Demba-Wolves

x Startseite x Mitglieder x Gruppen x Impressum x FAQ x Suche x Anmelden x
demba tophead
Das Team - RudelratAktuelles - Infos & PostingfolgeRollenspiel - Zeit & WetterPlotline - Kurzinformation
Zur Homepage
Aufnahmestop!
Freie Plätze: 0

Postingreihenfolge:
Gruppe 1: Sunkmanitutanka - Siyana
Rumo - Benjiro
Gruppe 2: Francis - Sardai - Magena
Rala - Loki - Kurai - Sheta
Gruppe 3: Menha - Chilali

Abgemeldet: -
Zeit:
Frühling | Morgen
Ort:
Im Demba Tal

Wetter:
Wolkenverhangen.
Heftiger Regen.
Düster unter den Wolken.
Temperatur: 16°C
Plot 03: Vom Glück verlassen


Plötzlich herrscht Unruhe. Unbeabsichtigt
lockte der Unglücksrabe Sunkmanitutanka
auf seiner Flucht die Menschen ins Tal.
Dem Rudel droht große Gefahr. Können
sich die Wölfe vor den Jägern retten?

Partner - Persönliche Favoriten

. KÄMPFE FÜR DEINE FREIHEIT .StartseiteFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin


Austausch | 
 

 Prolog 02: Erster Kontakt

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
AutorNachricht
Loki

avatar

Rang : gamma
Geschlecht : Rüde
Alter : 9 Jahre
Größe : 82 cm
Gewicht : 69,3 kg
Merkmale : Narben auf Schulter & Seite, eingefallene Flanken & ausgedünnter Pelz

Rollenspiel
Gesundheit:
15/100  (15/100)

BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Di Sep 29, 2009 6:28 pm

Alles schien wieder im Lot. Der braune Rüde hatte sich nach Lokis Worten rasch wieder gefangen und machte nun Anstalten die Situation in die Pfote zu nehmen, wie man so schön sagte. Der Altwolf war nicht abgeneigt, dass endlich Bewegung in die versteifte Gruppe kam, doch hatte er noch immer Sorgen, ob nicht alles zu viel für ihn wurde. Dankbar nahm er die stützende Schnaufe Arkos unter seiner Schulter an und kam mit seiner Hilfe auf alle vier Beine. Ein flüchtiges Schlecken der trockenen Zunge galt seiner Schulter und sein eigenes Blut gab der ausgetrockneten Kehle ein wenig Feuchtigkeit zurück. Der warme Lebenssaft schmeckte bleiern und längst nicht so süß wie der von frisch geschlagener Beute. Es fröstelte den dürren Körper des alten Wolfes. Höchste Zeit für etwas Bewegung, denn die Kälte des Bodens hatte sich bereits bis in seine Knochen geschlichen.

(Es kann ja nicht so weit sein. Du schaffst das schon, alter Junge.)

Loki sprach sich in seinen Gedanken selbst Mut zu, denn er wusste aus Erfahrung, dass er den See nicht erreichen würde, wenn er diesen jetzt verlor. Fast nebensächlich erschien ihm die Tatsache, dass Arko inzwischen ein paar Mal aufmerksam aufgesehen hatte. Trotzdem konnte der Altwolf nicht umhin den Augen des Jüngeren zu folgen, so erblickte auch er die schwarze Fähe, die dort ganz in ihrer Nähe still verharrte und sie beobachtete. Er nickte ihr freundlich und erhaben zugleich zu.

"Ein weiterer Jäger also. Sei gegrüßt, Fremde. Wir waren gerade auf dem Weg zum See, wenn du uns begleiten möchtest?"

Er wollte endlich aufbrechen. Vielleicht merkte man dem Graupelz diesen Umstand etwas zu deutlich an, doch immerhin hatte er wirklich etwas zu verlieren. Etwas kostbares, das man ihm nicht so schnell wiederbeschaffen konnte, nämlich sein Leben. Es fehlte Loki an der Lust sich noch einmal mit langen Floskeln und Begrüßungen aufzuhalten. Wenn die fremde Fähe an ihnen interessiert war, so würde sie ihnen nach seiner Einladung schon folgen oder es eben einfach sein lassen. Bei einer möglichen Auseinandersetzung blieb dem Altwolf allerdings nur übrig auf Arko und Nu zu hoffen. Er machte also einen ersten, zittrigen, doch bestimmten Schritt in die Richtung, in die zuvor die Gruppe um seinen Sohn gegangen war. Doch schon nach nur einer Wolfslänge musste er feststellen, dass er ohne fremde Hilfe nicht weit kommen würde. Mühsam schleppte er sich noch ein Stück weiter, musste dann aber doch endgültig inne halten. Beinahe beschämt blickte er zurück auf Arko zurück, die Ohren zum ersten Mal bittend angelegt. Im Augenblick hatte der Jüngere deutlich mehr zu sagen als er, wo er ihm doch weit überlegen war.

"Könnte ich deine Hilfe erbitten?"

[Im nordwestlichen Teil des Waldes, nahe am See / setzt sich in Bewegung / bei ihm Arko, Nu, Ashley und Kurai]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Di Sep 29, 2009 6:38 pm

Rumo hatte ihn gehört. Das Ohr, das er in seine Richtung klappte, verriet es und ein paar Meter später blieb er stehen. "Es ist in Ordnung." Für Nanouk bedeuteten diese Worte Erlösung. Rumo vergab ihm, doch nicht nur das. Er entschuldigte sich sogar bei ihm! Damit hatte der junge Rüde nicht gerechnet. Überschwängliche Freude überkam ihn und am liebsten hätte er den großen Bunten übermütig angesprungen und ihm über die Lefzen geschleckt. Doch er verstand, dass dazu jetzt nicht die richtige Zeit war. Lieber genoss er noch die Freundlichkeit in den fremden Seelenspiegeln, die ihm galt. Er wollte sich diesen Fortschritt nicht sofort wieder zerstören. Viel Zeit blieb ihm sowieso nicht dazu, denn Rumo wollte aufbrechen. Hatte er etwas Interessantes gewittert? Angestrengt sog Nanouk die feuchte Waldluft ein.

(Eine fremde Witterung!)

Mit großen Sprüngen, aufgeladen mit neuer Energie, setzte Nanouk seinem Anführer nach. Ja, diesen Wolf wollte er als seinen Alpha sehen. Bestimmt konnte er noch viel von Rumo lernen. Es dauerte nicht lange, bis sie den See erreichten. Doch sie waren nicht die ersten, die auf diese Idee gekommen waren. Eine Fähe mit silbrig-weißem Pelz schien sie zu erwarten. Angespannt wirkte sie, aber nicht ängstlich. Bald kam sie ihnen entgegen und stellte sich ohne große Umschweife als Neera vor.

(Ein schöner Name.)

"Hallo Neera. Du brauchst keine Angst zu haben. Wir suchen nur einen sicheren Ort für unseren Verletzten."

Eigentlich wäre es Rumos Recht gewesen als erster zu antworten, doch diese Erkenntnis kam dem Jungwolf etwas zu spät. Entschuldigend sah er sich rasch nach dem großen Bunten um. Vielleicht nahm er ihm diesen Fehler ja übel.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mi Sep 30, 2009 1:42 pm

Als die Rüden vor ihm zum Stehen kamen, glitt ihr Blick ein letzes, prüfendes Mal über jene und ihre Haltung lockerte sich etwas. Beinahe entspannt konnte man es nennen, doch würde man in ihr Herz sehen können, so würde man die Wahrheit dahinter erblicken. Die Fähe drehte ihre Ohrmuscheln zu dem Jungwolf, der zu ihr sprach. Sein Pelz war grau und er schien in bester Blüte zu stehen. Abgesehen von seiner Jugend wäre er wohl neben dem Alpha ein würdiger Rüde für dieses Rudel.

Ihr Blick zuckte kurz zu NIght, der anscheinend etwas abwesend schien. Dann erhaschte sie einen Blick auf Nanouk, nickte ihm kaum merklich zu und spürte die Energie, welche von diesem Rüden auszugehen schien. Um ihre Lefzen spielte ein feines, eher bitteres Lächeln,w elches sich nicht einmal bis zu ihren Augen stahl, geschweige denn, die Lefzen vollkommen erheben ließ. Es galt eher als eine Art seichter, trockener Schwung, welchen sie ausübte und der so flink verschwand, wie der Wind.

(Tatsächlich Verletzte. Der Puma?!)

Ihre seltsamen Augen wurden eine Nuance dunkler, schienen nun die Farbe von flüssigem Saphir anzunehmen und noch weiter abzudunkeln. Der BLick wurde misstrauisch, beinahe akribisch suchten die Sellenspiegel die Umgebung nach gelblichem Fell ab. Doch blitze weder der verrräterische Schwanz eines Leiseschleichers auf, noch nahm sie auch nur die feine Ahnung des Geruchs war. Es schien beinahe, als wäre der Berglöwe nicht davon gelaufen, sondern wäre einfach verschwunden. Einer Illusion gleich weg.

Neera richtete ihren Blick erneut auf Rumo, dieses Mal jedoch drang kein einziges Anzeichen auf Leben durch sie. Sie schienen leer, ausdruckslos und kalt. Wie die eines toten Wesens, doch Neera wurde sich dessen meist erst bewusst, sollte man sie wie solch eines behandeln. Von der Welt geschieden, die wölfische Hülle wandelte seelenlos auf dem Erdenball. Ihr entwich ein abfälliges Schnauben und ihre Nase blähte sich leicht. Nichts.

(Angst ist etwas, was mich schwach machen würde, Fremder.)

IHre Gedanken waren - wie ihre gesamte Körperhaltung - wachsam, etwas angespannt und wohl auch interessiert. Der silbrig-weiße Pelz wurde erneut liebkost, doch dieses Mal ruhte der Blick der Fähe fest auf Rumo. Sein Fell war ebenso bunt wie jene Blätter des Herbstes, welche den Wölfen leise wispernd längst vergangene Geschichten zu berichten wussten. Doch auch hier erweckte der stattliche Rüde den Eindruck, als wüsste er weitaus mehr zu berichten, als es sein Alter annehmen ließ. Als sie Rumo schlussendlich ansprach, war Neera´s Stimme fest und kühl, man meinte auch eine gewisse Distanz heraus zu hören.

"Seid Ihr gewillt, eine weitere Fähe in Euer Rudel aufzunehmen?"

Sie würde, sollte Rumo sich gegen sie entscheiden, kein Aufheben darum errichten und das Revier verlassen. Dennoch, so wusste Neera, würde das Leben in einem Rudel deutlich angenehmer und auch sicherer werden. Die Andeutung der Brauen zuckten leicht, als sie den Bunten fragend, zugleich wohl auch etwas provozierend ansah.

Sie stand in der Blüte ihrer Jahre, wusste sich zu vereidigen udn war nebenbei mit einem guten Selbstbewusstsein gesegnet. Es waren Qualitäten, die stets gezählt hatten und wohl auch hier zählen würden. Allerdings ließ die silbrig-weiße Fähe sich nicht beirren. Des öfteren war sie bereits enttäuscht und verraten worden, noch ein Mal wüerde ihr dies sicher nicht geschehen. Abwartend und nun stark angespannt betrachtete sie den Alphawolf eingehend. Kopf und Rute waren stolz erhoben, man sollte nicht denken, sie würde sich so flink unterwerfen. Das bräuchte seine Zeit.

