Demba-Wolves

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Gruppe 1: Sunkmanitutanka - Siyana
Rumo - Benjiro
Gruppe 2: Francis - Sardai - Magena
Rala - Loki - Kurai - Sheta
Gruppe 3: Menha - Chilali

Abgemeldet: -
Zeit:
Frühling | Morgen
Ort:
Im Demba Tal

Wetter:
Wolkenverhangen.
Heftiger Regen.
Düster unter den Wolken.
Temperatur: 16°C
Plot 03: Vom Glück verlassen


Plötzlich herrscht Unruhe. Unbeabsichtigt
lockte der Unglücksrabe Sunkmanitutanka
auf seiner Flucht die Menschen ins Tal.
Dem Rudel droht große Gefahr. Können
sich die Wölfe vor den Jägern retten?

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 Prolog 02: Erster Kontakt

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AutorNachricht
Rumo
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   So Feb 21, 2010 10:15 am

Es war fast wie damals. Er fühlte sich in seine Zeit als Jungwolf und Welpe zurückversetzt, als sie sich gegenseitig noch spielerisch gejagt hatten. Doch heute war das Spiel vorbei und ihr vieles Training zahlte sich aus. Niemals zuvor wäre Rumo in einem fremden Gebiet, durch eine fremde Gegend so unvorsichtig und laut durchgejagt, doch heute war die Ausnahme. Es gab nichts mehr zu verlieren außer Zeit und davon konnte Loki unter Umständen nicht mehr viel besitzen. Der See war nahe. Sheta war bei ihm, Neera war ihnen jedoch nicht gefolgt. Der Rüde maß diesem Umstand zurzeit allerdings nicht all zu viel Wichtigkeit an. Er musste endlich nach dem Vater sehen.

Einem Bulldozer gleich kamen die beiden großen Wölfe Seite an Seite aus dem Unterholz des Waldes geprescht und stürmten ungebremst über die Lichtung auf die Gruppe ein paar Hundert Meter entfernt zu. Auch diese letzte Distanz war schnell überbrückt.

Noch im Lauf kniff Rumo die Augen eng zusammen und starrte angestrengt auf die Wölfe vor ihm. Ein paar entscheidende Dinge hatten sich während seiner Abwesenheit getan. Er erkannte aus der Ferne nur noch den bunt-schwarzen Arko wieder und natürlich Loki. Wer die dunkle oder die helle Gestalt bei ihnen waren, das vermochte er jedoch nicht zu sagen und dieser Umstand beunruhigte ihn. Er ließ ihn schließlich wenige Meter vor ihnen langsamer werden, sich der Gruppe jedoch in schnellem Trab nähern. Seine Erscheinung war noch größer, noch beeindruckender als sonst, denn jedes Haar seines Pelzes war drohend aufgerichtet, seine Augen blickten starr und hart. Ohren und Rute folgten der Richtung des Felles, standen aufgerichtet gen Himmel, der inzwischen allmählich sein klares Blau zeigen wollte.

Mit bestimmter Grobheit mischte er sich unter die Wölfe. Auf seinem Weg an Lokis Seite, die auch Arkos Nähe bedeutete, stieß er die fremde Weiße unsanft an, um sie zur Seite zu rempeln, ein grollendes Knurren auf den Lefzen. Dabei entdeckte er erst den kleinen Welpen, der wie tot vor ihr lag und den er zuvor übersehen hatte. Diese Fremden sollten nicht wagen dem Verletzten nahe zu kommen und sie hatten sich ihm gegenüber zu erklären! Unbewusst gebärdete sich der große Wildfarbene in seiner Sorge um den Vater und sicher auch um Arko, der vermutlich versucht hatte Loki zu schützen, entgegen seiner Überzeugung ganz wie der Alpha seines kleinen Rudels. Fordernd blickte er die beiden Fremden an, zweifelsohne waren es Fähen.

"Mein Name ist Rumo. Wer seid ihr und was habt ihr mit diesen beiden zu schaffen?",

Vermutlich war seine barsche, vielleicht auch drohende Reaktion übertrieben oder zumindest nicht nötig. Aber sie zeigte auch einen Funken Überforderung, die Rumo verspürte, da er hier nicht Herr der Lage war, als Dazugestoßener, dem die nötigen Informationen fehlten. Diesen Missstand wollte er so schnell als möglich ausmerzen. Dass er dabei ungeduldig und fordernd vorging, ließ sich dann doch kaum verhindern?

[am See | bei Loki, Arko, Kurai, Chenoa und Baily | Sheta in der Nähe]

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~ Wofür es sich lohnt zu leben, dafür lohnt es sich auch zu sterben. ~
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Francis
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   So Feb 21, 2010 6:49 pm

Tage um Tage. Wochen um Wochen…Francis lief und lief und fand einfach nicht das wonach sie suchte. Sie ging aus ihrem alten Rudel, um ihren geliebten Gefährten Zero zu finden. Der einfach so, ohne etwas zu sagen, gegangen war und sie alleine zurück gelassen hatte. Die braun-beige Fähe konnte dieses einfach nicht verkraften. Sie machte sich riesige Vorwürfe und wollte deswegen Antworten auf ihre vielen Fragen finden. Genau deswegen verließ sie das sichere Rudel und rannte in eine ungewisse Zukunft.

Ihre Ballen schmerzen und waren schon blutig gelaufen, als sie ein Tal erreichte. Dieses Tal lag noch in seinem Winterschlaf und nur die Vögel brachten die Neuigkeit voebei. Es war Frühling. Die Knospen der Bäume zeigten sich und warteten sehnsüchtig darauf, das die Sonne ihnen Kraft zum aufsprengen gab. Die ersten Frühblüher schauten aus ihren Verstecken und zeigten ihre bracht an bunten Farben und Formen. Die kleinen Hasen und Kaninchen tauchten aus ihren Höhlen auf, um das frische junge Grün zu verzehren. Ja der Frühling war Francis liebste Zeit. Sie konnte den Vögeln bei ihren Liedern zuhören und die immer wärmender werdende Sonne genießen. Doch diese Freude wurde von ihrem knurrenden Magen getrübt und ihrer Trauer zu Zero, den sie noch immer nicht gefunden hatte.

Francis lief weiter und kam bald in einen dicht bewachsenen Wald. Das trockene Laub unter ihren Pfoten knirschte leicht und schreckte hier und da ein paar Waldmäuse auf. Ihr überwiegend braun - beiges Fell wippte mit ihren Bewegungen sanft in der Sonne. Die sich langsam durch die Wolkendecke und durch die Astgabeln kämpfte. In einem leichten Wolfstrap lief sie ungenau und ohne jegliches Ziel durch den Wald. Sie hatte weit oben, vor dem Wald, ein See gesehen und da wollte sie jetzt hin, um ihren Durst zu löschen. Und um vielleicht auch endlich etwas Fressbares zu finden. Doch auf einmal vernahm sie ein lautes Heulen, was sie abrupt zum stehen brachte.

(Sind hier etwa noch andere Wölfe? Und bin ich in ein fremdes Revier eingedrungen?...Ich sollte so schnell wie möglich hier weg! Damit sie mich nicht entdecken und ich meine Suche weiter fortsetzen kann.)

Sagte sich die Fähe und vergrößerte ihr Tempo. Bald rannte sie. Francis wollte einfach so schnell wie möglich dieses Tal durchqueren. Doch ihr tun wurde abermals unterbrochen, als sie einen leichten Geruch von frischem Blut in ihrer Nase vernahm. Ihr Magen meldete sich bei diesem verlockenden Duft zu Wort und knurrte laut stark. Francis hatte schon seit Tagen nichts mehr zwischen die mächtigen Kiefer bekommen und so war es doch einladend wenigstens mal nach zu schauen. Also entschloss sich die Fähe der dufteten Spur nach zu gehen. Immerhin kam das Geheul etwas abseits von dem Geruch, der sie jetzt magisch anzog. Francis lief und sprang über hohe Steine und morsche Bäume. Ihre kräftigen Pfoten trugen sie zum Ausgangspunkt der Kraftspendenden Beute und sie blieb ein paar Meter davor stehen.

(Ich schaue mir das geschehen lieber erstmal von weiten an…Man kann ja nie wissen welcher Beutegreifer dieses Reh erlegt hat.)

Die braun-beige Fähe wartete einen Moment, als ihr der Wind die Nachrichten des Ortes brachte. Ein vergehender Geruch von Wolf lag in der Luft, aber auch der Geruch des frischen Blutes und der eines Fuchses. Den Wolf konnte Francis nicht sehen, nur der kleine Fuchs war da und machte sich an dem Kadaver zu schaffen. Die Fähe riskierte es, um ihren knurrenden Magen willen, und ging langsam auf das tote Reh und den Fuchs zu. Immer bereit die Flucht anzutreten. Doch wenn der Fuchs da so genüsslich reinhaut, wird der Wolf wohl weit weg sein. Dachte sich Francis und blieb im Windschatten stehen. Der Fuchs immer noch beim Fressen.

(Hau ab hier! Diese Beute beanspruche ich für mich!)

Schrie Francis auf dem Fuchs ein, der schnell das weite suchte. Die Fähe schlug daraufhin ihre spitzen Zähne in das noch warme Fleisch und riss ein großes Stück heraus. Sie verschlang es gierig und verfiel bald in einen Blutrausch. Sie fraß und fraß und haute immer wieder ihren mächtigen Fang in den Kadaver. Bald darauf war sie satt und zufrieden und legte sich neben der Beute hin und schlief ein. Doch bald erwachte sie wieder und erinnerte sich an ihr Ziel. Sie wollte ihren Gefährten finden. Also stand Francis auf, streckte sich und lief in Richtung des Sees.


[Auf dem Weg zum See/Alleine im Wald]
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Sheta

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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo Feb 22, 2010 3:58 pm

Wieder und wieder trafen die großen Pfoten auf dem Boden auf, wieder und wieder stießen sie den Leib ab und die Fähe jagte gemeinsam mit ihrem Bruder durch den Walde. Die Landschaft um sie herum verzog sich zu schliere, die an ihrem Blickfeld vorbeizischten und sie war bloß fixiert auf die Zufunft udn den Weg, der vor ihnen lag. Der Gedanke an den verletzten Vater machte die massige Braune schier wahnsinnig und so wurde die rhythmische Bewegung noch länger und ausholender. Doch schienen der Fähe so langsam mit jedem Sprung die Kraft auszugehen, sie war nicht gemacht... Das hatten wir schon.
Bald lichtete sich der Wald, bald stieg der Geruch fremder Wölfe gemischt mit dem des klaren Wassers verstärkt in ihre Nase und machte sich dort breit, als wäre er ihr mit einem Stempel gewaltsam einverleibt worden. Sie roch so viele Wölfe, doch war es nicht schwer, den Geruch des eigenen Fleisch und Blutes herauszufiltern, gemischt mit dem kränklichen des Alters.

Ein Ast brach, als sie ihre Pfote darauf setzte und es sollte der letzte sein, denn nun brachen Rumo uns sie selbst durch das Dickkicht, die helle, Neera, war ihnen nicht hinterhergekommen, doch dies war wohl das mindeste, was Sheta nun störte, hatte sie die Fähe nicht einmal gekannt. Es war ja ihr eigenes Entscheiden. Nun stoppte sie apprupt, während Rumo über die Lichtung getrabt war war sie noch gelaufen und musste so mehrere Male mit den Pfoten aufsetzen und scheinbar die Erde nach vorne hin wegschieben, bis sie zum stehen kam und sich die Lage einverleibte. Was sie sah, war eine kleine Ansammlung von Wölfen, einen braunen, eine schwarze, eine Helle mit einem Welpen und... eine graue, erschöpfte Gestalt, die gestützt wurde und nun das Ziel all ihrer Aufmerksamkeit wurde. Darauf hatte sie gewartet, darum waren sie hier.

