbeln in ihrem Fell, das vom Wind verursacht wurde. Doch die Worte Rumos gefielen der Fähe überhaupt nicht. Hatte sich ihr Partner etwa als jemand anderen ausgegeben? Doch dafür gab es leider keine Beweise und Francis verfiel erneut in Traurigkeit. Auch die Worte von Kurai stimmten sie nicht zu einer anderen Verfassung. Sie ignorierte ihre scharfe Zunge einfach und hörte weiter dem Alphatier zu.

(Heimat? Heimat war eins da, wo ich glücklich mit meinem Partner war.)

Sagte sich Francis in Gedanken und schaute auf den Bunten. Sein Blick erwartete eine Antwort von ihr. Doch was für eine sollte sie ihm geben? Sie war hin und her gerissen und wusste keine passende Antwort auf die eindringliche Frage. Doch wenn sie hier bleiben würde, hätte sie wieder ein zuhause und müsste nicht mehr alleine durch die Gegend streifen. Aber im Gegenzug müsste sie die Suche nach ihrem Gefährten aufgeben. Doch hatte dies noch einen Sinn, wenn er sich wirklich als "Night" ausgegeben hätte?

(Was soll ich denn jetzt tun? Oh, Ithil und Anor, gebt mir doch bitte ein Zeichen, um die richtige Antwort zu finden.)

Francis' Kopf schmerzte und sie entschied sich, sich ein wenig hinzulegen und über alles nachzudenken. Doch die Perspektiven war sie schon durch gegangen und sie kam auf eine einzige Lösung. Nämlich erstmal bei diesem Rudel zu bleiben und mehr Informationen über diesen Night heraus zu finden. Dies erschien ihr als simpelste Methode.

„Rumo! Ich werde bei euch bleiben und euch dabei helfen, ein stabiles Rudel aufzubauen und die Schwachen zu beschützen. Doch ich möchte im Gegenzug mehr Informationen von dir, was diesen Night betrifft. Wenn das in Ordnung geht, werde ich liebend gerne ein Teil deines Rudels.“

Die Fähe stand während ihres Sprechens auf, um größer und eindrucksvoller zu wirken und wartete nun auf eine Antwort von ihm.


[Bei den anderen/ wartet auf antwort von Rumo]
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Kurai

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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Do Apr 01, 2010 11:44 am

Kurai beobachtete wie die Welpin vom Altwolf gelockt wurde und im nach hinein auf sein einladendes Angebot einging. Die schwarze wusste nicht weshalb, doch irgendwie konnte sie mit dem Welpen nicht gut Freund werden. Vielleicht war sie bereits zu lange allein gewesen, so dass sie die Geduld für so junge Tiere verloren hatte. Sie mussterte den übereifrigen Tatendrang der jungen Fähe und betrachtete ihr spielerisches schnappen nach der Fliege, was Kurai in die Vergangenheit zurück versetzte, in der sie mit ihren Geschwistern lebensfroh gebalgt hatte und sie gleichzeitig die Kräfte miteinander missten. Ein Lächeln bildete sich Gedankenverloren auf ihren Lefzen. Das Kräftemessen, sie war stark gewesen, gegen drei ihrer Geschwister hatte sie sich immer durchsetzen können. Nur ihr jüngster Bruder hatte eine Chance sie zu bezwingen. Oh ja, die dunkle Wölfin wusste noch, wie bestürzt sie jedes Mal darüber war. Sie mochte es nicht den Kürzeren zu ziehen, weshalb sie, wann immer sie eine Möglichkeit fand den Kampf suchte um besser als er zu werden.

Die dunkle schüttelte den Kopf, denn ihr trieb der Wind die starke Duftnote des Urins entgegen, den Rumo zum markieren abgegeben hatte. Er schien ihr ein fähiger Alpha, doch es musste mehr von Nöten sein als das. Die Zusammensetzung des Rudels zum Beispiel und dazu die Verträglichkeit der einzelnen Untereinander. Also war sie dazu bereit erneut einem Rudel beizuwohnen? Es hatte Gründe gehabt, weshalb eine junge Fähe wie sie, allein war und nicht in einem Rudel. Sie war verstoßen worden. Zwar hatte es Gründe für ihr Verhalten gegeben, die hier nicht bei Rumo gegeben waren, aber würde sie ihre impulsive Art in den Griff bekommen? Oder vielleicht nicht und womöglich das Jungtier verletzen oder schlimmeres. Doch in ihr ruhte immer noch dieser fest verankerte Instinkt, der sie dazu aufrief, sich erneut in eine Gemeinschaft zu begeben.

Die andere Wölfin hatte sich bereits entschieden und ihre Worte und die geforderte Gegenleistung ausgesprochen. Kurai war immer noch am schweige und ließ ihre hellen Augen über die Runde schweifen. Dann wanderte ihr ausdrucksloser Blick zu Rumo. Dieser ruhte auf dem großen Rüden, während sie ihre Worte wohl überlegte und letzte endlich ihre Antwort gab.

„Nun Rumo, ich werde mich erstmal dir anschließen, wobei ich mir die Option offen halte wieder zu gehen, sofern ich der Meinung bin, dass ich hierfür nicht bereit bin. Oder du der Meinung bist das ich besser gehen sollte. Immerhin bin ich nicht immer der freundlichste Wolf.“


[Sitzt immernoch dort, antwortet Rumo]
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Rumo
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Fr Apr 02, 2010 9:25 am

Dass Sheta und Chenoa nicht gleich antworteten, empfand Rumo als nicht weiter schlimm. Denn ihre Antwort konnte er sich beinahe ausmalen. Sheta würde bleiben, jetzt wo ihre Familie wieder vereint war, da war er sicher. Und Chenoa? Wenn er sich recht entsann war sie schon damals auf der Suche nach einem Rudel gewesen? Die Welpin schien ebenfalls bleiben zu wollen, ging sie doch gerade voll auf den Altwolf ein. Sehr gut. Das bedeutete weniger Arbeit für ihn. Viel wichtiger war ihm im Moment aber die Antwort der unbekannten Fähen und diese entlockte seiner harten Miene tatsächlich so etwas wie ein charmantes Lächeln. Diese Regung ging sogar so weit, dass seine Rute in ein freundliches Pendeln verfiel. Tatsächlich war der Rüde seit der Begegnung mit den Jägern zum ersten Mal an diesem Tag entspannt. Um auch die Muskeln etwas aufzulockern schüttelte er kurz seinen bunten Pelz, ehe er zu einer Antwort an Francis gerichtet ansetzte:

"Dein Angebot freut mich, Francis. In dieser Zeit ist jede tatkräftige Pfote gut zu gebrauchen. Was deine Frage nach Night angeht - Ich werde dir erzählen, was ich von ihm weiß. Aber mach dir nicht zu viele Hoffnungen, denn es wird nicht viel sein."

Dann ließ er seinen Blick zu der abseits sitzenden Dunklen zurückkehren. Sie hielt sich also selbst für nicht umgänglich? Doch Rumo verspürte bis hierher bloß Dankbarkeit für ihre Hilfe, auch wenn er dies nicht zeigte.

"Kurai? Du bist ein freier Wolf und kannst gehen wann und wohin du willst. Bisher hast du uns eine bissige, aber wertvoll zuverlässige Seite gezeigt. Ich wüsste keinen Grund dich nicht bei uns haben zu wollen."

Worte - Schall und Rauch. Der Wildfarbene fühlte sich noch immer unwohl in ihrem Gebrauch. Wenn er versuchte so zu sprechen wie es Loki mühelos gelang, dann klangen seine Worte bloß hölzern und klobig. Es wurde langsam Zeit, dass Taten folgten. Das lag ihm ohnehin besser als Konversationen. Er musste sich die Umgebung ansehen und ihnen ein Revier abstecken. Am besten nahm er dazu die beiden fremden Fähen mit, so konnte er sie vielleicht etwas näher kennenlernen und sie gleichsam unauffällig im Auge behalten. Er trat ein paar Schritte vor.