[bei Rumo, Nanouk und NIght]
Nach oben Nach unten
Kurai

avatar

Rang : delta
Geschlecht : Fähe
Alter : 3 1/2 Jahre
Größe : 83 cm
Gewicht : 49 kg

Rollenspiel
Gesundheit:
50/100  (50/100)

BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mi Sep 30, 2009 7:50 pm

In stiller Ruhe beäugte sie die Meute ohne ein Wort fallen zu lassen. Die Neugierde die sie anfänglich erfasst hatte, schien nach und nach gestillt zu sein. Immerhin nahm sie war, dass die Augen des jüngeren Rüden ein paar Mal zu ihr huschten. Mochte es auch noch so beiläufig wirken, sie war sich ziemlich sicher, dass er genau wusste, dass sie das kleine Rudel beobachtete. Allerdings machte er keinerlei Anstalten sich ihr in den Weg zu stellen, oder aber den anderen ihre Anwesenheit mitzuteilen. Dies empfand die schwarze Wölfin nicht unbedingt als taktisch klug und zudem würde eine Ignoranz ihr gegenüber nur die Langeweile in die Glieder treiben. Da anfänglich nichts geschah widmete sich Kurai erst einmal den Gerüchen und dem Aussehen der Beteiligten zu. Der Welpe war für sie dabei erst einmal unwichtig und schob sich deshalb in ihrem Kopf in den Hintergrund. Sichtlich interessant fand sie dennoch, das was sie gerade erst wahrnahm. Ihr fiel auf, dass etwas an der Witterung des Rüden nicht stimmig zu sein schien. Zumindest nicht, wenn es sich um einen Wolf handeln würde. Ihre Ohren drehten sich kurz zurück, die Augen verengten sich zu leichten Schlitzen, bis ihr endlich klar wurde, was sie so stutzig gemacht hatte.

(So, so)

In seinem Geruch war gleichzeitig eine Spur von etwas, was sie nicht sonderlich mochte. Der Anteil von Hund war darin zu erkennen. Und bei genauerem Betrachten aus ihrer Entfernung, sah man auch am Körperbau den Unterschied zu einem gewöhnlichen Wolf. Ihre Ohren drehten sich zurück nach vorne. Die Mackenzie Waldwölfin hasste Hunde und dass eines der Elternteile des Fremden zu diesen zählte machte ihn ihr gegenüber nicht sonderlich sympathischer. Trotz ihrer Erkenntnis, die sie gerade gewonnen hatte, blieb ihr nicht viel Zeit darüber nachzudenken. Anscheinend hatte der Alte die flüchtigen Blicke des anderen mitbekommen und dieser hatte tatsächlich den Mut das Wort an sie zu richten. Ihr wandernder Blick fand Ruhe auf der klapprigen Gestalt des Altwolfes, der sichtliche Schwierigkeiten hatte still stehen zu bleiben. Er bot ihr tatsächlich an, sie zu begleiten? Wenn Kurai die Sache abwägte, war es klar, dass ihr überleben und ihre Kraft in einer Gemeinschaft besser aufgehoben war. Dennoch missfiel ihr leicht der Gedanken sich anderen, die sie nicht kannte unterwerfen zu müssen. Sie hatte damals nicht umsonst ihr Geburtsrudel verlassen.

Aber wieso dachte sie darüber überhaupt noch nach? Ihr Kopf wusste, dass ihr Herz bereits entschieden hatte was sie tun würde. Es war der Instinkt der längst nach einer Gemeinschaft rief. Wenn sie keine eigene Familie gründete, wieso also nicht denen die es ihr anboten anschließen? Ihr Maul öffnete sich. Immerhin roch sie genauso gut die Schwäche des Altwolfes und ihre Art war es eben Direkt und Vorlaut zu sein.

„Seid ebenfalls gegrüßt“

Erst einmal war sie noch förmlich und höflich. Ihre Stimme war klar und kraftvoll. Machte deutlich, dass sie zwar nicht einfach so angreifen würde, allerdings auch keine sonderliche Scheu vor ihrer Anzahl oder jeden einzelnen hatte.

„Sehr freundlich, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich einem Alten Wolf begleiten soll, der sein Leben so gut wie aufgegeben hat. Immerhin bin ich keine Sterbebegleiterin.“

Frech und unfreundlich. Jedem war es selbst überlassen mit ihren Worten umzugehen und sie zu interpretieren. Sie würde es sicherlich keinem übel nehmen, wenn er verärgert war. Keiner wusste wie sie war, welch Wesenszüge sie zu einer starken und Kraftgebenden Fähe, wie aber auch zu einer unangenehmen Zeitgenossin machten. Ihr Blick ruhte weiterhin auf dem grauen Wolf, wobei ihre Ohren den anderen Tieren eine gewisses Maß an Aufmerksamkeit schenkte.

[Bei Loki, Arko, Nu & Ashley/nahe dem See]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Rumo
Der Beschützer
avatar

Rang : Alpha
Geschlecht : Rüde
Alter : 4 Jahre
Größe : 88,6 cm
Gewicht : 63,5 kg
Merkmale : sehr groß

Rollenspiel
Gesundheit:
60/100  (60/100)

BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Fr Okt 02, 2009 6:48 pm

(Nicht die Unglücksseelige.)

Es war der erste Gedanke, der dem Rüden durch den Kopf schoss, als er Neera erblickte. Obwohl ihr Pelz ebenfalls von der Farbe war wie der Schnee im Winter, so unterschied er sich dennoch von dem reinen, geradezu strahlenden Pelz der anderen. Hier mischte sich das Fell mit Silber, ebenso hübsch, keine Frage, doch es war nicht die selbe. Mit seinen Seelenspiegeln hielt er die Fremde fest im Blick, fixierte sie um nicht eine Regung des großgewachsenen Körpers zu verpassen. Ebenso wie ihrer spannte sich auch der Körper des Rüden, zu jeder Zeit bereit auf die Fähe zu reagieren. Sie schien nicht feindseelig, doch machte sie einen starken und selbstsicheren Eindruck. Ihre Gedanken konnte Rumo nicht erraten. Zu undurchsichtig war ihre Mimik und die Fenster zur Seele ließen einen bloß in eine unergründliche Leere blicken. Die Muskeln des Bunten spannten sich. Es machte ihn nervös, dass er sein Gegenüber nicht einzuschätzen vermochte. Hatte sie etwas zu verbergen?

Nanouk brach auf seine unbedachte Art die Stille und nahm die Spannung aus der befremdlichen Situation. Rumo zuckte kaum merklich zusammen, als er die Stimme des jungen Rüden vernahm, wieder einmal ungefragt, wieder einmal übereilt, doch vielleicht war es gerade das, was die momentane Lage erforderte. Wie auch immer, es half. Die Fähe vor ihnen entspannte sich merklich und antwortete dem Vorlauten. Der Inhalt ihrer Worte verwirrte den großen Rüden jedoch zunächst.

(Rudel? ...und wieso liegt ihr Blick dabei auf mir?)

Es war vorhin also nicht nur seine eigene Empfindung gewesen. Auch die anderen Wölfe sahen in ihm augenscheinlich einen Alpha, jemanden, dem sie folgen könnten. Ob er die richtige Wahl für sie war glaubte Rumo zu bezweifeln, doch für den Moment würde er diese Rolle spielen. Schließlich war die Bedrohung durch den Puma noch immer nahe und sie alle teilten hier das gleiche Schicksal. Später war immer noch Zeit sie davon zu überzeugen sich jemand anderen zu suchen, jemanden, der diese verantwortungsvolle Position besser ausfüllen konnte. Der Bunte sah nicht, dass es stimmte, was die anderen in ihm sahen. Er erkannte nicht, dass er die Fähigkeiten eines Alphas bereits mit sich brachte. Vielleicht wollte er das auch nicht sehen. Er war es nicht gewohnt die Verantwortung für andere, gescheige denn ein ganzes Rudel zu übernehmen. Doch genau das wurde hier von ihm verlangt. Er zweifelte, dass er der Aufgabe gewachsen sei.

"Ich grüße dich, Neera. Du darfst uns gerne begleiten. Mein Name ist Rumo, zur Zeit führe ich unsere Gruppe."

Das sollte für den Anfang reichen. Rumo hatte seinen Namen genannt und ihre Frage beantwortet ohne selber zu behaupten, dass ihr Haufen bereits ein Rudel bildete. Allerdings hatte er dies auch nicht verneint. Waren sie etwa bereits eines? Oder konnten sie überhaupt jemals zu einem Rudel zusammenwachsen?

(Wohl kaum mit mir an ihrer Spitze. Ich würde sie bloß in ihr Verderben führen, Loki ist hierfür das beste Beispiel.)

Das Selbstzerstörerische war Teil seines Selbst, er konnte es nicht abstellen. Oft behinderte ihn diese negative Eigenschaft in seinem Tun. Hier durfte er sich jedoch nicht dahinter verstecken, noch nicht und das wusste er. Ein wachsamer Blick flog nun über die weite Lichtung und den noch viel weiteren, klaren See.

(Wasser.)

Kaum hatte sein Kopf diesen Gedanken formuliert brannte dem Wolf auch schon die Kehle. Das Bedürfnis seinen Fang in das kühle Nass zu tauchen und seinen Durst zu stillen ließ ihn alle Begrüßungsfromen vergessen. Er hatte sich vorgestellt, sie auch, reichte das denn nicht? Kennenlernen konnten sie sich auch am See. Er nickte Neera nur noch kurz und freundlich zu, dann schritt er an ihr vorbei und verfiel in einen raschen Trab. Immer dem Wasser entgegen. Er erreichte es und senkte den Kopf. In großen Schlucken sog er die lebensspendete Flüssigkeit in sich auf, bis es ihm bald schlecht wurde. Seine schlabbernde Zunge sorgte dabei für ausgeprägtes Platschen und Spritzen. Ja Wasser, das würde auch dem Alten gut tun und natürlich ebenso den anderen. Rumo trat noch ein paar Schritte weiter in den See, bis er bis zu den Fesseln drin stand. Das Wasser hatte noch eine eisige Kälte, die seine vom Gebirge stark beanspruchten Ballen kühlte, erst als sie drohten von Taubheit befallen zu werden verließ er den See wieder, schüttelte kräftig den klammen Pelz und blickte prüfend noch einmal den Waldrand entlang, bevor er eine Frage an Neera richtete:

"Ist es hier sicher? Zumindest kann man die Lichtung gut überblicken und Feinde ließen sich leicht ausmachen."

[am See / bei ihm Nanouk, Neera und Night]

_________________
~ Wofür es sich lohnt zu leben, dafür lohnt es sich auch zu sterben. ~
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://demba.forumieren.com
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Sa Okt 03, 2009 5:25 pm

Die Pfoten der Huskydame berührten den eiskalten Boden, und hinterließen im feuchten Bereich tiefe Abdrückte. Wie sie diese Stille zu genießen wusste. Apocalypto blieb stehen und sog sie frische Luft ein. Bei solchen kühlen Morgenwetter war das Rennen ein Kinderspiel.
Die Pfoten konnten ohne Probleme in kurzer Zeit eine Schnelligkeit erreichen, ohne das ihr heiß wurde.

Doch für das Rennen und Springen über Bäume war sie heute einfach zu müde. Wie lange hatte sie nicht mehr geschlafen? Einen Tag? Zwei? Naja war ja auch egal...immerhin war sie noch nicht zusammengekracht, und das war auch gut so.
Das Rascheln der Blätter beruhigte die Hündin und ließ sie ihr Tempo verlangsamen. Ohne zu registrieren, dass der Hunger an ihr zerrte, schritt sie über jegliche Ebenen.
Es dauerte nicht lange, bis sie merkte, dass ihr Magen nach Frischfleich schrie.

Doch hier gab es nichts, nichts außer hohen Bäumen und einem kühlen Wetter. Seid Tagen hielt sie sich im Wald auf. Ohne Angst von Wölfen entdeckt zu werden, oder anderen Tieren.
Überall wo Calypto war, schuf sie sich zahlreiche Feinde an, Feinde die ihren Stolz immer vergrößerten. Und dies war ein herrliches Gefühl.

Die eiskalten Augen musterten die Umgebung, es roch nach Aas. Nach Fleisch das gerade erst einen Tag dort lag. Hungrig folgte sie dem Duft des Fleisches. Tatsächlich, ein Fuchs hatte sich ebenfalls dem toten Reh genähert.
Ein Knurren drang aus ihrer Kehle. Apocalypto entblößte auf einen Schlag ihr Gebiß und ließ den Fuchs zusammenzucken. Mit großen Schriten näherte sie sich dem Fuchs, knurrend, bis dieser die Flucht einschlug.

(Wer ist hier der Boss hm?)