"Papa... Papa dein Mädchen ist wieder da."

Sie wollte schreien, doch der Anblick verschnürte ihre Kehle, sodass nur noch ein sehr leiser Laut die Lefzen der sonst so vorlauten Fähe verließ und hoffentlich genug Schall mit sich zog, um die pelzigen Ohren des Vaters Loki zu erreichen. Doch Rumo war schon an ihr vorbei und rempelte die auch für ihn fremden Wölfe beiseite, so folgte sie ihm, dem Bruder musste geholfen werden. Doch der weiche Ausdruck ihres Gesichtes blieb, zumindest solange, bis sie an den Fremden vorbeizog, die sie mit Nachdruck aus zurückgeschobenen Lefzen anknurrte. Doch waren irhe Ohren nicht aus Furch angelegt, sie zeigten Angriffslustig nach vorne, offen allen gegenüber... bis sie bei Loki war.
Ein Winseln ließ sich nicht unterdrücken, Rumo war schon Herr der Lage, da konnte sie sich erst einmal mit ihm beschäftigen. Das Herz der mitreißenden Fähe wurde weich und schwer und mit fiependen Lauten begann sie seine Kehle und seinen Hals sanftmütig zu lecken. Nun war sie wirklich Zuhause, sie drückte sich so sanft wie möglich gegen den schwachen Körper des Vaters und bearbeitete derweilen weiter sein Fell. Nur kurz unterbrach sie dies, um noch etwas loszuwerden.

"Ich bin wieder da, ich bin wieder da. Ich habe eine Höhle gefunden mit Futter für dich, Papa."


[am See / bei Rumo, Loki, Arko, Kurai, Chenoa und Baily / läuft zu Loki]
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Loki

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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo Feb 22, 2010 8:59 pm

Sie alle hatten den Ruf des großen Bunten gehört und waren in Erwartung auf ein Treffen verharrt. Auch Loki richtete sein vom Alter getrübtes Augenlicht nun auf den Saum des Waldes im Südosten. Die freudigen Gesten des aufgeregten Arko vernahm er nur beiläufig, zu sehr fixierte er seinen Geist auf die Bäume. Tatsächlich dauerte es auch nicht lange bis der Sohn aus dem Wald herausbrach, dicht gefolgt von einem weiteren wildfarbenen Wolfskörper. Die Ähnlichkeit der beiden war unverkennbar und diese zweite Gestalt hinterließ den bleibenden Eindruck bei dem Altwolf, dass sie ihm durchaus bekannt war. Nur woher, das konnte er beim besten Willen nicht defineren. Wer war dieser Wolf?

Er konzentrierte also seinen verschlissenen Verstand so sehr auf diese Frage, dass die beiden in seiner Einbildung nur Sekunden zu brauchen schienen, um die Gruppe zu erreichen. Dennoch erkannte der Altwolf die fremde, große Fähe erst als er ihre Stimme vernahm: "Papa... Papa dein Mädchen ist wieder da."

"Sheta!",

japste er heiser, beinahe atemlos. Nie hätte er damit gerechnet seine Tochter nach ihrer Trennung in diesem Leben noch einmal wiederzusehen. Dass er sie dann ausgerechnet hier in diesem Tal traf, in seiner Verfassung, berührte die Seele des Alten noch mehr als es das Treffen anderswo getan hätte. Mit einem sachten Seufzer, der seine Erschöpfung kundtat, sank der ausgemergelte, leicht zitternde Körper Lokis gegen die breite, starke Schulter der lang vermissten Tochter. Mit geschlossenen Lidern genoss er die stützende Schulter, die Kraft ihres Körpers, die allein durch die bloße Berührung auch durch seine Glieder zu fahren schien. Seine Welpen waren wieder um ihn, nun brauchte er seine Aufmerksamkeit nicht mehr länger aufrecht erhalten. Rumo würde die Führung übernehmen und er würde das gut machen. Es gab keinen Grund mehr sich um das Treiben zu sorgen.

"Mein Mädchen. Nie hätte ich mir träumen lassen dich noch einmal zu sehen."

Die Worte zeugten von seiner körperlichen Schwäche. Die Wunde zehrte an ihm. Lokis gesamter Körper schrie nach Ruhe und Schlaf. Doch er musste noch ein wenig durchhalten. Nur noch ein wenig.

[Am See, bei Arko, Kurai, Baily, Chenoa, Rumo & Sheta]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mi Feb 24, 2010 7:58 pm

Rumo war wieder da. Der Leitwolf, der einzige, der den zu gehenden Pfad kannte. Und der wahrscheinlich einzige, der Loki wieder ein wenig Kraft in die müden Gelenke hauchen konnte. Er war es, der nun über das Tal wachen sollte, in dem es so häufig Regenschauer gab. Arko erinnerte sich an den Tag, an dem er sich entschieden hatte, das Tal zu betreten. Es war der Tag gewesen, an dem die Lüge seiner Mutter aufgeflogen ist. Der Tag, an dem er sich selbst wirklich kennen gelernt hat. Es war ihm damals vorgekommen, als weise ihm eine unsichtbare Macht den Weg. Den richtigen Weg. Und nun war er hier, in dem Tal, und alles sollte besser werden. Die Wolken schienen sich verziehen zu wollen und hinter ihnen strahlte der blaue Himmel und lachte hinab zur Erde, als begrüße er jeden weiteren Wolf, der das Tal betrat.

Erst, als Rumo aus dem Unterholz preschte und sich dem kleinen Rudel näherte, erkannte Arko, dass noch ein weiterer Wolf dabei war. Eine Wölfin, die dem Bunten gänzlich ähnlich sah. Und dann, als er das erfreute Leuchten in den Augen Lokis sah, blühte dieselbe Freude auch in ihm auf. Er war jene Art von Wölfen, die sich von den Gefühlen, die in ihrem vertrauen Umfeld herrschten, schnell anstecken ließen. Meistens jedenfalls. Und so jagte die Erkenntnis, dass Rumo anscheinend eine weitere Verwandte mitgebracht hatte, dem Mischling ein Prickeln durch das Fell. Er trat mit vor Respekt angelegten Ohren einige Schritte zurück und winselte erfreut. Der Laut war so leise, dass wahrscheinlich kaum einer ihn wahrgenommen hatte.

Es machte den Mischling glücklich, zu sehen, wie Loki sich aufraffte, um Sohn und Tochter zu begrüßen. Es gab mehrere Gründe, die die aufflammende Freude in Arko ausgelöst haben konnten. Vielleicht, weil er sich in gewisser Hinsicht als Teil dieser Familie war. Zwar war er noch lange nicht so vertraut mit den drei Wölfen, jedoch gehörte er zu ihrem Rudel. Nicht länger sollte er alleine sein, nicht länger sollte er Mutter und Vater nachtrauern. Nein, niemals könnte jemand die Rolle seiner Mutter ersetzen, aber die klaffenden Wunden in seinem Herzen begannen zu heilen. Nein, sie begannen nicht zu heilen, aber Arko gewöhnte sich an den Schmerz, den sie ihm zufügten. Und er begann, ihn zu vergessen. Was nicht bedeutete, dass er seine Mutter vergaß. Zwar hatte sie ihm auf Ewig seine wahre Herkunft verheimlicht, jedoch war er nicht nachtragend genug, um noch immer Zorn für sie zu empfinden. Aber nun hatte der Mischling einen Ort gefunden, an dem er sich akzeptiert fühlte. Er konnte das Demba-Tal nun Heimat nennen.

(Heimat...)

Die Worte zergingen angenehm auf seiner Zunge und seine Rute wedelte geschmeidig und her. Die Zunge hing ihm gelassen aus dem Maul und er hechelte vor Freude. Zwar sollte ihn der schärfere Ton in Rumos Stimme zu schaffen, jedoch verstand er, dass dieser leicht verwirrt sein musste. Nicht nur eine einfache Fähe, sondern auch noch ein Welpe und eine immerzu unfreundliche Fähe, die Arko jedoch bereits als Teil der Gemeinschaft sah. Er hätte es Rumo erklären können, schließlich trug er Mitverantwortung für die Fremden in dem Tal des Bunten, doch fand er es für überflüssig, da sie selbst es genau so gut machen könnten.


[am See / bei allen Wölfen / macht Rumo & Sheta Platz]
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Kurai

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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Sa Feb 27, 2010 7:38 pm

Die Witterung die die Wölfin aufgenommen hatte, ließ einen Keim von Neugier in ihr aufflammen, die sie unter ihrer Maske verbarg. Nur die Augen suchten ihr Umfeld, nach einem Schatten, einer Gestalt ab, die ihr endlich ein Gesamtbild dessen gab, was sie zurzeit nur ansatzweise wusste. Dass der Himmel sich langsam klärte und der Wind die grauen Wolken wie ein Hirte seine Schäfchen forttrieb, machte es für sie einfacher den imposanten Rüden zu erblicken, der durch das Gestrüpp geprescht kam. Ihr Kopf hob und die Ohren spitzten sich. Nichts in ihrer Umgebung würde für diesen Augenblick ihre Aufmerksamkeit geschenkt bekommen, außer dieser Fremde.

Allerdings ging das Aufeinandertreffen in keine freundliche Richtung. Seine Reaktion auf die für ihn fremden Tiere war eindeutig. Sein gesträubtes Fell machten ihn um einiges Größer, als er in Wirklichkeit war. Aber man musste sich eingestehen, dass dieser einen respektvollen Eindruck hinterließ. Bestimmt drängte sich der Bunte mit einem drohenden Knurren an den ihm ebenso fremden Wölfen vorbei, auf dem Weg zu dem Alten. Die Situation war ein knisterndes Feuer, welches deutlich die Luft mit Spannung füllte. Zwar erfreute sich der Rüde über das Wiedersehen mit seinem Vater, aber diese Freude die den Mischling miterfasste schaffte es nicht mehr die Dunkle im Zaum zu halten. Dazu kam die andere fremde Wölfin, die dem Rüden so ähnlich war. Kurai hatte sie anfänglich gar nicht erst bemerkt. Die Nervosität und die Unruhe des Alphawolfes schlichen sich wie Gift durch den muskulösen Körper der Waldwölfin, schickten Impulse des Zorns durch ihr Blut. Das Fell, welche wirr an ihrem Körper lag erhob sich, als hätte die Spannung in der Luft eine magnetische Wirkung auf diese. Ein Dicker Balken von aufgerichtetem Fell zog sich vom Nacken hin bis zur Rute, dabei schickte ihr Fang ein dunkles Knurren durch die Zähne, während die Lefzen zuckten und einen kurzen Blick auf ihr mit Zähnen vollgestopftes Maul gewährten.

Es war lange her, dass die schwarze in einem Rudel ihren Platz hatte. Die Zeit als Einzelgängerin war hart gewesen, aber sie hatte sich mit Erfolg durchschlagen können. Umso schwerer fiel es ihr sich in einer Gruppe wieder einzugliedern. Und diese Umstände, ein Welpe, fremde Wölfe, ein angeschlagener Altwolf und nun ein Alphawolf, der barsch auf die anderen reagierte forderte Kurai zur Rebellion auf. Ihr Augenpaar fixierten zuerst die Bunte Wölfin, dann ihren Bruder, der das Wort an sie gerichtet hatte. Man behauptete ja, dass die Augen die Tür zur Seele waren, ihre Tür war verschlossen. Sie spiegelten lediglich denjenigen wieder, der in sie hinein blickte.