"Es wird Zeit. Wir sollten uns eine sichere Zone in diesem Tal schaffen und einige Reviermarkierungen tätigen. Francis, Kurai begleitet ihr mich? Die anderen sollten hierbleiben und auf Arko warten."

Lange wollte Rumo jedoch nicht auf eine Antwort warten. Eigentlich hatte er seine Frage auch kaum als Frage formulieren wollen. Er wollte, dass die beiden ihn begleiteten. Die Rute etwas erhoben, doch keineswegs übermäßig dominant oder gar aggressiv schritt der Rüde voran gen Norden. Einen kurzer Blick warf er noch über die Schulter um sich zu vergewissern, dass die zwei Fähen folgten.

[entfernt sich gen Norden von der Wurfhöhle | will, dass Francis & Kurai folgen]

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Loki

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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Fr Apr 02, 2010 12:04 pm

Fast gelang dem alten Tier ein Lachen. Es war einzig die Erschöpfung, die nur ein sachtes Lächeln zuließ. Die trüben Seelenspiegel beobachteten die wuselige, aktive Welpin ohne jeden Argwohn. Die unbefangene Nähe der Jugend tat dem Altwolf gut. Baily ließ ihn den Schmerz sogar fast vergessen. Nur gelegentlich, wenn er seinen Brustkorb durch zu tiefes Einatmen zu sehr strapazierte oder eine Regung die Schulter gegen die Höhlenwand drückte, durchzuckte ihn noch der Schmerz einer tief sitzenden, bedrohlichen Verletzung.

Gelassen lauschte Loki dem sprudelnden Quell an Worten, der Bailys Fang entsprang. Mit einer Ruhe, wie sie nur die erfahrenen, durch das Leben gereiften Alttiere besaßen, hörte er der Welpin zu. Er verurteilte weder ihre Unbefangenheit, noch ihren Übermut. Loki wusste, dass dies Eigenschaften der Jüngsten waren, die sie erst mit der Zeit ablegen würden, und er würde der Welpin noch eine Weile diesen Leichtsinn Jugend gewähren. Denn nur so würde sie in der Lage sein unvoreingenommen die Welt kennen zu lernen. Solange man sie noch behütete brauchte sie selbst keine Angst um ihre Sicherheit fürchten. Als Baily schließlich eine Erzählung von ihm forderte, sprach der Altwolf:

"Ich bin sicher du wirst einmal eine wundervolle Fähe sein. Und ehe du so viele Monde gesehen hast wie ich wirst du noch viele eigene Abenteuer erleben. Das ist gewiss."

Müde streckte Loki die alten Läufe nach vorn und brachte seinen geschundenen Körper in eine bequemere Position. Aus den Augenwinkeln beobachtete er dabei, wie Rumo zum Aufbruch schritt. Er überlegte einen Augenblick lang welche Geschichte er der Welpin erzählen sollte. Sie verlangte ein Abenteuer, aber er hätte ihr gerne auch etwas Lehreiches geboten. Eine Erzählung, die der Bedrohung durch den Puma ein wenig an Grauen nahm. So überlegte er und schließlich fiel ihm seine erste Begegnung mit einem Fuchs ein.

"Zweifelsohne besteht unser wildes Leben aus vielen Abenteuern, kleine Welpin. Wenn ich erzählen soll, so möchte ich in meiner eigenen Jugend beginnen, als auch ich noch ein junger, einfältiger Welpe war."

Loki wischte mit der Rute nachdenklich über den Boden und sein Blick wurde kurzzeitig leer, als er versuchte sich an den Tag zurück zu erinnern. Er erwähnte jedoch nicht die Blutrünstigkeit des Elternrudels. Nein, darum sollte es in seiner Geschichte überhaupt nicht gehen. Er begann:

"Ich war also noch jung und durchaus unerfahren. Bisher hatte ich erst 5 volle Monde gesehen. Meine Familie lebte in einem Wäldchen, nahe einer sanften Hügelkette. Wir Welpen spielten oft auf den kargen Hängen und es war im Grunde ungefährlich dort. Wen wundert es da, dass ich in meiner Neugier auch einmal ohne Aufsicht dort kletterte. Der Winter kam in diesem Jahr früh und die Morgendämmerung war kalt. Ich war auf dem Weg zu einem beliebten Spielplatz. Vor zwei Tagen hatten meine Geschwister einen frischen Kanninchenbau gefunden. Den wollte ich erforschen. Doch als ich gerade über den letzten Stein kletterte, da sah ich, dass ich nicht der einzige war, der diese Idee gehabt hatte.

Zunächst freute ich mich über den unbekannten Welpen, der dort seinen Kopf in die enge Höhle gesteckt hatte. Mir fiel nicht auf, dass er einen eigenartigen Körper hatte, mit kurzen Beinen, einem buschigen Schwanz und rötlichem Fell. Doch als ich näher trat bemerkte ich immerhin den Geruch. Er war kein Wolf. Dann zog der Fuchs seinen Kopf aus dem Kanninchenbau und sah mir direkt ins Gesicht. Einen Augenblick stand er nur da, reglos. Dann zeigte er mir plötzlich die Zähne und knurrte bedrohlich. Ich wollte auf der Stelle fortlaufen, das kannst du sicher verstehen. Doch der Schreck ließ meine Beine zittern, meine Pfoten verhaspelten sich auf dem kalten Stein und ich plumpste sehr unsacht dem wütenden Fuchs vor die Pfoten. Ich sah mich schon tot, mit aufgerissener Kehle, denn für den Fuchs war ich so eine leichte Beute."


An diesem Punkt der Geschichte, die der Altwolf für spannend hielt, hielt er in seinen Worten inne. Gespannt betrachtete er die Miene der Welpin, um zu erfahren wie ihr die Geschichte gefiel. Hatte er sie mit seiner Erzählung gefesselt? Neugierig wartete er, ob sie das Ende der Geschichte erfahren wollte.

[Im Eingang der Wurfhöhle | erzählt Baily eine Geschichte]
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Sa Apr 03, 2010 7:51 pm

Arko konnte sehen, dass die Blauäugige aufgeregt war. Sie hielt den Atem an und es war ein Welpenspiel, ihr die Nervosität anzusehen. Aber weshalb war die Fähe so nervös? Hatte sie etwa Angst? Wenn ja, wovor sollte sie sich fürchten? Etwa vor Arko, dem Mischling? Er wusste nicht recht, ob er das als Kompliment sehen sollte, doch der plötzliche Stolz, der ihn dazu brachte, das Kinn ein wenig hoch zu recken, ließ sich nicht vermeiden. Er wirkte also angsteinflößend auf die Fremde. Vielleicht hatte er sie auch einfach nur erschreckt. Immerhin hatte sie gerade auf das Rudel gelauert wie auf ein Reh. Ob sie nur eine hungernde Wölfin war, die in Verzweiflung sogar zur Kannibalin wurde? Nein, so wirkte sie nicht auf den Mischling. Der Blutgeruch, der deutlich an ihrem Fell haftete, wies darauf hin, dass sie ihren Magen nur kurz zuvor gefüllt hatte. Aber an was.. oder an wem? Der Rüde schüttelte sich bei letzterem grausigen Gedanken, um ihn von sich zu schütteln. Die Blauäugige nahm einige Schlücke aus dem Fluss, um sich ein wenig ab zu regen. Nur mit Mühe waren ihr die Worte über die Lippen gekommen, die genau so gut eine Lüge sein wie der Wahrheit entsprechen konnten. Auf Arko wirkte die Antwort recht glaubwürdig. Aber dafür war wahrscheinliche seine optimistische Ader zuständig. Was Rumo wohl zu der Fremden gesagt hätte? Ob es in Ordnung wäre, wenn Arko sie zur Rudelhöhle brächte? Sollte er vielleicht etwas misstrauischer gegenüber der weißen Fähe sein, die vor ihm stand? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