Nun brauchte sie sich keine Sorgen zu machen, dass jemand sich ihr näherte. Mit einer kräftigen Kopfbewegung riss sie ein Stück Fleisch ab und begann es hungrig zu verschlingen, wobei das süßliche Blut an ihrer weißen reinen Schnautze klebte.

[im Wald/frisst]

Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   So Okt 04, 2009 1:12 am

Der distanzierte, beinahe weltfremde Blick war auf den Wald gerichtet, als wolle die Weiße sich nochmals vergewisern, dass es keinerlei Anzeichen auf Gefahr gab. Dennoch, etwas ließ Neera wachsam bleiben. Wachsam, angespannt, misstrauisch. Ihre Augen streiften ruhelos in der Umgebung umher, als seien sie auf der Suche nach etwas, was sie nie zu finden bestimmt war.

Als Rumo das Wort an sie richtete, schien er etwas verwirrt, was Neera aufblicken ließ. Ihr Blick ruhte nun auf dem bunten Rüden und schien dessen kräftiges Erscheinen nochmals zu mustern, als habe sie ihn zuvor noch nicht gesehen. Ihre Augen waren leer, so wie stets, die Haltung stolz und ungebrochen. Sie zeigte, was für Lebensgeister in ihr steckten und welche Geister ihrer selbst sie zu wecken vermochte. Um die Lefzten des Fähe zuckte es spottend, als sie mit klarer, dunkler Stimme antwortete.

"Sicher? Es ist an keinem Ort sicher, Rumo. Dennoch scheint dieser Ort tatsächlich ein passables Plätzchen zu sein. Sowohl für Euch, als auch für den Rest Eurer Gruppe."

Dass sie sich noch nicht mit hinzu zählte, war eher eine Art Vorsichtsmaßnahme. Sie traute dieser massenhaften Ansammlung von Rüden nicht, wenngleich es schlicht weg normal war. Eine Leitwölfin im gebärfähigem Alter duldete meist keine weiteren, geschlechtsreifen Weibchen neben sich. Was bei den Rüden nicht die Regel war. Neera´s Lefzen zogen sich verachtend zurück.

(Welpen. Nachkommen. Rudel. Alles schent sich nur um kleine, nervende Welpen zu drehen.)

Womit sie vielleicht nicht Unrecht hatte. Ihre Gedanken jedoch wurden von dem sanften, nahezu verlockendem Plätschern abgebrochen und steuerten nunmehr eine vollkommen andere Richtung an. Das Wasser schien gänzlich sauber, was Neera jedoch nicht davon abhielt, sich die Wellen, welche von Rumo geschlagen wurden, genaustens zu betrachten.

Auch streifte ihr misstrauischer Blick nochmals die naheliegende Umgebung, sowie den Uferbereich des gesamten Sees. Sie witterte die unverkennbaren Gerüche mehrerer Wölfe, darunter auch jener Altwolf, der als verletzt galt, als auch jener Wolf, dessem Fell eine seltsame Geruchsmischung anhaftete. Beinahe, als hätte er in einem Stadtaufenthalt mit den Hunden zu tun gehabt. Doch vermutete Neera, dass dieser Geruch eine gänzlich andere Quelle besaß, als sie annahm. Etwas, was sie weiterhin vorsichtig bleiben ließ.

"Laufe mit dem Wind und spüre deine versperrte Freiheit."

murmelte sie leise vor sich hin. Einzelne Worte, welche eine große Bedeutung für die Fähe zu haben schienen. Als sie den Blick wieder klärte, senkte sie den Kopf, die Augen noch immer auf die Umgebung gerichtet und spürte das beißende Zwicken des Wassers. Dennoch watete sie tiefer in das Wasser hinein, spürte es an ihrem Brustfell entlang lecken und wieder zurück fallen. Es schien beinahe so, als wolle das Wasser sowohl Neera, als auch die restlichen Wölfe in das Wasser ziehen.

Mit einer ruckhaften, stolzen Bewegung sprang sie aus dem Wasser. Sie wollte lieber die gesamte Gegend im Auge behalten können. Man wusste nie, welche Gefahren - und Überraschungen - auf einen warten konnten. Neera´s Brustfell sträubte sich leicht. Ihr war ein verhasster Geruch in die Nase gestiegen, welcher aus einer vollkommen anderen Richtung zu ihr geweht wurde. Es war beinahe ein Hauch, nur eine kleine Ahnung, dennoch exestierte dieser Geruch. Anspannung machte sich in Neera´s silberweißem Körper breit. Sie witterte ihn: Hund.

[bei Rumo,Nanouk & Night, spricht]
Nach oben Nach unten
Das Team

avatar


BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo Okt 05, 2009 2:30 pm

Night, der dunkle, grauschwarze Rüde war seit der Begegnung am Pass schweigend den anderen Wölfen gefolgt. Er war mit ihnen in das Tal hinabgestiegen, hatte mit ihnen den Wald betreten und den Vorfall mit dem Puma erlebt. Still, beobachtend und irgendwie anteilnahmslos. War er wirklich bereit sich diesem Rudel anzuschließen? Sie waren alle Fremde, es gab keine Struktur, kein Revier, keine Sicherheit. Der Rüde war sich nicht mehr so sicher, ob es diese Wölfe waren, mit denen er sein Leben teilen wollte. So kam es, dass er seit dem er mit Rumo und Nanouk die anderen zurückgelassen hatte nach einem Grund, einem Vorwand suchte um sich von den Artgenossen zu lösen.

Als sie den See erreichten und auf eine weitere Fähe trafen schien sich endlich eine Möglichkeit zu ergeben sich von der Gruppe zu trennen. Während Night nämlich die Luft auf die Witterung der Fähe überprüfte, fanden seine scharfen Sinne noch einen weiteren, befremdlichen Geruch, der aus den Wäldern um sie herum zu wehen schien. Er blieb etwas abseits stehen, während sich Rumo und Neera in den See wagten und ihren Durst stillten, doch als er Neeras plötzliche und heftige Reaktion sah, da wusste er, dass auch sie den fremden Geruch wahrgenommen hatte. Jetzt oder nie. Night stellte sogleich sein Fell auf und zog die Nase kraus. Wie angewidert sah er nun aus.

"Ein Hund! Wo einer ist, da kommen sicher auch noch weitere hinzu. Ich werde gehen und nachsehen, ob ihm auch Zweibeiner gefolgt sind."

Es war eine Lüge, das wusste er und es missfiel ihm auf solche Mittel zurückgreifen zu müssen. Er ging nicht um nachzusehen, obwohl er es tun würde. Er würde die anderen Wölfe auch warnen, falls dem Hund wirklich Jäger gefolgt wären, doch daran glaubte er nicht. Der dunkle Rüde wartete nicht auf eine Antwort des Braunen. Er lief sofort los, flog an den anderen vorbei, überquerte die Lichtung und war schon bald im Wald verschwunden. Es war wichtig, dass er als erstes ging, denn er hatte nicht vor zurückzukehren. Zumindest noch nicht. Night ging.

[Hiermit ist Night aus dem Rollenspiel genommen. Es kann auch niemand mehr auf ihn stoßen, es sei denn er meldet sich selbst zurück.]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.demba-wolves.2page.de
Sheta

avatar

Rang : beta
Geschlecht : Fähe
Alter : 4 Jahre
Größe : 82 cm
Gewicht : 54 kg
Merkmale : Muskelpaket

Rollenspiel
Gesundheit:
65/100  (65/100)

BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo Okt 05, 2009 8:25 pm

Die braun-bunte Fähe trabte, nein, rannte durch den Wald. Immer an den Bäumen vorbei, geradeaus. Ihr massiger, kräftiger Körper wurde von ihren weit ausgreifenden Beinen immer weiter nach vorn katapultiert, ihre Pfoten drückten sich in den Boden, wobei sich Erdbrocken zwischen die Krallen der Fähe quetschten. Ihre Hinterhand trug sie über einen im Weg liegenden Baumstamm und ihre Vorderhand fing sie geräuschlos wieder auf. Das buschige Fell der Fähe war nach hinten gedrückt und so auch die Ohren, damit ihre die scharfe Luft nicht wehtat. Die Rute zeigte in die entgegen gesetzte Richtung ihres Laufes, wobei die gold gelben Augen geradewegs nach vorne gerichtet waren. Sheta lief. Sie lief? Sheta lief nicht sehr gerne oder oft, aber es hatte schon seine Gründe...

(Na warte, gleich hab ich dich. Glaub ja nicht, dass du mir entkommen kannst, denkt nicht einmal daran. Du kannst sowieso nicht mehr lange laufen und dann hol ich dich in die Hölle.)

Über Shetas Lefzen breitete sich ein hämisches Grinsen aus, während sie weiter dem im Zickzack davon preschenden Reh nachstellte. Sie hatte es von der Herde abschotten können und es war im Wald, nicht gut für das arme Ding. Und schon hatte Sheta Glück, das Reh knickte weg. Seltsam für ein solches Huftier, das sein halbes Leben im Wald verbrachte, doch gut für Sheta. Das Grinsen der Fähe verstärkte sich und sie griff mit ihren Beinen noch weiter aus. Nach knapp einer halben Minute hatte sich der Abstand der Fähe zu dem hilflosen Reh gänzlich verkürzt und Sheta machte sich zum Absprung bereit. Vorderhand fand Halt und ihre Hinterbeine trafen weit vor ihren im Boden versenkten Pfoten auf, um die kräftige Kämpferin dann mit einem gewaltigen Satz direkt an die Flanke des Tieres zu katapultieren. Sofort schloss sich das schon weit aufgerissene Maul um den Oberschenkel des Rehs und ihre Fangzähne gruben sich in das weiche und warme Fleisch.
Das Reh trat aus, doch Shetas Biss saß und mit ihrem Gewicht stürzte das Reh sogleich zu Boden. Ehe es sich aufrappeln konnte, hatte Sheta schon von der Hinterhand des Huftieres abgelassen und widmete sich dem Kopf. Die kleinen Jährlingsgeweihknospen stachen nach der Fähe, doch sie war geschickt in der Jagd und wich ohne Mühen aus. Mit einem festen und beherrschten Biss befreite sie die Kehle des Rehs von ihrem Körper und schleckte sich das an ihrem Maul heruntertriefende Blut weg. Genüsslich und voller Vorfreude, da sie jetzt schon einen Vorgeschmack erhalten hatte, sah sie dem Reh beim Sterben zu. Es dauerte ja auch nur noch ca. 3 Sekunden, bis das röchelnde Geräusch verstummte und Sheta ihr Grinsen beenden musste, um das Reh in den Fang zu nehmen und mit dem kräftigen Nacken hochzustemmen.

(Na, was sagt man denn!)

Sie wusste schon, wo sie die Beute hinbringen würde, sie hatte gerade erst vor höchstens einer Stunde eine kleine Öffnung zwischen Steinen entdeckt. Eine Höhle. Sie war noch nicht hineingegangen, doch hatte sich an dem naheliegenden Flüsschen den Durst gestillt. Genau auf diese Höhle steuerte die Fähe nun schnurstraks zu. Jedoch nun gemächlich, sie war ja auch schon ein wenig aus der Puste vom langen Laufen. Wie schon gesagt, Laufen war nicht ihre stärkste Eigenschaft. Aber im gemächlichen Schritt ließ sich das Reh recht problemlos zum Eingang der Höhle bringen. EIne kleine Lichtung war davor, bei dem Bach. Sheta war nicht sicher, ob sie die Beute durch die Öffnung bringen könnte, also legte sie den schlaffen Körper lieblos direkt neben der Steinritze, dem Spalt und auch Höhleneingang ab. Sie verschnaufte einen kurzen Augenblick, dann hob sie den Kopf, um sich auf der Lichtung umzusehen. Es war niemand zu sehen, kein Räuber, der ihr ihr Reh hätte streitig machen können. Also konnte das Reh warten, zuerst die Höhle! Eher unüberlegt war diese Entscheidung, wohl hätte jeder andere Wolf erst den Hunger gestillt, doch Shetas Neugierde siegte.

