Demba-Wolves

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Gruppe 1: Sunkmanitutanka - Siyana
Rumo - Benjiro
Gruppe 2: Francis - Sardai - Magena
Rala - Loki - Kurai - Sheta
Gruppe 3: Menha - Chilali

Abgemeldet: -
Zeit:
Frühling | Morgen
Ort:
Im Demba Tal

Wetter:
Wolkenverhangen.
Heftiger Regen.
Düster unter den Wolken.
Temperatur: 16°C
Plot 03: Vom Glück verlassen


Plötzlich herrscht Unruhe. Unbeabsichtigt
lockte der Unglücksrabe Sunkmanitutanka
auf seiner Flucht die Menschen ins Tal.
Dem Rudel droht große Gefahr. Können
sich die Wölfe vor den Jägern retten?

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 Plot 03: Vom Glück verlassen

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AutorNachricht
Das Team

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BeitragThema: Plot 03: Vom Glück verlassen   So Jan 23, 2011 8:48 pm

Kapitel 1: Blutfehde
Plot 03: Vom Glück verlassen



Es waren nun schon einige Wochen seit dem Streit zwischen Kurai und Loki vergangen. Die Dunkle hatte ihre Drohung wahrgemacht und das Rudel verlassen. Arko, der die Dunkle von Anfang an mochte, war ihr gefolgt um sie doch noch umzustimmen. Seither hatte man auch ihn nicht mehr im Tal gesehen. Dafür war der Frühling eingekehrt und hatte das verborgene Tal in den Rockys endlich zur Gänze in seine Umarmung geschlossen. Fröhliches Vogelgezwitscher und eine bunte Mischung duftender Wildblumen zeugte von seiner Anwesenheit. Die Bäume und Büsche des Tales standen in vollem Grün, gepaart mit den Knospen und Blüten, die den Frühling kennzeichneten. Die Temperaturen waren milder geworden und ließen den Winter vollends in Vergessenheit geraten. Wärmende Sonnenstrahlen erreichten das Tal, wenn der Himmel nicht gerade wieder von den dichten, dunstigen Nebelwolken verhüllt war. Die fallenden Regenschauer aber waren seicht und warm und füllten die Luft mit diesiger Feuchtigkeit an.

Während dieser Dauer hatte man Zeit gehabt einander kennenzulernen und schien sich endlich nicht mehr fremd. Doch Vertrautheit lag noch immer fern. Nicht zuletzt hatte damit ein tiefsitzendes Unbehagen in den Herzen der Wölfe zu tun. Denn die Bedrohung durch einen mächtigen Feind schien noch immer allgegenwärtig. Die Berglöwen hatten sich zwar seit dem Mordes an Francis Gefährten nicht mehr als präsent gezeigt, doch alle wussten von ihnen und der Schrecken saß noch immer tief. Frieden und Ruhe schienen trügerisch und so drängte Rumo sein Rudel Tag für Tag zur Wachsamkeit. Wie viele ereignislose Stunden auch vergingen, der misstrauische Alpha vertraute auf sein Bauchgefühl und trieb die Wölfe zu fortwährenden Patrouillen an. Niemand wollte noch einen weiteren Überraschungsangriff riskieren. Und als wäre all dies noch nicht genug schienen die Wölfe seit Tagen vom Pech verfolgt. So sehr sich das Rudel auch bemühte, es wollte ihnen einfach nicht gelingen Beute zu schlagen, obwohl der Frühling die wehrlosen Jungtiere mit sich brachte. Das Jagdglück blieb den Wölfen fern. Es war wie verhext und je länger die Beute ausblieb, desto unruhiger wurde das Rudel. Hunger und Unmut machten sich unter den Wölfen breit. Ihre knurrenden Mägen drohten sie sogar ihre Vorsicht vergessen zu lassen. Es musste eine Entscheidung getroffen werden oder es würde bald mit ihnen zu Ende gehen.

An diesem Morgen schien das Alphatier des Wartens und Hoffens überdrüssig zu sein. Der anberechende Morgen hüllte die Wälder und Felder noch immer in dämmrige Dunkelheit und das dunstig, regnerische Wetter sorgte ebenfalls für eine schlechte Sicht. Als also morgendlicher, seichter Regen vom wolkenverhangenen Himmel rieselte und weiche Nebelschwaden sich wie Watte durch die Wälder zogen war auf der Lichtung im Ostwald die warme Stimme des bunten Rüden zu vernehmen, der sein Rudel zu sich rief. Neben ihm lag schon der ergraute Altwolf im taufeuchten Gras und horchte nach dem Geräusch heraneilender Pfoten. Die Wölfe traten zur Beratung am Rudelplatz zusammen.


Zeit: Frühling | früher Morgen (noch dunkel)
Wetter: dicht bewölkt, leichter Regen, nebelig & düster
Temperatur: 16°C

Aufenthalte zu Beginn:
Rudelplatz: Rumo, Loki
Außerhalb des Reviers: Kurai, Firn
Der Rest darf seine Aufenthalte innerhalb des Reviers selbst wählen. Allerdings sollten alle auf das Rufen Rumos reagieren und sich auf den Weg zur Lichtung begeben, wenn sie nicht schon dort sind.
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Loki

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Rang : gamma
Geschlecht : Rüde
Alter : 9 Jahre
Größe : 82 cm
Gewicht : 69,3 kg
Merkmale : Narben auf Schulter & Seite, eingefallene Flanken & ausgedünnter Pelz

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mo Jan 24, 2011 4:32 pm

Neben dem stattlichen Wildfarbendem lag ein altes, hageres Tier auf der kleinen Lichtung im Wald. Sein ausgegrauter Pelz war vom Nieselregen so nass wie auch das Gras, in dem der wölfische Körper lag. Der alte Wolf hörte bedächtig zu wie die warme, kraftvolle Stimme des Alphatieres, das neben ihm saß, in den Baumkronen verhallte. Loki hob den Kopf und ließ seine trüben Augen in aller Ruhe nach den unsichtbaren Tönen in der Luft sehen. Er wirkte müde wie träge, wie er da lag. Seine Bewegungen blieben sparsam und langsam, was sich vermutlich noch auf die Begegnung mit der großen Katze zurückführen ließ. Denn obwohl sich die Wunde von damals geschlossen hatte, war offenbar mehr zurückgeblieben als nur die langen, unschönen Narben unterm Pelz. Der alte Wolf hatte sich nie wieder richtig erholt. Er jagte seither nicht mehr mit dem Rudel und hielt sich auch sonst viel am Rudelplatz auf. Agilität sah in der Tat anders aus. Loki hatte stark abgebaut. Sein Körper war mit dem Kommen des Frühlings weiter eingefallen. Alles in allem war an ihm nur noch der Schein eines Wolfes vorhanden. Lange würde dieser Wolf es nicht mehr machen und er schien das zu wissen.

“Was wirst du zu ihnen sprechen, wenn sie kommen, mein Sohn?“

Er sah Rumo nicht an, sondern blickte in die graue, unscharfe Dunkelheit des Morgens hinein. Seine schlechter werdenden Augen suchten nach den Umrissen von Wölfen, die sich bald von dem Dunst abheben mussten. Das Thema war ernst. Die Wölfe hungerten schon seit längerem und Loki war nicht der einzige unter ihnen, an dem dies nicht spurlos vorüberging. Die Stimmung im Rudel war gereizt seit den letzten Tagen, das blieb unvermeidlich. Nun galt es eine Entscheidung zu treffen über eine Diskussion, die der jüngere Alpha schon oft mit dem Altwolf durchgekaut hatte. Loki war noch immer nicht einverstanden. Er hielt das Unterfangen für zu riskant, doch er musste lernen, dass sein Wort nicht mehr als ein Rat wog. Die Entscheidungsgewalt lag bei dem Jüngeren. Loki nahm dies brummend hin. Er hatte sich schon vor ein paar Wochen einen großen Fehltritt erlaubt, als er die Jägerin Kurai eigenmächtig vergrault hatte. Eine weitere Dreistigkeit und der Alte fürchtete, dass sein Sohn sich vergessen könnte. Trotzdem viel es dem alten Alphatier schwer sich unterzuordnen.

“Ich hoffe du bist dir sicher in dem was du tust. Ich wünsche es dir.“

[Rudelplatz | liegt neben Rumo | wartet auf das Rudel]
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Kurai

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Rang : delta
Geschlecht : Fähe
Alter : 3 1/2 Jahre
Größe : 83 cm
Gewicht : 49 kg

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mo Jan 24, 2011 4:38 pm

Es hatte alles nichts gebracht. Weder Francis betteln, noch Rumos Versuche der Schlichtung. Die dunkle hatte vor einigen Wochen eine Entscheidung getroffen, deren Tragweite wohl noch nicht wirklich klar zu definieren war. Auch wenn die Waldwölfin das Tal nicht verlassen hatte, war sie stets darauf bedacht gewesen, sich den Grenzen des Rudels nicht mehr zu nähern. Nein, sie wollte ihre Abgeschiedenheit und achtete darauf, dass ihre Witterung nicht mehr den Weg zurück an jenen Ort fand, der sie für kurze Zeit gebunden und dann wieder los gelassen hatte. Auch Arkos Versuche sie zu überreden waren gescheitert. Immer wieder war sie ihm über die Schnauze gefahren, noch ehe er wirklich Zeit dazu gehabt hatte ihr die Situation zu schildern, oder herunter zu spielen. Nein, so einfach würden ihre Pfoten den Weg nicht wieder in diesen Teil des Waldes finden. Im Moment waren die Erinnerungen zu frisch und die Wut auf den Altwolf, dass wusste sie lauernd in ihrem Gemüt, sie wartete nur wieder aufzusteigen. Also hatte sie den liebenswürdigen Mischling vertrieben. Ein paar Mal hatte er es noch Mal versucht. Hatte sogar versucht an den zaghaften Fäden der Freundschaft zu Francis zu ziehen, doch anstatt sie zurück zu holen, hatte er ihre kraftvollen Fänge kennen gelernt. Danach hatte sie ihn nicht mehr zu Gesicht bekommen. Kurai ging davon aus, dass er endlich seine Versuche fallen gelassen hatte und zum Rudel zurückgekehrt war.