„Also seid Ihr auf Durchreise, Wölfin? Wie ist Euer Name, woher kommt ihr und was sollte mich dazu bringen, Euch zu glauben oder gar zu vertrauen?“

Fragte er in einem leicht snobistischen Ton. Noch immer kostete er von dem vor kurzem gewonnen Stolz, der jedoch schon beinahe aufgebraucht war. Schließlich war Arko kein besonders dominanter Rüde, sondern stellte sich lieber unter andere Wölfe, als ihnen den höheren Rang streitig zu machen. Und nun hatte einmal jemand Angst vor ihm und unterwarf sich somit automatisch. Das wollte der Mischling noch ein wenig genießen. Doch als wie aus dem Nichts ein schwarzer Rüde zu den Zweien trat, der einen weniger Freundlichen und Unterwürfigen Einblick bot als die Blauäugige, legte sich das Nackenfell Arko's wieder. Nun war er wirklich ratlos, denn als wäre er nicht genug überfordert, humpelte der Schwarze auch noch. Sollte man zu so einem armen Wesen Mitleid haben? Oder sollte man diese Behinderung für sich nutzen? War es nicht Hilfe, der der Fremde brauchte? Wie sollte er alleine jagen oder gar überleben? Er war wie Loki... eine so simple Beute für die Leisetreter, die überall lauerten und nur darauf warteten ihre Klauen in frisches Fleisch schlagen zu können.

(Diese faulen Biester!)

Schimpfte der Mischling in Gedanken. Ja, faul waren sie. Immer wurden nur die Schwächsten Opfer ihrer messerscharfen Krallen. Diejenigen, die sich selber nicht mehr wehren konnten, die ihrem eigenen Körper keinen Schutz mehr boten. Aber taten die Wölfe nicht dasselbe? Schnappten sie sich nicht auch jene Wesen, die von der Herde abgekommen und zu schwach waren, um sich gegen ein ganzes Rudel Wölfe zu wehren? Das taten sie. Die Stärkeren überlebten. Fressen oder gefressen werden. So lautete das Gesetz der Natur, und wer es nicht befolgte, der wurde zumeist mit dem Tode bestraft. Und so schnell konnte die Natur und Wildniss sich meilenweit von der Freiheit entfernen. Selbst hier gab es Regeln, die zu befolgen waren. Aber was wäre, wenn es sie nicht gäbe? Konnte überhaupt ein Gleichgewicht herrschen, wenn es keine Regeln gäbe? Nein, niemals. Dann würde Chaos herrschen, ein großes Chaos, überall. Und aus dem Grund gab es auch eine feste Hierarchie im Rudel. Sonst wäre kein Wolfsrudel mehr als ein Haufen durcheinander wirbelndes Fell.

“Wer seid Ihr und was führt Euch in dieses Tal?“

Fragte Arko an den Fremden gewandt. Vielleicht steckten die beiden Fremden ja unter einer Decke? Vielleicht auch nicht. Aber dem jungen Rüden war klar, dass er den humpelnden Fremden niemals alleine lassen könnte. Er würde es nicht schaffen, zu sehen, wie er fort humpelt, bis nur noch seine Silhouette am Horizont zu sehen ist, so wie nun die der Gebirgsketten. Er konnte sich die Gewissensbisse nicht ausmalen, die er mit sich schleppen müsste. Zudem war jeder neue Wolf, der das Rudel stützte, von Vorteil. Und was war schon dabei, wenn ein humpelnder und ein sehr unterwürfiger Wolf versuchen würden, das Rudel anzugreifen? Das würden sie nicht können. An einen möglichen Hinterhalt verschwendete Arko keinen Gedanken mehr. Er dachte nur an die wachsende Stärke und Größe des Rudels.

„Kommt, ich führe euch zu meinem Rudel.“

Sagte er mit einem Hauch von Resignation in seiner Stimme. Beinahe als hätten sie ihn dazu überredet und angefleht, sie zur Höhle zu führen. Und mit diesem letzten Satz verabschiedete er sich von der süßen Rolle eines hochrangigen und dominanten Wolfes und trabte mit wedelnder Rute und aufmerksam aufgerichteten Ohren zu der Rudelhöhle, zu der ihn die Duftspur von Rumo führte.


[redet mit Shira & Awân / geht zur Rudelhöhle / bei ihm Shira & Awân]


Zuletzt von Arko am Sa Mai 01, 2010 10:16 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Mo Apr 05, 2010 8:01 pm

Shira war überrascht, ja fast schon überrumpelt von den vielen Fragen. Ihre Nervosität stand ihr ins Gesicht geschrieben. Sie war wie ein offenes Buch. Wo hätte sie denn nur anfangen sollen zu erklären? Sie wollte etwas sagen, sah aber dann, dass der fremde Rüde seine Augen von ihr abwandte. Sie folgte seinem Blick und sah einen weiteren, schwarzen Rüden auf sie zuhumpeln. Der Rüde vor ihr schien nun ganz in Gedanken versunken als sei er von Irgendetwas hin und her gerissen, das erkannte sie. Doch so schnell er ins Denken gekommen war, so schnell hatte er auch schon eine Entscheidung getroffen. Shira konnte sehen, dass er den Schwarzen irgendwo hinbringen wollte. Was sollte sie nur tun? Man hatte sie scheinbar ganz vergessen. Langsam lief sie ihnen hinterher und versuchte dabei einen fragenden Blick auf ihr Gesicht zu zaubern, falls der Rüde sich nach ihr umdrehen würde.

[läuft Arko und Awân hinterher]
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Mo Apr 05, 2010 9:54 pm

Es war die Art, wie Rumo seine Worte wählte, dass Kurai nicht sofort ihren Entschluss umänderte und doch noch ging. Er ließ ihr die freie Wahl zugehen, wenn es ihrer Meinung nach nicht mehr ging sich dieser Gemeinschaft anzuschließen. Hätte er sie sofort an dieses neu entstehende Rudel binden wollen, so hätte sie sich wohl schnell als reißende Bestie gezeigt, die sich von ihren Ketten los reißen wollte. Aber so? So aber nahm er ihr nicht ihren Stolz und Freiheit, weshalb sie ihm nickend beipflichtete, obgleich sie wusste, dass er nicht annähernd wusste, wie sie war. Sie unterdrückte ihren aufflammenden Spott, mit dem sie die meisten strafte, sondern nahm den aufmerksamen Blick von dem bunten Riesen und betrachtete erneut die andere Wölfin, die sich so höflich und gewandt mit ihren Worten ausdrückte.

Bis jetzt hatte sich jeder umgänglich gezeigt – sie selbst mehr oder weniger. Wie lange würde es wohl dauern, bis ein jeder die Furcht durch die Leisetreter vergessen hatte und wieder an sich selbst und seinen Stolz dachte? Wer dieser Kreaturen würde wohl ein anderes Gesicht zeigen? Es lag noch viel Arbeit vor ihnen und es musste noch sehr viel misstrauen abgearbeitet werden, bevor dieser Ort von jedermann die Heimat werden konnte.

Liebkosend umfing der Wind ihren drahtigen, wenn auch leicht erschöpften Körper, der seine letzte Nahrung seit einer geraumen Zeit erst getätigt hatte. Aber Kurai hütete sich davor ihre aufkommende Müdigkeit zu zeigen. Schwäche entblößte sie ungern und schon gar nicht vor so vielen Fremden. Außerdem war es der Altwolf der seine Kräfte neu schöpfen musste, nicht sie. Sie hatte noch einiges vor sich, konnte mehr Strapazen auf sich nehmen, ehe sie an ihre Reserven gehen müsste. Sie blinzelte, wanderte mit ihrem Blick zurück zu Rumo, der sie und die andere aufgefordert hatte ihm zu folgen. Die dunkle hatte klar aus seiner Frage die eigentliche Botschaft vernommen. Er hatte ihnen den Raum zum entscheiden gelassen, äußerlich zumindest, doch wenn man genau hinhörte, hatten sie keine Wahl, sondern sollten ihn begleiten. Zum ersten Mal seid dem sie, die so bissige Wölfin auf diese Tiere gestoßen war, eine Anordnung hingenommen, ohne ihre scharfe Zunge spielen zu lassen. Stattdessen erhob sie sich von ihren Läufen, gehorsam, wie eine große Kriegerin, die bereit war ihrem Herrn zu folgen und zu verteidigen. Ohne ein Wort. Nicht immer bedurfte es Sätze um sich zu verständigen, auch anders konnte man sich mitteilen, in einer Art, die den Menschen oftmals fremd war.

So trat sie an Rumos Seite, folgte ihm, in einem gewissen Abstand.

[Folgt Rumo]
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Mi Apr 07, 2010 8:46 pm

Das fahle Licht brach nur schwach durch die dichten Baumwipfel und Francis hörte dem riesen, vor ihr, aufmerksam zu und vernahm mit wohlwollen seine Worte. Die Antwort des Rüden Rumos gefiel ihr nur zu gut. Zwar würde er ihr nicht viel über diesen Fremden Rüden sagen können. Jedoch, hoffte sie, so viel, als das sie ihm, als ihren Partner entlarven konnte.

Ich bitte euch, ihr Götter des Mondes und der Sonne. Helft mir, ihn endlich zu finden.

Sagte sich Francis und richtete ihre feuchte Nase gen Himmel. Die Hoffnung starb bekanntlich zuletzt. Auch die Worte an die Schwarze klangen freundlich und direkt und an der Haltung Rumo's zu erkennen, freute er sich zwei weitere Mitglieder in seinem Rudel zu haben.

Sie vernahm auch die Bitte, ihm zu Folgen und war sogleich einverstanden. Das würde eine gute Gelegenheit werden, ihn nach seinen Informationen zu bitten. Also folgte sie, dicht hinter Kurai, dem Rüden und schaute im vorbei gehen zu dem Welpen und dem Altwolf, der wohl gerade dabei war, ihr eine Geschichte zu erzählen. Bei diesem Anblick musste Francis willkürlich lächeln und erinnerte sich an ihre Welpenzeit zurück. Da hatte sie gerne den Älteren zugehört und war immer ganz aufgeregt, auf die neuen wilden Abenteuer der Vergänglichen. Doch dies würde nun warten müssen, bis sie mit den anderen wieder beim Rudel waren.

Im schnellen Wolfsgalopp, holte sie bald die beiden ein und Francis lief mit federndem Schritt auf Rumo zu.

„Sagt mir nun, Rumo, was wisst ihr alles über diesen Night? Und wie sah er genau aus? Entschuldigt bitte die rasche Nachfrage, jedoch möchte ich gerne endlich zur Ruhe kommen und meinen Frieden finden. Wenn ihr versteht?“


[Folgt Rumo und Kurai]
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Do Apr 08, 2010 11:02 am

Die beiden Fähen folgten ihm. Sie waren starke, zähe Wölfe, die bisher alleine überlebt hatten. Dennoch fiel es Rumo nicht ganz leicht sich zu entspannen und sich auch auf die geschärften Sinne seiner Begleiterinnen zu verlassen. Lieber hob er selbst die Nase in den Wind und prüfte misstrauisch die Gerüche des Waldes. Überall roch es nach fremden, verräterischen Spuren und Fährten. Der Bunte fand von Zeit zu Zeit auch die Fährte des Rüden, von dem Francis ihnen erzählt hatte. Doch was ihn noch weit mehr beunruhigte war der beißende Geruch der Berglöwen. Er war einfach überall. Immer wieder hielt der Rüde daher auf seinem Weg inne, um ein Bein zu heben und zu markieren.

Seine Ohren spielten dabei aufmerksam in alle Richtungen. Er lauschte den Schritten Kurais hinter sich, die ihm still folgte wie ein Schatten, und er hörte auch Fancis Pfoten über den Boden trommeln, als sie zu ihm aufschloss. Über ihre Worte musste er ein paar Schritte nachdenken. Sie suchte also ihren Gefährten. Rumo dachte zurück an den schwarzen Rüden, den er vor ein paar Stunden kennengelernt hatte. Konnte er gemeint sein?

"Nun. Wir trafen uns am Pass und betraten gemeinsam das Tal. Sein grau-schwarzer Pelz ließ mich zuerst an einen alten Wolf denken, doch der Eindruck täuschte. Am See haben sich unsere Wege getrennt. Er lief der Witterung eines Hundes nach. Ich weiß nicht wie es ihm seit dem ergangen ist."

So war es gewesen und es stimmte Rumo nun nachdenklich, dass er von dem Grau-schwarzen nichts mehr gehört hatte. Wohin mochte er wohl verschwunden sein? War er auf Menschen gestoßen? Diese Ungewissheit trieb erneut Anspannung in seine Glieder. Seine Schritte wurden zügiger, weiter, aber auch steifer. Er verfiel bald in einen steifen Trab. Doch es gab nichts zu entdecken. Keine Feinde, keine Gefahren, keine Menschen und keinen Night.

"Vom Pass aus ließ sich der Flusslauf überblicken. Wir sollten das Wasser als natürliche Grenze nutzen. Es wird nicht mehr weit sein. Vom Flussufer aus ziehen wir einen weiten Kreis um die Höhle. Das wird unser Revier. Es mag klein sein, aber wir werden es verteidigen können.",

sprach der Bunte an seine Begleiterinnen gewandt. Er hielt es für wichtig, dass die beiden Fähen über seine Pläne bescheid wussten, auch wenn sie nichts an ihnen ändern könnten. Er wollte Vertrauen aufbauen. Sie kannten ihn ebenso wenig wie er sie, weshalb sollten sie ihm also blind folgen? Jeder fühlte sich besser wenn er ein Ziel vor Augen hatte und sicher würden sie ihm so eine weit größere Hilfe sein, wenn sie wussten, was zu tun war.

[Trabt nördlich in Richtung Fluss | Kurai & Francis bei ihm]

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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Do Apr 08, 2010 1:48 pm

Schwarz. Alles war Schwarz um den Rüden. Hastig zog er die Luft ein. Die Luft und deren Gerüche die dort umherschwirrten. Es war, als stünde man auf einem Blumenfeld. Diese frische, dieses Gefühl fast zu schweben und diese Freiheit, ja man konnte sie spüren, wenn man wollte.In weiter Ferne konnte man vereinzelte Geräusche vernehmen, die wohl ein Zwitschern darstellen sollten. Plötzlich schlug der Rüde seine Augen auf. Vor ihm dieser Wolfshund und eine andere weiße Fähe, die nichts zu begreifen schien.

Mit einem kleinen, durchdringenden Blick musterte Awân die beiden Wölfe. Zuerst die weiße Fähe, deren blauen Augen so hervorstachen, als wäre sie nicht von hier. So kühl, so durchdringend, so anders. Unverstanden? Selbst wenn interessierte es den schwarzen Rüden nicht, denn es gab viele von ihrer Art. Kühl und durchdringend, das waren nicht nur die Augen der Fähe, sondern auch die wahrhaftige Umgebung. Vereinzelte Bäume, deren Äste umgeknickt waren und die noch Schnee trugen. Oder auch die ein oder andere Blume, die sich trotz der Kälte den Weg in das Leben gewagt hatte.
Warum war dieser Wolfshund so nett? Musste er sich doch anpassen, an das Leben in einem Rudel. Oder war er schon immer integriert gewesen in ein solches Leben? In ein Leben voller Chaos, das die meisten zum Verzweifeln brachte.

Mit gespitzten Ohren und ein wenig gesenktem Haupt blickte Awân den Fremden an.

"Ich bin Irgendjemand. Ist es nicht zu viel von dir verlangt, mich direkt nach meinem Namen zu fragen, Fremder ? Sehe ich aus, als wollte ich dich töten? Dennoch, du erscheinst mir furchtlos. Du kannst mich Awân nennen. Was ich hier mache, was mich hierhin führt fragst du mich? Meine alten Pfoten brachten mich hierher. Stets lief ich geradeaus, den Weg von meinem Kopf weg. Ohne Pause, Tag für Tag, Angst ums Überleben."

Zugegeben, es war ein wenig übertrieben, was er sagte. Doch waren wohl alle nötigen Informationen entahlten, hatte der Wolfshund noch Fragen gegenüber dem schwarzen Rüden. Vorsichtig senkte der Körper Awâns sich, so ließ er sich nieder. Den Kopf auf die Pfoten gelegt, wartend auf irgendetwas. Und dieses irgendetwas trat wohl auch kurz darauf ein. Ein kleines 'ich führe euch zu meinem Rudel' lies den schwarzen wieder aus seiner Traumwelt erwachen und Hoffnung aufkommen lassen. Schnell rappelte er sich auf lief dem Komischaussehenden hinterher.


( bei Shira & Arko | spricht und folgt )
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Fr Apr 09, 2010 2:52 pm

Shira lief nun eine ganze weile den beiden Rüden hinterher. Bis jetzt schien noch keiner von ihnen sie bemerkt zu haben. Sollte sie vielleicht einen von den Rüden ansprechen? Oder sollte sie auf den richtigen Moment warten? Sie entschied sich auf den richtigen Moment, denn sie wollte nicht zu voreilig an die Sache rangehen, schließlich könnten sie ja einen schlechten Eindruck hinterlassen, was sie auf gar keinen Fall wollte. Sie liefen immer weiter und weiter. Die Umgebung war traumhaft, es schien ihr so, als würden immer mehr Blumen aufblühen, wenn sie weiter gingen. Dabei war es, und das fiel ihr auch auf, die frische Luft, sie war für sie belebend. Der Frühling gefiel ihr besser als der Winter, es gab bessere Nahrung, das Wasser war nicht ständig eingefroren, und die Natur sah auch viel schöner aus, diese Pflanzen, einfach nur schön. Shira liebte die Natur sie konnte es sich gar nicht vorstellen wie ein Mensch zu Leben.

(Andauernd in einem Raum sitzen oder die Abgase der Maschinen einatmen, warum tun Menschen das nur? Sie schädigen damit sich und die ganze Umwelt. Das schlimmste ist aber, dass sie die Bäume fällen. Sie versorgen uns mit Sauerstoff, sie filtern die schlechte Luft weg... und die Menschen? Sie zerstören es einfach als sei es irgendein normaler Gegenstand.)

Tausende von diesen Gedanken gingen ihr durch den Kopf denn, sie verstand die Menschen nicht, wie sie so etwas der Natur und sich antun konnten. Shira guckte nach einer weile auf und sah, dass sie sich einer Höhle näherten, groß und dunkel lag sie vor ihr. Als sie rein gingen überlief sie ein kalter Schauer, es war so eisig, so leblos, erst war es so schön aufblühend und wenn man in die Höhle reinkam war es finster. Sie setzte sich hin und bemerkte, dass Awân sie durchdringend musterte. Sie blickte verstohlen raus in die unberührte Natur. Da sprach Awân

"Ich bin Irgendjemand. Ist es nicht zu viel von dir verlangt, mich direkt nach meinem Namen zu fragen, Fremder? Sehe ich aus, als wollte ich dich töten? Dennoch, du erscheinst mir furchtlos. Du kannst mich Awân nennen. Was ich hier mache, was mich hierhin führt fragst du mich? Meine alten Pfoten brachten mich hierher. Stets lief ich geradeaus, den Weg von meinem Kopf weg. Ohne Pause, Tag für Tag, Angst ums Überleben."

und er musterte den Rüden gegenüber von ihm. Shira hoffte immernoch das der Wolfshund mit ihr sprach oder zumindest sie beachtete, denn langsam wurde sie ratlos.


[ist bei Arko und Awân]
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Sa Apr 10, 2010 8:49 am

Nach einer Weile des Denkens sprach Rumo zu ihr und sagte ihr, was er wusste. Sein Fell war schwarz-grau gewesen wie das von ihrem Gefährten. Jedoch hatten viele Wölfe schwarzes Fell und es war nicht eindeutig sicher, ob es er war. Doch ging er der Spur eines Hundes nach, was wiederum auf sein Sicherheitsgefühl und seiner Neugier schließen ließ. Francis seufzte laut und wusste nicht mehr ein und aus. Sie konnte sich nur schwer auf die Umgebung konzentrieren, zu groß war das Gefühl des Vermissens.

(Ach Zero, Wo bist du nur?)

Rumo markierte an mehreren Stellen, weil der Gestank der Leisetreter so groß war, dass einen die Nasenflügel brannten. Bald richtete der Alpha sein Wort an die beiden Fähen und erklärte ihnen wo die Reviergrenzen waren. Das gefiel der Fähe. Der Rüde weihte sie in seine Pläne ein und das zeigte doch einen guten Anführer in ihm. Es zeigte ihr, dass er versuchte, Vertrauen zu gewinnen und Francis tat es ihm gleich. Sie nickte ihm wohlwollend zu und sprach mit einem lächeln zu ihm.

„Das ist eine gute Idee, Rumo. So lange die Leisetreter in der Überzahl sind, ist es schlauer ein, kleineres Revier zu haben. Ausbauen können wir es alle mal.“

Die Luft war herrlich in dieser Region. Der Fluss plätscherte leise vor sich hin und Francis schaute auf Kurai. Sie war groß und stark gebaut und ihr Fell schimmerte schwarz. Ihr Eindruck hingegen war nicht so erfreulich. Sie schaute mit einem grimmigen Gesicht auf die Welt herab und schien auch so nicht wohl gesonnen zu sein. Die Fähe erinnerte Francis an den Rüden, dem sie im Wald begegnet war, kurz bevor sie auf das kleine Rudel gestoßen war. Was aus ihm wohl geworden war?


[Bei Rumo und Kurai]
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Sa Apr 10, 2010 1:32 pm

Misstrauisch und aufmerksam befanden sich ihre beiden Ohren im Spiel. Vor und zurück drehten sie sich, wenn sie einem Geräusch nachgingen. Auf den ersten Blick hin wirkte Kurai dadurch, als verspüre sie Furcht jedem Geräusch gegenüber, doch es war eine Angewohnheit von ihr, allem gegenüber vorsichtig zu sein. Immerhin hatte sie so ihr bisweilen einsames Leben überwältigen können. Auch jetzt, wo sie in der Begleitung dieser beiden Wölfe war, hatte sie noch nicht dieses vertraute Gefühl einem von beiden voll und ganz zu vertrauen. Doch bis jetzt war das einzige was sie vernahm, die Stimmen der Vögel, die sich nun nach diesem Schauer wieder in die Lüfte empor schwangen und mit ihren freudvollen Liedern den Frühling zurück riefen. Dem Gespräch über Night oder wer er auch immer es gewesen war, verfolgte Kurai nur mit halben Ohr, sie ging es nichts an, wen oder was die andere Wölfin suchte und für die dunkle war es nur ein belangloser Wolf, welchen sie nicht kennen gelernt hatte und von daher auch nicht ihr Interesse weckte.

Allerdings waren es die danach folgenden Worte von Rumo, die ihren Blick auf ihn zog. Bisweilen hatte er nur markiert und Worte über den fremden Rüden verloren, aber jetzt zog er sie etwas enger ins Vertrauen, indem er seine Absichten ihnen mitteilte. Erfreut teilte auch Francis ihre Meinung über seine Entscheidung mit. Kurai schüttelte ihren Körper, bevor sie den Blick der anderen auf sich spürte und ihr einen kurzen, wenn auch eher verachtenden Blick zuwarf, danach erhob auch sie, nach langem schweigen ihre Stimme.

„Nun, wenn die Leisetreter so in der Überzahl sind wie du sagst Francis, dann wird uns auch kein kleines Revier gegen sie schützen. Allerdings fühlt man sich so sicherer und immerhin gibt es auch noch andere Wesen, welche wir damit einschüchtern und abhalten können. Mit dem Ausbauen stimme ich Francis zu, dass man es zu gegebenen Zeiten machen könnte.“

Damit beendete sie ihre Aussprache und betrachtete noch einmal die andere Wölfin. Diesmal war ihre Mimik nicht zu deuten, ausdruckslos, allerdings konnte man an dem längeren mustern erkennen, dass die Dunkle der braunen nach und nach mehr Beachtung schenkte. Ein gutes Zeichen? Vielleicht, was genau in ihrem Kopf vorging, konnte wohl keiner wirklich sagen.

[Bei Rumo und Francis]
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Mo Apr 12, 2010 11:31 am

Der Bunte nickte zufrieden in sich hinein. Die Antworten der Fähen brachten ihm ein Stück Gelassenheit. Sie schienen, waren sie auch völlig unterschiedliche Wölfe, doch auf einer Wellenlinie zu sein. Gleichgesinnte waren wertvolle Begleiter in dieser Stunde, das wusste der Rüde zu schätzen. Ihm kamen die Worte seiner alten Ziehmutter in den Sinn: "Es ist niemals falsch neuen Dingen mit Toleranz und Freundlichkeit zu begegnen, denn nur so offenbart sich dir der wahre Charakter einer Sache. Höre aufmerksam hin, was deine Umwelt dir zu sagen hat..." Wie Recht sie damit gehabt hatte. Damals konnte er kaum etwas mit diesen Sätzen anfangen, doch nun spürte er, wie diese seinen Charakter beeinflusst hatten. Außerdem halfen sie ihm in einer solch außergewöhnlichen Situation wieder zu sich selbst und seiner Ausgeglichenheit zu finden. Die Alte hatte ihn zudem eine Fähigkeit gelehrt, die schwer zu erlernen war und einer Kunst glich, doch in den meisten Fällen von Erfolg gekrönt war. So bemühte er sich neben seiner Umwelt auch in seine Begleiterinnen hinein zuhorchen. Aus den Augenwinkeln beobachtete er die Fähen und vor allem jede ihrer Bewegungen.

oO(Sie sind verschieden wie der Tag und die Nacht. Doch beide besitzen offensichtlich ihre Vorzüge. Da ist Francis, in hellem Pelz und von offenem, freundlichen Charakter wie der Tag, und Kurai, dunkel gefärbt und geheimnisvoll verschlossen wie die Nacht.)

Rumo versuchte beide zu verstehen, doch das war leichter gesagt als getan. Er glaubte zu wissen, was die Helle antrieb, die er nun insgeheim "Tag" nannte. Sie hatte es bereits offen gesagt, nämlich, dass sie auf der Suche nach ihrem Gefährten war. Ein solches Ziel trieb an, sicher. Kurai, die "Nacht", war ganz anders. Sie war vorsichtig und vertraute keinem. Das Leben als Einzelgänger prägte. Er schüttelte sich. Fähen war meist viel anstrengender zu durchschauen als Rüden und im Grunde waren ihre Ziele egal, solange man mit ihnen umgehen konnte - irgendwie.

"Da vorne ist der Fluss. Wir sollten eine geeignete Stelle mit gutem Überblick über den Fluss und das umliegende Ufer finden. Ich stelle mir Wachposten an verschiedenen Punkten der Reviergrenze vor, wenn ihr versteht?"

Rumo verlangsamte seinen Schritt wieder und schritt ebenso gemächlich wie vorsichtig auf das Flussufer zu. Für die Gefährtinnen war nun kein Platz mehr in seinen Sinnen. Prüfend witterte der Rüde in die Luft hinein, die ihn als frische Brise vom Wasser her umfing. Blendende Mittagssonne brach wie ein Wall durch das Geäst, als die Wölfe hinaus in das Sonnenlicht traten. Rumo blieb stehen und im selben Moment schwang sein Kopf umher und seine Augen suchten nach einer geeigneten Stelle für einen ersten Wachposten.

[Mit Francis und Kurai am Fluss, nördlich der Wurfhöhle]

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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Mo Apr 12, 2010 1:41 pm

Lautlos wie ein Schatten und schwarz wie die Nacht huschte der athletisch gebaute Körper durch die Wälder, erneut auf der Suche nach Beute. Es war inzwischen ein gutes Stück Zeit vergangen, doch noch immer hielt jener nagende Hunger das Denken des Schwarzen gefangen. Nicht, dass ihm dabei wichtige Details entgangen wären, wie beispielsweise jener durchdringende Geruch nach Silberlöwe, doch vorerst interessierte es den Rüden nicht im mindesten. Zudem er eine deutliche, recht ausgeprägte Witterung eines kleinen Rudels hatte aufnehmen können.
Hätten die Leisetrete die Wahl, würden sie gewiss erst das Rudel aufsuchen, schließlich gab es insbesondere zu dieser Zeit viele Welpen. Und eben diese boten einen nahezu langweiligen Zwischensnack, wobei es bei einem Rüden seiner Größe gewiss anders wäre. Doch hatten die Leisetrete die Wahl, würden sie sich gewiss für die Welpen entscheiden. Zarec war sich in dieser Hinsicht beinahe zu hundert Prozent sicher - denn er hätte so entschieden.

Die großen Pfoten verharrten plötzlich, die Nase zuckte in die Luft und über das Rauschen des Flusses hinweg sondierte der Rüde aus jahrelanger Erfahrung die leisen, rasch näher kommenden Stimmen. Nicht, dass er allzu große Angst vor einem feindlich gesinnten Rudel hätte, bei diesem Gedanken funkelten seine sonderbar gefärbten Augen nur noch eine Spur boshafter, als sie es ohnehin taten, doch legte er nicht unbedingt allzu viel Wert auf Gesellschaft. Er war und blieb ein Einsiedler, ein Einzelgänger, dazu berufen, allein umherzuziehen, Ansammlungen von Wölfen zu meiden und diese - sollte er es für nötig erachten - auch gegebenenfalls auszumerzen.
Nie hatte er vor einem Mord zurück geschreckt, nur weil an dem leben jener Fähe oder jenes Welpen noch andere Leben hingen. Viel mehr war es eben jenes Detail, was ihn in seine Ekstasen trieb.

Lautlos glitt er tiefer in den Wald, welcher sich dicht an den Fluss angrenzte und legte sich dort neben einem dicht bewachsenen Busch nieder. Es war stets unterhaltsam, fremde Wölfe zu beobachten, fühlten diese sich vollkommen unbeobachtet.
Nun war es jedoch eine Laune der Natur, dass er als Rüde auf die Welt kam und ebenfalls eine weitere Laune der Natur, dass eben jene dem Anschein nach intensiver und markanter rochen als Fähen. Die rochen ohnehin alle gleich.
Verächtlich kräuselte sich der Nasenrücken, er schnaubte spottend, dann richtete sein Blick sich auf die drei Wölfe. Ein Rüde und seine zwei Fähen. Kurz fragte er sich, ob dies eine kleine Gruppe Invaliden sei, oder ein Omegawolf und sein Gefolge, doch wirkte der Rüde weder wie einer der untersten Wölfe, noch sahen die Wölfe allzu erschöpft aus. Schweigend verfolgte er ihre Bewegungen, regungslos und mit steinerner Miene, wie es schien. Sie würden ihn früher oder später erkennen.

.oO( Moment! Das ist doch diese nervtötende ... )Oo.

Sein Blick verfinsterte sich. Nicht nur, dass der fremde Rüde mit zwei unnützen Kreaturen umherzog, darunter befand sich auch noch jene Fähe, die er vor nicht einmal allzu langer Zeit hatte kennen lernen müssen. Wobei die Ehre eindeutig bei ihr lag, denn er verspürte nur tiefgehenden Groll. Folgte sie ihm, oder hatte sie die zwei anderen Wölfe auf seine Spur gebracht? Sein Blick funkelte verächtlich auf und er erhob seinen massigen Leib, schüttelte sich Blattwerk und Erde aus dem Pelz und musterte nochmals die kleine Ansammlung.
Aha.
Der Rüde markierte, besetzte also sein Revier. Nicht nur, dass man ihn, wäre es tatsächlich der Fall gewesen, vollkommen unterschätze - oder jedenfalls, wie es nicht anders zu erwarten gewesen war, die Fähe - und er lediglich mit zwei wirklich ernst zu nehmenden Gegnern konfrontiert wurde, wobei der Rüde keineswegs allzu aggressiv aussah. Nein, sie untergruben noch im selben Augenblick ihre Glaubhaftigkeit und den Respekt, den er ihnen - unter Umständen - hätte entgegen bringen können.
Wieso tat der Rüde, augenscheinlich aufsteigender Leitwolf, etwas so wichtiges wie das Revier und seine Grenzen markieren erst jetzt und vor allem: wieso tat er dies mit zwei FÄHEN?!
Hätte man hinter die eiskalten Augen sehen können, wäre dort gewiss ein vollkommen perplexer und angeekelter Ausdruck zu erkennen gewesen, doch so blieb seine Miene wie zuvor: unbewegt und unergründlich. Im nächsten Moment teilte sich das Gebüsch leise raschelnd und er stand hinter den drei Wölfen. Schweigend beobachtete er sie weiter. Entweder waren sie wachsame Jäger oder dumme Beute. Bei den Fähen tippte er ohnehin auf eine andere Möglichkeit: unbrauchbar.

[am Fluss | Beobachtet & denkt nach]
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Francis
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Di Apr 13, 2010 10:24 am

Eine Weile liefen sie, Rumo, Kurai und Francis still nebeneinander her, ohne auch nur ein Wort zu verlieren. Der Fähe kam abermals das verlangen mit der Schwarzen ein Gespräch anzufangen, doch ihr Alarmsinn sagte etwas anders und so ließ sie es lieber bleiben. Jedoch war die Neugierde über diese ruhige und boshaft drein schauende Fähe einfach zu groß, als könnte man es ignorieren. Sie erinnerte Francis einfach zu sehr an ihr altes Rudel und dessen Griesgram, der mit ihr das Rudelleben teilte.

Irgendwann wird hoffentlich der richtige Zeitpunkt sein.

Schwor sich die Braune und ließ ihre Blicke von Kurai ab. Sie hatten jetzt wichtigeres zu tun. Denn der Fluss rückte in nahe Ferne und bald erreichten sie ihn. Er war glas-klar und das sanfte rauchen benebelte die Sinne und ließ zum verweilen ein. Rumo teilte erneut seine Pläne mit und Francis dankte es ihm mit einem Nicken. Sie wollte damit ausdrücken, dass sie mit seinem Vorschlag einverstanden sei und er nur noch den passenden Platz suchen musste. Der Rüde war wahrlich ein geborener Anführer.

Francis entschied sich ihren durst zu stillen und ging zu dem leise laufenden Fluss. Das erfrischende Wasser lief genüsslich ihre Kehle herunter und spendete neuen Lebensmut. Das Element des Lebens hatte wahrlich seinen Titel nicht ohne Grund. Es spendete ihr Leben und nahm es dafür wo anders. Wirklich interessant, wie es die Fähe meinte. Sie beobachtete die kleinen Steine im Wasser, wie sie von der Strömung fort getrieben wurden, als sie ein Geräusch war nahm. Waren es etwa die Leisetreter?
Blitzschnell drehte sich die Fähe um und erkannte den verhassten unhöflichen und blutrünstigen Wolf hinter ihren beiden Gefährten. Sein Anblick ließ nichts Schönes übrig und Francis vernahm für diesen Rüden nur Verachtung und entsetzen. Die Erinnerung an das erste zusammen treffen mit diesem Rüden ließ sie laut aufknurren. Doch die Fähe besannt sich und wollte sich nicht auf das Niveau des Fremden herab lassen.

„Ahhhh, Hat dich dein Leid des Mordens etwa zu Geselligkeit geführt? Hast du dich jetzt endlich besannt und willst deine negativen Eigenschaften zu grabe tragen?“

Francis klang nicht ohne Grund vorwurfsvoll und überheblich. Sie wollte diesmal ein Spiel mit ihm spielen und ihm den Geschmack selber schmecken lassen. Ja, in solchen dingen war Francis nicht zurück zuhalten, jedoch behielt sie dabei immer ihre Höfflichkeit und ihre gute Erziehung. Doch wie würde es wohl bei ihrem Gegenüber sein?


[Am Fluss, mit Rumo, Kurai und Zarec]
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Kurai

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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Di Apr 13, 2010 12:24 pm

Da liefen sie, die drei Wölfe, die sich mit ihrem neuen Revier vertraut machten. Keiner der anderen legte es mehr auf einen Wortaustausch an und somit begleitete sie alle die Stille, wenn man es Stille nennen konnte. Immerhin war das sanfte Plätschern des Flusses langsam deutlich zu vernehmen und auch der Wind durchbrach mit dem Rascheln des Unterholzes letztendlich diese ‚Stille’. Welche Gedanken dabei ihren Begleitern durch den Kopf gingen, scherte Kurai nur sehr wenig. Der bunte dachte sicherlich an das weitere Angehen des Reviers, dass dieser allerdings die beiden Unterschiedlichen Wölfinnen analysierte, oder es zumindest teilweise versuchte, blieb der Dunklen ein Geheimnis. Auch das Francis, die höfliche Helle, der Kurai nur wenig Beachtung geschenkt hatte, sich kurz Gedanken darüber machte mit ihr ein Gespräch zu beginnen ahnte sie nicht. Und sie selbst? Sie selbst war damit beschäftigt die Umgebung zu beobachten und sich einiges davon einzuprägen. Das Spiel ihrer Ohren war konstant geblieben, dass aber auch ihre Nase arbeitete, war kaum zu erkennen. Trotzdem zitterten hier und da die dunklen Nasenflügel, wenn sie Gerüche aufnahm und kurz denen ihre Aufmerksamkeit schenkte.

Das Rauschen des Flusses war lauter geworden. Damit zog dieser automatisch den Blick der Wölfin auf sich. Das klare Gewässer, wurde von den Strahlen der Sonne, die sich nun langsam am Firmament zeigte liebkost und es machte durch dessen Funkeln den Anschein, als seien es Kristalle, die ihn formten. Bei dem langen Flussbett, welches sich seinen Weg durch den Wald bahnte, musste die Waldwölfin unweigerlich an eine Schlange denken, die zwischen den Bäumen hindurch schnürte. Welch Ironie, dass ausgerechnet sie an solche Metaphern denken musste, wo sie doch selten irgendetwas an Schönheit oder Besonderheit anerkannte. Von den Worten Rumos ließ sie ihren Blick suchend über die Umgebung schweifen.

„Wir müssten so etwas wie eine Anhöhe oder einen geeigneten Felsen finden, der nur nicht zu offensichtlich ist.“

Merkte sie schlichtweg an, wobei es nicht gewiss war, ob sie die Worte nicht zu sich selbst gesprochen hatte. Ihre Suche war nicht von langer Dauer, denn ihr feines Gehör hatte Schritte vernommen. Dumpf und trotzdem so laut, dass es sich wohl um ein schweres Tier handeln musste. Dementsprechend reagierte Kurai. Sie drehte sich um und was ihr Blick zu fassen bekam, war ein schwarzer Wolf, riesig. Er übertraf selbst Rumo an der Größe. Wenn sie Worte für ihn finden sollte, wären wohl nur Hüne oder Titan angemessen. Trotzdem verspürte sie ihm gegenüber keine Furcht. Er mochte zwar knappe 10 Zentimeter größer sein als sie und deutlich schwerer, aber eine solche Masse war schwerfälliger. Sie selbst wusste, dass Größe und Gewicht im Kampf hilfreich waren, aber dafür musste man an Gelenkigkeit einbüßen. Dadurch war sie keine begnadete Läuferin. Die hellen Augen verengten sich zu feindseligen Schlitzen, dabei wandten sich die Lauscher an den Kopf. Sie erkannte einen Kämpfer. Und dieser Rüde war gewiss einer. Sein Pelz stank förmlich nach seinen Opfern und dennoch war es genau das, was Kurai interessierte. Nur was sie in seinen Augen las gefiel ihr nicht. Sie mochte solchen Respektlosen Blicke absolut nicht. Anscheinend waren die meisten seiner Artgenossen für ihn wohl nur minderwertiges Pack, welchem er mit Desinteresse und Abneigung entgegen trat. Nur weshalb hatte sie das Gefühl, dass er ihr und Francis mehr Verachtung entgegen brachte, als Rumo?

Es war Francis Knurren und ihre Stimme, die kurz ein Ohr aus der Versenkung an ihrem Kopf gelockt hatte.

oO Ah hat sie ihn nun auch endlich bemerkt Oo

Im Gegensatz zu der hellen Wölfin hatte ihr Fang kein Knurren entsandt, anfänglich würde für sie ihr feindseliger Blick reichen. Sollte er erst einmal in der Annahme bleiben, dass sie nur eine Begleiterin war, die Blicke werfen, aber nicht gefährlich werden konnte. Zudem hatte sie, seitdem sie sich Rumo angeschlossen hatte, nicht mehr das Recht zuerst zu Entscheiden. Es lag an dem Leitwolf nun zu handeln. Einzig wenn es ums Verteidigen ginge würde sie einschreiten, sofern es denn dazu kommen würde. Immerhin lag es ebenfalls an dem Alpha sich mit fremden Rüden zu messen.

[Bei Rumo & Francis am Fluss - Bemerkt Zarec]
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BeitragThema: Re: Plot 01: Der schleichende Tod   Di Apr 13, 2010 7:58 pm

Awâns Worte schwirrten noch immer in Arkos Kopf, während er versuchte, sich auf die Duftspur des Rudels zu konzentrieren. Es war nicht mehr weit bis zur Wurfhöhle, nur noch wenige Meter. Etwas an dem Rüden und seinen Worten faszinierte Arko. Aber was war es? War es die Eleganz, mit denen er sie aussprach oder die Sorgfalt, mit denen er sie zuvor wählte? Vielleicht. Es schien, als umgebe ihn ein mysteriöser Schleier. Noch immer kam es dem Mischling so vor, als würden die kühlen Augen ihn durchbohren, so intensiv war ihr Blick. War Awân nur ein verbitterter Einzelgänger, der nicht zugeben wollte, dass er alleine nicht mehr für sich sorgen konnte? Oder war seine Vergangenheit von so einer Komplexität gewesen, dass er nun nicht anders konnte als sich zu benehmen wie ein Wolf, der in einem dieser Wälder groß geworden ist, von denen ihm seine Mutter damals immer erzählt hatte? Vielleicht war er sogar in einem solchen Wald aufgewachsen und dieser hatte nun den Schwarzen gefärbt. Ein Wald, in denen Nebelschwaden den Boden küssten und wilde Rosen und Efeu sich an den nackten Bäumen herauf räkelten. Einer, in dem selbst am Tage die Eulen kreischten und in dem man nicht unterscheiden kann, was Schatten ist und was Lebewesen. Einer, der einem ein Zittern durch den Körper jagt, wenn man vor ihm stand. Ja, solch ein Wald passte zu Awân. Es amüsierte Arko ein wenig, sich den Schwarzen in seinem düsteren Wald vor zustellen. Und es erinnerte ihn an seine Welpenzeit. Vielleicht würde irgendwann der Tag kommen, an dem der Mischling den Fremden mehr über seine Vergangenheit fragen könnte. Aber selbst dann würde Awân daraus noch ein Geheimnis machen. Eines, das er hütete wie seinen Augapfel, nur um alle anderen Wölfe neugierig zu machen und alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Arko verdrehte seine Augen und seufzte resigniert.

Als sie die Rudelhöhle erreichten, konnte er weder Rumo, noch Kurai sehen. Nur Sheta, die Schwetser des Leitwolfes, Loki und Baily, den Welpen. Erleichterung zauberte Arko ein wölfisches Lächeln auf die Lefzen. Es war ein befriedigender Anblick, den der Altwolf und der Welpe boten. Es hatte etwas familiäres, etwas vertrauliches. Der frische Wind strich über das Land und mit voller Hingebung wollten Blumen, die noch in ihren Knospen schliefen und davon träumten, eines Tages von Schmetterlingen und Bienen liebkost zu werden, und Gräser ihm folgen. So unbeschwert und zwanglos schien nun das Demba-Tal, nun, wo die Blütenzeit begann. Die Zeit der Farben und der Welpen. Ja, Welpen. Arko musste wohl noch ein Jahr warten, bis er die Welpen des Rudels betreuen und ihnen von ihrem Großvater, einen tapferen Krieger, Loki genannt, und seinen Abenteuern berichten konnte. Nein, bis dahin würde er das Leben losgelassen haben. Obwohl alles so einen sorglosen und formlosen Eindruck machte, wusste der Mischling, was hinter diesem Schein lauerte. Dahinter lauerte die Laune der Natur. Noch immer lebte der Berglöwen Clan nicht weit entfernt und wenn die Blattfrische vorüber sein und erneut eine Blattleere herein treffen wird... nein, niemand konnte ahnen, welch eisige Winde die nächste Blattleere mit sich tragen würde. Wenn Loki bis dahin nicht schon....

(Hör gefälligst auf, so zu denken!)

Befahl sich Arko selbst. Er trat näher an die Wurfhöhle heran und wandte sich erst an die zwei Neuen.

“Dies ist die Höhle unseres Rudels. Sie wird euch wie uns Schutz gewähren und immer ein Zufluchtsort sein, wenn kein anderer in Sicht ist.“

Erklärte er mit vor Stolz gehobener Stimme. Er stand nun, die Vorderbeine Schulter- und die Hinterbeine Hüftbreit, vor dem Eingang. Wie Schmutz, der abgewaschen wird, fiel der Ernst plötzlich von ihm ab und er schüttelte elegant den Kopf. In der Sonne glänzten seine beigen Färbungen, die ihn auf Ewig an hundliches Aussehen ketteten, in einem hellen goldenem Ton. Auch seine Augen hatten diesen Ton und erinnerten an flüssiges Gold. Doch fehlten die Muskeln an seinem hageren Körper, die ihm zu einem Prachtwolf wie Rumo es war gemacht hätten. Der Mischling warf einen Blick in den röhrenartigen Eingang der Höhle. Ein Staunen konnte er nicht unterdrücken. Sie schien zwar nicht sonderlich groß zu sein, jedoch war es das erste Mal, dass er solch einen Unterschlupf vor sich hatte. Er kannte es anders. Ganz anders. Durch den Eingang fielen schwache Sonnenstrahlen auf Sheta, die sich in der Höhle befand. Ihr Fell glänzte in einem hellbraunen Ton, den man auch in Rumos Fell entdecken konnte. Muskeln zierten ihre recht hohe Gestalt und ihren bernsteinfarbenen Augen wirkten offen und freundlich auf Arko. Im Großen und Ganzen war Sheta eine wunderschöne Fähe.

“Die Wölfin in der Höhle ist Sheta, die Schwester des Leitwolfes.“

Der Mischling nickte zum Eingang der Höhle, durch den man nur Teilweise einige wenige Winkel von ihr erblicken konnte.

“Unser Leitwolf ist gerade nicht hier. Er ist...“

Er warf einen fragenden Blick zu Loki.

[führt Awân & Shira zur Rudelhöhle / redet mit ihnen & Loki / in der Rudelhöhle / bei ihm Awân, Sheta, Loki, Baily & Shira]


Zuletzt von Arko am Sa Mai 01, 2010 10:16 pm bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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Plot 01: Der schleichende Tod
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