Also wand sie Sheta von dem Kadaver ab und schlich behende in das Höhleninnere. An den Steinwänden wuchs ein wenig Moos, doch schon nach einigen Metern lösten Erdwände von Wurzeln durchzogen den kalten Stein ab. Ein längst verklungener Geruch von Dachs lag in der Luft, so erklärte sich Sheta auch die bearbeiteten Wände. Ein ungefähr drei Meter langer, für die große Sheta recht enger, Gang führte die Fähe zu einem Rundlichen Raum. Hier war wesentlich mehr Platz und Sheta wedelte kurz, sie hatte wirklich ein lauschiges Plätzchen gefunden. Bequem hätte sich die große Sheta längst hinlegen können und trotzdem wäre noch reichlich Platz gewesen. Doch dann wanderten Shetas Gedanken wieder zurück zum Reh.

Also drehte die Fähe um und kroch den Eingang wieder hinauf, um zwischen den Steinen hervorzugucken und zu kommen. Zu ihrem Glück hatte sich kein Räuber an der Beute vergnügt und Sheta ließ sich neben dem toten Tier nieder. Einmal schlug sie ihre Zähne hinein, um den ersten Hunger zu sättigen, dann blieb sie einfach neben dem Reh liegen und sah in den Wald hinein.

[im Wald, an der Höhle / jagt und erkundet die Höhle / alleine]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Rumo
Der Beschützer
avatar

Rang : Alpha
Geschlecht : Rüde
Alter : 4 Jahre
Größe : 88,6 cm
Gewicht : 63,5 kg
Merkmale : sehr groß

Rollenspiel
Gesundheit:
60/100  (60/100)

BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Do Okt 08, 2009 2:48 pm

Neeras Antwort war nicht wirklich das, was der Bunte sich erhofft hatte. Er musste allerdings auch zugeben, dass es naiv wäre zu glauben, jemand anderes würde ihm ohne Weiteres die Verantwortung abnehmen. Das wäre ihm lieb gewesen, keine Frage, denn wirklich um den Posten des Alpha riss er sich nicht, doch irgendjemand musste ihn übernehmen. Die Sache war nur so gespickt mit Ironie. Rumo hätte gerne etwas Zeit gehabt alles genau zu überdenken, ein wenig Ruhe um sich der Situation bewusst zu werden und die Gelegenheit seine Mitstreiter besser kennen zu lernen. An all diesen Dingen mangelte es im Augenblick aber noch erheblich. Um sich trotzdem einen Überblick verschaffen zu können reckte der Rüde den Hals und streckte sich, um möglichst weit über die Lichtung blicken zu können. Der Wind spielte durch sein Fell und die feine Nase des Wolfes sog prüfend alle Gerüche auf. Unbewusst drückte er auch die Läufe durch und seine Pfoten daher in den weichen Uferboden, sodass der kalte Matsch zwischen seine Zehen drang, doch das machte ihm nichts aus. Er war mit anderen Dingen beschäftigt. Gerade versuchte er die verschiednen Gerüche und Witterungen zu identifiezieren, als Neera halb hinter, halb neben ihm mit einem plötzlichen Satz aus dem Wasser kam.
Erschrocken und misstrauisch zugleich hoben sich seine Lefzen, bereit der großen Fähe die Stirn zu bieten, sollte sie auf dumme Gedanken kommen. Ausgerechnet Night, der dunkle Rüde, welcher sich seit dem sie das Tal betreten hatten nicht wieder zu Wort gemeldet hatte, klärte die Angelegenheit, indem er auf den Hund hinwies. So schnell und unerwartet wie er das Wort ergriffen hatte kam auch seine Handlung. Bevor einer der Anwesenden auf ihn reagieren konnte, war der grauschwarze Rüde losgelaufen.

(Bleibt zu hoffen, dass er nicht noch mehr schlechte Nachrichten bringt.)

Lange mochte sich der bunte Rüde aber nicht mit diesem Thema abgeben. Seine Ohren zuckten und wie elektrisiert wandte er den Kopf gen Südwesten. Er witterte noch einen Caniden, der sich hier im Wald aufhalten musste. Rumo starrte die Bäume an, als würden sie ihm jeden Augenblick verraten, ob seine Vermutung richtig war. Er kannte die Witterung, doch sie hier anzutreffen hätte er niemals erwartet.

"Sheta."

Die Töne entwichen nur zufällig seiner Kehle und waren für die anderen wohl kaum verständlich. Was sollten sie schon mit diesem Namen anfangen können? Für Rumo dagegen bedeuteten diese fünf Buchstaben mehr als nur ein Wort. Sie bedeuteten Familie, Freundschaft, Vertrauen und Sicherheit. Eine bekannte, verlässliche Seele. War es Wirklichkeit, dass er seine Schwester ausgerechnet an so einem Ort wiedertreffen würde? Nannte man so etwas Schicksal? Aufregung und Vorfreude stiegen in seinem Inneren an, vereinten sich zu einem wahren Gefühlsfeuerwerk und drangen schließlich mit jeder Pore seines Körper nach Außen. Seine Läufe begannen zu zittern, das Fell plusterte sich auf wie das Federkleid eines Vogels, seine Wangen blähten sich stoßweise mit dem Atem und sein ganzer Körper erbebte. Seine Schwester war hier in diesem Tal, gar nicht weit von ihm entfernt. Was sollte er tun? Sollte er sie rufen? Oder lieber nach ihr suchen? Wie von Nervosität gepackt begann er zu tänzeln, trat ungeduldig von einer Pfote auf die andere. Wenn doch nur Loki und die anderen den See erreichten, dann könnten sie nach der geliebten Fähe suchen. Oder durfte er das etwa schon jetzt? Immerhin wollte er einen sicheren Ort finden. Was sprach dagegen, dass so ein Ort bei Sheta lag? Und wenn er nicht ging, vielleicht verpasste er sie dann, vielleicht würde sie fortgehen und sie fänden sich niemals wieder? Das durfte nicht passieren.

(Ich muss zu ihr!)

Der Hund war vergessen, die Verletzung des Vaters hatte an Bedrohlichkeit verloren und in seinem Kopf spukte nur noch dieser eine Gedanke. Obwohl er wusste, dass es nicht richtig war sein persönliches Glück über das der anderen zu stellen, konnte der bunte Rüde dennoch nicht anders als unvermittelt den Kopf weit in den Nacken zu legen, den Fang in die Lüfte zu heben und aus vollen Lungen ein lautes Heulen in den Himmel zu schicken, dass noch über weite Strecken hin hörbar sein musste:

"Schwesterherz!"

Das Heulen Rumos wehte über die Wipfel der Bäume und hallte zwischen den Bergen wieder. Ein Schwarm Vögel flog unweit aus den Kronen einiger Tannen auf, aufgeschreckt von dem Ruf des Wolfes. Sehnsucht und Freude klangen in seiner Stimme mit. Die Schwester würde wissen wer hier nach ihr rief, sie würde die Stimme ihres Bruders erkennen und dieser würde dafür sorgen, dass sie bald wieder Seite an Seite standen, wie sie es in Kindheitstagen immer getan hatten. Ein unzertrennliches Gespann, dass vom Schicksal auseinandergerissen wurde.

"Kommt mit mir.,

rief er noch den anderen zu, bevor der Bunte seine kräftigen Läufe unter den schweren Körper schob und diesen mit beeindruckender Muskelkraft nach vorne katapultierte. Innerhalb weniger Sekunden hatte der Rüde Höchstgeschwindigkeiten erreicht und sprintete mit weiten Sätzen, lang gestreckt am See entlang und quer über die Lichtung. Auf der anderen Seite der offenen Wiese war, stieß er in den Wald hinein, immer der vertrauten Witterung entgegen. Er würde sie finden und niemals wieder verlassen.

[zwischen Lichtung und Rudelhöhle | sprintet Sheta entgegen]

_________________
~ Wofür es sich lohnt zu leben, dafür lohnt es sich auch zu sterben. ~
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://demba.forumieren.com
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo Okt 12, 2009 10:30 am

Arko musterte Kurai misstrauisch. Loki hatte ihr einfach erlaubt, mit ihnen zu kommen. Dabei wusste er ja nicht, was das für Folgen haben könnte. Vielleicht führte Kurai ein eigenes Rudel und war nur darauf aus, das Revier von Rumo zu übernehmen. Oder sie war eine Einzelgängerin und wollte das Revier für sich alleine. Oder sie hatte Welpen, denen sie Wolfsfleisch füttern wollte.

(Ok.. ich übertreibe..)

Sagte er sich, doch als er die funkelnden Augen der Fähe sah, nahm er das wieder zurück. Ja, er zeigte seinen Respekt vor ihr, denn er wusste, dass sie ihm, sollte es zu einem Kampf kommen, deutlich überlegen war. Aber als sie dann ein so respektloses Kommentar abgab, dass Arkos Augen feindselig funkeln lies, war er sich sicher, dass sie nicht gerade die freundlichste Fähe war. Er war sich sicher, dass es durch sie noch zu einigen Komplikationen kommen würde. Doch er versuchte geschickt, das zu ignorieren und warf ihr nur einen warnenden Blick zu.

"Willst du uns nun folgen, oder willst du hier draußen zu Krähenfraß werden?"

Er wich ihrer frechen Bemerkung aus und gesellte sich an Lokis Seite, um ihn zu stützen. Dem jungen Rüden wurde klar, wie sehr es gelogen war. Loki stand dem Tode nahe und Arko bemerkte, dass sich schon ein paar Aasvögel in den Bäumen über ihnen niedergelassen hatten und den Altwolf genau beobachteten. Der Mischling knurrte den Vögeln drohend zu und einige spreizten ihre Flügel, um ihm zu versichern, dass sie bleiben würden, wo sie waren.

Die Sonne stand noch im Norden und ein kühler Wind strich durch Arkos schwarzes Fell. Er vermutete, dass das Wasser des Sees ebenso kalt sein würde. Wäre es bullenheiß gewesen, hätten er und die anderen Wölfe es genießen können, doch zu so kalter Stunde würde es sie wahrscheinlich eine Menge Überwindung kosten, sich in dem kühlen Wasser zu erfrischen. Doch für den Mischling war es eine wunderbare Vorstellung, endlich wieder zu schwimmen. Er war lange nicht mehr geschwommen, wobei er es unheimlich liebte. So schnell wie möglich wollte er nun den See erreichen und warf einen ungeduldigen Blick zu Kurai, die Grund für die Verzögerung des Aufbruches war.

Plötzlich, als Arko gerade die frische Morgenluft einsog, bemerkte er einen Duft, der sich nur sanft darin niedergelassen hatte. Ein Duft, der ihm vertraut vorkam, bei dem sich aber auch sein Fell sträubte. Er schaute sich um. Ob die anderen ihn auch bemerkt hatten? Vielleicht nicht.

(Das bilde ich mir nur ein!)

Sagte sich der Rüde und schüttelte seinen hellen Kopf. Doch der Duft verließ seine Nase nicht und würde er kein zweites Mal auf ihn stoßen, dann wäre seine Theorie bestätigt, dass es nur Einbildung war. Doch würde er diesen leichten Duft ein zweites Mal erschnüffeln, so wüsste er, dass sich ein uneingeladener Gast in den Jagdgründen Rumos herumtrieb.

[redet mit Kurai/hilft Loki/bemerkt Apos Duft]
Nach oben Nach unten
Loki

avatar

Rang : gamma
Geschlecht : Rüde
Alter : 9 Jahre
Größe : 82 cm
Gewicht : 69,3 kg
Merkmale : Narben auf Schulter & Seite, eingefallene Flanken & ausgedünnter Pelz

Rollenspiel
Gesundheit:
15/100  (15/100)

BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Di Okt 13, 2009 3:35 pm

Während ihrer Worte hatte der Altwolf trotz des vielen Blutes versucht die Witterung der fremden Fähe zu erhaschen und es war ihm tatsächlich gelungen. Im Wesentlichen interessierte ihn dabei nur, ob die Wölfin allein gekommen war oder ob noch weitere Jäger in den Schatten warteten. Doch ihr Geruch verriet keine Gefährten, sie schien eine einsame Wanderin. Eines seiner Ohren lauschte zuckend dem Kommentar der Fähe und auch Arkos Antwort. Der Alte konnte nicht umhin seine Lefzen zu einem amüsierten Schmunzeln zu verziehen. In seinen Augen spielte die Dunkle ein Spiel mit ihnen und Arko ging darauf ein.

