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 Der einsame Pfad

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BeitragThema: Der einsame Pfad   Mi Okt 21, 2009 5:23 pm

Es war ein schöner Tag, sonnig, mild, warm. Die Hündin mit dem Namen Della legte sich ächzend nieder und atmete unregelmäßig. Dann, nach endlo scheinenden Qualen gebar sie sieben gesunde Welpen. Darunter auch Brutus. Er war der dritt geborene und von daher ohne Bedeutung für seine Mutter. Sie lebten auf der Straße und durch kamen nur die jenigen, die auch stark genug waren. Dass musste Brutus bereits erfahren, als er noch nicht mal eine Woche alt war.
Die Welpen wuchsen heran und die Mutter trieb sie mit knapp zwei Wochen aus dem schützenden Bau. Brutus würde sich wohl immer daran zurück erinnern. All der Lärm, der Staub und der Dreck. Am liebsten hätte sich der Welpe gleich wieder verkrochen und wäre nie wieder hervorgekommen. Diese Welt war so grausam und laut, Brutus verstand nicht, wie seine Mutter sie so lieben konnte.
"Folgt mir. Und trödelt nicht." wies die Mutter ihre Welpen an. Und sie leisteten dem Befehl Folge. Voller Hast überschlugens ich die kleinen Beinchen, welche noch zu schwach schienen, um länger laufen zu können, als ein kleines Spiel es erlaubt hätte. Doch die Mutter trieb sie weiter. Später, sehr viel später begriff Brutus, weshalb seine Mutter so hetze, wieso sie so schnell aus der Stadt heraus wollte. Sie liebte diese Stadt nicht. Sie hasste sie. Doch wollte sie das den Welpen, welche später in Dayton leben würden, nicht erzählen. So ließ sie ihre Kinder in dem Glauben, man gewöhne sich an diesen Lärm und lerne ihn lieben. Brutus lernte es nie.

Sie erreichten eine Müllhalde, auf der bereits viele Streuner umherliefen, in einzelnen Tonnen wühlten und fröhlich aufbellten,w enn sie etwas Schmackhaftes fanden. Brutus war bestürtz, wusste allerdings nicht genau, wieso. Als dann ein stattlicher Rüde auf sie zutrat, ducktens ich die Welpen eingeschüchtert hinter Della, welche liebevoll über die Schnauze des Rüden leckte. Sie wand sich an ihre Welpen und stellte sie dem Vater vor. Miniskus war unangefochtener Herrscher über einen großen Teil der Müllhalde, doch verstand Brutus es nie, wieso er nicht alle Hunde daran teil haben ließ. Minuskus vertrieb jeden Hund, der auf sein Revier trat und versuchte, etwas Fressbares aufzutreiben. Brutus begann, sich für seinen Vater zu schämen.

Es war kaum zwei Tage her, als sie auf die Müllkippe gezogen waren und schon entstand der erste Tumult. Minuskus jagte los, Della blieb bei ihren Welpen. Brutus, neugierig wie er war, streckte sich weit aus der kleinen Mulde, die der Vater für sie gegraben hatte. Della zog ihn fest zurück und meinte, es wäre nicht gut, wenn es das sähe Brutus wollte es nicht verstehen und verkroch sich tief im Müll. Als seine Mutter jedoch nciht aufpasste, flitze er flink auf einen Schuttberg und erklomm diesen. Schon damals hatte er ein grandioses Klettervermögen besessen, nun zahlte es sich aus. Als er auf dem Kamm des Müllberges angekommen war, konnte er beinahe über den gesamten Müllplatz sehen. So viele Hunde! Staunend blickte der junge Rüde sich um udn mit glänzenden Augen entdecktee r seinen Vater. Er sprach gerade mit einem schwarzen Rüden, der keineswegs freundlich aussah, seinen Vater anknurrte und ihm zu drohen schien. Erschrocken weiteten sich die schwarzen Augen bon Brutus, als er sah, wie die beiden Rüden aufeinander los gingen. Er bellte panisch auf, in der Hoffnung, sein Vater möge auf ihn aufmerksam werden und den kleinen Welpen schützend an sich drücken, beteuern, dass es nur ein Spiel gewesen war. Doch als er Rüde seinen Vater hart zu Boden warf, stand dieser nicht mehr auf. Brutus heulte entsetzt auf und stolperte den Berg wieder hinunter, rannte los, so schnell seine zitternden Beine ihn trugen. Bis zum Vater.

Als er bei diesem ankam, waren seine Augen geschlossen. Doch der Brustkorb hob und senkte sich leicht, etwas, was Brutus erleichtert aufatmen ließ. Winselnd drückte er seine Nase gegen die Wange von Miniskus und hoffte, er möge ihn nun endlich liebevoll abschlecken. Doch er tat es nicht. Nie. Als er sich erhob, dreckig und staubig, blickte er kühl zu seinem Welpen hinab und sagte keinen Ton zu ihm. Brutus duckte sich unter dem kalten Blick seines Vaters und legte ängstlich die Ohren an.
"Eine Schande, die du mit angesehen hast, Sohn. Obwohl es dir verboten war." erklang die dunkle Stimme des Vaters. Keine beruhigenden, besänftigenden oder sanft tadenden Worte. Er sprach mit ihm, als wäre er ein ausgewachsener Verbrecher. Und Brutus fühlte sich zu diesem Zeitpunkt genau wie solch einer.
"Verschwinde. Geh mir aus den Augen, Welpe."
Nie war er sein Brutus, oder Bruce, stets nur "Sohn" oder "Welpe". Mit eingezogener Rute verzog brutus sich winselnd zurück. Als er bei seiner Mutter ankam, sah diese ihn nur tadelnd an und wand sich ihren sechs weiteren Welpen zu. Brutus verschwand inmitten der Müllhalden. Dort suchtee r sich einen einsamen Schlafplatz und schlief gepeinigt und traurig ein. Wenig später spürte er eine weiche Nase und als er die Augen öffnete, sah er seinen geschwistern in die Augen. Er erhob sich und kehrte mit ihnen zurück zur Mutter. Diese erwartete sie wortlos und ließ Brutus und seine Geschwister schweigend an den Zitzen trinken. Mit einem vollen Bauch und der Illusion, alles wäre perfekt, schlief er ein.

Dieser Rythmus behielt sich genau drei Wochen bei. Dann wurde er aprupt unterbrochen. Und veränderte das Leben des Rüden stark. Als er erwachte blickte er sich schwanzwedeldn um, doch schon bald erschlaffte die fröhlich hin- und her peitschende Rute und Bruce winselte leise. Seine Eltern waren verschwunden, ebenso seine Geschwister. Man hatte ihn allein gelassen. Einen ungezogenen Welpen. Brutus suchte lange Zeit auf der müllhalde und als er sich endlich dazu durchrang und einen fremden Rüden fragte, ob er seine Eltern gesehen hätte, blickte dieser mitleidig auf.
"Wie hießen deine Eltern denn, Kleiner? Vielleicht kenne ich sie ja."
"Meine Mama hieß Della und mein Papa Minuskus."
Augenblicklich wurde die Miene des Rüden hart und abweisend. Er könne ihm auch nciht helfen. Wahrscheinlich wären seine Eltern endlich gerecht bestraft worden. Er verstand es nicht und wollte es auch nicht. Also suchte er erfolglos weiter.

Als es Abend wurde und Brutus zitternd Unterschlupf suchte, tapste er zufälligerweise in die Höhle einer Hündin, die ebenfalls Welpen hatte. brutus fragte sie unter Tränen, ob sie seine Familie gesehen hätte und als er erneut den Namen seines Vaters nannte, reagierte sie ebenfalls abwehrend. Doch erweichte ihr Mutterherz und sie teilte ihm mit, dass sie ihm nur traurige Botschaft geben könnte.
"Deine Eltern scheinen sich mit Chef angelegt zu haben. Dafür mussten sie nun bezahlen. Sie sind nun bei dem lieben Gott und werden über dich wachen."
Brutus wusste nciht, wer dieser Got war, doch hoffte er, es würde seinen Eltern dort gut gehen. Dankend verließ er die Müllhalde und tapste einem einsamen, verlassenem Leben entgegen.
Verstoßen. Missverstanden. Nie geliebt.
Brutus hoffte seit diesem Moment, seit seine Familie ihn verlassen hatte, er würde eine gute Seele finden, die ihn aufnahm, ihm seine Familie ersetzten könnte, bis diese zurück kehrte. Woher sollte er wissen, dass seine Famiie nie wieder zurück kehren würde?

Und so trug er da szarte Pflänzchen der Hoffnung mit sich herum, doch noch auf Eltern und Geschwister zu treffen.
Ihnen wieder zu begegnen.
Ihnen zu beweisen, dass er ein gut erzogener Rüde war.
Dass er die unverstndliche Welt glaubte, verstanden zu haben.
Vergeblich.
...
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