„Was ich mit den beiden zu schaffen habe? Ich habe dafür gesorgt, dass sie nicht gänzlich Schutzlos den Raubtieren zum Fraß vorgeworfen werden.“

Spie die dunkle feindselig aus.

„Immerhin kann ein Mischling kaum alleine gegen die Leisetreter oder die Bären etwas ausrichten und dein Vater ist eine verlockende Beute. Sein Blut riecht man noch in weiter Ferne.“

Noch stand es offen ob die Wölfin überhaupt Teil dieses Rudels werden würde. Loki hatte sie zwar danach gefragt, aber letztendlich war es die Entscheidung des Leittieres. Wobei Kurai im Moment wenig von einem Leitwolf sah. Ihre Ohren hatten sich bereits steil vom Kopf gespreizt. Würde die Situation in der sich die vielen Wölfe befanden, durch die angeheizte Stimmung nun eskalieren? Oder würde der Bunte Ruhe bewahren? Was die dunkle anging, war es offensichtlich. Ihre gesamte Körperhaltung zeugte von ihrer Angriffsbereitschaft.

[Bei Loki, Arko, (Chenoa, Baily), Rumo, Sheta am See.]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo März 01, 2010 3:45 pm

Lautlos glitt der schemenhafte Schatten durch die Dunkelheit des Waldes. Tief in ihm verborgen hatte er sich zurück gezogen, dort gelauert und das nächste Opfer erwartet. Was trieb die Seele des Schattens an, weshalb gärte dieser Zorn tief in ihm und schien nie besänftigt zu sein? Weshalb erglühte der Zorn immer wieder, gab nie auf und kehrte stets zurück, um einiges stärker als zuvor? Es zerfraß die ohnehin rabenschwarze Seele des schwarz Bepelzten und setzte ihr neue, giftige Flecken hinzu.
Regungslos hielt er nun inne, ließ den glühenden Blick schweifen und verharrte in der kauernden Stellung, welche den Schatten nahezu gänlich mit dem Dunkel der Bäume verschmelzen ließ. Einzig die hellen Augen stachen aus dem rabenschwarzen Pelz hervor und ließen ihn zu etwas Besonderem werden. Ob er dies jedoch würdigte, war bisweilen unklar.

Lange harrte er aus, spürte sowohl aufsteigenden Zorn, gepaart mit verräterischer Ungeduld als auch die aufkommende Anspannung, welche seine Muskeln verhärten und alle Sinne des Jägers wachsam werden ließ. Ohne auch nur ein einziges Geräusch zu verursachen erhob sich der hünenhafte Rüde aus seinem Versteck, heftete den Blick auf die anvisierte Beute und ließ seine stählernen Läufe voran schnellen, seinen massigen Körper vorantragen
Erbarmungslos setzte er der Beute nach, spürte deren Adrenalin- und Angstpegel, genoss das Gefühl der Macht und setzte dem Opfer nach.
Die Augen, ebenso durchdringend wie sonderbar, behielten das Beutetier permanent im Auge, blickten ausdrucklos und kalt in die Welt, als wollten sie mit Blicken töten. Womöglich wäre es dem Rüden geglückt, hätte auch nur einer der Wölfe seinem Blick lange genug stand gehalten. Doch auch hier machte seine rasch anwachsende Ungeduld stets einen Fehler, ließ ihm scheinbar beiläufig einen falschen Haken schlagen oder doch eine falsche Distanz ausgerechnet haben. Oder aber den Wolf ihm gegenüber zerfetzten.
Ein höhnisches, eiskaltes Lächeln zuckte kurz an sen Lefzenwinkeln, Bitterkeit stand dem Hünen ins Gesicht geschrieben. Und dennoch ließ er sich nicht beirren, jagte dem todgeweihten Opfer erbarmungslos nach und überwand in einem gewaltigen Satz die letzen Meter Abstand.
Das grausam klingende Knirschen schien für seine Sinne eher betörend, statt abschreckend und er nährte sich von der Qual des Feldhasens. Lange hatte er ihn getrieben, nun hatte er seine gesamte Körpermasse auf das atme Tierchen geworfen. Zwei Gewalten trafen aufeinander, wovon jedoch eine wietaus mächtiger und größer war. Die Flanken des Hasen hoben und senkten sich nahezu in einer Bewegung, die Augen waren panisch aufgerissen und noch immer versuchte er den unnachgiebigen Pfoten seines Jägers zu entkommen. Erneut zog sich ein hohnhaftes Lächeln ohne jeden Ausdruck durch sein Gesicht und erneut griff die Ungeduld nach ihm. Es dauerte ihm schlichtweg zu lange, bis der Hase endlich von selbst verstarb.
Grollend schnellte sein mächtiger Kiefer nach vorn, das Maul weit aufgerissen und dem Schlund der Hölle gleich. Knirschend zermalmte er die Knochen des Feldhasen und spie diese gleich darauf wieder aus. Der Kopf schnellte empor und in seinen weißblauen Augen lag ein bedrohlicher, wenn nicht sogar tödlich gefährlicher Glanz. Durch das Dickicht hindurch erspähten seine Augen einen weiteren Körper. Augenblicklich war der - ohnehin bereits tote und somit unwichtige - Feldhase vergessen.
Lautlos trugen die mächtigen, blutbesudelten Pfoten den gestählten Körper dichter an die Blätterfront und ließen den schattenhaften Körper dort mit der dunklen Umgebung verschmelzen. Etwas in seinen Augen funkelte auf und erneut ließ sich in ihnen nichts weiter lesen, als Kälte und Leere. Besaß dieser Rüde überhaupt das berüchtigte Tor zur Seele oder waren seine Augen lediuglich Spiegel, die jedes Wesen davon abhalten sollten, in ihn hinein zu spähen? Denn seine "Seelenspiegel" besaßen stets einen tödlich kalten BLick, den niemand zu beschreiben wagte.
Das wild verrenkte und gewiss bereits beinahe gänzlich abgekühlte Kaninchen lag weit hinter ihm, irghendwo zwischen Teilen einzelner Farnblätter und anderweitigem Gezweig. Wenngleich sein Körper wahrhaft hünenhaft war, schien sich sein rabenschwarzes Fell dennoch kaum von den Schatten abzuheben, welche wild über die Farne tanzten. Er selbst wirkte wie einer dieser Schatten, wenngleich deutlich dunkler und gewiss um einiges gefährlicher.

Er beobachtete die Fähe nicht lange, doch lang genug, um sein Urteil bereits gefestigt zu haben. Dass dieses Urteil lediglich seine eigene Ansicht wiederspiegelte, schien ebenso klar wie die Tatsache, dass er geborener Jäger war. Allem Anschein nach hatte sie ihn nicht bemerkt, denn sie erhob sich und wandte sich einer Richtung zu, aus der ein frischer Wind wehte. Wasser.
Doch kaum hatte er gesehen, dass sie mit dem Fleisch beschäftigt war, wand er sich lautlos und höhnisch schnaubend ab, seiner eigenen beute zu. Er hatte seine Beute wenigstens selbst geschlagen. Ein vor Verachtung triefender Blick kehrte kurz zu jener Fähe zurück, ehe er sich wieder verschloss und auf das blutige Kaninchen richtete.
Wenig später war mehr als lediglich Pfote und Maul blutbespritzt.
Ja, man konnte den Rüden gewiss nicht als "Gentlemen bei Tisch" bezeichnen.


[allein l jagt l bemerkt Francis l beobachtet l frisst]
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Francis
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo März 01, 2010 6:25 pm

Weit kam die Fähe nicht, als sie ein lautes knacken vernahm das durch Mark und Bein ging. Francis wusste nicht genau ob sie jetzt weiter laufen sollte oder dem Geräusch nachging. Was wenn da eine Falle der Menschen ist und sie gerade Wegs da hinein rannte? Doch die Neugierde überwog die Angst und so lief sie schleichend in Richtung des Geräusches. Ihr Körper spannte sich an und die Muskeln bebten. Immer bereit zu fliehen oder zu kämpfen, wenn es notwendig sein musste.

(Was ist da? Ich kann es kaum erkennen. Es sieht aus wie ein dunkles etwas, aber ich kann es nicht genau einordnen.)

Doch da bemerkte Francis den Geruch von Blut und rünfte die Nase. Sie blieb auf der Stelle stehen und wollte keinen einzigen laut von sich geben. War es ein Leisetreter oder ein Bär? Nichts der gleichen, denn im nächsten Windhauch stieg ein vertrauter Geruch in ihre Nase und sie wusste das da, vor ihr, ein Wolf seine Beute verschlang. Mehr oder weniger verschlang, denn der Anblick der sich Francis da bot war nicht gerade vornehm. Der schwarze Fremde schlang den Feldhasen, wie die Fähe gerade noch erkennen konnte, hastig runter und war an den Pfoten und an der Schnauze komplett Blutverschmiert.

(Also Manieren kennt der Geselle wohl nicht.)

Francis schaute den schwarzen weiter zu. Er war riesig, in vergleich zu der Fähe selber. Ein seidiges Schwarz zierte seinen Körper und seine Art wie er die Beute fraß ließ bestimmt auf seinen Charakter schließen. Eigentlich wäre die Fähe bei dem Anblick des Rüden einfach gegangen, schließlich hatte sie etwas besseres vor. Aber er erinnerte sie an jemand. In ihrem alten Rudel gab es genau so einen ähnlichen Wolf, der sich so verhielt und sie war sich sicher dass dieser hier genauso war. Doch irgendetwas sagte ihr das sie bleiben solle und den Mut aufbringen soll ihn anzusprechen. Also räusperte sich die Fähe, ging näher um seine Aufmerksamkeit zu wecken, stellte ihre Haare vom Nacken bis zum Schwanz auf, um größer zu wirken und sprach mit Zähne zeigenden Worten zu den Rüden.

"Guten Tag! Ich möchte dein….dinieren…zwar nicht unterbrechen, aber ich würde schon gerne wissen wer dieses leblose Geschöpf einfach so hinter schlingt und es nicht genießt? Verzeih mir bitte meinen Vorwurfsvollen Ton, aber ich finde man muss seine Beute ehren und den Göttern dafür danken, dass dieses Tier sein Leben für einen gelassen hat!"

Die junge Fähe wollte den Rüden spüren lassen, was sie von seinem schmutzigen Verhalten hält. Wie konnte man nur ein Geschöpf Anor und Ithils einfach runter schlingen, als wäre es ein Stück Holz? Ja Francis glaubte an die Götter und zeigte es ihren Mitwölfen gerne und lehrte ihnen auch die Grundregeln. Dies kam zwar manchmal nicht so gut an. Das wusste sie! Doch danach waren alle viel aufgeschlossene und freundlicher zu der Welt da draußen, die doch ihre Heimat war.


[Im Wald auf dem Weg zum See, bei Zarek]
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Rumo
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Di März 02, 2010 10:10 pm

Das tiefe Grollen aus seiner Kehle verlor sich langsam, während Rumo die Dunkle besah, die auf seine Grobheit mit Aggression reagierte. Er zwang sich tief durchzuatmen und sich selbst zu beruhigen. Unbewusst musste er sich eingestehen, dass er diese Fähe bereits nach wenigen Sekunden ihrer Bekanntschaft respektierte. Sie erschien ihm zäh und als jemand, der für seine Interesse eintrat. Ein flüchtiger Blick hinüber zu Arko zeigte dem Wildfarbenen außerdem, dass dieser sich wohl schon mit der giftigen Fähe angefreundet hatte. Nach ihren Worten war Rumo dann endgültig gezwungen seine Einstellung zu überdenken.