(Die ungestüme Jugend.)

Was aber würde er der Fähe antworten? Für ihn selbst war es nicht überlebenswichtig sie zu der Gemeinschaft zu überreden. Für sie dagegen mochte dies eine bedeutendere Rolle spielen. Es blieb dem ergrauten Rüden überlassen die positiven und negativen Aspekte abzuwägen und schließlich entschied er sich in Gedenken an den Puma und die Familie der Leisetreter für die mögliche Vergrößerung des Rudels.

"Du brauchst nicht meinetwegen mit uns zu gehen, werte Fremde. Vielleicht ist dir die Gesellschaft der jüngeren Wölfe, die noch zu uns gehören, ein größerer Ansporn oder aber der Berglöwe, dessen Markierung du hier sicher ebenfalls erschnüffeln kannst, bewegt dich zu einer Entscheidung."

Lokis Stimme war unberührt von jeder Bitte. Er hatte bloß Tatsachen angesprochen und eventuell einige mögliche Folgen angedeutet. Mit einem hörbaren Aufatmen lehnte er sich nun an den Rüden an seiner Seite an und schaffte mit Arkos Hilfe die nächsten Schritte. Auch wenn seine schleppenden Bewegungen mit einem würdevollen Gang nichts zu tun hatten rückte der See doch immer näher, gleichsam wie die zu bewältigende Strecke immer kürzer erschien. Es war ein gutes Gefühl. Loki würde heute noch nicht sterben. Der Altwolf nahm sich fest vor sich von jetzt an nicht mehr beirren zu lassen. Sein Ziel war das Erreichen des Sees und keine Fremden, kein Wortwechsel würde ihn mehr davon abhalten. Wenn sie unbedingt sprechen wollten, so konnten sie dies auch in der Bewegung tun. Er brachte Seite an Seite mit Arko eine weitere Wolfslänge hinter sich. Ja, so konnte es gehen.

[Im nordwestlichen Teil des Waldes, nahe am See / schleppt sich in Richtung See / bei ihm Arko, Nu, Ashley und Kurai]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Sheta

avatar

Rang : beta
Geschlecht : Fähe
Alter : 4 Jahre
Größe : 82 cm
Gewicht : 54 kg
Merkmale : Muskelpaket

Rollenspiel
Gesundheit:
65/100  (65/100)

BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   So Okt 18, 2009 3:48 pm

Sheta lag weiterhin neben dem Eingang der Höhle, die sie entdeckt hatte. Dicht an Dicht mit dem Rehkadaver, das noch ziemlich unaufgefressen war und nun bewacht werden musste. Schließlich konnte ja immer ein nerviger kleiner Fuchs oder ein Bärenkind ankommen und ihr ihr Fressen abluchsen wollen. Abluchsen... Stimmt, es könnte auch ein Luchs kommen. Sheta war leicht müde. Erst gejagt, dann eine Höhle erkundigt und nun lag sie mit prallem Bauch auf einer friedlichen Lichtung und dachte an all die Feinde, die sie vertreiben würde, würden sie dem Rehkadaver zu nahe kommen.

( Ein Luchs... zwei Lüchse...drei Lüchse... vier Lüchse..........zwanzig Lüchse)

Nach dem sechsunddreißigstem Luchs vielen selbst der ausdauernsten Jägerin und Fähe auch die Augen zu und Sheta verfiel in einen leicht dösenden Schlaf. Unwissend, dass dieser nicht sehr lange halten würde...
"Schwesterherz!"
Es brauchte schon Karibus, die direkt über ihren Kopf hinweggalloppierten um Sheta aufzuwecken, wenn sie erst einmal satt und zufrieden schlief, doch es brauchte nur dieses eine Heulen und schon war die große, massige Fähe aufgesprungen. Hellwach und aufgeregt suchte sie nach der zum Heulen dazugehörigen Stimme ihres Bruders. Ihr Bruder!

(Rumo, Rumo wo bist du? Bist du es wirklich???? Oh Man, komm her, komm schnell her Junge. Das wird so klasse! Wie in alten Zeiten. Oh ich muss ihn wieder finden, dann lass ich ihn nie mehr gehen. Und vielleicht, na ja ganz vielleicht bekommt er auch etwas von meinem Reh ab. Aber nur ein bisschen.)


Beschloss die Fähe mit einem breiten Grinsen. Sie lief ungehalten quer über die Lichtung der Höhle, immer von Links nach Rechts und andersrum, lief im Kreis und sprang immer ein wenig Hoch. Sie würde ihren so lange vermissten, geliebten Bruder Rumo wieder sehen und wahrscheinlich noch weiterhin mit ihm leben. Sie hatten schon so viel zusammen erlebt, doch sie hatte auch schon so lange nichts mehr von ihm gehört! Jetzt brannte die große Fähe geradezu darauf ihn wiederzutreffen und abzuschlecken. Ob er wohl eine Fähe gefunden hatte? Und ob er ein Rudel hatte? Sheta blieb nun stehen, sah noch einmal kurz zum Kadaver und streckte ihren viel bepelzten Hals dann zu den Baumgipfeln. Der dunkle Klang ihrer Stimme kletterte an ihnen hoch und breitete sich in alle Richtungen aus.

"Rumo, hier bin ich! Komm schnell, hier bin ich!"

Heulte sie ihrem geliebten Bruder zu und lief weiter im Kreis. Sollte sie auf ihn zurennen? Oder doch lieber auf die Beute aufpassen und warten, bis Rumo zu ihr fand? Sheta überlegte gar nicht lange und verließ sich wie sooft auf ihr Bauchgefühl. Bruder war wichtiger als totes Reh. Welch eine Entschließung! Also gab sie ihrer Freude Ausdruck und heulte einfach erneut, während sie in Rumos Richtung zurannte. man, heute lief sie aber wirklich viel, doch für Rumo würde sie selbst an einem Sprintwettkampf mitmachen. Voller Vorfreude raste sie seiner Stimme entgegen, gleich würden sie aufeinander treffen, das wusste die braune Fähe!

(Rumo, ich komme!)


[läuft auf der Lichtung herum, antwortet Rumo, läuft ihm entgegen]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Kurai

avatar

Rang : delta
Geschlecht : Fähe
Alter : 3 1/2 Jahre
Größe : 83 cm
Gewicht : 49 kg

Rollenspiel
Gesundheit:
50/100  (50/100)

BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo Okt 19, 2009 10:06 pm

Ja Kurai spielte ein Spiel in dem sie, für sich selbst abwägte wer der Wölfe sich ihren Respekt verdienen würde und welcher noch Unreif auf das Spiel einging. Es überraschte sie nicht, dass der Mischling ihr auf ihre Bemerkung hin einen warnenden Blick zuwarf, den sie amüsiert hinnahm. Allerdings loderte in der schwarzen Fähe ein brennender Stolz der nur schwer zu zügeln war. Sie reagierte auf spitze Kommentare meist zu impulsiv. Ihre Ohren drehten sich zurück, während ihre matten Augen den Weg zurück zu dem Tier, welches das Wort zuerst an sie erhoben hatte fanden. Ihre Lefzen verzogen sich, bildeten darauf ein eher spottendes Lächeln, wobei sie zufrieden feststellte, dass sie sich nicht mit aller Gewalt zur Ruhe zwingen musste.

„Keine Sorge mein Lieber, bevor ich zu Krähenfraß werde, besänftige ich meinen Hunger an einem Bastard wie dir“

Giftete sie und schenkte ihm zuletzt einen angewiderten Blick. Allerdings blieb ihr Interesse nicht mehr lange bei dem Mischlingswolf, sondern fand zurück zu dem Alten, der klug genug war, auf ihre Worte nicht einzugehen, sondern so nüchtern wie möglich die Tatsachen aussprach und sein Angebot trotz ihrer rauen Art nicht zurück zog. Sie ließ sich noch einige Zeit, wobei ihr nicht entging, dass der Altwolf auch ohne eine Antwort abzuwarten seinen Weg wieder nachging. Nun weniger der Gedanke an die jungen Wölfe, als der an den Berglöwen ließ sie eine Entscheidung treffen. Die Berglöwen waren eigentlich ein Einzelgängerisches Volk, wie die meisten Katzen. Dennoch, wenn diese einen gemeinsamen Groll gegen sie hegten, so wusste sie, dass sie allein gegen die Leisetreter keine Chance hatte.

Kurai löste sich aus ihrer Ruhe dort zwischen den Bäumen und schnürte schnurr stracks den Weg des grauen Rüdens hinterher. Wobei sie ein warnendes Knurren an den jüngeren Rüden schickte. Den Welpen und den anderen Wolf bei ihnen, schenkte sie keine Beachtung, zumindest keine deutlich erkennbare. Denn obwohl bis jetzt die Situation mit ihr und den anderen nicht eskaliert war, konnte die andere Fähe ja immer noch auf den dummen Gedanken kommen, doch noch Wert auf eine Auseinandersetzung zu legen. Die schwarze Wölfin wusste nicht, was zwischen der Wolfsgruppe und dem Puma vorgefallen war. Dennoch roch sie dieses Tier und bemerkte durch den einzigartigen Geruch auch, dass die klaffende Wunde durch so einen bei dem Alten entstanden war. Umso sicherer war es in einer Zeit wie dieser den Schutz einer Gemeinschaft zu haben. Wobei sie schon jetzt ahnte, dass es Schwierigkeiten geben würde.

„Nun gut alter Narr, ich werde mich eurer Gruppe erstmal anschließen.“

Warf erneut einen Blick zu dem Mischling und trottete in einem leichten Seitlichen Abstand von ihnen nebenher.

„Denn so wie ich das sehe, braucht ihr Wölfe, die Kämpfen können, wenn es sein muss.“

Man konnte es sich nun aussuchen, ob ihre Bemerkung die Stärke des Mischlinges in Frage stellen sollte, oder aber die Tatsache, dass der Altwolf angeschlagen und der Welpe nichts ausrichten konnte bei so einer Gefahr der Grund ihrer Bemerkung war.

[Trottet neben Loki und dem stützenden Arko/ Mit dabei Nu & Ashley]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Rumo
Der Beschützer
avatar

Rang : Alpha
Geschlecht : Rüde
Alter : 4 Jahre
Größe : 88,6 cm
Gewicht : 63,5 kg
Merkmale : sehr groß

Rollenspiel
Gesundheit:
60/100  (60/100)

BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo Nov 16, 2009 12:49 pm

Mit jedem Sprung griffen die Läufe des braunbunten Rüden weiter aus. Der muskulöse, schwere Körper schien wie beflügelt, geradezu mühelos flog er durch die Schatten, welche die Bäume auf den Waldboden malten. Der Gegenwind, der gleichsam mit der Erhöhung des Tempos an Stärke zunahm, riss alle schlechten Gedanken fort. Die Sorge um die anderen und besonders um den verletzten Altwolf verwischte ebenso wie die Konturen der Bäume im Rausch der Geschwindigkeit. Der Druck, der gerade noch auf den Schultern des großen Wolfes gelastet hatte, war gänzlich von ihm abgefallen. Er war nun nicht mehr aufkommender Alpha eines sich langsam bildenden Rudels, sondern für den Augenblick nur ein Bruder, der nach langer Zeit wieder auf seine geliebte Schwester treffen sollte. Dann jedoch stoppte sein Lauf urplötzlich. Er rammte seine Pfoten in den Boden, sodass sie tiefe Furchen in den Waldboden gruben. Die im Lauf zurückgelegten Ohren, um einen Schutz vor dem eisigen Wind zu bieten, stellten sich kerzengerade auf. Er hatte etwas gehört, er hatte ihre Stimme vernommen. Dunkel und einladend hallte ihr Klang über die Wipfel der Bäume. "Rumo, hier bin ich! Komm schnell, hier bin ich!"