Zurzeit saß die schwarze Fähe unter dem ausladenden Dach einer Fichte, deren Äste sich leicht nach unten beugten. Drum herum begleitete das Orchester des fallenden Regens ihre Einsamkeit. Eine Einsamkeit, die sie selbst gewählt hatte. Stolz wie sie war, saß die Wölfin aufrecht, ließ den Kopf nicht hängen, sondern sandte ihre gelben Seelenspiegel über ihre Umgebung. Doch was sie sah war nicht gerade Stimmungshebend.

Das Tal ist krank

Schoss es ihr durch den Kopf. Zumindest konnte man leicht den Eindruck bekommen, wenn sie sich ihr Umfeld so anschaute. Wie trübselig der Regen und Wind die mächtigen Nadelbäume dazu zwang ihre Äste zu senken. Und dann erst das Wild. Ab und an hatte sich die Mackenzie Waldwölfin ein Kaninchen erbeuten können, oder die Reste eines Huftieres aufspüren können, weil die schwarzen Gefiederten am Himmelszelt kreisten und nicht gerade still um die Mahlzeit stritten. Aber wirklich zu Kräften war sie nicht gekommen. Es war so schwer wie eh und je Beute zu schlagen. Besonders, wenn man als Einzelgänger das Dasein fristete. Ob die anderen mehr Glück gehabt hatten? Möglich, immerhin waren sie an Zahl gewachsen, sie hatte man leicht durch die Neulinge ersetzen können. Kurai dachte zurück an die Jagd, wie sie zusammen die Ricke hatten niederstrecken können. Sie hatte nur wenige Happen herunter geschlungen, als sie dabei gewesen war dem ergrauten den Hinterlauf frei zu beißen, damit auch dieser etwas an Nahrung bekam. Undankbarer Greis. Hätte sie doch lieber selbst gefressen, dann würde ihr Fell nicht so stumpf und der Leib so mager sein. Unwillkürlich drang ein Grollen aus ihrer Kehle, welches im Lied des weinenden Himmels unterging.

Es war nicht die Zeit das Selbstmitleid zu entdecken. Sie musste handeln und zwar schnell. Angestrengt dachte sie nach, während ihre Augen sich verengten. Am Ende hatte sie nur zwei Möglichkeiten. Entweder sie ging zurück – sie schüttelte den Kopf, als wolle sie lästige Regentropfen aus ihrem Fell verbannen. Nein, sie würde nicht demütig zurückgehen, nur um ihren Leib zu füllen. Also blieb nur noch eines, die Pfoten auf ein Territorium setzen, welches vielleicht ihren Tod bedeuten konnte. Drückend schwebte der Nebel zwischen den Bäumen, erschwerte die Sicht. Kurai atmete hörbar auf. Vielleicht würde genau dieser Nebel ihre Chancen auf Fleisch und Leben erhöhen. Oder aber er würde ihren Leib schweigsam empfangen, wenn er auf der nassen Erde seine letzte Wärme preisgab.

[Sitzt im Wald unter einem Baum, denkt nach, fernab vom Rudelrevier]
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mo Jan 24, 2011 6:46 pm

Firn dachte kurz angestrengt nach

oO(Welche Richtung sollte es sein?)

Er hob seinen Kopf Richtung Himmel und nahm Witterung auf. Denn der Nebel nahm ihn etwas Sicht und so musste der Weiße sich eben auf seinen Geruch verlassen. Firn nahm dennoch etwas war einen fremden Wolf und so beschloss er diesen zusuchen.
Was nur wenn es eine Fähe war? Der Polarwolf wirkte ziemlich reserviert wenn es um das Thema Fähen ging.

oO(Egal ich bin schon des längeren alleine unterwechs da kann Gesellschaft nicht schaden),

dachte Firn schließlich pilgerte schon einige Zeit allein umher. Sicher hatte er schon so manches Rudel getroffen aber der Weiße war immer nur ein Wanderer den es nie lange iergendwo hilt. Die Witterung wurde etwas stäker. Also so weit wek konnte er nicht mehr sein.Der Weiße lieg etwas schneller und schließlich erblickte er etwas Dunkles und blieb abrubt stehn. Firn versuchte etwas besser zu sehn und strengt sich an dann erkannte er denn Wolf die Witterung war nun noch stärker und er tabbte gerade auf den fremden Wolf zu. Dann sagte der Weiße:

" Hallo mein Name ist Firn und du? Ich hoffte schon des längern auf jemanden zu treffen vielleicht auch auf ein Rudel das hier lebt. Aber mir scheint so das du wohl alleine hier bist oder?"

Firn sah sein Gegenüber an und wartete geduldig. Er musterte den dunklen Wolf.

oO(Ach du meine Güte ein Fähe),

dachte sich Firn. Er konnte nicht gut mit Fähen zuletzt hatte er mit einer Fähe gesprochen die seine Muttter war. Dannach waren es nur noch seine jüngern Brüder und sein Vater mit denen er was tut tun gehabt hatte. In anderen Rudeln hatte er sich immer zu den Jungrüden gesellt oder den Altrüden je nach dem mit wem Firn besser klar kam.


[bei Kurai im Wald]
Sorry Kurai hoffe ich war dir nicht zu schnell?
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Rumo
Der Beschützer
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Größe : 88,6 cm
Gewicht : 63,5 kg
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mo Jan 24, 2011 8:43 pm

Wie lange hatten sie darüber gesprochen, über die Möglichkeiten, die ihnen blieben. Sie hungerten und das war wahrlich nicht das, was sich der Rüde für sein Rudel wünschte. Er sah keinen anderen Weg, egal wie sehr sich der alte Wolf gegen diese Idee sträubte. Sie mussten das nötige Risiko eingehen, um selber überleben zu können. Er hatte sich entschieden und all die Argumente des Vaters prallten an dieser Entscheidung ab. Rumo wusste um die Wahrheit in seinen Worten. Die Gefahr und der Irrsinn waren nicht zu leugnen, aber sie alle waren verzweifelt und es war höchste Zeit das Schicksal wieder selbst in die Pfoten zu nehmen. Der Alpha wartete auf sein Rudel, nachdem er nach ihnen gerufen hatte mussten sie nun bald eintreffen. Die Wölfe konnten sich frei durch ihr Revier bewegen. Nur das Überschreiten der Grenzen hatte der wildfarbende Pelz verboten. Zu besorgt war er über das Treiben der Katzen auf ihren heimlichen Pfoten. Innerhalb seiner Grenzen konnte er immerhin für eine gewisse Sicherheit sorgen, solange sie nicht der Hunger dahinraffte. Rumo seufzte. Dann zuckten seine Ohren nach der dünnen Stimme neben ihm.

“Ich sage ihnen wie es ist. Es gibt keinen Grund lange drum herum zu reden.“

Seine Worte waren ungewöhnlich teilnahmslos, obwohl er mit seinem eigenen Vater sprach. Rumo hatte diesen Wolf immer geschätzt, doch er hatte ihm noch immer nicht ganz verziehen. Zwar war es schon viele Wochen her, dass sein Streit beinahe das frische Rudel gespalten hätte, aber der Alpha nahm es ihm noch immer übel. Er hätte mehr Klugheit von dem gealterten Rüden erwartet. Gewiss mochte es schwer für den Alten sein die Krone an die jüngere Generation abzutreten, aber das war nun einmal der Lauf der Dinge. Rumo warf einen flüchtigen Seitenblick auf Loki. Er war kaum mehr als ein Geist an seiner Seite. Wer konnte noch lange auf diesen halbtoten Wolf zählen und da spielte er sich noch auf. Als seine Seelenspiegel dunkel wurden, sah der Rüde rasch wieder in die dunklen Schatten. Man sollte die Trauer auf seinem Gesicht nicht sehen. Er würde diesen sturen Greis vermissen. Selbst seine altklugen Ratschläge und Kritiken.

“Keine Sorge. Ich weiß genau was ich zu tun habe. Wir müssen nun etwas riskieren, um unser Überleben zu sichern. Es gibt keinen anderen Weg, alter Wolf.“

Ein unruhiges Kribbeln eilte über den Rücken des Rüden. Es war nicht seine liebste Beschäftigung vor einer großen Gruppe zu sprechen. Er hatte diese Anlässe bisher gemieden, doch nun musste er sich damit anfreunden. Es wurde Zeit, wenn er weiterhin gedachte diesen Flohhaufen anzuführen. Wenigstens war sich Rumo sicher, dass er keine verschleierte Rede halten wollte. Er würde Tatsachen nennen und er würde nicht halb so lange diskutieren wie noch mit Loki.

[Rudelplatz, neben Loki | wartet auf das Rudel]

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~ Wofür es sich lohnt zu leben, dafür lohnt es sich auch zu sterben. ~
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Francis
Die Freundliche
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Di Jan 25, 2011 12:51 pm

Etliche Wochen waren es nun, seit Kurai das Rudel verlassen hatte. Nicht einmal ihr Versuch, die Dunkle umzustimmen und sie an der Rute festzuhalten, hatte gefruchtet. Umso mehr war die Helle am Boden zerstört, als sie der Freundin anbot mit zukommen und sie es mit einem kurzen und bestimmten „Nein“ geantwortet hatte. Wie erstarrt hatte sie ihr hinterher geschaut und das letzte Bild brannte sich förmlich in ihr Gehirn. Diese kalten und ausdrucksstarken Augen, die sie vorher von der Schwarzen nicht kannte, hatten sie still stehen und verstummen lassen. Auch die Neuankömmlinge, die sich langsam in das Rudel eingelebt hatten, vermochten es nicht ihre schlechte Stimmung zu lindern oder ein Lächeln auf ihre Lefzen zu zaubern. Lediglich der Frühling ließ ihr Herz wieder aufblühen. Das fröhliche Vogel Gezwitscher, die duftenden Blumen, die die Luft mit ihren betörenden Duft erfüllten oder einfach nur die vielen Neugeborenen, die über die Wiesen rannten oder auf den Bäumen herum tollten, ließen sie die Trauer vergessen. Irgendwann hatte Francis sich damit abgefunden wieder einen geliebten Wolf verloren zu haben und versuchte sich langsam mit dem Gedanken anzufreunden, Kurai nie wieder zusehen.