"Ist das so?"

Flüchtig blickte er noch einmal zu Arko, ob er die Geschichte der Fähe bestätigte. Rumo hätte gerne gewusst wie er genau zu diesen fremden Wölfen stand.

"Dann muss ich dir wohl danken."

Einen Moment lang schwieg der Bunte. Sein Fell legte sich langsam wieder und das Knurren war nun gänzlich verklungen. Es hätte wenig Sinn einen wehrhaften Artgenossen zu vertreiben, wenn dieser noch dazu eine große Hilfe darstellte. Schließlich neigte Rumo sogar höflich den Kopf vor der dunklen Fähe. Er hatte im Grunde nicht beabsichtigt einen Krieg zu beginnen.

"Verzeih, Fremde. Ich hatte keine weiteren Wölfe erwartet. Ich war auf der Suche nach einem sicheren Ort zum Ruhen und Sheta fand einen. Vielleicht möchtest du uns als Wiedergutmachung dorthin begleiten? Sheta sprach ebenfalls von einer gelegten Beute, falls dich dieser Gedanke reizt uns zu begleiten."

Diese Einladung sollte vor allem ein Friedensangebot an die Gereizte sein. Vielleicht würde sich sogar herausstellen, dass man sich gegenseitig gut ergänzte und eine dauerhafte Gemeinschaft von Vorteil war. Nun sah der große Rüde erstmals wieder in Richtung der Weißen, die er zuvor angestoßen hatte. Sie zeigte auf ihn keinerlei Reaktion, sondern war einzig mit ihrem scheintoten Welpen beschäftigt. Skepsis schlich sich in den Blick des Rüden. Wie konnte diese Fähe sich so sicher fühlen und einem fremden Wolf keine Aufmerksamkeit schenken?

[am See mit Sheta, Loki, Arko, Kurai, Chenoa & Baily]

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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mi März 03, 2010 6:28 pm

Ohne Zögern hatte die blutverklebte Schnauze das Gedärm heraus gerissen und tat sich nun schändlich an diesem gütlich. Langsam verebbte die beißende Klage seines Magens, wenngleich diese ohnehin nicht allzu groß gewesen war. Jagte er lediglich aus Spaß oder tatsächlich aus Not?
War er zuvor lautloser gewesen als ein Schatten, so war er jetzt nahezu ohrenbetäubend laut. Das Zerren an Fleisch und Sehne hinterließ ein grausig klingendes Geräusch, welches nie genau definiert werden wollte. Lediglich aus einem Grund: Angst. Ja, sie hatten allesamt Angst, dieses schwache, wimmernde Gevölk. Sie besaßen nicht einmal den Mut, um dieses Geräusch gänzlich zu vertragen und dabei war es doch eben jenes knirschende, knackende Geräusch der Knochen, welches ihn in Ekstase zu versetzten drohte.
Bei seinem unsittlichen Mahl gestört, fuhr er herum, die Zähne gefletscht, die Ohren nach vorn gerichtet und das Nackenfell gesträubt. Er bot gewiss einen Angst einflößenden Anblick und doch glättete sein Fell sich wieder, als er die Fähe erkannte, die das Reh fraß, welches nicht sie gerissen hatte. Dafür sah sie einfach zu sauber aus.
Verächtlich schnaubte er und seine kalten Augen bohrten sich für den Moment eines Augenblicks in die Augen von jener sonderbaren Fähe. Als sie das Wort an ihn richtete, hatte er sich bereits wieder umgewandt, um erneut zu fressen. Manch einer mochte nicht glauben, wie lange dauern mochte, einen Feldhasen zu verschlingen, doch er genoss auf andere Art und Weise. Als wolle er ihr dies demonstrieren, setzte er eine der mächtigen Pfoten auf den bereits stark zerrissenen Hasen, hielt diesen fest und zerrte weiter an dem Brustkorb des Tieres herum. Wenn er zuvor noch gelebt hatte, so wäre das Licht nun gänzlich erloschen. Mitleidslos fiel Zarec weiter über das Kaninchen her, kümmerte sich nicht weite rum die Fähe und zerfetzte das Kaninchen beinahe in seine kleinsten Einzelteile.

Als lediglich eine Blutlache zurück blieb, als letztes Zeugnis der Szene, die sich gerade abgespielt hatte, wand er sich nicht einmal um. Statt dessen nieste er und trabte gemächlich, als müsse er keine Angst vor einem Angriff haben, was er eigentlich auch nicht tat, auf einen Busch zu. Dort hob er sein Hinterbein an und erleichterte sich.
Prüde? Rüpelhaft? Gewiss, der Rüde ließ tatsächlich nichts aus, um sich unbeliebt zu machen, doch in gewisser Weise genoss er die Empörung, die er bei vielen hervor rief.
Als er sein geschäft erledigt hatte und sich erneut umwandt, sah er die Fähe nun direkt an. Seine sonderbar gefärbten Augen stachen einw eiteres Mal in ihre und doch schien es, als würde er dieses Mal tiefer dringen, als bis zur Seele. Als würde bereits sein BLick mehr anrichten, als ihr lieb war.
Seine Stimme klang rau und brüchig, hatte er sie doch lange nicht mehr benutzt. Doch Feindseligkeit, Verachtung, Hohn, Langeweile und viele weitere solcher Emotionen ließen sich deutlich heraus hören. Auch dies warf nicht unbedingt ein gutes LIcht auf ihn, doch es war ihm - wie so vieles inzwischen - restlos egal.

"Ich wüsste nicht, was Euch meine Essgewohnheiten angingen."

meinte er kalt und blickte sie weiter unverwandt an. Zudem glaubte er solchen Schabernack von wegen Gottes Kreaturen ohnehin nicht. Dafür hatte er bereits zu viele getötet.
Das BLut des Hasen troff langsam sein rabenschwarzes Fell hinab und verlieh ihm das Aussehen eines Blutdämons. Vielleicht war er ja auch einer. Man konnte sich bei ihm ohnehin nie sicher sein.
Die Augen blickten leer und kalt auf Francis, vermittelten ihr das Gefühl, als wäre sie etwas, was er sonst nicht einmal als Beute würdig erachtete. Die Wahrheit würde niemand in diesen Augen sehen, dass war sicher. Doch man würde jene grausamen Taten, die seinen Pfoten anhafteten, sehen. Ind er liebte sie.


[frisst - bemerkt Francis]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Do März 04, 2010 6:31 pm

Ein kleiner Windhauch durchfuhr die Fähe und ließ sie fülliger aussehen. Sie schaute dem Rüden weiter zu, wie er genüsslich und ohne scheu dieses Geschöpf Gottes hinunter schlang. Er beachtete sie nicht weiter, nein, im Gegenteil, er riss und zerrte merklich fester an dem Tier. Gar so, als wolle er sie ärgern. Doch Francis hatte sich in ihrem anderen ein dickes Fell angeeignet, was diese Störenfriede anging. So kümmerte sie es auch nicht, dass der Schwarze nach seinem Mahl den nächst erst besten Busch anpinkelte. Sie setzte sich gähnend vor ihm hin und vernahm seine kalt-kratzende Stimme. Er schien nicht oft mit anderen Wölfen gesprochen zu haben, denn seine Stimme klang nach Abscheu und Verachtung. Francis konnte solche Wölfe einfach nicht verstehen. Sie machten sich durch dieses Verhalten keine Freunde und waren dadurch zu einem Leben verdammt, das nicht gerade von Vorteil war. Zumal ein Wolf doch ein Gesellschaftstier war und im Regelfall in seinen Leben nicht alleine bleiben wollteill.

(Er ist genau so wie ich es mir gedacht habe. Stur, eingebildet und in sich selbst verliebt.)

Francis hielt schon jetzt nicht viel von ihm und fand es äußert anwidernd, als er sich mit seiner blut-tropfenden Schnauze vor sie setzte. Er hatte absolut keine Manieren und schien dies auch noch toll zu finden. Die Fähe versuchte, tief in seine Augen zu blicken, doch was sie da fand war nur Blutdurst und keinerlei ehrliche Emotionen. Er war ein perfekter Jäger und Mörder.

„Nun, ich wüsste auch nicht, warum Sie mit mir so reden müssten! Immerhin sind wir zivilisierte Wölfe und werden doch wohl den Umgang mit anderen gelernt haben! Was Ihre Manieren angeht, habe ich sie nur höfflich darauf hin gewissen. Wenn allerdings Ihnen das zu weit geht, tut es mir hiermit leid und ich bitte um Verzeihung.“

Francis sprach absichtlich überheblich. Er sollte in seinem Tun nicht bestärkt werden und wenn man solchen Wölfen pampig und aggressiv rüber kam, lief das nur ins negative aus und somit in das, was sie nicht wollte. Sie hatte schon lange gelernt, dass man Aggression nicht mit Aggression bekämpfen sollte. Viel mehr wurmte es den anderen, wenn man sachlich und ruhig blieb. Denn dann bekamen sie nicht ihren Willen und somit auch keinen Grund weiter zu machen.

Die Fähe beobachtete ihre Umgebung. Vieles war hier ganz anders, als in ihrem Zuhause, wo sie eigentlich hin gehörte. Hier waren etliche dicht bewachsene Bäume und Sträucher. Da, wo sie herkam, gab es langes Land und weite Wiesen. Da hatte man es sehr schwer bei der Jagd und man brauchte schnelle Läufer dazu.

Aber die Fähe schob diese Gedanken beiseite und konzentrierte sich auf ihr Gegenüber, das noch immer nicht daran dachte, das Blut aus seinem Gesicht zu waschen. Francis wappnete sich auf die patzige Antwort des Rüden und war zu allem bereit.


[Bei Zarek und beobachtet ihn]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Sa März 06, 2010 2:30 pm

Langsam kam Baily zu sich. Wie hatte sie denn nur so doof sein können, um so zu handeln? Es war sicher der Hunger und die Verzweiflung, die an ihr nagte. Verwirrt rappelte sie sich auf. Was hatte sie gesagt? Oh, nein. Sie hatte sich verplappert.

oO War ja klar, Baily. Du vermasselst immer alles. Selber schuld! Oo

Baily setzte sich zitternd auf. Es waren zwei neue Wölfe hinzu gekommen. Loki kämpfte schwer mit seiner Verletzung. Hoffentlich würde er es überleben. Er war so gutmütig. Das war sogar ihr aufgefallen. Die anderen zwei Wölfe. Die eine, eine Fähe, war eindeutig Lokis Tochter. Sie roch so, sie sah ihm auch etwas ähnlich. Der andere Wolf, ein Rüde, versprühte Anmut und Mut geradezu. Sie empfand sofort Respekt mit ihm. Er musste ein Alphawolf sein. Er war genau so edel, wie ihre Mutter. Doch sie hasste ihre Mutter. Doch er erschien ihr anders. Er war anders. Hoffentlich. Zum Glück war Chenoa nun ihre neue Mutter. Sie betrachtete den Hybrid, auch er schien inzwischen gut gesinnt zu sein. Er wirkte so... So... So erleichtert. Nur die schwarze Fähe musterte sie noch herablassend. Für sie empfand sie gleichzeitig Hass, aber auch Verständnis. Sie hätte sicher auch nicht anders gehandelt. Oder? Irgendwie, wieso wusste Baily selbst nicht genau, war sie ihr sympathisch. Gut. Sie atmete ein. Ganz tief einatmen. Und ganz tief ausatmen. Puh. Jetzt durfte sie nichts mehr vermasseln. Und wenn doch nicht so ausrasten. So hungrig sie auch war.