Es konnte keinen Zweifel geben, seine Schwester war hier in diesem Tal. So strengte Rumo in seiner Vorfreude jeden Muskel seines Körpers noch einmal aufs Äußerste an, um die ferne Fähe schnell zu erreichen. Der Wolf schoss wie ein Falke im Sturzflug unter dem Dach des Waldes dahin, setzte mit weiten Sprüngen über kleine Gräben, Büsche oder morsche Baumstümpfe und endlich konnte er in einigen Metern Entfernung eine ebenfalls braune Wolfsgestalt erkennen, die ihm entgegenstürmte. Endlich war es so weit. Rumo verlangsamte sein Tempo nicht im geringsten, sondern stürmte geradewegs auf die gewaltige Fähe zu. Als er sie fast erreicht hatte vollführte er einen Luftsprung und krachte mit voller Wucht in die kräftige Wölfin hinein. Seine Schwester, das wusste er, würde das jedoch nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Nichts konnte sie um ihren festen Stand bringen!
Wie selten zeigte der stets gefasste Rüde eine solch stürmiche Art. Doch vor seiner Schwester, seiner besseren Hälfte brauchte er keine Zurückhaltung zu zeigen. Hier konnte er immer zeigen und sagen was er wirklich fühlte. Sie war einfach einmalig.

"Sheta!",

bellte er abermals voll Übermut. Dann begann eine freudige Mischung aus Fiepen, Jauchzen und Winseln, als er die vertraute Fähe mit einer Flut von Worten und Gefühlen überschüttete.

"Oh Sheta! Wo bist du gewesen? Wie lange ist es her! Was hast du so getrieben? Wie ist es dir ergangen? Ich freue mich ja so dich zu sehen! Oh Schwester! Wie schön, dass wir uns wiedersehen! Wie kommst du hierher? Geht es dir gut? Vater ist auch hier und viele andere und... oh wie schön nicht mehr allein ohne dich zu sein!"

Rumo hatte seine Schwester während seiner verwirrten Ansprache angesprungen und geknufft, nun, da die Worte versiegten schmiegte er liebevoll seinen Fang an ihren, drückte seinen Kopf vor ihre breite Brust und zwickte ihr in den Pelz. Oh, wie er sich doch über dieses Wiedersehen freute.

[Im süd-westlichen Wald nahe am Rudelplatz | trifft Sheta]

_________________
~ Wofür es sich lohnt zu leben, dafür lohnt es sich auch zu sterben. ~
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://demba.forumieren.com
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mi Nov 25, 2009 3:15 pm

Mit einem geheimnisvollen Flüstern hatte der Wind zu ihr gesprochen und angespannt lauschte die grauweiße Wölfin seinen Klängen. Auch wanderte ihr misstrauischer, wachsamer Blick stets umher, auf der Suche nach Möglichkeit und Gefahr. Sie wusste, wie berechnend der Wald sein konnte. Sie kannte ihre eigene Kälte und auch ihre eigenen, nicht ganz passablen Wesenszüge. So hielt es sich schlicht weg mit auch mit dem Wald und seiner Natur. Im ersten Moment zerrte der Wind liebevoll am Ohr und im nächsten brüllte er einem entgegen. Als habe sie ihn gehört, legte sie ihre Ohren an den Kopf und knurrte lautlos. Das Brustfell sträubte sich mäßig, ihre eisblauen Augen verengten sich.

Als Rumo urplötzlich lospsrintete, dem Heulen einer fremden Fähe nach, rief er ihnen zu, sie sollen ihm folgen. Sie zog ihre Lefzen leicht zurück und entblößte das selbst für einen Wolf recht kräftige Gebiss. Sie hatte das Maul leicht geöffnet und nahm den feinen Geruch der Fähe auf. Etwas haftete ihr an, was sie nicht zu identifizieren wusste. Es schien beinahe, als würde sie diesen Geruch kennen, unbewusst aufgenommen und eingeprägt. Ihre eben noch hell leuchtenden Augen verdunkelten sich leicht und zeigten ihre hohe Konzentration. Sollte sie diesem Rüden, welchen sie gerade erst kennenlernte, schließlich doch folgen, würde sie möglicherweise auf Wölfe treffen. Unweigerlich auch auf Wölfinnen. Diese würden sie nicht im Rudel akzeptieren, war sie mit ihren vier Jahren bereits seit knapp drei Jahren fähig, eigene Nachkommen zu empfangen.

Unwillig setzte sie sich in Bewegung, ihre Läufe schienen mehr zu traben, als tatsächlich zu sprinten. Doch schon bald ergriff die Freude des Laufens von ihr Besitzt. Die grauweiße Fähe spürte den Wind durch ihr Fell fahren und die Farben ums ich herum verblassten langsam. Es schien einem Wunder gleich zu kommen, dass sie, als auch die restlichen Wölfe der Erde, bei dieser Geschwindigkeit nicht gegen einen Baum oder anderweitige Hindernisse liefen.

Ihre Sprünge wurden energischer, je intensiver der Geruch der beiden Wölfe wurde. Man sah die Muskeln unter dem weißen Fell mit den gräulichen Spitzen arbeiten, sah die Harmonie in Körper und Geist der Wölfin. Neera schien im Laufen kaum mehr ihre Pfoten auf den Boden aufzusetzten. Immer näher kam sie den beiden Wölfen und sprang schlussendlich elegant aus dem Gebüsch, wurde sich der Szene zwischen Bruder und Schwester ansichtig. Lautlos schlich sie um die beiden Wölfe herum, setzte sich schweigend in den schattigen Waltungsbereich eines mächtigen Baumes und seiner Baumkrone. Dort verharrte sie und wartete. Beobachtete beide Wölfe, Rumo, wie Sheta. Die Gemeinsamkeiten waren durchaus nicht zu verkennen, doch Neera war noch nie eine wirklich bewanderte Wolfskennerin. Für sie sahen bunte Wölfe bunt aus, schwarze Wölfe schwarz und weiße eben weiß.

( Vielleicht solltest du lernen, deine Beobachtungskunst nicht nur auf deine Umgebung und ihre etwaigen gefahren zu fokusieren. Schau hin, sieh genau hin. Präge dir Einzelheiten, Eigenschaften, Strukturen und Formen ein. Was sieht du ... was erkennst du?)

Als sie erneut zu den beiden Wölfen blickte, stellte sie mit leichter Missbilligung die Ausgelassenheit des Rüden fest. Doch wieso auch nicht? Sollte er seine Freude ausleben und somit verletzlich sein. Neera blickte mit kühlem Blick weiter auf sie, bemerkte dann und wann einzelne Gesten, die beide Wölfe ausführten: Auch Pelz und Körper beider Wölfe schien gleichermaßen kräftig, wie muskulös zu sein. Das, was Rumo mit langen Läufen bestach, schien bei der Fähe die Kraft der Muskeln. Auch Brustkorb und Kopf wiesen Ähnlichkeiten auf und die Wölfin blickte nune ehrlich interessiert zu den beiden Wölfen.

Nun also hatte sie die verschiedenen gemeinsamkeiten festgestellt. Doch was war mit den Unterschieden, jenen Merkmalen, die die Wölfe bei näherer betrachtung erst individuell gestaltete? Neera spannte ihre Vorderlaufmuskulatur leicht an und drückte sich aus ihrer liegenden Position hoch. Mit ausdruckslosem und distanziertem Ausdruck der eisblauen Augen musterte sie die beiden Wölfe erneut. Auch dieses Mal fielen ihr einzelne, markante Merkmale auf und dennoch war stets die Gewissheit, dass sich diese Wölfe wohl ähnlicher waren, als manch anderer Welpe.

( Nun also hast du deine Möglichkeit erfasst. Lerne, sie zu nutzen und dir werden Welten offenbart, von denen du nciht einmal zu träumen gewagt hast.)

Ein Beben durchlief ihren Körper, als sie sich der Stimme bewusst wurde. Es war ein einst weiser, alter Wolf gewesen, später von einer seltsamen Krankheit dahingerafft. Sie hatte in ihm den Vater gesehen, den sie nie hatte. Doch auch er vermochte das Herz der kalten Fähe nicht zu erweichen. Ein verächtliches Schnauben drang aus ihrer Nase, ebenso leise, wie deutlich. Der Blick der hünenhaften Fähe jedoch war in den Himmel empor gerichtet. Würde er ihr Antworten geben können? Neera bezweifelte dies bereits jetzt.

[folgt Rumo - beobachtet Sheta und ihn - denkt nach ]
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Fr Dez 04, 2009 12:39 pm


Arko konnte ein Knurren nicht unterdrücken. Er wollte sich solch eine Beleidigung nicht einfach gefallen lassen, doch ihm war klar, wie dominant und wie stark diese Fähe war. Und er wusste ganz genau, dass sie dazu imstande wäre, ihn auf der Stelle zu töten. Er hatte einen großen Respekt vor ihr, doch der schwankte hin und her. Grund dafür war ihre raue Art, die dem Mischling gar nicht gefiel. Als sie entschied, sich anzuschließen, wurde Arko argwöhnisch. Obwohl er häufig eher optimistisch dache, ließ diese Fähe ihn an einer unproblematischen Reise zweifeln. Auch wenn der Weg zum See nicht allzu weit war, könnte es schnell zu Schwierigkeiten kommen, denn auch, wenn er sehr unterwürfig war, ließ er es sich nicht gerne gefallen, herumgeschubst zu werden. Entweder würde Kurai sich eher im Hintergrund halten, oder sie würde sich aufspielen, wie toll und stark sie doch ist.

Der Rüde tippte auf die Zweite der Möglichkeiten, als sie sagte, dass es so aussähe, als brauche die Gruppe Kämpfer. Zwar fühlte er sich dadurch ein wenig gekränkt, doch wusste er, dass sie ganz recht hatte. Ein weiterer Angriff würde für Arko bedeuten, Loki und den Welpen beschützen zu müssen, der nicht aussah, als sei er ein Profi was das Kämpfen anbelangte. Wohl war, mit Kurai in seinem Umfeld fühlte er sich gleich viel sicherer, obwohl sie für ihn in gewisser Maße auch eine Bedrohung darstellte.

(Es ist Glück, das wir sie getroffen haben. einen weiteren Angriff würde Loki nicht überleben, wenn nur ich an seiner Seite wäre, und ihn beschützen würde.)


Redete er sich ein und warf einen Blick in den Himmel. Vielleicht würden sie kein weiteres Pech erleiden müssen, und könnten ihr war nun die Zeit angebrochen, in der das Schicksal den Wölfen Glück schenkte. Wenigstens einen Hauch von Glück. Arko schaffte es, sein misstrauen gegenüber Kurai zu verdrängen und sah sie als Beschützer der kleinen Gruppe. An die Bedrohung, die von ihr ausging, würde er sich wohl erst einmal gewöhnen müssen.

"Freut mich, dass ihr euch entschiedet habt, mit uns zu ziehen."

Sagte er, ohne den Sarkasmus zu unterdrücken, der in seiner Stimme mitschwang. Ein resigniertes Seufzen entglitt seinem Maul. Er würde sich wohl damit abfinden müssen, jemanden dabei zu haben, in dessen Gegenwart einem zu jeder Sekunde klar ist, dass es Wesen auf der Welt gibt, die um einiges Stärker sind als man selbst. Aber es gab andere Probleme, die ihn zu interessieren hatten, als eine diabolische Fähe. Er musste Loki heil zu Rumo bringen, dass hatte er dem Alpha versprochen.


[auf dem Weg zum See/redet mit Kurai/bei ihm Kurai, Loki, Nu und Ashley]
Nach oben Nach unten
Loki

avatar

Rang : gamma
Geschlecht : Rüde
Alter : 9 Jahre
Größe : 82 cm
Gewicht : 69,3 kg
Merkmale : Narben auf Schulter & Seite, eingefallene Flanken & ausgedünnter Pelz

Rollenspiel
Gesundheit:
15/100  (15/100)

BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   So Dez 06, 2009 11:18 am

Die Atmung des alten Wolfes ging unter der Anstrengung mit seiner großen Wunde laufen zu müssen heftig und stoßweise. Vor seinem Fang bildeten sich dabei jedesmal kleine Dampfwolken in der morgendlichen Kälte. Die Zunge hing ihm weit aus dem offenen Maul heraus, sie zuckte hechelnd. Gerne hätte der Altwolf weiter in das gereizte Gespräch zwischen Arko und der Fremden eingegriffen, doch er fand keinen Atem für eigene Worte. Daher bemerkte er mit größter Erleichterung, dass sein Einschreiten nicht mehr nötig zu sein schien. Obwohl sie einander noch immer voll Misstrauen belauerten, ließen ihre letzen Worte eine zumindest kurzweilige Versöhnung erkennen.