Wieder einmal war die nette Fähe alleine im dem Tal unterwegs gewesen, als der Ruf des Alphas in den Wipfeln der Bäume erklang. Gespitzt waren die Ohren und der Kopf stellte sich auf, der noch bis gerade eben, eine Spur eines Kaninchens verfolgte. Der Magen knurrte mächtig, als die Fähe an diesen Leckerbissen dachte. Schon ewig hatten sie keinen Jagderfolg mehr verzeichnen können und dies nagte langsam aber gemächlich an ihrer Freundlichkeit. Nichts desto trotz, ging sie nach der letzten misslungenen Jagd, sogar den Jagdtrup an und war danach im Wald verschwunden. Die Fähe brauchte einfach Zeit für sich und mal endlich einen Jagderfolg, der sie motiviert. Doch anstatt sie Ruhig jagen zu lassen, rief Rumo nun nach ihnen. Seufzend gab sie die Fährte auf und trabte in die Richtung, aus der das Geheul kam. Böse konnte sie dem Alpha allerdings nicht sein. In der letzten Zeit, hatte sie ihn in ihr Herz geschlossen, genau wie die anderen Wölfe. Auch Loki und Sheta wurden in ihr Herz aufgenommen, obwohl sie mit dafür verantwortlich waren, das die geliebte Freundin ging. Aber sei es drum. Sie hatte ein neues Rudel gefunden, wo sie langsam Vertrauen aufbaute und da konnte man einfach nicht nachtragend sein.

Die Sonne war noch nicht voll aufgegangen, als Francis bei Rumo und Loki auf der Lichtung ankam. Der Nieselregen hatte auch nicht nachgelassen und das Fell wurde langsam durchnässt. Bis auf die zwei, war noch keiner da und die Fähe setzte sich neben den Bunten Rüden. Zur Begrüßung wurde sachte mit der Rute gewedelt und die Schnauze in das Fell des Bunten gedrückt. Auch bei dem liegenden Loki spielte sie diese Begrüßung ab und lächelte beide an. Das feuchte Gras kitzelte an ihren Ballen und ihre Flanken waren durch das Hungern mächtig eingefallen. Doch der Alte hatte offenbar am meisten zu Knabbern. Er war nur noch ein Schein seiner selbst und würde wohl am dringendsten etwas Fressbares brauchen, wenn er die nächsten Wochen noch überstehen wöllte. Warum immer Rumo gerufen hatte, es war Ernst und Francis hoffte inständig, dass er eine Lösung parat hatte.


[Rudelplatz, neben Rumo, begrüßt beide]
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Sheta

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Di Jan 25, 2011 2:32 pm


Sie war in der Nähe der Höhle, an einem kleinen Bach gewesen, als sie Rumos ruf vernahm. Sie streckte sich noch einmal brummelnd um das letzte bisschen Trägheit aus ihren Muskeln zu verbannen und trottete dann los. Eben erst war sie aufgestanden und hatte Durst gehabt, weshalb sie zum Bach gelaufen war. Ihren Bruder hatte sie gar nicht bemerkt.
Francis hatte es vor ihr zu ihrem Bruder und ihrem Vater geschafft. Sheta konnten den Hunger spüren der von ihnen allen ausging. Jeder Wolf hier schien dieses unangenehme nagen zu spüren.
Freundlich mit der Rute wedelnd begrüßte sie erst Rumo und dann Francis. Sie hatte die Helle und auch die neuen Fähen schnell ins Herz geschlossen. Wenngleich sie auch noch nicht allzu viel mit ihnen geredet hatte. Sie waren eben Rudel und Rudel bedeutete Schutz und Zugehörigkeit.
Allerdings lag der Verlust Kurais schwer auf ihr. Sie wusste nicht genau was vorgefallen war ,und sie hatte auch noch keinen danach gefragt, aber sie hatte den erdacht, dass sie vielleicht der berühmte Tropfen gewesen war, der ein Fass zum überlaufen brachte.
Sie konnte nur hoffen, dass Kurai irgendwann wiederkam. Die Dunkle hatte sie eigentlich als ziemlich loyal eingeschätzt, auch wenn sie ab und an ,oder vielleicht auch die meiste Zeit über, etwas griesgrämig war.
Während all das durch ihre Gedanken wanderte setzte sie sich an die Seite ihres Vaters, der so zwischen ihr und ihrem Bruder lag.
Sie wusste nicht genau ob er ihren "Konflikt", er hatte nach ihr geschnappt gehabt, als vollkommen beigelegt sah. Aber sie regte sich nicht mehr daran.
Außerdem war sie zu froh darüber, dass es ihm wieder gut ging. Soweit man den abgemagerten Altwolf als gesund bezeichnen konnte. Aber immerhin schwebte er nicht akut in Lebensgefahr wie noch vor einigen Wochen. Die Chancen standen aus Shetas Sicht gut, dass er noch einmal einen Sommer, den jetzt kommenden, und den Frühling erleben würde.
Sie wusste nicht, was sie tuhen sollte, wenn sie ihn verlöre. Einen Gefährten hatte sie nie wirklich gewollt, so etwas zog sie auch jetzt nicht in Betracht. Ihre Familie war bisher immer das einzige in ihrem Leben gewesen was ihr etwas bedeutet hat.

Guten morgen Vater.

,sprach sie ihn an. Ihre Stimme klang frisch und munter, freudig ihn zu sehen. Keinen Hauch besorgt, da sie wusste, dass er in seinem Stolz dann nur verärgert reagieren würde.
Aufmerksam blickte sie mit den anderen in den grauenden morgen, auf den Rest des Rudels wartend.



[am Bach in der Nähe der Höhle, hört Rumo, läuft zu ihm hin, begrüßt ihn und Francis schweigend,denkt nach über das was ist und war, spricht zu ihrem Vater, guckt in den werdenden Morgen]
(wow Sheta fängt an mich zu mögen, ich finde sie hat mir ganz gutes material gegeben)
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Sardai
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Di Jan 25, 2011 2:41 pm

Sardai saß am See und kaute an seiner Hinterpfote herum. Sein Magen hing ihm in den Kniekehlen. Es schmerzte schon richtig. Die meiste Zeit hielt er die Luft an um den Geruch der 3 toten Kaninchen vor ihm nicht in der Nase zu haben. Er durfte es nicht fressen. Das Rudel litt hunger und so wollte er es mitnehmen. Auch wenn es wenig war so hatte jeder etwas davon. Sardai teilte gerne. In seinem neuen Rudel fühlte er sich wohl und wollte alles geben um den Vortbestand zu sichern.
Am meisten dachte er dabei an Magena. Sie war wundervoll und in den vergangenen Wochen hatten sie sich einander angenährt. Aber geheim sollte es vorerst bleiben. Nicht befor sicher gestellt ist das es etwas längeres ist. Vor den anderen gaben sie sich als gutes Team und Freunde.
Sein Blick schweifte zu ihr herüber. Magena saß vor einem Kaninchenbau und wartete darauf das eins heraus kam damit sie mehr mitbringen konnten. Er musste lächeln. Er sah ganz genau das sie ungeduldig wurde.
Sardai stand auf und trottete zu Magena herüber um ihr seine Nase ins Fell zu drücken.


Ich glaube da kommt keins mehr heraus. Seltsam. Sogar die Kaninche verschwinden. Was ist hier nur los?


Sardai steckte seinen Kopf in den Bau und verschwand bis zur Hälfte in ihm. Er hatte Mühe wieder herauszukommen und hatte danach den ganzen Pelz voll Erde. Besorgt schaute er Magena an.

Der Bau riecht zwar noch nach Hase, aber der Geruch ist am verschwinden. Also wieder ein verlassener Bau.
Er schaute Magena besorgt an.


Das gefällt mir nicht


Schnelle drehte er sich herum und spitze die Ohren als er Rumos Ruf vernahm.
Sardai probierte ein wenig herum bis er 2 Kaninchen so in seinem Maul verstaut hatte das er nicht aller 5 schritte anhalten müsse um eins aufzuheben. Dann wartete er auf Magena die ihm das 3. hinterhertrug.
Schnell eilten sie durch den Wald zum Rudelplatz. Dort waren Bereits Loki, Rumo, Sheta und Francis. Vorsichtig legte er die Beute in den halbkreis der sich langsam bildete. Dann begrüßte er alle.
Sardai wusste nicht ob es der richtige Zeitpunkt war um Rumo von den vielen verlassenen Kaninchenbauten zu erzählen, denn sein Alpha sah ernst aus. Er würde noch ein wenig warten und schauen was Rumo zu sagen hatte. Vielleicht ergab sich ja etwas in der Versammlung und wenn nicht würde er es erzählen sobald Rumo fertig war.
Aber Sardai schätze das Rumo das Treffen einberufen hatte um über das ausbleiben von Beute zu reden.
Unschlüssig setzte er sich neben Magena. Hoffendlich merkte man es nicht zu sehr das er aufgeregt war und sich sorgen machte.



[mit Magena am See Kaninchen jagen, hört Rumo, laufen zum Rudelplatz]

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Magena

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Di Jan 25, 2011 3:23 pm



Sie war mit Sardai zum Kaninchenjagen aufgebrochen, schon ganz früh in den Morgenstunden, denn da waren diese Tierchen am aktivesten.
Zwei der Drei hatte Sardai erbeutet, beim Dritten hatte sie endlich einmal erfolg gehabt.
Langsam ungeduldig werdend hockte sie vor einem der Höhlen und wartete. Irgendetwas stimme nicht mit dem Bau, es roch zwar stark nach Kaninchen, aber...
Sardai unterbrach ihren Gedankengang als er ihr die Nase ins Fell drückte und meinte, dass aus dem Bau wohl nichtsmehr raus kam. Verlassen war das nichtsnutzige Ding. Verärgert richtete sie sich auf. Wie schaffte ihr Freund es bloß immer so still und geduldig, manchmal sogar stundenlang, vor einer Kaninchenhöhle zu lauern?
Seufzend erwiederte sie den Stupser ins Fell und knabberte kurz, und etwas schüchtern, an seinem Kinn. Sie mochte Sardai wirklich. Das Gefühl, wie es war wenn man für jemanden schwärmte kannte sie schon, damals war sie etwa ein Jahr alt gewesen als ein Wanderer sich für einige Zeit dem Rudel ihrer Eltern angeschlossen hatte. Mit Sardai war es...anders. Bei ihm fühlte sie sich gut und sicher. Auch wenn der Hunger sie so sehr plagte wie jetzt.
Die letzten Wochen waren karg gewesen. Der erste Jagderfolg, den das Rudel damals so dringend nötig gehabt hatte und der sie aneinander geschmiedet hatte, war einer der letzten gewesen. Seitdem ernährten sie sich von Kleingetier.
Brummelnd stand sie auf und streckte sich, den Kaninchen dabei einen Bösen blick zuwerfend. Sie hatte solchen Hunger, aber Sardai und sie waren sich einig, dass sie die Beute mit dem Rudel teilten. Wenn sie bald auf eine richtige Jagd gingen mussten alle bei Kräften sein.

Langsam reicht es mir. Es ist frühling Sardai! Diese kleinen Viecher sollten sich eigentlich vermehren wie, ...na wie die Karnickel eben. Stattdessen verschwinden sie.

Etwas theatralisch böse guckend und grollend lehnte sie sich an ihn. Sie atmete tief ein und nam seinen Geruch in sich auf. Er roch für sie einfach sooo gut, nicht wie etwas fressbares, obwohl es Spaß machte an ihm zu knabbern.
Ihre Ogren stellten sich überrascht auf als sie Rumos ruf hörte. Offenbar gab es Neuigkeiten. Wichtige Neuigkeiten wenn man sich die aktuelle Situation besah.
Sardai lief mit den zwei von ihm geschlagenen Kaninchen los und sie folgte ihm mit dem Dritten.

Wenigstens sind es fette Kaninchen. Es wird zwar nimmer für alle reichen,oder zumindest wird keiner satt werden, aber immerhin etwas...

Schnell waren die beiden Wölfe am Bau angekommen. Magena legte, ebenso wie Sardai, ihre Kaninchen in die Mitte. Fragte sich aber zugleich ob es klug war etwas fressbares sprichwörlich zwischen ein Rudel hungriger Wölfe zu werfen.

Wir haben dich Rufen gehört? Was gibts?

,fragte sie ihren Alpha.
Freundlich stupste sie Francis an, das hatte sie sich als Begrüßung für diese Fähe schon angewöhnt. Dann lächelte sie Sheta und ihrem Vater zu. Sie mochte die Tochter von Loki, Wurfsschwester ihres Alphas. Nis jetzt hatte sie sie, als fürsorglich und freundlich gesehen. Der Fähe lag viel an ihrem Vater und ihrem Bruder.
Aber sie gab sich nicht der Illusion hin, dass Sheta keine gute Kämpferin war. Auch wenn sie sich nur liebenswert und freundlich gegeben hatte bis jetzt...Ihre Größe und ihre Muskeln sprachen für sich.
Magena stellte sich in den Halbkreis der sich um den Alpha gebildet hatte dicht neben Sardai und wartete ab. In Geduld hatte sie sich in letzter Zeit oft geübt, dank ihrem neuen Freund. Schmunzelnd blickte sie auf die drei Kaninchen.



[Jagt mit Sardai Kaninchen, hört Rumo, läft mit Sardai zur Höhle, begrüßt alle, wartet]
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Rala
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Di Jan 25, 2011 4:29 pm

Stille. Ruhe. Regen. Kälte.

Man konnte sie nicht sehen. Das Nebelkleid verbarg sie vor den Augen Anderer. Nur, wenn man nah an sie heran trat konnte man die weißen Umrisse einer Fähe ausmachen, doch bis dahin wäre sie einem wohl schon längst an die Kehle gesprungen. Sie hatte Hunger. Zu viel Hunger. Wochenlang hatte sie keine Mahlzeit zu sich nehmen dürfen. Nie war es ihr vergönnt gewesen ein Beutetier in dem Fang zu ihrem Rudel zu tragen. Mittlerweile rebellierte ihr Magen fast ununterbrochen. Sie hatte es aufgegeben auf der großen Lichtung nach Hasen zu suchen. Zu oft hatte sie schon versucht einen Bau aufzugraben und dann dem braunen Pelzgetiert nachzujagen. Sie war schnell. Schnell und wendig, doch ihre Zunge durfte das Blut nicht schmecken. Ihre Zähne durften das Fleisch nicht erreichen.

Nun lag sie da einfach. Lag dort und dachte nach. Lag dort und hoffte darauf, dass eine Maus ihr direkt vor die Füße laufen würde, damit sie diese mit einem Happen verschlingen könnte. Doch nein, es kam keine Maus. Es kam kein Hase. Es kam kein junges Reh. Es kam nichts.

Stille. Ruhe. Regen. Kälte. Hunger.

War sie zum Tode verurteilt worden? Hatten zu starke Mächte über ihr Leben entschieden? Hatte der Tod sich unmerklich angeschlichen und würde ihr nun bald den Atem rauben? Sie seufzte leise. Der Regen durchdring ihren sonst so dichten Pelz und erreichte ihre Haut. Ihr war ein wenig kalt und sie zitterte, was man jedoch kaum sehen konnte. Müde vom Hunger, müde vom Regen, müde von der Stille verengte sie die Augen und starrte in den Nebel hinein. Man konnte sie nicht sehen und sie konnte auch nichts sehen, außer diesen weiß-gräulichen Dunst.

Stille. Ruhe. Regen. Kälte. Hunger. Blindheit.

Angst packte ihre Pfoten und die Befürchtung den Weg zum Rudelplatz nicht mehr wieder zu finden. Unsicher stand sie auf, blickte gen Himmel und dankte den Bäumen, dass sie ihre Kronen nicht mit so vielen Blättern schmückten und ihr den Blick auf die Wolken preis gaben. Sie musste blinzeln, da die kleinen Regentropfen in ihre Augen trafen. Man musste schon lange hier liegen bleiben, um so nass zu werden, wie sie es war und sie lag schon lange hier. Es war zwar früher Morgen, doch sie war bereits in der Nacht gegangen. Zu stark hatte der Hunger gegen ihre Müdigkeit gekämpft, doch als sie an diesem neuen Tag aufgewacht war hatte sich der Nebel über sie wie eine Decke gelegt und ihr die Welt verborgen gehalten. Immer noch voller Angst blickte sie sich um und tat den ersten Schritt in Richtung Ungewissheit.

Stille. Ruhe. Regen. Kälte. Hunger. Blindheit. Angst.

Nein, die Mauer aus weiß-gräulichen Dunst wollte nicht verschwinden. Wie konnte sie das überhaupt hoffen? Leider spielte die Natur ihr doch zu gerne Streiche, besonders, was ihren Charakter anging. Sie liebte es zu kämpfen und war sogar gut darin, doch konnte sie nicht töten. Diese Hemmung ging sogar so weit, dass selbst einfachste Beutetiere ihr Herz mit ihren Blicken erwärmten und sie nur diese töten konnte, wenn es wirklich stark von Nöten war. Wann war sie das letzte Mal so gierig auf Fleisch gewesen? Sie wusste es nicht. Noch einen Schritt und dann war alles egal. Sollte der Nebel doch ihren Tod herbei rufen. Sollte doch jetzt die nächstbeste Großkatze kommen und sie umbringen. Ihr war es egal. Alles durfte passieren, doch wenigstens sollte es dem Rudel gut gehen.

Stille. Ruhe. Regen. Kälte. Hunger. Blindheit. Angst. Gleichgültigkeit.

Sie setzte eine Pfote nach der anderen auf den taunassen Boden. Ihr weißer Pelz war kaum zu erkennen. Sie lief langsam, um nicht gegen irgendeinen Baum zu prallen. Die Gerüche des Rudels waren überall, doch konnte sie ihre eigene Fährte nicht wiederfinden. Wo war sie her gekommen, wo ging es zurück? Ein Ruf. Ein Wolf heulte. Ihr Alphawolf berief sein Rudel zu sich. Hoffnung und Freude breitete sich in der Fähe aus. Sie lief schneller und folgte den Klängen, bis diese im Wald verhallten. Trotzdem hielt sie nicht inne. Überlegte nicht, ob sie den richtigen Weg wählte. Sie behielt ihr Tempo bei und schon bald wehten ihr die Düfte des Alphas und die seines Vaters entgegen.

Stille. Ruhe. Regen. Kälte. Hunger. Blindheit. Angst. Gleichgültigkeit. Hoffnung.

Sie war da. Sie war da bei den Anderen. Da war der bunte Rumo, der ergraute Loki, die helle Francis, die braune Sheta, die weiße Magena, der braune Sardai. Alle waren sie da. Noch fehlten einige Mitglieder. Sie lief zu ihnen, lief zu ihren Freunden und setzte sich neben Francis, welche schon so lange das Lächeln verloren hatte. Sie sagte nichts zu der Hellen. Sie nickte nur Rumo und Loki respektvoll zu und genoss die Wärme, welche sie immer umhüllte, sobald sie ihr Rudel erreicht hatte, sobald sie zu Haus war.

“Zu Hause. Endlich zu Hause.“


[ist allein im Wald | ist nicht zu sehen wegen Nebel | hat großen Hunger und hofft auf Beutetiere | ist es egal, ob sie stirbt | läuft los | hört Rumo | läuft zu den Anderen | fühlt sich zu Hause]
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Jan 26, 2011 10:34 am

Es waren dieselben, bestimmten Worte, wie sie der Sohn oft ausgesprochen hatte, um ihre endlosen Diskussionen zu beenden. Scheinbar gleichgültig nahm der Alte sie also abermals hin, antwortete nicht mehr darauf, denn eine Antwort seinerseits war nicht erwünscht. Loki gähnte. Dann klappten seine Ohren kurz aufmerksam auf, als der erste Schatten im Nebel erschien. Francis näherte sich der Gruppe. Die freundliche Helle, der gegenüber der alte Wolf ein schlechtes Gewissen zeigte. Er hatte ihre Freundin vertrieben und blieb verantwortlich für ihre schlechte Stimmung. Wie schön war da, dass Francis ihn offenbar nicht zur Rechenschaft zog, denn sie begrüßte ihn ebenso herzlich wie auch Rumo. Freundschaftlich fuhr Loki ihr mit der Zunge über den Fang, als dieser zur Begrüßung nahe genug herangekommen war. Er rechnete der Fähe hoch an, dass sie ihn trotz allem nicht verurteilte, und er mochte sie. Dann kamen auch die anderen.

Nach und nach trafen sie ein. Die nächste war Sheta. Ihr bunter Pelz und die imposante Erscheinung erkannten die alten Augen gleich, als sie durch den Schleier aus feinsten Regentropfen zu ihnen trat. Sanft strich die graue Rute durch das nasse Gras und als sie sich neben ihm niederließ und ihn grüßte, stupste er seine Nase kurz in ihr Brustfell. Er liebte sie.

“Grüß dich, meine Tochter. Dein Bruder hat Neuigkeiten für uns.“

Jetzt erschienen auch Sardai und Magena. Loki hatte schon länger beobachtet, dass diese beiden stets zusammen waren. Glückliche Anzeichen? Das Rudel schien zusammenzuwachsen, auch wenn sie sonst eher einzeln unterwegs waren. Die beiden Freunde hatten jedoch noch mehr mitgebracht als nur sich selbst. Lokis Aufmerksamkeit steigerte sich, ein kurzes Glühen trat in seine müden Augen, als der Geruch der durchaus fetten Kaninchen in seine Nase stieg. Seine Muskeln spannten sich um sich zu erheben, kurz zögerte er jedoch. Das weitere Denken schaltete sich im Kopf des Alten ab. Nur Fressgier blieb übrig, als einziger Überlebenstrieb. Er bemerkte nicht einmal wie Rala eintraf und sich still und irgendwie zufrieden in den Kreis gesellte. Loki gierte nur noch nach dem Fleisch vor seinen Pfoten. Wie in Zeitlupe erhob er sich, streckte die Läufe aber nicht durch, blieb geduckt. Er streckte den Hals, um möglichst nahe an die toten Tiere heranzukommen ohne sich zu nahe heraunzuwagen. Er hatte Hunger!

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Jan 26, 2011 11:44 am

Sie kamen und keiner von ihnen sah besonders gut aus. Trotzdem viel ihre Begrüßung freundlich aus, vielleicht noch ein wenig zurückhaltend. Rumo war dennoch besorgt, als er sein Rudel musterte oder wenigstens den Teil, der den Rudelplatz schon erreicht hatte. Er fragte sich wie es den anderen ging, die noch nicht angekommen waren. Er dachte an den jungen, hellen Rüden und an die merkwürdige schwarze Fähe. Um die älteren Fähen Menha und Neera müsste man sich kaum sorgen – oder doch? Mit den Gedanken zurück an Ort und Stelle erwiderte er die Begrüßungen der anderen jeweils mit einem warmen Lächeln auf den Lefzen, begleitet von einem kurzen Schlenkern der Rute und einem Nicken. Besonders erfreut, das ließ sich kaum verheimlichen, war er über das Mitbringsel der Freunde Sardai und Magena.

Dieser wildfarbende Pelz hatte sich in der Tat als eine Bereicherung für das Rudel herausgestellt. Er verstand es mit den Fähen zu plaudern, verbreitete eine fröhliche, freundliche Stimmung und hatte eine unvorstellbare Geduld, die offenbar beinahe immer von Erfolg gekrönt war. Nur in den letzten Tagen blieb auch bei ihm dieser Erfolg immer öfter aus. Trotzdem waren diese drei Kaninchen mehr als sie in den letzten Tagen gesehen hatten. Rumo selbst ernährte sich fast nur noch von angeknabberten Pflanzen und der ein oder anderen Maus, die es zu erwischen gab. Manchmal hatte er sogar Glück und konnte einen Bau der kleinen Nager finden, gefüllt mit ihren nackten Babys. Nun, beim Anblick der fetten Langohren, lief auch ihm das Wasser im Mund zusammen, jedoch geboten die Umstände, dass man sich nicht gleich auf die Beute stürzte. Daher ein bestimmtes Grollen in Lokis Richtung, der kurz davor war sich daran zu vergehen. Rumo wies ihn in die Schranken und drängte ihn zurück auf seinen Platz. Er wollte die Kaninchen solange nicht anrühren, bis das gesamte Rudel beisammen saß. Dann würde man sehen müssen wer diese Happen am nötigsten hatte. Zunächst begrüßte er noch die stumme, außerordentlich schlecht aussehende Rala und ging dann erst auf Magenas Frage ein, die durchaus berechtigt war und kaum eine bessere Einleitung hätte bieten können.

“Wir haben Wichtiges zu besprechen.“

Eine kurze Pause. Die Worte sollten wirken und Rumo wollte sich sicher sein, dass er bei dem folgenden die volle Aufmerksamkeit der Anwesenden inne hatte.

“Ich denke jedem ist aufgefallen, dass der Frühling sich offenbar nicht so auf unsere Jagderfolge auswirkt, wie er es tun sollte. Die Leere in unseren Mägen ist Beweis genug. Der einzige Grund weshalb wir noch nicht jämmerlich verhungert sind, sind solche kleinen Erfolge wie dieser hier.“

Ein dankbarer Blick galt Sardai und auch Magena. Beide hatten sich für das Rudel schon mehrmals bezahlt gemacht. Bald würde dem Rudel eine noch größere Prüfung bevorstehen und er war froh, dass er Wölfe unter sich hatte, auf die man sich verlassen konnte. Doch noch wollte er seine Pläne nicht verraten. Rumo wollte noch die Meinungen und Eindrücke der anderen erfahren.

“Ich kann mir nicht erklären weshalb uns die Beute vergönnt bleibt. Wie denkt ihr über diese merkwürdige Hungersnot?“

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Jan 26, 2011 12:12 pm

Schwer nagte der Hunger in ihrem Magen und bohrte förmlich Löcher hinein. Hin und wieder war ein Grummeln aus dem Bauch der Hellen zu hören, wobei sie peinlich berührt zu Boden schaute und verlegen auf dem nassen Waldboden kratzte. Verübeln konnte man es Francis nicht, aber doch war es ihr peinlich, so bei der Jagd versagt zu haben. Sie war sonst gut und vor allem schnell. Doch die Pechsträhne blieb lange anhaltend und umso mehr freute sie sich, als Magena und der neue Rüde Sardai mit fetten Karnickeln im Fang zu den Wölfen kamen. Mit großen Augen wurden die drei Kaninchen beäugt und der Fähe lief das Wasser im Maule zusammen. Erst als Rala an ihre Seite trat und sie herzlichst begrüßte, nahm sie ihre welpenartigen Knopfaugen von der Beute und begrüßte sie ebenfalls. Wie zuvor auch Sheta und die anderen Zwei, wedelte sie mit der Rute und stupste sie freundlich in ihrem Fell an. Doch über den Anblick der Weißen, war Francis schon mehr als geschockt. Sie sah nicht wirklich gut aus und sie würde so ein Kaninchen dringender brauchen. Genauso wie Loki, der neben Rumo versuchte eines der Tiere zu erhaschen, aber dann von den Alpha zurück gedrängt wurde. Francis seufzte. Sie würde wohl noch länger das stechende Gefühl im Bauch behalten müssen.

Rumo sprach und kündigte an, das die Wölfe etwas Wichtiges zu besprechen hatten. Auch diese Hungersnot brachte er zu Wort und wollte die Meinungen der Anwesenden hören. Dabei fiel Francis auf, dass die anderen Wölfe noch nicht da waren und machte sich dabei merklich Sorgen. Die graue Menha, kam ihr in den letzten Wochen sehr verschlossen vor und eher zurück haltend. Die Fähe hatte bis jetzt noch nicht herausfinden können, ob es grundlegend ihr Charakter war oder sie etwas bedrückte. Doch leider war Francis mit ihren eigenen Leid so sehr beschäftig gewesen, das sie am Ende auf keinen der Wölfe mehr achtete und der Hunger tat da einen großen Teil dazu bei. Dies löste ein schwerwiegendes Unbehagen in ihrem Herzen aus und die Helle versprach sich zu besser und zu ihren alten Verhalten zurück zu kehren. Doch jetzt war erstmal das hier und jetzt wichtig, deswegen sprach sie sogleich zu Rumo und äußerte ihm ihre Bedenken.

„Mir ist aufgefallen, dass sehr wenig große Wildtiere den Weg in unser Revier gefunden haben. Vielleicht sind sie ja auch erst gar nicht in dieses Tal gelangt. Ich habe mir deswegen schon Gedanken gemacht und ich finde, man sollte zu den Pässen des Tales gehen und nachschauen, ob sie vielleicht nicht passierbar sind. Ein Versuch wäre es alle Male wert.“


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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Jan 26, 2011 1:08 pm


Sie nickte, Rumo würde sie nicht alle zusammenrufen wenn es nicht wichtig wäre.
Freundlich mit der Rute pendelnd begrüßte sie die anderen. Die eine Weiße, Magena hieß sie, und der eine neue Rüde hatten Karnickel mitgebracht. Ihr Magen zog sich beim Anblick der Beute zusammen, aber sie würde nichts davon fressen. Andere hatten die Nahrung dringender nötig. Wie die kleinere Weiße, Rala, sie sah schon halb verhungert aus. Besorgt strich ihr Blick über die Anwesenden.
Ihr Bruder machte sich Sorgen um alle hier, das spürte sie.
Loki versuchte an eines der Kanichnchen zu gelangen und wurde von ihrem Bruder harsch zurecht gewiesen. Besorgt blickte sie auf ihn hinnunter. Der Hunger half seiner Genesung nicht, er verlangsamte sie. Wie immer wenn es um ihren Vater oder Bruder ging wurde sie sie nervös, sie wollte unbedingt etwas tuhen. Handeln, und das sofort!
Sheta setzte sich hin und strich mit dem Maul am Ohr ihres Vaters entlang, nur für ihn hörbar murmelte sie:

Es wird nicht das letzte Fleisch sein, dass du heut zu sehen bekommst. Falls Rumo uns nachher nicht auf Großwildjagd schickt werde ich mich einmal umsehen gehen. Rala wird auch weit mehr zu fressen brauchen als diese 3Kaninchen hergeben können.
Sie werden auch deinen Hunger nicht bezwingen, aber vielleicht finden sich ja ein paar weitere Nagetiere.


Scheinbar ruhig saß sie weiterhin an der Seite ihres Vaters. Die Atmossphäre im Rudel zitterte etwas, alle waren hungrig und gereizt: oder im Ralas fall so erschöpft, dass sie fast umfielen.
Aufmerksam hörte sie an was gesagt wurde.

Ja, wir sollten kontrollieren ob die Zugänge zum Tal nichtmehr passierbar sind für Wild, aber ich frage mich noch anderes: Wir erleben hier unseren ersten Frühling...Was ist wenn es jeden Frühling hier so ist? Wenn das Wild lieber außerhalb des Tals seine Jungen gebärt und dann erst hierher zurückkehrt? Immerhin leben noch andere Raubtiere hier...
Wir würden außerhalb des Tals jagen müssen um zu überleben...
Nur die Menschen und ihre Hunde....


Sie ließ den Satz unbeendet, jeder der anwesenden konnte sich ausmalen was das bedeutete.



[an der Höhle,macht sich Sorgen,spricht]
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Jan 26, 2011 2:01 pm

Sardai saß neben Magena und wartete auf die anderen. Aber außer Rala fand sich niemand weiteres mehr ein. Er beobachtete wie Loki großes Interesse an den Kaninchen zeigte und vom Rumo zurechtgewiesen wurde.
Sardai würde auf seine Ration verzichten. Loki und Rala brauchten es dringender als er. Obwohl der Hunger schon kräftig an ihm gezährt hatte. Er hatte an Gewicht verloren, aber trotzdem war er wieder ein kleines Stückchen gewachsen, die Beine waren eindeutig länger geworden. Er merkte es auf längeren Strecken die er zu gehen hatte.
Aufmerksam wannte er Rumo den Kopf zu als dieser das Wort ergriff. Wie Sardai sich gedacht hatte wollte der Alpha über das Beute ausbleiben reden. Francis und Sheta meinten das man die Pässe kontrollieren sollte. Die Idee war nicht schlecht. Eigendlich war das ein guter Zeitpunkt um das Problem mit den Kaninchen anzusprechen da Francis es schon mit den Großtieren angeschnitten hatte.
Sardai setzte sich gerade hin.

Das kontrollieren der Pässe würde ich auch vorschlagen. Als ich noch alleine duch die Gegend gezogen bin habe ich von einem anderen Rudel gehört die das gleiche Problem hatten. Da waren die Menschen Schuld, sie haben ihre Felder mit etwas besprüht was die Tiere vertrieben hat. Es muss ja nicht sein das es hier genauso ist aber ich würde vorschlagen das jemand den Pass außerhalb des Tales kontrolliert und auf seltsame Gerüche achten sollte. Oder zumindest eine Runde durch das gesamte Tal streift. Um darauf zu achten.
Auf jedenfall muss es etwas mit dem Boden zu tun haben. Den Magena und ich haben sehr viele verlassene Kaninchenbauten gefunden. Fest steht das auf jedenfall die abgewandert sind. Denn Anfangs waren es noch recht viele. Irgentwas vertreibt sie von hier.


Besorgt schaute er in die Runde. Ein raues Gefühl war in seiner Kehle, schon seit Tagen. Sardai müsste husten.

Ich würde mich auch bereit erklären den Pass und das außerhalb zu erkunden. Ich könnte es recht rasch erledigen.

Sardai schluckte schwer, wieder das raue Gefühl. Was war das nur...?

Darüber hinaus möchte ich auf meine Ration vom Kaninchen verzichten, wenn ich mich auf den Weg machen sollte werde ich mir unterwegs etwas neues suchen.


Er schaute weiter in die Runde um die Reaktion abzuwarten.



[an der Höhle, spricht]

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Jan 26, 2011 3:00 pm

Sie konnte genau sehen, wie die einzelnen Wölfe auf die Hasen reagierten. Loki schien sich kaum zusammenreißen zu können, aber das konnte ihm keiner verübeln. Er war vorher schon geschwächt gewesen und verletzt. Nun waren die Wunden zwar größtenteils verheilt, aber das zum kräftesammeln nötige Fleisch blieb aus. Und Rala taumelte schon vor Hunger.
Während sie sich über die nichtmehr zu bestreitende Hungersnot des Rudels nachdachte hörte sie ein neues Geräusch, eines das ihr mehr sorge machte als die knurrenden Mägen um sie herum.
Ebennoch war sie sehr besorgt um Rala und auch um Loki gewesen, nun aber verdrängte die Sorge um Sardai alles andere. Etwas ängstlich wandte sie den Kopf als er hustete. War er schon so ausgezert durch den Hunger, dass er für Krankheiten anfällig wurde? Oder müsste er einfach nur etwas trinken?

"Sardai? Gehts dir nicht gut?"

Eine merkwürdige frage, eigentlich ging es keinem der hier anwesend wirklich blendend. Aber die anderen husteten auch nicht.
Ihre Gedanken überschlugen sich. Was wenn das Wild garnicht abgewandert sondern gestorben war an einer Krankheit? Und wenn diese krankheit jetzt auch die Wölfe befiel?
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Do Jan 27, 2011 7:21 pm

Sie hatte die braunen Tiere nicht bemerkt. Tod lagen sie da und scheinbar schien jeder in der Runde wild darauf zu sein. Ja, auch sie wollte etwas haben. Drei Kaninchen. Beute. Essbares. Und wohl das wichtigste: Tod! Kaninchen an sich hatte sie schon hier und da gesehen, aber keine toten. Am liebsten wäre sie zu Magena und Sardai gelaufen, hätte Beiden einmal über den Kopf geleckt und sich an die Beute heran gemacht. Ihnen war es zu verdanken, dass sie etwas zu fressen hatten, doch als Loki von seinem Sohn Rumo zurück gewiesen wurde, als er sich ein Stück genehmigen wollte ließ auch sie es sein. Sie, Rala. Sie, die Polarwölfin. Sie, mit dem viel zu großen Hunger, dem zerzausten Fell und dem etwas traurigen Blick.

Der bunte Rumo kam direkt auf den Punkt. Er sprach den Futtermangel an und fragte nach den Meinungen des Rudels. Francis – die gute Fähe – begann als Erste zu sprechen und nacheinander teilte jeder seine Ansichten mit. Rala hielt sich vorerst aus der ganzen Sache heraus. Sie war zu besorgt um Siyana und Menha, welche sich immer noch nicht zum Rudel gesellt hatten. Zudem merkte die Cremeweiße die Blicke der Anderen und fühlte sich beobachtet. Ihre ganze Haut prickelte vor Nervosität. Hatte sie irgendetwas am Körper, was die Augen der Rudelmitglieder magisch anzog? Das Prickeln wurde stärker und Rala senkte den Kopf, um sich leicht in den Rücken zu beißen, sich zu kratzen. Erschrocken realisierte die Fähe, dass sie ihre Wirbelsäule stärker als sonst spüren konnte. Sie drückte mit der Schnauze gegen die Rippen und konnte wahrlich abzählen, wie viele Knochen sich unter ihrem sonst so dichten Pelz befanden. Ja, im Frühling verlor Rala schon ihr Fell und sah nicht mehr so flauschig und wuschelig aus, doch nie hatte sie ihre Rippen zählen können. Die cremeweißen Haare wurden vom Regen hinunter gedrückt und klebten sie an die Haut der Fähe, wodurch man sogar noch besser sehen konnte, wie dünn sie war.

Lange blieb Rala nicht Zeit ihren Körper entsetzt zu mustern. Sardai hatte aufgehört zu reden und hustete. Magena wandte sich ihm sofort zu, was keineswegs verwunderlich war. Besorgt blickte Rala zu dem Rüden. Sie lächelte aufmunternd und ein wenig unbeholfen, bevor sie in Rumos Augen blickte und mit ernster Stimme sprach:

“Ich bin – wie auch Sardai – ebenfalls lange eine Wanderin gewesen. Nicht oft durfte ich mit Menschen verkehren, doch ich hatte in meinem Leben genug Zeit diese Lebewesen zu studieren. Im Frühling letzten Jahres habe ich beobachten können, wie einige der Menschen mit geraden Hölzern auf Rehe zielten. Es gab einen lauten Knall und schon lag die Beute tot da. Ich habe keine Ahnung, wie sie das machten. Ihren Fang benutzen sie definitiv nicht.“

Rala hielt kurz inne. Sie schüttelte leicht verwirrt und erschrocken den Kopf. Bilder stürzten über sie von Blut und Rehen, welche gnadenlos abgeschlachtet wurden.

“Eventuell gehen die Menschen wieder mit ihren Hölzern jagen und töten so viel Beute, dass wir keine Möglichkeit haben sie zu jagen. Allerdings erklärt das nicht, warum die Tiere aus dem Tal plötzlich verschwinden. Schließlich müssten sie von den lauten Knallen ja Angst haben und das wäre Grund genug hier zu bleiben. Vielleicht sind sie auch in Panik. Hier gibt es Feinde und oben gibt es Feinde. Wo sollen sie hin? Ich denke, sie wählen dann doch eher den Weg hinauf, weg von diesem Ort. Ich kann leider nicht mehr dazu sagen.“

Traurigen Herzens blickte Rala zu Boden. Sie wurde von ihrer Vergangenheit überrollt und schreckliche Bilder blitzen immer wieder vor ihrem inneren Augen auf. Plötzlich riss die Fähe den Kopf hoch und sah Magena mit einem vielsagenden Blick an:

“Magena, ich weiß, dass du bei Hunden gelebt hast. Wo Hunde sind, da sind auch Menschen. Hast du eine Ahnung, was sie tun, wenn sie jagen?“


[bei Rumo, Loki, Magena, Francis und Sardai | bemerkt Kaninchen | kratzt sich | ist entsetzt über ihren Körper (ist sehr dünn) | guckt Rumo an und redet | blickt traurig zu Boden | sieht Magena an und redet mit ich]
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Fr Jan 28, 2011 4:33 pm

Der Entschluss war gefasst, jetzt blieb nur noch die Überlegung, wie sie es alleine schaffen sollte. Die Jagd an sich war relativ einfach. Der Mensch hatte mit seinen Zäunen den Tieren den Fluchtweg begrenzt, irgendwann kämen sie an die Grenze, dann gäbe es kein Entkommen. Das eigentliche Problem waren die gezähmten Köter. Früher oder später würden diese Hunde durch die Unruhe der Beute, auf sie aufmerksam werden und mit ihnen der Mensch. Es war ein Wagnis, dass wusste Kurai, aber sie musste und wollte Überleben.

Aufmerksam schlugen ihre Lauscher nach vorne, als sie ein knacken im Unterholz vernahm. Irgendetwas war dort. Die dunkle Wölfin war durch das Brechen des Ästchens misstrauisch geworden, weil es kein Kaninchen war, welches sich dort verbarg. Dafür war es zu leicht. Und das was sich ihr näherte war schwerer, viel schwerer. Die Sinne der Waldwölfin waren angespannt. Bebend versuchten ihre Nasenflügel irgendeinen vorwarnenden Geruch auf zu nehmen, aber der Wind trieb alle Gerüche von ihr fort. Aber dafür hatte ihr Gehörsinn mehr Erfolg. Neben dem Trommeln des Regens, vernahm sie das Schmatzen der feuchten Erde, wo die Pfoten leicht einsackten. Wer aber verursachte diese Geräusche? Die Nachtwölfin erhob sich vorsichtshalber. War es ein Artgenosse, oder doch ein Leisetreter? Schon lange hatte sie keinen mehr von diesem Volk erblickt. Nur einmal zu Anfang der Zeit, seitdem sie wieder alleine unterwegs war. Und die Dreijährige musste sich eingestehen, dass es elegante, wie gefährliche Tiere waren.

Komm schon, zeig dich

Weißes Fell blitzte in der teilweise noch vorhandenen morgendlichen Dunkelheit auf. Weiß war das Fellkleid der Berglöwen nicht, also musste sie zumindest das nicht fürchten. Es stellte sich heraus, dass der helle Pelz zu einem Wolf gehörte. Zuerst dachte Kurai, dass es sich um diese geheimnisvolle weiße Fähe handelte. Diese Geisterwölfin war einigen bekannt und dennoch wusste niemand etwas genaueres über sie. Als das fremde Tier sich ihr schließlich näherte, musterte sie es ganz genau. Was sie vor sich hatte war nicht die sagenumwobene Lacrimosa, sondern ein stinknormaler Rüde.

Na toll, dass hat mir noch gefehlt…

Kurai hörte sich seine Worte in Ruhe an, dabei legten sich ihre Ohren an den Kopf. Als er geendet hatte, öffnete sich ihre Fang, um sich direkt danach ohne einen Laut von sich gegeben zu haben, wieder zu schließen.

Hm…Warum eigentlich nicht?

Eigentlich hatte sie ein paar harsche Worte parat, biss sich aber auf die Zunge. Wenn sie es genau bedachte, konnte sie den Fremden, der sich als Firn vorstellte für ihr Vorhaben gut gebrauchen. Also ließ sie ihr unfreundliches Auftreten fallen und spielte sogar ein leichtes Lächeln auf ihre Lefzen.

„Mein Name lautet Kurai Bara, allerdings ruft man mich nur Kurai.

Sie ließ ihr Augenpaar kurz über seinen Körper gleiten, um sich ein Bild über seinen Zustand zu machen. Er schien gut in Form zu sein, bestens. Genau das, was Kurai brauchte.

„ Ich will dich ja nicht überfallen, aber es ist kaum zu verkennen, dass meine Jagderfolge hier nicht sehr nennenswert waren. Ich will fressen und dazu muss ich die gezäunten Wiesen der Menschen aufsuchen. Würdest du mich begleiten? Zu zweit haben wir eine bessere Chance mit Beute zu entkommen.

Ja, sie überfiel ihn wirklich geradezu mit dieser Bitte, aber sie war in eine Situation geraten, in der ihr nichts anderes übrig blieb. Und um zu überleben, sprang sie auch über ihren eigenen Schatten. Die Fragen zu einem Rudel in der Nähe und ihrem Alleinsein überhörte sie gewissendlich und hoffte darauf, dass der Fremde sich ihr anschloss und nicht weiter in diese Richtung bohren würde.


[spricht zu Firn]


Zuletzt von Kurai am So Jan 30, 2011 1:12 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Sa Jan 29, 2011 6:43 pm

Loki kam mit dem Schrecken davon. Ja, sicherlich war es zu befürchten gewesen, dass der junge Alpha nichts von dem Vorstoß des Alten halten würde. Die harsche Ansage Rumo’s hatte auch sofort Wirkung gezeigt. Sofort ging der ergraute Rüde in Deckung und zog sich auf seinen Platz zurück. Langsam freundete man sich mit der neuen Rangfolge an, selbst als alteingesessener Altrüde. Es gab zwar keinen unsicheren Blick zum wildfarbenden Rüden hinauf, nein solche unterwürfigen Welpenmienen brauchte der Alte nicht. Die Botschaft war angekommen, mehr brauchte es nicht. Zurück von seinem Aufbäumen blieb nur ein sehnsuchtsvoller Blick nach den Kaninchen bei hängendem Kopf. Es war schwer seinen hungernden Magen zu zügeln und das quälende Nagen herunterzuschlucken. Trotzdem war die Fressgier unterbunden, Dominanz war in dem Rudel augenscheinlich vorhanden. Im selben Moment aber, da Loki wieder zu Sinnen kam, schämte er sich auch schon für sein Verhalten. Der Hunger machte eine Bestie ohne Manieren aus ihm und das erschütterte den alten Wolf. Zeit seines Lebens war doch Beherrschung immer etwas gewesen, womit sich der Rüde rühmen konnte. Gingen diese Zeiten nun etwa vorbei? Loki schmiegte leidend die Ohren an den Kopf. Das waren keine guten Aussichten für ihn.

So mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt gingen die Wortwechsel der anderen gänzlich an ihm vorbei. Nein, sein Geist war nicht mehr in der Lage gleich mehrere Themen zur selben Zeit zu bearbeiten. Langsam wurde es aber wieder Zeit sich dem Wesentlichen zu widmen. So hob der Graue den Kopf und warf einen möglichst wach erscheinenden Blick in die Runde. Zeit, sich als präsent zu zeigen. Eine kurze Ansprache sollte den altehrwürdigen, erfahrenen Wolf ins rechte Licht rücken.

“Wenn das Wort der Erfahrung für euch eine Rolle spielt, dann lasst euch sagen, dass es nicht klug wäre seine Leben leichtfertig in die Hände der Menschen zu geben. Dieses Tal ist sicher für uns und wir sollten uns nicht näher an die Menschenwelt wenden, wenn ihr mich fragt. Die Gefahr ist zu groß. Aus der letzten Begegnung mit dem Zweibeiner entkamen wir nur knapp wieder mit heilem Fell! Ich muss dich kaum daran erinnern, Rumo?“

Sicher waren seine Worte völlig aus dem Zusammenhang genommen, denn wie gesagt hatte der Alte kaum etwas von dem vorherigen Gespräch mitbekommen. Nun glaubte er aber recht kluge eigene Worte gesprochen zu haben und noch immer versuchte er gegen das unausgesprochene Vorhaben des Sohnes zu wettern. Vielleicht konnte er diesem Wahnsinn ja entgegenarbeiten, wenn er nur die anderen auf seine Seite brachte. Loki war überzeugt, dass der Zweck nicht in jeder Situation die Mittel heiligte. Er hielt es für fair, wenn die anderen über seine Sorge Bescheid wussten. Skurril war hier nur die Ähnlichkeit zu einer vergangenen Diskussion: Hatte nicht auch Kurai auf ähnliche Weise auf ihre Meinung bestanden? Man sollte dies lieber nicht ansprechen.

oO(Sie müssen die Gefahr erkennen. Sonst laufen sie in ihren Untergang!)

Noch immer fühlte sich der Alte im Recht. Er hatte die Erfahrung! Es war nicht leicht in der letzten Zeit eine gute Beziehung zu seinem Sohn zu pflegen. Zu sehr nagte noch immer die Änderung ihrer Rangfolge an dem stolzen Tier.

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Rumo
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Sa Jan 29, 2011 8:02 pm

Ruhig und aufmerksam hörte der große Rüde seine Wölfe an. Sie alle hatten sich bereits Gedanken gemacht und ihre ganz eigenen Theorien über das Ausbleiben des Wildes entwickelt. Stumm nickte Rumo von Mal zu Mal. Sie alle nannten gute Gründe und das Wichtigste: Sie hatten längst die Notwendigkeit erkannte sich ein Bild von den Ursachen zu machen. Irgendetwas stimmte nicht in dem Tal. Der seichte Regen plätscherte unablässig durch das Blattwerk. Die fallenden Tropfen waren die einzigen, die unbeteiligt ihren Weg gingen. Die Tiere des Waldes aber schienen allesamt zu spüren, dass etwas nicht stimmte. Die Jäger waren nervös und die Beute blieb den Wäldern und Wiesen fern. Rumo schwieg und dachte einen Moment nach. In seinen Gedanken ging er noch einmal die genannten möglichen Ursachen durch:

Ein verschütteter Pass. Der giftige Regen, den die Menschen machten. Jäger.

Es half nichts. Sie mussten herausfinden, welche Ursache der trostlose Frühling hatte. Die Vorstellung von Shetas Sorge war furchtbar. Was würden sie tun, wenn das Wild tatsächlich aus naturgegebenen Umständen dem Tal fern blieb? Sie würden ein anderes Revier suchen müssen oder aber eine andere Nahrungsquelle. Ein weiterer aufmerksamer Blick schweifte über die Wölfe um ihn her. Sie waren nicht gerade in bester Verfassung, keiner von ihnen und nicht einmal er selbst. Rala war geschwächt und mager, von Loki brauchte man gar nicht erst sprechen, Sardai hatte einen eigentümlichen Husten entwickelt und auch die anderen kannten bessere Zeiten. Bevor sie dem merkwürdigen Treiben auf den Grund gehen konnten würde man erst einmal für Nahrung sorgen müssen. Noch ein Moment der Stille. Rumo spürte die Blicke der anderen auf seinem bunten Pelz, aber tat sich trotz aller Überzeugung schwer mit seinen nächsten Worten. Eigentlich hatte Sheta ihre Möglichkeiten ja schon genannt. Doch er würde ihr Schicksal besiegeln müssen. Hoffentlich traf er auch die richtige Entscheidung.

“Jeder von euch könnte Recht haben. Klar ist jedoch, wir müssen die Ursache recht bald herausfinden. In diesem Sinne danke ich dir für dein Angebot, Sardai. Doch zunächst sollten wir für dieses Unterfangen zu Kräften kommen. Halb verhungert ist jeder von uns auch nur die Hälfte wert. Wir brauchen Nahrung – und zwar genügend für uns alle.“

Jetzt erhob sich der Wildfarbende. Die anderen würden längst erraten haben worauf er hinaus wollte. Loki jedenfalls wusste es genau und seine scheinbar bloß daher geschwafelten Sätze passten unverhofft gut in die Anrede Rumo’s. Nicht gut für diesen, denn er wollte das Rudel ja mit eigenen Argumenten überzeugen. Von der Gefahr wusste er, die ließ sich nicht leugnen, aber sollte er lieber zusehen, wie sie alle elendig verhungerten? Das würde der Rüde zu verhindern wissen und wenn er alleine gehen musste. Stolz straffte er seine Schultern. Für diesen Wolf gab es kein Zurück mehr. Unsicher blieb nur, ob das Rudel ihm auch dieses Mal folgen würde. Er musste sie hier und jetzt überzeugen. Mit fester Stimme sprach er also erneut zu ihnen:

“Es gibt nur einen Ort, an dem uns die Beute sicher ist. Der Mensch sammelt die Grasfresser um sich und häuft die Nahrung um seine Bauten herum an. Es ist gefährlich, das will und kann ich nicht bestreiten. Wir müssen auf der Hut sein, wenn wir uns dem Menschen nähern, der unseren Tod will. Doch wer kann mir eine Alternative nennen? Ich sehe für uns nur noch diese Chance. Wir müssen den Menschen bestehlen, um selber zu überleben.“

[Rudelplatz | Francis, Sheta, Sardai, Magena, Rala & Loki]

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Di Feb 01, 2011 3:54 pm

Es war tatsächlich eine Fähe die vor ihm saß.

°Mann das wird was°

dachte sich Firn. Seine Art wie er auf Fähen reagierte musste ihr nicht verborgen geblieben sein. Der Weiße wrikte etwas reserviert wie immer denn schon damals als Welpe war er so und sein Verhalten hatte sich im Bezug auf das weibliche Geschlecht nicht geändert. Firn mussterte sie und vernahm ihre Worte. Seine Antwor war knapp:

Mit dem Fressen muss ich dir zustimmen.

Er war lange alleine seine Wege gegangen und hatte seit 2 Tage nichts gefressen. Der Weiße hatte einfach keinen Erfolg gehabt und somit war seine Entscheidung klar schon bevor er antwortete.

°Na dann lass uns auf die Jagd gehn°

dachte sich Firn. Er war etwas nervös ließ es sich aber nicht anmerken. Iergendwie war er froh jemanden getroffen zu haben schließlich war der Weiße für sehr lange Zeit alleine durch Land und Wald gestreift um endlich ein Rudel zu finden wo er bleiben konnte oder besser gesagt wollte. Firn war schon des öftern bei einem Wolfsrudel gewesen um etwas Gesellschaft zu haben aber niergendwo hielt er es länger aus. Nicht weil der Weiße keine Gesellschaft mochte aber es gab einfach keinen richtigen Gurnd warum er bleiben wollte. Es zog ihn einfach weiter in die Ferne. Firn wollte immer schon die Welt erkunden, schon als er klein war stand sein Entschluss schon fest das Firn die Welt kennen lernen wollte. Der Weiße wollte seine Brüder dazu überreden und der jüngste Bruder wäre ihm gefolgt hätte ihn ihr Vater gelassen. Die andern beiden Brüder wollten nicht sie waren einfach noch nicht so weit um ihr geliebtes Geburtsrudel zu verlassen. Firn blickte in die Ferne. Es war einfach eine Schwäche die er hatte mit dem Gedanken abzuschweifen.

°Ihr fehlt mir meine Brüder und auch du Vater. °

Ja sein Rudel fehlt ihm manchmal aber nie hatte der Weiße die Entscheidung bereut das Rudel zu verlassen um die Welt kennenzulernen. Firn hoffte auch sie eines Tages wieder zu sehn.


[Iergendwo im Wald/ spricht mit Kurai]
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Kurai

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Di Feb 01, 2011 4:43 pm

Ungeduldig wartete Kurai darauf, dass ihr der Fremde Antwort gab. Immerhin war der Hunger in letzter Zeit ihr ständiger Begleiter gewesen. Unruhig zuckten ihre Ohren, änderten immer wieder ihre Stellung. Während also Stille herrschte, versuchte sie ihre Ungeduld zu bändigen, indem sie einfach ein paar Geräuschen des Waldes lauschte. Dabei sickerte der Regen immer weiter auf ihr Fell. Der Fettfilm des Pelzes ließ bisher das fallende Wasser noch abperlen, doch schon bald würde sie die Nässe an ihrem Leib spüren, während das Haar klamm werden würde. Ein Tropfen war vom Nadelgeäst runter gerollt und fiel auf ihre Schnauze, woraufhin die dunkle Fähe ihren Kopf schüttelte und augenblicklich ihre Ohren aufrichtete, als sie die Stimme des Rüden vernahm.

Er gab ihr mit dem Fressen Recht. Allerdings waren dies auch seine einzigen Worte. Ein paar Sekunden verharrte die Waldwölfin noch, in der Hoffnung, Firn würde Anstalten zum weiter sprechen machen – dem war nicht so. Also interpretierte sie seine Worte so, dass er ihr folgen würde. Kurz überlegte sie. Hatte sie ihm eigentlich eben gesagt gehabt, wohin sie gehen wollte zum Jagen? Als sie überlegte kam sie zu der Erinnerung, dass sie es getan hatte. Also würde sie zumindest zurzeit in dem weißfelligen Wolf einen Jagdbegleiter finden.

„Nun gut Firn, dann folge mir.“

Wies sie den schweigsamen Rüden an. Warum genau der fremde Wolf sich so zurückhaltend verhielt war ihr Unklar. Entweder war er von Natur aus so, oder aber es lag an ihr. Kurai hatte ihm bereits den Rücken gekehrt und war in einem gemächlichen Trott losgezogen, in der Annahme, dass er ihr folgen würde. Über ihre zuvor zusammen gedachten Gründe seines Verhaltens musste die Dunkle grinsen. Wenn es wirklich wegen ihr war, dann wollte sie nicht wissen, wie sich der schneeweiße Wolf verhalten würde, wenn er sie in ihrem normalen Zustand kennen gelernt hätte. Aber Firn hatte Glück im Unglück. Kurai brauchte ihn, weshalb sie nicht so töricht war, ihn sofort wieder mit ihrer mürrischen Art zu vertreiben.

[spricht zu Firn, begibt sich auf den Weg]
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Di Feb 01, 2011 9:06 pm

Neera hatte sich in der letzten Zeit sehr verändert. Der drang weiter zu ziehen hatte sie wieder fest in den Pfoten. Doch aus irgendeinem Grund wollte ein Teil von ihr das Rudel in dem sie jetzt lebte nicht verlassen. Die Wölfin war oft still und nachdenklich und war nur wenig mit anderen Wölfen zusammen. Sie wollte einfach ihre Ruhe haben. Trotzdem war auch sie dem Ruf von Rumo gefolgt. Neera setzte sich still etwas abseits der anderen Wölfen hin und lauschte still den Gesprächen zu. Auch Sie hatten wie die Wölfin Hunger. War es also nicht besser sie würde das Rudel verlassen. Dann hätten sie ein Maul weniger was satt werden mußte und vielleicht würde sie, wenn sie alleine unterwegs sein würde, etwas finden. In einer anderen Gegend. Weg hier von denen die ihr doch so ans Herz gewachsen waren.
[Neera, etwas abseits der anderen, denkt nach das Rudel zu verlassen]
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mo Feb 07, 2011 1:52 pm



Ihr Bruder ignorierte die mahnenden Worte des Vaters und sie wusste: das frass an dem Altwolf. Aber nochmehr würde es ihn aufregen wenn sie sich dazu äußern würde. Lieber schwieg sie als nochmals den sinnlosen Zorn ihres Vaters auf sich zu ziehen. Und imemr nur vernünftig sein, das brachte niemanden weiter mit der Zeit.
Also würden sie sich doch den Menschen nähern, besser gesagt ihrem Futter.
Wenn sie an die hilflosen Tiere auf ihren Weiden, eingesperrt durch Zäune, nur dachte wollte sie am liebsten sofort losrennen und sich eines schnappen. Aber dann durchzuckte sie eisig eine Erinnerung.

Und die Hunde?

,fragte sie nüchtern, ohne Anzeichen von Angst oder Sorge. Sie wusste, dass die Menschen ihnen wieder auf den Fersen sein würden, würden sie sie bestehlen und diesmal kämen sie vielleicht nicht alle mit heiler Haut davon.
Keine frage: jeder Wolf der hier anwesend war würde kämpfen bis zum Ende. Für sich und vorallem für das Rudel.
Für Sheta galt ja auch eher das Sprichwort: Wer nicht wagt der nicht gewinnt.
Oder: Bitte lieber um vergebung als um Erlaubnis.
Allerdings war sie nicht dumm, der Mensch war ein gefährlicher Gegner mit noch gefährlicheren Waffen.
Dennoch würde sie eine der ersten sein, die sich an das Vieh der Menschen wagte.
Lediglich wollte sie, dass sich alle der Risiken bewusst waren.

Nicht das hinterher jemand rumjammert weil er meint benachteiligt worden zu sein.

Ungeduldig blickte sie in die Runde. Mittlerweile war sie selber so hungrig und gereizt dadurch, dass ihr die Hunde und die Waffen der Menschen sogut wie egal waren.
Sollten sie doch kommen. Sheta war jedenfalls nicht hilflos.


[an der Rudelhöhle, spricht]
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mo Feb 07, 2011 2:29 pm

Sardai hustete nochmals dann sah er Magena liebvoll an.

Ja alles in Ordnung ich hab nur etwas im Hals.
Zumindest hoffe ich das führte er die Unteraltung in Gedanken fort

Sardai schaute zu Boden und hörte sich konzentriert alle anderen an. Viele waren der Meinung das man die Pässe kontrollieren sollte.

Dann war wieder Rumo an der Reihe und Sardai´s Kopf schnellte nach oben als er von seinem Plan erfuhr. Seine Pupillen verengten sich für einen kleinen Augenblick. Vor seinem inneren Auge feuchtete ein heller Blitz auf. Sardai schossen Bilder durch den Kopf. Er hatte nur einmal Menshliche Bekanntschaft gemacht. Er war als junges Tier einmal in eine Treibjagt hineingeraten. Es war kurz und Sardai konnte sich schnell endkommen. Aber er hatte sich in der Nähe des Sammelplatzes versteckt und hatte gesehen wie Menschen einen ganzen Haufen tote Tiere heranschleppten und sie Auswedeten ohne sie zu essen.
Schnell schüttelte er den Kopf. Ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken und er rutsche unbewusst ein paar Zentimeter nach hinten.

Sardai stand auf. und ging ein paar Schritte auf Rumo zu.

Ich vertraue dir und würde dir überall hin folgen.

Ich meine einmal gehört zu haben das weibliche Hunde sich von Wolfsrüden leicht täuschen lassen. Wenn Weibchen da sein sollten könnte ein Rüde ihr Honig ums Maul schmieren und sie fortführen wärend die anderen ein Tier reißen. Ich weiß nicht ob es stimmt.
aber wenn könnte es vielleicht auch mit Wolfsfähen und Hunde Rüden funktionieren

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