"Guten Tag. Hoffentlich störe ich Sie nicht. Ich muss mich auch für mein vorheriges Verhalten entschuldigen. Ich hoffe, Sie verzeihen mir. Ich weiß, dass ich völlig falsch gehandelt habe. Entschuldigung."

brachte sie eine Entschuldigung hervor. Das müsste doch nichts Falsches beinhaltet haben. Dann blickte sie nach oben. Chenoa schaute sie sorgenvoll mit ihren großen Augen an.


(Am See/ Bei Loki, Kurai, Arko, Chenoa, Rumo, Sheta/ entschuldigt sich/ nicht mehr ohnmächtig)
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo März 08, 2010 2:58 pm

.oO( „Nun, ich wüsste auch nicht, warum Sie mit mir so reden müssten! Immerhin sind wir zivilisierte Wölfe und werden doch wohl den Umgang mit anderen gelernt haben! Was Ihre Manieren angeht, habe ich Sie nur höflich darauf hin gewiesen. Wenn allerdings Ihnen das zu weit geht, tut es mir hiermit leid und ich bitte um Verzeihung.“ )Oo.

Er hatte ihren Worten gelauscht, stets darauf spekulierend, dass sie etwas falsches sagte oder gar tat, doch nichts dergleichen geschah. Ärgerlich aber keinesfalls unvermutet. Lange Zeit glitt sein rastloser Blick durch das Dunkel des Waldes, ohne auch nur ansatzweise bei ihr zu verharren und ihr - höflicherweise - in die Augen zu sehen. Doch inzwischen schien sie ohnehin bemerkt zu haben, dass seine Manieren ihr gegenüber wahrlich nicht vorzeigefähig gewesen wären. Doch wer wollte schon perfekt sein?! Er gewiss nicht und weil eine Fähe sich gekränkt fühlte, lediglich daraus resultierend, wie er fraß, würde er alles erdenkliche tun, damit sie ihm nicht nochmals so käme.

Ein dunkles, gelangweiltes und recht kurzes Knurren verließ seine Kehle und nun endlich blickte er ihr in die Augen. Wieso er so mit ihr sprach? Weil er einfach keinen Respekt vor Kreaturen ihres Geschlechtes hatte und nie haben würde. Sollte sie damit klar kommen oder elendig verrecken. Was bei ihm erneut lüsterne Mordgedanken auslöste, doch dieser Moment - und vor allem dieser Ort - heizten sein ohnehin schwer zu bändigendes Temperament nur noch rascher ein. Sein Blick war vernichtend höhnisch und nahezu provokativ, doch anscheinend war jene Fähe ihm gegenüber ohnehin immun gegen solch psychischen 'Terror'. Pah, was sich heutzutage alles geboten werden musste! Zorn flammte in seinen Augen auf, sein brodelnder Blick lag nun wieder auf Francis und tief in seinen eiskalten, emotionslosen Augen sprang ein einzelner Funke über, entfachte das gewaltige Feuer des Hasses und der Zerstörerwut. Seine Krallen gruben sich hart in den Erdboden hinein und bemüht, sich nicht mit solch niederen Geschöpfen wie Wölfinnen abzugeben, bebten seine Nasenflügel kaum merkbar. Doch schon bald, rief er sich doch den Gedanken zurück, dass Fähen es seiner Weltanschauung nach ohnehin nicht verdient hatten, von ihm auch nur ansatzweise beachtet zu werden, verebbte der blindwütige Zorn und der Hüne erhob stolz und arrogant seinen Kopf.

"Ist dem so, ja?!"

Die raue, kratzende Stimme verlor sich im Schweigen des Waldes und seine eindeutig rhetorische Frage würde dieses dumme Gesindel genug beschäftigen, als dass sein verschwinden auffallen würde. Und selbst wenn doch ... er würde ihr nicht nachweinen und sie, da war er sich hundertprozentig sicher, ihm auch nicht. Das Gesetz der Natur schrieb vor, dass Wesen wie er eines war, allein blieben. Ob dies nun auf die Rudelgemeinschaft bezogen war oder auf Partnerwahl. Doch er genoss das Gefühl der eigenen Freiheit, der willkürlichen Entscheidung Jagen zu gehen. Nie käme ihm in den Sinn, sich nach den Worten eines Leitwolfes zu richten, der in seinen Augen ohnehin nicht qualitativ genug war, um auch nur ansatzweise ein Rudel zu führen. Und schon gar nicht, um sich befehlen zu lassen, was und wie er zu jagen hatte. Wenn er es tat, jagte er alles, was ihm vor die Schnauze kam und seine Technik, wenn es sich denn so schimpfen ließ, war ohnehin recht eigen.

Verächtlich schnaubte er ein weiteres Mal, sah sich nicht weiter um und verschwand ebenso lautlos im Unterholz wie sein Schatten. Würden die Blutlache und sein Geruch nicht eindeutige Indizien darlegen, hätte man meinen können, lediglich geträumt zu haben. Doch den Rüden hielt es ohnehin nie lange an einem Ort - und vor allem bei keiner Fähe - weshalb er stets weiterzog. Womöglich war es Glück gewesen, womöglich einfach der gestillte Bluthunger Zarec's, dass er jene Fähe zurück ließ und nicht umbrachte. Auch wenn er es liebend gern getan hätte. Doch das Blut einer Wölfin an sich haften zu haben, schien ihm einer grausamen Schande gleich zu sein.

Lautlos durchschnitt er das Blattwerk, tauchte unter den Farnen auf und verschwand gleich darauf wieder im dichten Schatten der hohen Bäume. Stets zog ein feiner Hauch von Blut mit ihm, doch bald schon hatte er sich scheinbar im gesamten Wald ausgebreitet. Unwissentlich und doch von einem inneren Instinkt getrieben jagte er durch das Dickicht. Seine Gedanken jedoch waren bei dem - nicht von ihm erlegten - Reh. Es wäre keineswegs die Moral, die ihn daran hinderte, sich einfach auf das Reh zu werfen und sich daran gütlich zu tun. Es war der Fakt, dass dem Reh der Geruch von Fähe anhaftete.
Der schwarze Körper erbebte und ein gefährliches Grollen erklang. Gleich darauf verschmolz der Schatten wieder mit der Umgebung. Er würde in der Nähe bleiben. Weshalb?


[Francis - verschwindet - bleibt jedoch in der Nähe ]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo März 08, 2010 6:07 pm

Immer noch auf eine Antwort des Schwarzen wartend, schaute sich die Fähe um. Der Wald bot viel Schutz- und Unterschlupfmöglichkeiten. Vielleicht sollte sie eine Weile hier bleiben? Doch dann kamen die Gedanken des Rudels, das hier offenbar lebte, wieder hoch und außerdem war sie immer noch auf der Suche nach ihren Gefährten und das durfte nicht warten. Auf keinen Fall!

(Er braucht mich bestimmt oder steckt in einer schwierigen Lage.)

Francis bekam nicht mit, dass der Rüde sie nicht beachtete. Es war ihr am Ende auch egal. Sie wusste, dass das Bild, welches er ihr bot, sowieso nur Maske war und somit ein Trugbild seiner Selbst. Sie hatte sich schon lange einen dicken Pelz dafür zugelegt und wusste, dass er ihr nichts anhaben konnte. Sie hatte schließlich in ihrem alten Rudel genug Möglichkeiten zum Lernen gehabt. Doch endlich genoss der Schwarze die Höflichkeit, ihr in Augen zu sehen, um nur ein paar Wörter loszulassen und nicht ihre Frage, geschweige denn ihr Friedensangebot, zu beantworten oder anzunehmen. Aber es war an seinen Augen und seiner Haltung abzulesen, dass er sich ärgerte. Francis' Spiel mit ihm hatte vollen Erfolg und man sah die aufflammende Wut in ihm. Man konnte förmlich riechen, dass er gehofft hatte, dass die Fähe anders antwortete und auf seine Unhöflichkeit einging. Doch da hatte er sich eindeutig mit der Falschen angelegt. Francis verwunderte es auch kein bisschen, dass der Schwarze knurrend gegangen war. Das zeigte ihr bloß, wie unsicher dieser Geselle eigentlich war und dass er sich nicht mit Worten duellieren konnte. Dieser Wolf war wie eine Nuss. Harte Schale, weicher Kern. Die Fähe kannte schon viele dieser Zeitgenossen. Früher oder später öffneten sich alle, auch wenn sie es nicht zugeben oder wahrhaben wollten.

(Hm...Er hätte mir ja wenigstens seinen Namen sagen können.)

Die Fähe musste lächeln. Irgendetwas hatte der Rüde an sich, was Francis dazu brachte, ihm nicht mehr böse zu sein. Er war wie ein gutes Buch, das man nicht weglegen konnte und von dem man immer mehr wollte. Er schien voller Geheimnisse zu sein und das wiederum machte die Fähe neugierig. Auch sein Blutdurst war interessant. Sie hätte zu gerne gefragt, woher dies kam und warum er es so genoss. Doch es wäre ein Fehler gewesen, den wütenden Rüden jetzt zu folgen und somit sein eigenes Leben aufs Spiel zu setzen. Nein! So töricht war sie nicht. Francis schaute zum Himmel und vernahm noch flüchtig den Blutgeruch des Rüden, welchen er offenbar noch immer nicht von seiner Schnauze entfernt hatte. Es war später Nachmittag und die Fähe wollte das Tal so bald wie möglich durchqueren. Also entschloss sie sich, trotz Neugierde zu dem Fremden, weiter zu ziehen. Sie streckte sich genüsslich und grub ihre mächtigen Fänge in den weichen Erdboden, der sich daraufhin in ihre Pfoten grub und darin verweilen wollte.

(Mal schauen, wie weit ich heute noch komme und wie groß das Tal ist. Von oben war es schwer, das auszumachen, und ich muss auf dieses Rudel acht geben.)

Mit schnellen Schritten lief sie los. Erneut den See als Punkt, um ihren Durst löschen zu können. Sie sprang über umgestürzte Bäume und lief durch dichte Büsche. Francis wollte nicht alles umgehen, sie wollte so schnell wie möglich beim See ankommen und sich ein Blick über die Lage verschaffen. Ein paar Mäuse streiften ihren Weg eifrig und auch Eichhörnchen kletterten schnell die Stämme hinauf, um von oben herab den Eindringling zu begutachten. Bald kam sie am See an, er war glasklar und erstreckte sich weit über das Land. Sie lief zu dem frischen Nass hin und ließ ihre Zunge hinein und wieder heraus gleiten. Es war köstlich und erfrischend, einfach ehrlich. Nachdem sie ihren Durst gelöscht hatte, schaute die Braune sich um, doch was sie da sah, gefiel ihr überhaupt nicht. Ein paar Wölfe, nur vier, fünf Meter weiter, waren da und Francis konnte sich dafür Ohrfeigen, nicht richtig aufgepasst zu haben.

(Mädel, du hättest erstmal die Lage vom geschützten Wald abchecken müssen. Aber nein! Du musstest ja unbedingt gleich zum See, anstatt abzuwarten…Du ungeduldiges Biest!)

Nun hatte sie den Salat. Die anderen Wölfe hatten sie bestimmt schon längst bemerkt und begutachtet. Was sollte sie jetzt tun? Hingehen und Hallo sagen? Oder wegrennen und abhauen? Letzteres würde ihr nur den Tot bringen, weil sie dann bestimmt dachten, dass sie ein Spitzel sei und sie deswegen umbringen. Erstens funktionierte aber auch nicht ganz, immerhin wollte sie nicht hier bleiben. Sie wollte doch zu ihren Gefährten und ihn finden. Ihre Gedanken waren in ein Chaos gestürzt und konnten sich nicht für eine Sache entscheiden. Die Kopfschmerzen pochten willkürlich an die Schädelwand und schreiten nach einer Entscheidung. Die Pfoten bohrten sich in den Boden und wollten den Druck loswerden, doch es ging nicht. Nur der Verstand vermag die Lösung zu finden und somit auch das Ende allen Übels.

(Komm schon, Kleines! Das schaffst du schon.)

Sprach sich Francis Mut zu und ging in die Richtung der Fremden. Sie waren ein bunt gemischter Haufen und sogar ein Halbwolf war dabei. Francis erkannte dieses sofort, denn auch so einen gab es in ihrem alten Rudel. Sie suchte nach dem imposantesten Rüden und fand ihn bald. Er war ein gut gebauter bunter Wolf und von Muskeln übersäht. Er hätte sie spielend leicht töten können. Hinter ihm sah sie einen alten Wolf, der offenbar schwer zu kämpfen hatte. Eine klaffende Wunde ragte ihm aus der Schulter und die Fähe bekam Mitleid mit dem Artgenossen. Doch das war nicht das, was sie wollte. Sie entsinnte sich ihrer Aufgabe und sprach mit eingehender Stimme und Sicherheit auf das Rudel ein.

„Einen wunderschönen guten Tag wünsche ich euch. Ich bin auf der Durchreise und würde gerne ein paar Fragen an den Rudelführer stellen und habt bitte keine Angst vor mir. Ich bin weder Spitzel noch Kundschafter. Ich bin euch wohl gesonnen und bitte euch hiermit um eure Gastfreundschaft.“

Francis schaute abwechselnd alle Rudelmitglieder an, um einen guten Eindruck zu verschaffen. Dabei erkannte sie auch den Welpen, den sie bei sich hatte und der Fähe ging das Herz auf. Sie hatte noch nie Welpen gehabt, doch war schon des öfteren mit der Aufzucht beschäftigt gewesen. Sie wollte den Welpen kennen lernen, doch das hatte nachher noch Zeit.


[erst bei Zarec, dann beim Rudel]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Di März 09, 2010 7:51 pm

Oh ja, das wärmende Fell, es tat ja so gut! Die Haare griffen ineinander, als würden sie ewig vereint bestehen wollen. Lokis Pelz zeigte nicht mher seine Fülle udn die Prach von früher, doch er wärmte den alten, das war alles, was er tun musste. Sheta drückte sich behutsam an den Vater, die Zunge hing ihr seitlich aus dem Maul, ihre Lefzen waren zu einem glücklichen Lächeln verzogen. Ihr Bruder, ihr Vater, was kam wohl als nächstes? Ein Rüde vielleicht? Ach was dachte sie denn da. Hier ging es um so viel mehr als nur ein paar glückliche Zufälle. Sheta schmiegte ihren assigen Leib an den des Vaters und genoss die Berührung. Der Rest des Rudels wurde einfach komplett ausgeblendet für die bunte Fähe, Rumo hatte alles im Griff und wenn er Hilfe brauchen würde - was sie keineswegs erwartete - dann wäre sie im Bruchteil einer Sekunde bei ihrem geliebten Bruder, an seiner Seite und würde für ihn kämpfen. Ja, Sheta blieb, nie mehr sollte die Familie fehlen.

(Wie war das eben mit Rüden? Hmm, das andere Geschlecht, immer so eine Sache. Es ist so einfach sie wie Brüder zu behandeln, sie sind einfach alle meine Brüder. Doch es ist wohl einfach nicht mein Ding, lieben. Oh doch, ich liebe Rumo, auch Loki. Aber einen anderen Rüden?? Sicherlich nicht...)

Sie wunderte sich, wie sie gerade in dieser Situation überhaupt darauf kam. Nun wanderten ihre wachen Augen aufmerksam über die Wölfe. Die Schwrze, Kurai, schien wirklich völlig okay zu sein. Nun kam der kleine Welpe nach vorne, kroch zu Rumo und entschuldigte sich. Sheta sah keinen Sinn darin zu antworten, sie kannte die junge Fähe ja nichtmal. Als aber plötzlich eine weitere Fremde zum Rudel dazustieß entschloss sie sich kurzerhand Rumo zu entlasten, der genug um die Ohren hatte. Sie waren doch jetzt ein Team oder? Nicht im Traum würde sie daran denken, ihm seinen Rang als Alpha streitig zu machen, auch wenn er sicher in Zukunft wiederum einige Neckereien erdulden musste, aber hey. Sie war doch seine Schwester. Und sie sah sich nicht als ganz Verantwortungslos. Die anderen Fähen würde sie schon wegbeißen können, wenn jemand Beta wurde, dann sie! Nun stand sie dieser Fremden gegenüber, stützte immer noch ihren Vater und lächelte doch recht freundlich.

(Angst? Pha. Wieso sollte ein Rudel voller kräftiger Wölfe Angst vor einem einzelnen haben? Ich verstehe die Logig dahinter nicht... Aber vielleicht hat sie ja Angst vor uns?)

Sheta suchte den Blick mit der Fremden, legte den Kopf leicht schief und witterte ihren Geruch. Doch auf die Bunte wirkte die Fremde weder gefährlöich noch gesundheitlich angeschlagen oder gar krank. Welche Bazillen mögen sich wohl in der Realität im Herzen angefressen haben? Keiner vermochte eine Antwort auf das Innerste eines Wolfes zu kennen oder gar zu erahnen. Vielleicht mochte die Mimik einen Bruchteil des Innersten an die vernebelte Oberfläche bringen, doch was wirklich geschah blieb solange in Dunkelheit gehüllt, bis der Wölf die Augen öffnet, seine Fänge und alle Lügen außen vor ließ. Sheta war ein offenes Buch. Enthusiastisch und mitreißend, ihr Lächeln bewegte Berge. Und sie lächelte die Fremde an.

"Ich denke kaum, dass das ein Problem wird. Mein Name ist Sheta, mein Bruder ist der Alpha. Solange du freundlich gesinnt bist kannst du gerne bei unserer Gruppe bleiben. Ist doch so, oder?"

Sie grinste schief zu Rumo, ob er es mochte, wenn sie für ihn antwortete?


[antwortet Francis]

(es war wohl etwas verwirrend, entschuldigt^^)
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Di März 09, 2010 9:30 pm

Der Alte, er seufzte erschöpft in Shetas Pelz, hatte dem harschen Wortwechsel in der Runde gelauscht und musste mit Besorgnis erkennen, dass Rumo der Sache zunächst kaum gewachsen schien. Es dauerte einige Augenblicke, ehe sich der große Bunte gefangen hatte und sich darum bemühte zu ruhigerer Art zurückzufinden. Loki hoffte nur, dass er dabei seine Glaubwürdigkeit nicht einbüßte. Kurai's gifitge Reaktion konnte der Altwolf jedoch gut nachvollziehen. Sie hatte den beiden immerhin gänzlich uneigennützig geholfen und sich als umgängliche Begleiterin profiliert. Rumo's Dank fiel da sehr knapp aus und dass nun auch noch eine weitere fremde Fähe unvermittelt zu ihnen stieß entschärfte die Situation nicht geraden.

oO(Nur gut, das unsere Sheta Fremden so viel offenherziger entgegentritt.)

Dieser Gedanke Loki's über seine Tochter, welche die Fremde begrüßte, war nicht unerheblich von Stolz geprägt. Hechelnd nickte auch er der Fremden freundlich zu, ehe er sich trotz aller Bedenken dem Sohn dadurch ins Handwerk zu pfuschen in das Gespräch zwischen Kurai und Rumo einklinkte. Denn dieses verlief in keinster Weise in angenehmen oder gar wünschenswerten Bahnen.

"Kurai, darf ich dir meinen Nachwuchs vorstellen? Mein Sohn Rumo und die Tochter ist Sheta. Wir sollten nicht in Aggression gegeneinander wettern. Rumo, die dunkle Schönheit begleitete mich und Arko in guter Absicht. Ich lud sie zum Folgen ein, denn einem der Leisetreter ist alleine keiner von uns gewachsen. Ich bitte euch nun eure jugendliche Rivalität ruhen zu lassen, bis Zeit und Ort eine gründliche Aussprache erlauben."

Mühsam zwang sich der Altwolf wieder auf die wackeligen Beine. Es wurde Zeit. Viel zu lange hatten sie schon hier verweilt und wertvolle Minuten vertrödelt. Ein sicherer Ort und Ruhe waren alles, was sich der Verletzte derzeit wünschte. Wie gerne hätte Loki beruhigt die Lider geschlossen und seine alten Augen ein wenig ausgeruht. Wäre er in einer entsprechenden Potsition gewesen, so hätte der Altwolf die Truppe schon längst zum Aufbruch angetrieben. Nun jedoch war es ihm lediglich zugeteilt einen gut gemeinten Rat auszusprechen:

"Wir sollten weiterziehen, solange es meine Kräfte noch erlauben. Ich glaube auch, dass es klug wäre all unsere Pfoten in eine Richtung zu wenden, um einen starken Bund in dem fremden Revier zu erhalten."

[Am See mit Rumo, Sheta, Arko, Kurai, Chenoa, Baily & Francis | will aufbrechen]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Do März 11, 2010 4:52 pm

Shira lief schon den ganzen Tag durch den Wald und suchte nach anderen Wölfen. Pfote vor Pfote, Meter um Meter. Sie hielt den Blick starr geradeaus gerichtet, den Pfad vor sich fixierend. Ihr schossen so viele Gedanken durch den Kopf. Wie lange würde sie ihren Hunger wohl noch aushalten können ohne etwas zu fressen, wann würde sie endlich auf Gleichgesinnte treffen? Sie musste etwas fressen wenn sie nicht umfallen wollte. Also blieb sie stehen und atmete die frische Luft ein... sie roch etwas, aber die Witterung war nicht sehr stark. Langsam folgte sie dem Geruch. Als sie ihm lange genug gefolgt war, erkannte sie, was es war. Der kadaver eines toten Tiers. Doch sie war nicht die einzige, die darauf hoffte, den Magen endlich füllen zu können, ein Fuchs erfreute sich an der Speise. Sie rannte knurrend auf ihn zu und er sprang scheu ins Unterholz. Nun konnte sie endlich in aller Ruhe etwas zu sich nehmen.

Mit gefülltem Magen setzte sie sich wieder in Bewegung, um die Wanderung fort zu setzen. Trockenheit machte sich in Shiras Kehle breit. Da fiel ihr der See ein, den sie vorhin gesehen hatte. Sie folgte dem Pfad, in dessen Richtung sie ihr Ziel vermutete und erreichte endlich den großen see auf der ebenso großen Lichtung im Wald. Durstig rannte sie auf das Wasser zu. Kaum hatte sie den See erreicht, stieß sie ihren Fang durch die spiegelnde Oberfläche, sodass das Wasser bald die Trockenheit ihres Halses fortspülte. Den gröbsten Durst gelöscht hob sie den Kopf und sah in einiger Entfernung einige fremde Wölfe. Vor Durst hatte sie diese gar nicht bemerkt.

[Shira ist am See, in der Nähe von Rumo, Sheta, Arko, Kurai, Chenoa, Baily & Francis | hat diese gerade gesehen]


Zuletzt von Shira am Fr März 12, 2010 6:58 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Fr März 12, 2010 4:17 pm

Noch immer keine Antwort auf diese Frage gebend, weshalb er nun noch immer bei dem erlegten Tier verweilte, oder in der Nähe dieses Tieres, schlich er weiter, immer dichter bis an jene Höhle heran, aus der dieser unverkennbare Geruch nach Fähe drang. Zarec verzog angewidert seine Schnauze, kalte Verachtung funkelte für den Bruchteil einer Sekunde in seinen Augen auf und im nächsten Augenblick war diese schon wieder durch stoische Gleichgültigkeit ersetzt worden. Lautlos drang er weiter in das Dickicht des Waldes ein, hob prüfend den Kopf und sog die frische Luft ein, in der der unverkennbare Geruch der Fähe lag, die ihm soeben einen unfreiwilligen Besuch abgestattet hatte. Bei ihrem erfolglosen Versuch, ihm "Manieren einzuprügeln", wie es gern genannt und ausgeschmückt wurde, zog ein boshaftes, eiskaltes Lächeln über sein Gesicht, ließ seine Augen auffunkeln und für den Bruchteil einer Sekunde könnte man meinen, einen Teil seiner Selbst zu erkennen. Doch dies wäre lediglich Zeitverschwendung. Der schwarze Rüde befand, er habe sich genügend umgesehen, um festzustellen, dass außer den Gerüchen des Wildes und des Waldes nichts weiter seine Ruhe stören würde. Der Hunger nagte leicht an ihm, doch noch zehrte er seine Kräfte nicht aus. Dies würde erst um einiges später geschehen, doch bisweilen war dem Rüden dies ohnehin egal.

Mit starrem Gesicht glitt der markante Blick des Rüden nochmals über die abgerundete Gesteinswand der Schutz bietenden Höhle, über das zerbrochene und abgedrückte Geäst und Gezweig, welches er unweit der Höhle erkennen konnte. Anscheinend hatte die Jägerin einen fettleibigen Körperbau, ging der Rüde davon aus, dass solch niedere Kreaturen nicht den Vorteil eins großen Körpers besitzen sollte. Augenblicklich streckte sich der schwarze Hüne nochmals empor, spürte den giftigen Stolz in seinem verfrorenen Herzen. Den Stolz und die Genugtuung über seinen eigenen schlanken, athletischen, großen Körperbau. Die eisblauen Augen schienen eine Spur dunkler zu werden und augenblicklich senkte der Kopf des Rüden sich dem Boden entgegen. Die Rute war empor gestreckt, der Fang gefletscht und die Ohren angespannt nach vorn gerichtet. Das Nackenfell, welches sich sträubte und über Nacken bis zum Brustfell ging und dort wieder glatter wurde, verlieh ihm ein gefährliches Aussehen und er war sich dessen ebenso bewusst wie sein gegenüber. Augenblicklich floh der ungebetene Besucher, was auch immer es gewesen war. Den hauchzarten Berührungen und Geräuschen zufolge musste es sich entweder um ein recht zartes, leichtes Tier handeln oder um ein recht kleines. Womöglich beides.

Der Blick verweilte lange bei dem Gesträuch, welches dem fliehenden Tier Schutz und Deckung geboten hatte, als jedoch keine weitere Regung folgte und der Wind keine weiteren Duftnoten zu ihm heran trug, wand er den massigen Schädel. Der weißblaue Blick ruhte nun auf dem erlegten Tier - höchstwahrscheinlich ein Huftier der Gattung Hirsch oder dergleichen - und keine erkennbare Regung ließ sich wahrnehmen.
Dann wandte er sich ab, tauchte erneut in den Schatten unter und folgte dem nahezu geruchlosen Duft des Wassers. zwischenzeitlich nahm er den Duft der Fähe auf, doch es interessierte ihn mäßig bis gar nicht. Dennoch mied er diese Richtung, denn solch eine schwache Kreatur benötigte stets die Unterstützung einer gesamten Gesellschaft. Zarec wusste, dass er sich auf fremden Terrain bewegte und doch hielt es ihn nicht vom Jagen und anderweitigen wichtigen Naturinstinkten ab. Im Gegenteil, er konnte getrost als provozierend beschrieben werden.

Geräuschlos trugen die großen Pfoten den Leib durch die schweigenden Wälder, vorbei an morschen und moosbewachsenen Bäumen, deren Alter unermesslich wirkte neben dem eines Wolfes. Doch selbst die Schönheit der Natur, welche gerade am Erblühen war, wie es schien, berührte den Rüden nicht im geringsten. Ungesehen glitten die schönen Landschaften an ihm vorbei, wenngleich diese sich kaum voneinander abzuheben schienen.
Immer dichter kam er dem reißenden Fluss. Die großen Ohren zuckten, als sie das deutliche Rauschen vernahmen und augenblicklich beschleunigten sich die Schritte des Riesen. Bald schon lichtete der Wald sich ein wenig und der reißende Fluss kam zum Vorschein. Über das Rauschen und Murmeln hinweg jedoch lauschte Zarec nach andersartigen Geräuschen, filterte jedes einzelne heraus und verharrte lange Zeit in einer regungslosen Position. Dann endlich trabte er gelassenen Schrittes an den Bach, senkte die Schnauze und nahm das kühle Nass in seiner Kehle auf.

Dieser Fluss entsprang hoch im Osten und speiste den See, welcher in einiger Entfernung lag. Doch sehen konnte Zarec ihn bei weitem nicht. Kurz hob er seinen Kopf mäßig an, blickte regungslos den Flusslauf hinab, dann senkte sich der Kopf wieder und einzelne Wassertropfen perlten von seinem Fell ab. Die ab und an aufspritzende Wassermasse benetzten teile seiner Vorderläufe und der Brust, das empfand der Rüde diese Abkühlung als durchaus angenehm. Doch gleich darauf nahm er wieder seine übliche Haltung ein und ein letztes Mal blickte er sich um. Man konnte nie sicher genug sein, vor allem wenn man einen Ruf genoss, der negativer war als die Einstellung des Hünen. Wachsam glitt der eiskalte, weißblaue Blick umher.


[Höhle l später Fluss l trinkt ]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Fr März 12, 2010 6:26 pm

Chenoa tat keinen Schritt, still saß sie da. Blickte auf den Rüden dessen Name Rumo sein sollte. Kurz überlegte sie, irgendwo hatte sie den Namen schon einmal gehört. Dann, wie ein Geistesblitz fiel es ihr ein. Sie hatte den Rüden schon einmal getroffen und dabei hatten sie doch auch schon Freundschaft geschlossen wie sich Chenoa erinnern konnte.

"Rumo? Du? Erkennst du mich noch? Deine alte Freudin. Ich bins Chenoa. Man ich kann es gar nicht fassen. Wie ich mich freue dich wieder zusehen. Du meine Güte."

Freudig wedelte sie mit ihren Schwanz, der auf dem Boden Dreck und Staub aufwirbelte. Ihre Ohren spielten im Wind, kurz darauf hielten sie sich still nach vorne gerichtet. Ihr Mundwickel zog sich nach oben und sie lächelte leicht. Dann schaute sie auf Baily die unterdessen schon wieder bei Bewusstsein war.

"Baily? Jetzt wird alles gut. Alles! Ich freue mich das du wieder bei mir bist."

Für einen Moment lang überlegte Chenoa was sie jetzt noch glücklicher machen könnte. Dieser Moment war perfekt sie hatte beide wieder. Chenoa strahlte über beide Ohren. Glücklich schaute sie in die Runde. In ihr breitete sich ein gefühl aus. Ein Gefühl das unbeschreiblich war. Eine Mischung zwischen Freude und Übermut.


[beim See mit Rumo, Sheta, Arko, Kurai, Chenoa, Baily & Francis//spricht mit Rumo//spricht mir Baily]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo März 15, 2010 7:44 pm

Langsam das dunkle Grollen, welches sich aus ihrer Brust erhoben hatte klang nur noch in weiter ferne nach. Es hatte aufgehört, als der Riese seine Worte diesmal bedachter wählte und seine Einstellung ihr gegenüber in seiner Körpersprache änderte. Aber dennoch blieb der Fellkamm auf ihrem Rücken erhoben. Noch zu frisch waren die Aggressionen, die die schwarze erfasst hatte und ein weiterer neuer Artgenosse trug nicht dazu bei, dass sich der Sturm verflüchtigen konnte. Demnach zwang sie sich zu einem nicken, welches die Entschuldigung des Rüden Namens Rumo annahm und gleichzeitig ihre bestätigende Entscheidung Loki gegenüber der kleinen Gemeinschaft bei zu stehen unterzeichnete.

Wo ihre Gedanken gerade wieder bei dem Altwolf waren, fand seine Stimme sofort das Gehör der dunklen. Seine Worte sprach er bedacht und sogleich stellte Kurai wieder erstaunt fest, so schwach dieser Wolfrüde auch war, so viel Machtvolles lag in seinen Worten. Der Alte beruhigte sie und zugleich war sie dankbar dafür, dass er vorschlug nun weiter zu ziehen. Denn ihr drahtiger Körper war angespannt und es war sicherlich nichts Falsches diese Verkrampftheit durch Bewegung aus ihren Gliedern zu verbannen.

„Nun, ich schließe mich den Worten Loki’s an und gehe auf dein Angebot gerne ein.“

Es waren Worte, die gepresst über ihre Zunge kamen und verdeutlichten in welchem Kampf Kurai stand nicht die Beherrschung zu verlieren und von ihren Fangzähnen gebrauch zu machen.

Ohne an jemanden ein weiteres Wort zu richten löste sie sich aus der Gruppe. Steif waren ihre Schritte, als sie mit angelegten Ohren das Feld räumte. Unweigerlich musste sie feststellen, wie sehr das alleinige Dasein sie angreifbar gegenüber vielen Fremden gemacht hatte. Sie war eben eine solche Gemeinschaft nicht mehr gewohnt. Hatte man sie doch damals davon gejagt. Sie schüttelte den Kopf und spürte wie sich mit jedem Schritt, mit dem sie die Gruppe verließ die Glieder etwas entspannten und ihre Schritte nicht mehr so abgehackt wirkten. Schrittchenweise kam auch ihr Blut wieder zur Ruhe und sie wagte einen Blick zurück auf die Gruppe. Dabei liefen ihre Schritte aus und die große Wölfin kam letztendlich zum stehen. Wartete auf die anderen, immerhin wusste sie die Richtung zum Ziel nicht genau und sie wollte sich vergewissern, dass der Alte wieder die Kraft selbst zum laufen hatte, oder ob sie helfen konnte. Dabei fiel ihr Blick wieder auf den Welpen. Ihre Nase rümpfte sich, solch kleinen Abschaum konnte sie jetzt schon nicht sonderlich ausstehen, ob sie, als sie so jung war, genauso nervig für andere sich gebärdet hatte?

[Am See/ etwas entfernt von Rumo,Arko,Loki,Chenoa,Baily,Sheta &Francis innehaltend zurückblickend]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mi März 17, 2010 8:50 am

Rumo schloss nur für zwei Sekunden die Augen, doch mit der Dunkelheit, die ihn umfing schien die Zeit stillzustehen. Aus dem kurzen Moment wurde eine halbe Ewigkeit, die ihm genügend Raum gewährte seine Gedanken und vor allem seine Nerven wieder zu sammeln. Er spürte den Wind der seinen Pelz durchfuhr, er schmeckte den Frühling in der Luft, wurde sich der Grashalme bewusst, die Pfoten und Läufe kitzelten, aber vor allem gelang ihn alle Probleme einfach auszublenden und sich nur noch auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Als der Rüde also nach nur zwei Sekunden die Lider wieder hob war er wie ausgewechselt, die Ruhe selbst. Dankbarkeit für Loki's Rat und Kurai's Kulanz ließen ihr ein freundliches Nicken zukommen, als die dunkle Fähe an ihm vorüberschritt. Und auch Francis warf er einen kurzen durchdringenden Blick zu. Er hielt es jedoch für sinnvoll sie der Führung Shetas zu überlassen. Arko wusste er auf seiner Seite. Der Mischling musste nur etwas zu Atem kommen. Sein nächstes Problem waren wohl viel mehr Chenoa und ihr Welpe. Er betrachtete sie eine ganze Weile schweigend.

oO(Chenoa... etwa..?)

Langsam kroch die Erinnerung aus der Versenkung. Ja, Chenoa. Rumo erinnerte sich an eine weiße Fähe, die er vor langer Zeit auf seiner Reise einmal getroffen hatte. Sie hatte ihn und Loki ein paar Wochen begleitet, bis sie sich während eines Unwetters aus den Augen verloren hatten. Rumo hätte nicht gedacht die Fähe noch einmal wiederzusehen. Er hatte sie sogar für tot gehalten. Mit der Vorstellung eine Totgeglaubte vor sich zu haben konnte sich der Rüde jedoch nicht sofort einig werden. Es brauchte Zeit um sich mit Chenoa auseinanderzusetzen und Ruhe. Beides gab die Situation nicht her. Also traf Rumo endlich eine Entscheidung:

"Wir sollten uns später unterhalten, Chenoa. Jetzt solltest du deinen Welpen hochnehmen. Wir werden zur Höhle gehen. Alle. Sheta und ich stützen Loki, Arko wird sich erholen. Es wäre gut könnten du, Chenoa, und Francis die Nachhut bilden. Kurai wird sicher voraus gehen. Ich denke sie ist in der Lage unseren Spuren zu folgen."

Der Rüde sah auf und fixierte mit festem Blick sein Ziel. Dabei fiel ihm am See eine weitere Wolfsgestalt auf, die sie schon seit geraumer Zeit zu beobachten schien. Ein missmutiges Grummeln kroch aus seiner Kehle. Eigentlich wollte er sich nicht weiter aufhalten lassen. Einem kurzen Gedanken folgend warf er einen prüfenden Blick in die Runde, bis seine Seelenspiegel auf Arko ruhen blieben. Der Mischling. Er hatte schon zuvor seine Vertrauenswürdigkeit bewiesen.

"Arko? Nachdem du Loki bis hierher brachtest, kann ich dich da um einen weiteren Gefallen bitten? Du siehst die Fremde am See. Begrüße sie und folgt uns zur Rudelhöhle, sollte sie auf der Suche nach einem Rudel sein. Wir treffen uns an der Höhle."

[am See | Loki, Sheta, Arko, Chenoa, Francis & Baily um sich | Shira & Kurai in der Nähe]

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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Fr März 19, 2010 6:54 pm

Arko wusste nicht Recht, ob die Stichelei von Kurai ihn aus der Fassung bringen sollte, oder ob er es resigniert über sich ergehen lassen sollte. War es denn überhaupt eine Stichelei? Wohl kaum. Es war eher eine Feststellung. In den Worten der schwarzen Wölfin klang beinahe alles wie eine Stichelei. Was ihm jedoch keineswegs gefiel, war die Feindseligkeit in der Stimme der Dunklen. Ja, sie schwang immer mit ihren Worten mit, aber nun war sie deutlicher heraus zu hören als zuvor. Und die angriffslustige Haltung gefiel dem Mischling – ich entschuldige mich – dem jungen Rüden ebenfalls nicht. Was der Wölfin wohl widerfahren war, dass sie solch einen Hass in sich zu tragen hatte? Ja, diese Welt konnte grausam sein, sehr grausam, aber es musste doch Möglich sein, die Momente zu leben, in denen die Grausamkeit, wenn auch nur für wenige Minuten, ein Einsehen hatte und sich nicht zeigte. Auch er hatte eine weniger wünschenswerte Welpenzeit gehabt, doch machte ihn das noch lange nicht zu einem solch wütenden Wolf, im Gegenteil. Nun konnte er nur hoffen, dass es bergauf ging. Und Beweise, dass dem so war, hatte er bereits. Mehr als genug. Doch noch immer war es ihm jedes Mal ein Stich ins Herz, wenn jemand ihn Mischling, Halbwolf oder ähnlich nannte. Diese Namen holten ihn zurück in die Realität, von der er abschweifte, immer mehr. Er war an einer Kette aufgewachsen, doch hatte er schon immer die Triebe der Natur in sich gespürt, ihren Ruf, ihre wollenden Hände, die nach ihm Griffen.

Nun hatten sie ihn gepackt und mit sich gezerrt und jetzt war er hier, inmitten der Wölfe. Man sah ihn als Rudelmitglied. Und daraus schloss Arko, dass sie ihn wie einen Wolf musterten, wie einen von ihnen, nicht wie den schwachen Halbblütigen, der die Gene eines gezähmten Hundes in sich trug. Einer, der den Zweipfotern folgt und sich von ihnen zu dem naivsten Wesen überhaupt machen lässt. Nein, solch einer war er nie gewesen und wird er auch nie sein. Die einzige, die das nicht ganz zu verstehen schien, war Kurai. Ob sie ihre Ansichten eines Tages ändern wird? Vielleicht, jedoch wohl eher nicht. Wer konnte schon ahnen, was einem die Zukunft brachte? Niemand. Die Zeit war wie ein Wasserfall, ohne es zu wollen, reißt sie einen mit. Ein Zurück gab es nicht. Die Vergangenheit, die war der Sprung gewesen, die Gegenwart der Fall und der Aufschlag... der Aufschlag war die Zukunft. Er kam hart und so plötzlich, dass einem keine Zeit blieb, sich darauf vorzubereiten. Und es kam auf die Art an, wie man fiel, die die Härte des Aufschlags und die Wunden entscheidet, die er reißt.

Ein Wassertropfen fiel auf Arko's Nase und riss ihn aus seinen Gedanken. Er schaffte es, vor Schreck nicht zusammen zu fahren, sondern nur die Augen zu weiten und den Kopf erschrocken zu schütteln. Er schaute hinauf . Der Wassertropfen musste von einem Baum oder ähnlichem gefallen sein, denn der Himmel begann allmählich, sich zu lichten. Er sah sich um und bemerkte am anderen Ende des Flusses eine weiße Wölfin, deren blaue Augen das Rudel aufmerksam musterten. Gerade verkündete Rumo, dass sie zur Höhle aufbrechen wollten. Arko nickte dankend und ein wölfisches Lächeln zierte seine Lefzen. Er war stolz auf sich selbst. Und das war selten so. Er hatte etwas geschafft, erreicht, hatte Loki den langen (oder weniger langen) Weg gestützt. Bis hierher. Bis zum See, zu dem Rudel, zu Rumo, Lokis Sohn. Und nun würden sie gemeinsam zur Rudelhöhle gehen. Auch tat Rumo ihm auf, die Fremde mit den blauen Augen zu begrüßen. Die Rude wie bei jedem seiner Läufe leiht hin und her wedelnd trabte er auf sie zu.

„Seid gegrüßt, Blauäugige. Sucht Ihr nach etwas oder nach jemandem?“

Fragte er und nickte mit der Schnauze über die Schulter zum Rudel, welches so genau gemustert wurde. Der Geruch von Blut und totem Tier hing an ihr und das Freundliche Glänzen in den Augen des Mischlings härtete sich und Misstrauen blitzte darin auf, wie ein Blitz an einem sternenlosen Himmel. Seine Lefzen zuckten und das Nackenhaar sträubte sich ihm leicht. Ob der Fremden zu vertrauen war?


[beim Rudel / geht zu Shira]

mies -.-*
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   So März 21, 2010 5:21 pm

Vor Schreck blieb Shira stehen und hielt den Atem an, als ein fremder Wolf auf sie zukam, der eher weniger dem Normalbild eines Wolfes entsprach.„Seid gegrüßt, Blauäugige. Sucht Ihr nach etwas oder nach jemandem?“, fragte er sie. Sie hatte ganz vergessen zu Atmen. Nun stand sie keuchend vor ihm. Shira fragte sich, warum sie so starr war, das war doch sonst nicht ihre Art.

"Ich suche nach einem Rudel, oder einem Wolf, bei dem ich bleiben kann"

Brachte sie mit Mühe heraus. Ihre Kehle war vor Aufregung ganz trocken. So aufgeregt wie in diesem Moment war sie schon lange nicht mehr gewesen. Sie drehte sich um, nahm ein paar Schlücke aus dem Fluss und drehte sich zu dem Rüden zurück. Mit fragenden Blick schaute sie den Wolf ins Gesicht.

(Bis jetzt scheint er recht nett zu sein)

dachte sie sich.


[am Fluss / antwortet Arko / bei ihr Arko]


Zuletzt von Shira am Di März 23, 2010 5:10 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo März 22, 2010 5:48 pm

Awans Läufe trugen den schwarzen sanft über den Boden. Pfote vor Pfote, immer weiter immer weiter zu seinem Ziel. Doch was war das Ziel, oder was sollte dies sein? Ein See, eine Wiese, die Liebe, der Tod, ein Rudel ? Würde jetzt jemand kommen und sagen, was davon es wäre, wäre es dem schwarzen egal gewesen. Sein Leben war mehr oder weniger erfüllt gewesen. Die Sommer hatte er genossen, die Winter um die Kranken gekümmert. Er hatte es genossen, soweit man es genießen konnte. Bis auf den Sturz der Klippe hatte er nichts mit sich getragen ... weder psychisch noch körperlich. Doch da war nochetwas.

Die Pfoten des schwarzen bewegten sich immer schneller vorwärts, suchten nach etwas vergebenem, hielten nicht an. Niemals. Eine Pause wäre tödlich, zumindest für den Rüden, der sich bei einem Angriff nicht schnell genug in Sicherheit bringen könnte. Der Hinterlauf, der ihm zu etwas besonderen machte. Besonders unter den besonderen, noch anders Einfach.
Ein sanfter Wind umspielte den Körper Awâns , seine Rute schien mit dem Wind hin und her zu wippen, seine Ohren weit und freundlich nach oben gestellt, der Blick wachsam und treu. Aber auch missgunst und verlorenes Vertrauen waren darin. Und während der Rüde weiter strikt geradeaus lief, dachte er über sein Ziel nach. Ein persönliches Ziel, nicht irgendwas anderes.

Vorsichtig senkte Awân seinen Kopf zu Boden, und was er vernahm war nicht fremd. Doch fremd, wobei er erkennen konnte worum es sich handelte. Der Geruch der Wölfe. Wohl ein Rudel, dass sich hier angesetzt hatte.
Der Geruch von Wasser stieg ihm in die Nase, doch ignorierte er diesen zunächst und folgte der anderen Spur , ehe er vor zwei Wölfen stand.
Dominant kam Awân aus seiner Duckhaltung zurück, und stand nun da. Groß war er, eigentlich nicht, aber das sollten alle denken. Die kühle Fassade würde zerbrechen, sobald man ihm anbot in das Rudel einzutreten, das hinter dem ... komisch aussehenden Rüden stand. Allerdings würde die Fassade nur dem gegenüber zerbrechen, der ihn einlud.

Seid gegrüßt, fremde Wölfe.

Und betonte das Wort Wolf extra, denn der Rüde sah nicht aus wie ein Wolf, geschweige denn ein halber, ein viertel Wolf oder etwas dergleichen. Vielleicht aber hatte das Augenlicht Awâns ihn auch einfach nur getäuscht.


( unterwegs | trifft auf Arko und Shira )
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Prolog 02: Erster Kontakt
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