.oO(Es handelt sich eben nicht mehr um einfältige Welpen. Keiner von ihnen ist auf einen alten Narren wie dich angewiesen.)

Die Selbstgespräche waren ein Markenzeichen der alternden Gedankenwelt Loki's. Seine fortwährenden Überlegungen und nicht enden wollenden Analysen seiner Umwelt ließen ihn am Leben teilnehmen auch dann, wenn er wegen seines Alters und der gebrechlich gewordenen Knochen nur in träger, liegender Position seinen Tag verbrachte. Die lange Wanderung an Rumo's Seite war nichts mehr für ihn gewesen. Zu viele Sonnen hatte er schon erlebt, unzählige Monde kommen und gehen gesehen. Die Reise ohne Rast und Ziel hatte an seinen Kräften gezehrt. Vielleicht konnte man diesen Hintergrund dafür verantwortlich machen, dass er den verherenden Angriff des Puma's nicht vorhergesehen hatte.

Die dunkle Fähe schloss sich ihnen an. Es war ein gutes Gefühl, ein Rudel wachsen zu sehen. Gemeinsam mochten sie eine Zukunft haben, selbst hier unter der drohenden Anwesenheit der großen Katzen. Obgleich Loki die Fremde nicht kannte, hielt er sie dennoch weder für dumm, noch für so hinterhältig, dass sie ihnen einfach in den Rücken fallen würde. Blut tropfte zu Boden, sein Blut.

"So ist das, eine Kämpferin. Du möchest vielleicht unsere Namen erfahren. Meine Mutter gab mir einst den Namen Loki, als ich noch ein junger Welpe war. Wie dürfen wir dich nennen?"

Seine Sätze bröckelten, wurden immer wieder durch hechelnde Atemstöße unterbrochen, jeder Textfluss fehlte. Die Worte strengten den verletzten Altwolf an, doch er empfand sie als wichtig. Den Namen eines anderen zu wissen war ein erster wichtiger Schritt eine gewisse Vertrautheit zueinander aufzubauen. Loki wusste sehr genau, wie wichtig Vertrauen zu dieser Stunde war. Wenn verletzte Wölfe im Spiel waren entwickelten sich rasch Aggressionen aus Angst voreinander.

[im Wald, nordwestlich vom See | geht an Arko gelehnt, bei Kurai]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Kurai

avatar

Rang : delta
Geschlecht : Fähe
Alter : 3 1/2 Jahre
Größe : 83 cm
Gewicht : 49 kg

Rollenspiel
Gesundheit:
50/100  (50/100)

BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mi Dez 09, 2009 5:07 pm

Das auf ihre Beleidigenden und aufstachelnden Worte nur ein verärgertes Knurren folgte fasste die Wölfin positiv auf. Der Mischling schien ihre Anwesenheit zu tolerieren und einen Respekt ihr gegenüber entwickelt zu haben, der ihn vor einer dummen Aktion hütete. Zumindest interpretierte sie es so, denn immerhin hatte Arko nicht versucht ihr seine Stärke zu demonstrieren, wobei es sehr fraglich war, ob dies eine gute Idee gewesen wäre. Dementsprechend verhielt sich die Dunkle nicht weiter aggressiv dem Rüden gegenüber, sondern tolerierte ihn in ihrer Nähe. Sicherlich konnten sich beide Tiere ausmalen, dass es mit ihr keine leichte Zeit werden würde und sicherlich würde sie sich nicht in den Hintergrund stellen und blind links jeder Anordnung Folge leisten. Ebenso wenig würde sie mit ihrer Stärke angeben, es sei denn sie fühlt sich dazu gezwungen. Aber der erste Eindruck erweckte dies sicherlich, dass wusste die Wölfin, aber sie hatte auch nichts dagegen. Immerhin hielt es die meisten davon ab sie unnötig zu nerven. Ihre Ohren zuckten, zeigten, dass sie die Worte des einen mit dem sarkastischen Ton vernommen hatte. Sie machte sich allerdings nicht die Mühe ihn einen Blick zu schenken.

„Das kann ich mir vorstellen. Immerhin muss ja einer auf euch aufpassen.“

Antwortete sie. Obwohl ihre Worte immer noch höhnisch über ihre Lefzen kamen konnte man an ihrer Haltung erkennen, dass sie weniger mehr auf eine Auseinandersetzung aus war und es eher neckend meinte. Ihr Augenpaar musterte den Alten. Seine Bewegungen waren weniger Kraftvoll und man konnte mit einem bedauern feststellen, wie mit jedem Schritt das Leben mehr und mehr den Altwolf verließ. In Kurai regte sich etwas. Sie hatte plötzlich das Bedürfnis etwas tun zu müssen, sich gegen das langsame Sterben des Wolfes anzugehen. Doch ebenso war ihr klar, dass selbst sie gegen den Tod nicht ankam. Es war immer wieder traurig zu sehen, wie ein Wolf verstarb, besonders wenn es so langsam ging und man ihm zusehen konnte. Ihr Mitgefühl und dem Drang etwas zu tun verbannte sie hinter ihrer harten Schale. Sie musste sich dennoch eingestehen, das die Art des Grauen und seine einfache Präsenz aus der sie mal einen stattlichen Wolf erkennen konnte ihr sympathisch war. Vielleicht richtete sich genau deswegen ihre Freche und Kalte Art mehr gegen den anderen Rüden, der den sterbenden stützte.

Namen. Er wollte ihren Namen wissen. Und seinen hatte sie sehr wohl vernommen. Namen brachten Vertrauen, aber wenn man Dinge beim Namen nannte ließ man sie schneller an sich heran. Umso schwerer wurde es dann, wenn ein Wesen seinen Weg wieder ging oder verstarb. Dennoch wollte Kurai Loki den Gefallen tun ihren Namen zu sagen um unnötige Worte nicht aus dem Alten zu locken. Immerhin sollte er seine Kraft sparen.

„Mein Vater gab mir den Namen Kurai Bara. Kurai reicht allerdings voll und ganz.“

Nun warf sie doch noch einen Blick zu dem Spitzohr neben Loki. Auf ihren Lefzen breitete sich ein freches Lächeln aus.

„Und wie darf ich meinen Notfraß nennen?“

Ihr Blick löste sich vom Spitzohr noch bevor dieser ihr Antwortete. Lieber ließ sie ihren aufmerksamen Blick über die Umgebung schweifen. Immerhin hatte sie sich selbst zur Beschützerin ernannt und würde daher auch dafür sorgen dass der Alte noch Lebend an sein Ziel kommen würde, wobei sie nicht einmal genau wusste wo dieses lag.

[Bei Arko & Loki im Wald]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Sheta

avatar

Rang : beta
Geschlecht : Fähe
Alter : 4 Jahre
Größe : 82 cm
Gewicht : 54 kg
Merkmale : Muskelpaket

Rollenspiel
Gesundheit:
65/100  (65/100)

BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   So Dez 20, 2009 7:54 pm

Voller Vorfreude und Glückseligkeit ihren geliebten Bruder Rumo endlich weiderzutreffen, seinen Geruch wieder zu vernehmen, mit ihm spielen zu können, mit ihm raufen zu können, mit ihm jagen zu können und mit ihm heulen zu können, trieb die Fähe ihre Beine abermals vorran. Es galt nur noch eines: Rumo! Da war ihr die kleine Tanne, die umgerannt wurde, die Zweige, die ihr ins gesicht schlugen und der Hase, der voller Panik in zackzack Sprügen vor ihr floh egal. Und immer und immer schneller raste die massige Fähe, das dre Boden unter oihren Pfoten wahrscheinlich schon zu beben begann. Ihre Augen waren vor Vorfreude schon geweitet, als sie endlich eine winzige Gestalt am Firnament ausmachen konnte. Winzig, aber wohl bekannt. Rumo. Ebenso wie er, stürmte die massige Fähe auf ihren heiß geliebten Bruder zu. Auch sie stoppte nicht, das tempo beider Wölfe war enorm. Ala Rumo dass Anstalten machte, abzuspringen kam Sheta schlitternd zum Stehen. Sie rammte ihre Krallen in die weiche Erde und Dreckbrocken und Klumben flogen herum. So stehn geblieben verlagerte sie ihr gewicht gegen Rumo, der sich gegen sie warf. Grinsend fing sie den Schwall von Energie problemlos ab und gerit kein bisschen ins Wanken. Sie war eben ein Fels in der Brandung. Als Rumo wieder auf der erde stand war es an ihr, ihn ausgelassen zu begrüßen. Sie tanzte um ihn herum, zog an seinem Ohr und sprang halb auf den Bruder drauf, alles mit einem Honigkuchen Pferdchen Lächeln und Fiepen und jaulen. Sie hate ihn wiedre und würde ihn nie wiedre gehen lassen!

"Rumo!"

und dann unterbrach sie das getobe und schmiegte sich an ihn. Voller Sehnsucht und Liebe in ihrem Blick kuschelte sie sich in das warme Fell des Rüdens. Die Felle griffen ineinander und wurden zu einem einzigen. Von außen sah man wohl kaum noch, wer der beiden braunen Wölfe der Rüde war. Nach scheinbar Stunden trat Sheta einen Schritt zurück, grinste nun und hörte Rumos Worten zu. Sie war so froh, seine Stimme wieder zu hören. Als er geendet hatte trat sie wieder einen Schritt vor.

"Vater ist hier? Ich bin ja so froh, dich wieder zu haben! Mir geht es gut, ich war mit einer Fähe namens Rika unterwegs. Erinnerst du dich vielleicht noch an die alte, weise Fähe, im Rudel? Sie hat mich begleitet udn mir viel gelehrt, doch sie ist leider gestorben. Doch das hat schon seine Richtigkeit, ihre Zeit war gekommen. Aber nun sieh dich an! Du siehst gut aus. Ist das dein Rudel? Und wer sind die anderen? Was hast du denn so getrieben?
Und Rumo, Rumo, ich muss dir etwas zeigen. ich habe eine Höhle gefunden und Futter ist auch da. Ihr könnt auch davon fressen. Oh, Bruder ich habe dich so vermisst! "


Und wieder sprang sie auf den Bruder zu um um ihn gerum zu rennen und ihn mit der Zunge die seitlich aus den lefzen ragte anzulachen. Nun hatte sie ihren "kleinen" Bruder wieder und würde auf ihn aufpassen können. Denn das war es, wozu sich die Fähe verpflichtet fühlte, schon immer war es so gewesen. Und viel zu lange hatte sie seine Anwesenheit missen müssen, als dass sie nun nicht von Glück überhäuft wurde und sich ganz und gar erschlagen fühlte.


[rennt rumo entgegen, rauft mit ihm, antwortet ihm ]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo Dez 21, 2009 12:18 pm

Cheona verdrängte ihre Trauer. Sie stand auf, trat vom Grab ihrer Schwester fort, konnte das Grab nicht mehr sehen. Ihr Kopf drehte sich nach links, dort war eine Klippe. Der Wind wehte ihr einmal ums Fell, das sich sofort ausplusterte. Chenoa schloss für einen kurzen Augenblick ihre Augen, träumte von den alten Zeiten. Nach einer Weile machte sie ihre Augen wieder auf.

oO(Hör auf in alten Zeit zuschwirren, die Zeit ist Vegangenheit. Denk jetzt erstmal an dich!)oO

sprach ihre innere Stimme. Chenoa´s Gesichtzüge wurden stärker und ihr Körper spannte sich an. Sie musste jetzt erstmal ein neues Rudel finden. Im floten Schritten ging sie in einen Wald. Die Bäume dort waren gruselig. Sie hatten noch keine Blätter, dafür Knospen, das wie sie wusste aber schon bald wieder änderte. Der Boden war noch kalt, denn es war früher Morgen, aber sobald die Sonne schien wäre er schön warm. Da würde sie sich sonnen. Chenoa kam an einem kleinen Fluss vorbei, sein Wasser war dunkelblau. Das Wasser sah eiskalt aus. Trotzallem zog es Chenoa wie ein Zauber an. Ihr Haupt beugte sich nach unten. Das Wasser war wirklich eiskalt, es überlief ihre Kehle. Ihre Haut bildete Gänsehaut. Es lief der Fähe ein Schauer über den Rücken. Sie wollte sich von dem Fluss lösen, weiter gehen. Ihr Kopf hebte sich wieder, ihre Ohren durchforsteten den Wald anch Geräuschen. Ein paar mal zeigten sie nach links und rechts, jedoch waren das Waldtiere. Nach dieser Erforschung schritt sie weiter. Ihre Bewegungen waren schwungvoll und elegant. Ihre Schritte waren groß. Immer wieder horchte sie in alle Richtungen, wollte unbedingt ein neues Rudel finden.

Nach einiger Zeit sah sie einen größeren Felsen in der Erde. Mit großen Sprungen war sie bei ihm. Die Sonnenstrahlen kamen nur auf den Felsen, der bereits warm geworden war. Chenoas Pfoten waren kalt, da kam der Fels genau richtig. Sie legte sich auf den Felsen. Ihr Fell wurde langsam wärmer.

"Hmm..."

brummte sie. Man hörte Die Erholung in diesem Geräusch. Chenoa schloss ihre Augen, um dieses Gefühl noch mehr zu vertiefen. Kurz döste sie ein, doch nach kurzer Zeit weckte sie sich selber. Sie wollte nicht einschlafen, Schutz hatte sie nicht und im wald musste sie wach bleiben. Schläfrig gähnte sie.

[am Grab ihrer Schwester//weint//geht in einen Wald//sieht einen fels//wärmt sich auf ihm auf]
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo Dez 21, 2009 2:51 pm

Arko konnte sich nicht anhören, wie Loki jedes Wort aus seinem Maul zwang und wie er mit jedem Wort zeigte, wie schwach er wirklich war. Mit jedem Schritt schien mehr Gewicht auf Arkos Schultern zu lasten, mit jedem Schritt den der Altwolf tat. Jeder Atemzug presste nicht nur die Luft aus Loki’s Lungen, sondern auch das Leben. Der Mischling wollte nicht, dass er sprach, denn er konnte sich nicht anhören, wie Loki mit dem Tod und der immer stärker werdenden Schwäche zu kämpfen hatte. Nun war Arko’s Miene hart und die Augen hatte er entschieden zusammengekniffen. Sein Ehrgeiz wuchs. Er wollte endlich den See erreichen, und das wahrscheinlich aus dem Grund, weil er befürchtete, Loki würde es nicht mehr lange schaffen. Und Arko hatte Rumo versprochen, den Alten lebendig zum See zu bringen. Als Kurai weiter auf ihm herumstichelte und ihn mit dem Kosenamen „Notfraß“ anscheinend zu reizen versuchte, brummte er nur. Er durfte keine Zeit mit dieser Fähe verschwenden. Zwar freute er sich innerlich, sie dabei zu haben, denn sie gab ihm ein sichereres Gefühl, doch fand er sie auch für aufhaltend.

„Man ruft mich Arko.“


Gab er zu, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Diesen hatte er nach vorne gerichtet. Die Luft wehte bereits die Düfte des Rudels an seine Nase und er beschleunigte seine Schritte. Arko vergaß ganz, dass dies Loki nicht gut tun würde und er wurde wieder langsamer. Es ärgerte ihn, dass sie so langsam laufen mussten und nicht einmal einen leichten Trab einlegen konnten. Doch solange das langsame Laufen Loki gut tat, musste Arko sich damit zufrieden geben. Als er sich mit der Zunge durch das Maul fuhr, spürte er, wie trocken dieses war. So trocken wie seine Worte geklungen hatten, als er seinen Namen verraten hatte. Er warf einen Blick auf Loki und sein Ehrgeiz schwand wieder.

(Er ist zu schwach…)


Fuhr es dem Michling durch den Kopf und er konnte ein erschöpftes Schnaufen nicht unterdrücken. Ja, er litt nicht nur unter der Erkenntnis, dass Loki es vielleicht nicht bis zum See schaffen wird, sondern auch unter dem Gewicht seiner Muskeln. Der Altwolf schien zwar schwach zu sein, doch sein Körper verriet mehr. Unter dem grauen Pelz waren Muskeln, die sich in dem langen Leben des alten Rüden aufgebaut hatten. Plötzlich bemerkte Arko, wie wenig er über Loki, Rumo und Co wusste. Er zählte sie zwar schon als neue Familie, doch er kannte sie kaum. Wie gerne hätte er Loki nach seinem Leben gefragt, aber er wusste, dass dieses kein einfaches gewesen sein konnte. Und außerdem galt nun nicht das, was vergangen ist, sondern das, was dem Rudel bevorstand. Und das war der Kampf um das Revier. Ein Kampf ums Überleben. Er war sich sicher, dass der Puma-Clan nicht zurückschrecken wird und dass es ein blutiger Kampf werden wird.

[verrät Kurai seinen Namen//bei ihm Kurai und Loki]
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Di Dez 22, 2009 1:36 pm

Die kleine Fähe sah sich um: Auf einem Fels lag eine große weiße Wölfin, ansonsten war nur der unendlich große, lange, nervige, langweilige Wald. Ihr war langweilig, sie brauchte einen Spielkameraden. Obwohl die große, weiße Fähe traurig wirkte, beschloss sie sich ihr zu nähern. Irgendwie ähnelte sie ihrer Mutter, doch sie erkannte sofort den Unterschied, dass die Fähe nicht ihre Mutter war. Ihre Mutter war viel zierlicher, mehr beiger, und hatte strahlend grüne Augen. Zum Glück war es nicht ihre Mutter, denn sie war der eigentliche Grund, wieso sie geflohen war. Zuhause war es so furchtbar streng und öde. Das wollte sie nicht mehr, sie hatte genug. Außerdem war sie kein kleiner Welpe mehr. SIe stand auf eigenen Beinen. Sie hatte sogar schon ein Eichhörnchen ganz alleine erlegt. Sie vermisste nur ihre heiß geliebten Geschwister und - manchmal, wenn es Nacht wurde und sie fror - die warme Muttermilch. Irgendwie vermisste sie ihre Mutter, aber nun konnte sie nicht mehr umkehren. Ihre Mutter, Quenya, war für sie verloren. Sie war völlig durcheinander und verwirrt, in ihrer Seele tobte ein Kampf, es war so, als hätte sie zwei Seelen, die ihre eigenen Entscheidungen treffen wollten.
Dann trat sie vor, damit die Fähe sie sehen konnte.

(bei Chenoa)


Zuletzt von Baily am Mi Dez 23, 2009 6:15 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Di Dez 22, 2009 7:38 pm

Die Sonne schien immer noch auf Chenoa´s Fell, das bereits warm geworden war. Ihr Fell und ihre Pfoten waren warm ihr Auftrag war hier erledigt. Ihre Augen waren immer noch geschlossen, bis sie ihre Nasen rümpfen musste, denn ein unbekannter Geruch stieg ihr in die Nase. Es roch wie ein Welpe auf jedenfall war es nur ein Wolf. Sie war neugierig und deshalb machte sie ihre Augen auf. Nur ein paar Meter weiter stand eine kleine Welpin. Sie war zuckersüß. Chenoa erkannte unbekannte Muttergefühle. Sie stand auf und trabte auf die kleine Welpin zu. Vor ihr setzte sie sich hin und sprach mit ruhiger und liebevoller Stimme

"Guten Tag, mein Name ist Chenoa und deiner? Mich freut es dich kenne zulernen. Frierst du? Was machst du hier so alleine? Ich suche ein neues Rudel, aus meinem alten wurde ich herausgeeckelt durch Hänselleien, mir gegenüber. Ich weiß zwar nicht wo du hin möchtest, jedoch könnten wir zusammen gehen."

Erst jetzt musterte die Weiße die Welpin. Sie war dreifarbig und Chenoa fand sie war noch recht klein. Die Weiße würde sie aufnehmen, falls sie das wollte. Die Fähe lächelte ihr zu, versuchte so freundlich wie möglich rüberzukommen, was sie natürlich auch war. Ihr Augen strahlten die Erleichterung, jemanden gefunden zuhaben aus, außerdem Liebe. Die Welpin berüherte Chenoa im Herzen. Sofort schloss sie die Kleine ins Herz, auch wenn sie sie nicht kannte. Ihre Ohren waren gespitzt, wollten jedes Wort was die Welpin von sich gab hören.

[liegt auf dem Felsen//sieht Baily//spricht mit ihr]]
Nach oben Nach unten
Rumo
Der Beschützer
avatar

Rang : Alpha
Geschlecht : Rüde
Alter : 4 Jahre
Größe : 88,6 cm
Gewicht : 63,5 kg
Merkmale : sehr groß

Rollenspiel
Gesundheit:
60/100  (60/100)

BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Di Dez 22, 2009 10:27 pm

Oh, wie hatte er diese Raufereien mit der Schwester vermisst. Sie ließ ihn alle Sorgen vergessen. Sie waren wieder vereint. Jetzt war er jeder Herausforderung gewachsen. Sheta an seiner Seite zu haben gab ihm ein unvergleichliches Gefühl von Sicherheit und Selbstvertrauen. Sie war sein Rückhalt und endlich hatte er sie wieder.

Er genoss das liebevolle Schlecken über seine Lefzen, danach schmiegte er seinen Fang brüderlich an ihren. Sie hatte so viele Fragen und auch auf seiner Zunge brannten mehr als genug davon, aber es gab andere Dinge die gerade wichtiger waren. Seine Gedanken fanden zurück zu dem Blut seines Vaters.

"In gewisser Weise ist es mein Rudel... Ja, das kann man wohl so sagen. Aber was Vater angeht: Es steht nicht gut um ihn, Sheta. Sein Körper ist geschwächt und nun wurde er von einem Puma verletzt. Ich war unachtsam. Weißt du einen Ort, wo er sicher wäre?"

Liebend gerne hätte er seine Zeit anders mit der Schwester geteilt. Wenigstens musste er vor ihr kein falsches Gesicht aufziehen. Neben ihr lag seine Maske am Boden. Nur vor Fremden musste er sein Inneres verbergen. Er wollte die Affäre mit der Verletzung so schnell wie möglich hinter sich bringen. Nicht nur seines Vaters wegen, sondern auch ganz eigennützig, weil er darauf brannte mit der Schwester zu sprechen, in Ruhe. Unruhig sah er sich um. Er bemerkte in seinem Rücken, dass Neera, die weiße Fähe ihm gefolgt war. Von dem jungen Rüden fehlte aber jede Spur. Ob er Night gefolgt war? Oder war er bloß nicht nach gekommen? Rumo wandte den Kopf nach Neera.

"Neera, dies ist meine Schwester. Sie trägt den Namen Sheta. Komm nur näher. Keiner von uns wird dir gefährlich sein."

[im Wald, nahe am Rudelplatz | dicht neben Sheta, Neera ganz in der Nähe]

_________________
~ Wofür es sich lohnt zu leben, dafür lohnt es sich auch zu sterben. ~
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://demba.forumieren.com
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   

Nach oben Nach unten
 
Prolog 02: Erster Kontakt
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 2 von 4Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
 Ähnliche Themen
-
» Nach der Trennung,kein Kontakt,erster Schritt von wem?
» Weil mein erster Kontakt nach KS schlecht lief
» Erfolg - Wer hat seine(n) Ex wieder nach der Kontaktsperre
» Indirekter Kontakt erlaubt???
» Erster Kuss *knutschiknutschi*

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Demba-Wolves :: ROLLENSPIEL :: Vergangenes :: RPG-Archiv-
Gehe zu: