Demba-Wolves

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Frühling | Morgen
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Im Demba Tal

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Wolkenverhangen.
Heftiger Regen.
Düster unter den Wolken.
Temperatur: 16°C
Plot 03: Vom Glück verlassen


Plötzlich herrscht Unruhe. Unbeabsichtigt
lockte der Unglücksrabe Sunkmanitutanka
auf seiner Flucht die Menschen ins Tal.
Dem Rudel droht große Gefahr. Können
sich die Wölfe vor den Jägern retten?

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 Prolog 02: Erster Kontakt

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BeitragThema: Prolog 02: Erster Kontakt   Sa Aug 22, 2009 2:06 pm


Es war ein langes Hin und Her, doch letzten Endes konnten sich die drei einander fremden Wölfe einigen, da sie ohnehin dem selben Weg folgten, diesen fortzusetzen und gemeinsam ihre Schritte ins Tal zu lenken. Unten angekommen holten sie am Waldrand die wartetende Gruppe ein. Die Unschlüssigkeit und scheinbare Mutlosigkeit der Vorangegangenen wurde durch die Stärke der gewachsenen Gruppe und die trockenen Kehlen in den Schatten gestellt. So entschied sich schnell, dass man den großen See aufsuchen wollte, dessen spiegelnde Oberfläche schon weit oben von den Bergen aus zu sehen gewesen war. Der Weg führte die sechs Wölfe mitten durch den Wald, der beinahe das gesamte Tal einnahm.

Behutsam und vorsichtig, doch eindeutig vom Durst getrieben staksten sie nun durch das Unterholz des Waldes. Es war dunkel hier unter dem Dach der Nadelbäume, denn die Sonne war angesichts der frühen Morgenstunde noch nicht ganz über den Rand des Gebirges geklettert. Einzelne Flecken von weichem Moos verrieten jedoch, an welchen Stellen die Mittagssonne einen Weg durch das Geäst der Bäume fand. Der Boden war mit vielen interessanten Gerüchen gepflastert und nicht wenige trieben auch sanft durch die Luft. Die neue Welt stürzte nur so auf den empfindlichen Geruchssinn der Wölfe ein und schien ihn blind für das offensichtliche zu machen, bis sie unter den breiten Ästen eines besonders starken Baumes hindurch gingen. Hier traf eine scharfe, unangenehme Witterung ihre Nasen, doch für eine Flucht schien es bereits zu spät. Über ihnen erklang eine Stimme, rau und gefährlich im Ton.

"Welch Unart derart dreist seine Pranke auf besetztes Gebiet zu stellen."

Mit einem überraschten, gehetzten Blick in die Höhe erblickt die Gruppe, die selbst für den Außenstehenden noch kein Rudel ergeben will, über ihren Köpfen einen Leisetreter. Entspannt ob seiner erhöhten Position, doch Misstrauen und die pure Abscheu in den Augen stehend, liegt ein Puma von nicht unbeachtlicher Größe auf einem breiten, querhängenden Ast. Seine Erscheinung lässt nichts Gutes hoffen und das missmutige Zucken seines langen, buschigen Schwanzen hat nichts gemein mit dem erfreuten Wedeln einer freundlichen Rute.
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Sa Aug 22, 2009 2:58 pm


Die Augen des Altwolfes weiteten sich erschrocken, als er erkannte wer sie angesprochen hatte. Von den großen Katzen hatte er selbst bisher immer nur Geschichten gehört. In seinem langen Leben hatte er noch niemals einer von ihnen gegenübergestanden und nun musste er zugeben, dass er den in den Geschichten beschriebenen Gräueltaten zum ersten Mal Glauben schenkte. Der Puma war größer als er gedacht hatte und hüllte sich in eine kalte, gefährliche Aura. Instinktiv sträubte sich der graue, ausgeblichene Pelz und sein Gesicht zeigte eine agressive Grimasse, die sein Gegenüber, die eigene Angst versteckend, einschüchtern sollte.
Aus den Augenwinkeln versuchte er die anderen zu erkennen, auszumachen wie sie sich verhielten. Besonders besorgt war er über die beiden Jungen und den Eigenartigen, welche Fehler würden sie einem mächtigen Feind gegenüber machen?

(Du wirst alt, sieh nur wie du um dein Leben fürchtest, obgleich dir noch nichts widerfahren ist. Lass diese Katze nur mutiger sprechen, als sie es tatsächlich sein mag.)

Er spürte die kalten Augen des Pumas wie schmerzhafte Stiche in seinem Pelz und doch würde er den Blick nicht von seinen Seelenspiegeln nehmen. Es war das einzige, was bei wahrhaftiger Agression einen Angriff des Leisetreters hinauszuzügern vermochte, das sagte ihm die Erfahrung. Es verhielt sich mit keinem Lebewesen anders als mit der Beute. Fixiere sie, fessele sie und du kannst wertvolle Sekunden gewinnen. Sekunden, die in diesem Fall tatsächlich über Leben und Tod entscheiden konnten.

(Wie blind müssen wir hier gewandelt sein, um diese Gefahr nicht bemerkt zu haben.. als hätten uns alle Sinne verlassen. Ob wir einem Zauber der Berge unterlagen? Ebenso still und geheimnisvoll kam der weiße Wolf, der uns herbeilockte. Vielleicht war sein Handeln weniger ehrenvoll, als wir zunächst annahmen. Welch Dummheit, eine solche Falle übersehen zu haben.)

Nun schloss der Alte doch für den Bruchteil einer Sekunde seine Augen. Es war nur ein rascher Lidschlag, ein Zwinkern beider Augen. Es sollte das Schütteln des Kopfes ersetzen, denn der Wolf konnte merken, wie ihm die Gedanken entglitten, regelrecht davontrieben. Selbst in solch einer Situation gelang es ihm also schon nicht mehr seine Sinne beisammen zu halten. Das Alter musste schon weit fortgeschritten sein, weiter als gedacht. Nicht einmal mehr die Nähe zum Feind sorgte mehr für einen klaren Verstand. Er schweifte ab, immer und ständig, auch jetzt wieder. Um des Überlebens Willen galt es dies zu verhindern! Ein erneutes Zwinkern, ein schwankender, unsicherer Schritt zurück, eine kriechende, unausweichliche Angst, die ihn gleichsam lähmte wie sie seine Ohren betäubte und den Blick vernebelte. Loki glaubte, dass er sterben würde.

[Im nordwestlichen Teil des Waldes, nahe am See / bei ihm Rumo, Nu, Nanouk, Night, Arko und ein Berglöwe]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Di Aug 25, 2009 12:45 am

Ein merkwürdiger Anblick. So ein Tier hatte der bunte Wolf noch nie zuvor gesehen. Eine Katze, doch viel größer als die kleinen Streuner der Felder. Rumo konnte eine Boshaftigkeit, eine Mordlust von Seiten des Pumas spüren, die ihn zwar alarmierten, jedoch gleichfalls beeindruckten. Noch nie hatte er eine solch starke Empfindung verspürt, wenn er einem anderen Lebewesen gegenübergestanden hatte. Diese Katze hatte in der Tat eine Ausstrahlung, die als bewundernswert galt.

Der Sohn Lokis konnte zwar deutlich die Angst seines Vaters fühlen, aber teilen wollte er sie nicht, weder sein Geist, noch sein Körper. Es wäre nicht seine Art gewesen, anderen angstvoll gegenüber zu treten. Zunächst wollte er sehen, was auf ihn zu kam, bevor er sich ein Urteil bildete. Also stand er unbefangen, jedoch achtsam da, groß aufgebaut und respektheischend. Mit offenem Blick sah er dem Leisetreter entgegen, in seinen Seelenspiegeln stand das Feuer einer mutigen Seele, als er den Wächter ansprach, ein tiefes Grollen aus seiner Kehle entlassend:

"Mit welcher Berechtigung besetzt ein einzelner ein Gebiet von solcher Größe?"

Er forderte sein Gegenüber heraus, dessen war er sich vollkommen bewusst. Mehr noch, er erhob Anspruch auf das Revier des Pumas, er wollte es für sich, für seine Begleiter, für sein Rudel. Dafür würde er kämpfen, sollte es nötig sein.
Die Ohren des Rüden und mit ihnen all seine Sinne waren auf den Wächter im Baum gerichtet. Keine Regung würde dem Wolf entgehen. Was auch immer die Katze tun würde, er würde reagieren können, ihr ein Gegner sein, mit Chancen zum Erfolg. Kurz dachte Rumo an die lange Wanderung mit seinem Vater. Wie lang, wie verzweifelt hatten sie nach einer Heimat gesucht. Doch die Menschen waren bereits überall, es gab keine sicheren Orte mehr, keine Verstecke vor den Zweibeinern und ihren Waffen. Den anderen würde es nicht anders ergangen sein und somit sah der bunte Rüde in diesem Tal, zu dem die Jäger ihnen nicht hatten folgen können, die einzige Möglichkeit für die Rasse Wolf ein Zuhause zu finden, in dem sie leben konnten. Nun galt es, dieses Zuhause zu verteidigen. Sie mussten es einfach erhalten können. Ein rascher Seitenblick auf die anderen, ob sie gleich dachten? Ob sie ihm zur Seite stehen würden? Im Fall der Fälle?

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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Sa Aug 29, 2009 4:59 pm

Nanouk machte große Augen, als er den Puma über seinem Kopf sah. So eine große Katze hatte er noch nie gesehen. Er überlegte kurz, ob er überhaupt schon mal eine Katze gesehen hatte. Der Puma sah ganz schön grimmig aus und hochnäsig benahm er sich noch dazu. Nanouk konnte ihn nicht leiden.

(Für was hält sich dieser Baumkletterer eigentlich?!),

dachte er wütend. Rumos Worten konnte er selbst daher nur beipflichten. Es wurde Zeit, dass diesem arroganten Baumkletterer mal jemand die Meinung sagte. Lange überlegte der Jungwolf nicht weiter. Er sträubte sein Fell, um groß und gefährlich zu wirken. Dann machte er einen Satz nach vorn zu dem Baum und knurrte den Puma aus Leibeskräften an.

"Verschwinde, du feige Katze! Du weißt nicht, mit wem du dich anlegst!"

Nanouk war voll davon überzeugt, dass der Puma sechs Wölfen nichts entgegensetzen konnte. Er wunderte sich nur ein wenig, warum die anderen sich so sehr zurückhielten. Der Berglöwe sah zwar beeindruckend aus, aber so gefährlich nun auch wieder nicht, dass man sich gleich ins Fell machten musste. Diese Meinung vertrat zumindest der Jungwolf. Bei Loki, dem Alten, sah das ganz anders aus.

(Ob das jedem im Alter passiert? Macht die Zeit uns wohl zu Feiglingen?),

überlegte Nanouk kurz. Doch diese pessimistischen Gedanken waren schnell aus dem jungen Kopf verschwunden. Er starrte lieber den Puma an. Er war ganz schön gespannt auf seine Antwort.

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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Sa Aug 29, 2009 5:12 pm

Der Puma legte feindseelig die Ohren zurück und fauchte verärgert, angesichts des fehlenden Respekts der Wölfe. Besonders der Jungwolf Nanouk machte ihn mit seinem unüberlegten Verhalten wütend. Es schien dem Berglöwen nötig zu werden die Sicherheit, in der sich die Wölfe dank ihrer Anzahl wogen, zu erschüttern. Es war leicht zu diesem Zwecke das schwächste Glied in der Gruppe zu finden. Der Alte zeigte ohnehin, dass er spürte ein Opfer der großen Katze zu werden. Zögern kannte der Puma nicht. Mit einer einzigen, schnellen Bewegung, die wie aus dem Nichts zu kommen schien, katapultierte er sich von seinem hohen Thron herunter, fuhr zwischen die Wölfe und langte mit einer seiner gewaltigen Pranken nach Loki. Der krallenbewehrte Schlag traf den Altwolf hart an der ungeschützten Schulter und riss ihn mit einer Wucht zu Boden, die ihm für einen Moment die Luft zum Atmen raubte. Noch im Schwung seiner eigenen, kraftvollen Bewegung setzte der Leisetreter über den zu Boden gerissenen und legte einen Spurt von beachtlicher Geschwindigkeit in Richtung Süden hin, zurück in die Berge, seine Heimat. Er warf den zurückgebliebenen Wölfen über die Schulter noch eine ernst zu nehmende Drohung zu:

"Wenn ihr hier bleibt Abschaum, so seid euch der wachsamen Augen meiner Familie bewusst! Eine einzige Unachtsamkeit werdet ihr schwer bereuen - ein Versprechen!"

Dann war er im nebeligen Zwielicht verschwunden.
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   So Aug 30, 2009 4:37 pm

Arko konnte den Blick nicht mehr von der Katze abwenden. Noch nie hatte er ein so großes Exemplar gesehen. Es war keine gewöhnliche Hauskatze, wie er sie kannte. Sie war groß, muskulös und ihr Fell war von einem hellen Braun. Sie hatte eine dunkle Musterung im Gesicht. Der Ausdruck, der darin lag, gefiel Arko nicht. Er legte reflexartig die Ohren an, stellte die Rute hoch und sträubte sein schwarzes Fell.
Er wusste nicht recht, ob er Angst hatte, oder ob er über den Auftritt des PÜumas lachen sollte. Katzen waren für ihn keine Feinde, doch noch nie hatte er gegen eine Katze mit dieser Größe und dieser Schicht an Muskeln gekämpft. Er knurrte kaum hörbar.

Plötzlich sprang der Puma von dem Ast, auf dem er gessesen hatte, zwischen die erstaunten Wölfe. Arkos Ohren stellten, sein Fell plusterte sich auf. Er knurrte etwas lauter. "Lass ihn in Frieden!", wollte er sagen, doch es war schon zu spät.
Der Puma hatte Lokis Flanke aufgerissen und war verschwunden. Der Mischling war verwirrt. Es solte eine Warnung gewesen sein, das war ihm klar, doch wieso verletzte er nur Loki? Wieso brachte er diesen nicht um?

(Wahrscheinlich, weil in der Zeit schon das ganze Rudel auf den Puma gestürzt wäre...)


Beantwortete sich der Rüde selbst. Er trabte schnell zu Loki und beäugte die Wunde. Er war sich ncihgt ganz sicher, ob es Rumo gefiel, wenn der Mischling so nah an den verletzten Altwolf heranging, doch er wollte ihm helfen. Die Wunde war tief und Blut rann über das graue Fell des Rüden.

Wie geht es dir, Loki?


Obwohl Arko wusste, wie es Loki ging, fragte er danach, ws er hinterher ziemlich dumm von sich selbts fand. Er hatte damals von seiner Mutter Isky iniges gelernt, über Kranke und im Sterben liegende Altwölfe und -Hunde. Vorsichtig leckte Arko das Blut von Lokis Fell, um die Wunden zu reinigen, die die Krallen des Pumas hinterlassen hatten.

[hilft Loki]


Zuletzt von Arko am Mi Feb 10, 2010 2:40 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   So Aug 30, 2009 5:27 pm

(Ich warte mal nicht auf Night und Nu, da sie sich länger nicht blicken lassen haben. Wenn sie sich noch melden können sie später immer noch mitreden.)

Als die Bestie auf ihn zugeflogen kam, hatte der alte Körper keinen Befehl seines Besitzers angenommen, er hatte schlichtweg abgeschaltet und nichts getan. Das Ergebnis war fatal, doch es hätte schlimmer kommen können. Der alte Loki lag ausgestreckt am Boden, seine Flanke hob und senkte sich nur langsam und schwerfällig, als bereitete ihm das Atmen Mühe. Seine Zunge hing lang aus dem halb geöffneten Maul und zuckte mit jedem Hecheln. Er hatte es ja gewusst, er hatte gespürt, dass es so kommen würde. Das machte die Lebenserfahrung. Im Alter konnte der Geist erahnen, wann es so weit wäre den Körper zu verlassen. Die Lefzen des Altwolfes verzogen sich zu einem Schmunzeln - Rumo würde das nicht hinnehmen wollen. Doch auch der kämpferische Geist des Sohnes würde hier nicht aushelfen. Loki spürte wie warmes Blut aus der aufgerissenen Schulter drang und sich durch seinen verfilzten Pelz wühlte.

(Hier geht es nun zuende mit dir, alter Narr.),

dachte der vernebelte Geist. Graue Schleier zogen durch seinen Kopf und verwirrten seine Gedanken, ließen ihn zusehends verdummen, je mehr Lebenssaft seinen Körper verließ.

(So fühlt sich also sterben an.)

Mit verschleiertem Blick nahm der verletzte Altwolf eine Gestalt war, die zu ihm trat, sich über seine Wunde beugte und begann diese mit einer warmen Zunge zu bearbeiten. Es dauerte einen Moment, bis er Arko erkannte, einen der Rüden, die sein Sohn vom Pass mitgebracht hatte. Misstrauen schlich sich zunächst in das Herz des alten Graupelz, doch was hatte er zu verlieren? Nichts. Loki ließ den Fremden gewähren, ein dunkles Brummen aus den tiefen seiner Brust verwandelte sich langsam in ein hohes Winseln. Er hatte Schmerzen, die Verletzung brannte wie Feuer, doch Arkos Zunge versprach Linderung. Der Altwolf verspürte Dankbarkeit und bemühte sich den schwer gewordenen Kopf zu heben. Angestrengt hielt er ihn in der Luft, blickte auf den noch jungen Helfer. Sein Blick streifte den Körper des Jungen - er hatte noch sein ganzes Leben vor sich.

"Hab Dank, junger Freund."

Seine Stimme war nicht mehr als ein kehliger Hauch, ein Flüstern, welches nur leise an die Ohren Arkos drang. "Wie geht es dir, Loki?" - Seine Frage war merkwürdig und unangebracht, ob der Situation, doch der Alte verachtete den jungen Rüden deshalb nicht. Was hätte er auch anderes sagen können? Es gab nicht viel, was besser gepasst hätte. Die trüben Seelenspiegel Lokis füllten sich mit Wärme, als sie auf dem Gesicht seines Helfers ruhen blieben.

"Sorge dich nicht um mich, junger Wolf. Es ist nur gerecht, dass euer frisches Leben vom Tode verschont bleibt."

Die Anstrengung übermannte ihn und er ließ den Kopf schwer zurück zu Boden fallen. Das Hecheln war stärker als zuvor, musste Schmerz und Mühe wieder ausgleichen. Die Schulter schmerzte ihn noch immer, doch musste Loki feststellen, dass der Schmerz weder nachließ, wie er es beim Sterben erwartet hätte, noch schlimmer wurde. Vielleicht gaben ihm die Götter noch einmal eine letzte Chance? Noch einen weiteren Vollmond? Er sehnte sich nicht übermäßig danach. Sein Leben war lang gewesen, er hatte vieles gesehen - genug, so fand er selbst. Seine schwache Stimme brachte noch ein paar Worte heraus.

"Junger Wolf. Unsere Welt birgt viele Geheimnisse, die ihr noch erforschen sollt. Es gibt so viele Fragen in jungen Köpfen, die nach einer Antwort verlangen. Ich bin froh, dass ich alter Narr keinen Jüngling sehen muss, der ins Reich der Toten geholt wird. So bleibt euch die Chance auf Antworten und ich hoffe für dich, junger Freund, dass auch du die Antwort auf deine Fragen finden wirst... ... ...Ich rede wirres Zeug."

Seine Nase zuckte, suchte die Witterung seines Sohnes. Er wollte auch zu ihm noch sprechen, auch ihm noch ein paar Worte mit auf den Weg geben. Das war ihm wichtig, vorher durfte es nicht zu Ende sein. Das Schnüffeln machte einen Anschein von Panik, Angst erfüllte den Alten, seinen Sohn nicht mehr sprechen zu können.

(Rumo.)

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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   So Aug 30, 2009 8:14 pm

Gerade noch wollte der bunte Rüde den jüngeren Nanouk zu Vernunft und Vorsicht rufen, doch da war es auch schon zu spät. Plötzlich ging alles ganz schnell. Der Berglöwe hatte sich von seinem höher gelegenem Wachposten gelöst und hatte einem Bären gleich Loki zu Boden geschleudert. Nicht ohne Schrecken sah Rumo die Gewalt der Katze mit an und sogleich schlug seine zuvor lediglich selbstbewusste Haltung in Aggressivität um. In seinen Augen stand das Weiß, welches ihn besonders gefährlich aussehen ließ. Er fletschte die Zähne, sodass sich die Nase in grobe Falten legte, während die Ohren dicht und geschützt am breiten Schädel anlagen. Mit einem schnellen Sprung über den am Boden liegenden Altwolf hinweg setzte er dem Puma knurrend nach. Ein paar weite Sätze, von lautem Grollen untermalt, dann ließ er von ihm ab. Die Katze war aus eigenem Antrieb geflohen, eine Verfolgung wäre sinnlos gewesen und gefährlich, das musste er trotz seines erhitzten Gemüts zugeben.

"Lauf du nur!",

bellte der wütende Wolf seinem Erzfeind noch hinterher, ehe er sich zurück zu seiner Gruppe begab. Mit steil aufgerichteter Rute, das Fell vollstens aufgeplustert kehrte er zu ihnen zurück. Ein wütender, unnachgiebiger Blick machte die Runde, streifte kurz jeden der anderen Wölfe. Auf Nanouk verweilte er einen Augenblick, Zorn und Schuldzuweisung lagen in den plötzlich so harten Seelenspiegeln. Seiner Dummheit, seinem Übermut hatten sie die Attacke der Katze zu verdanken. Kurz knurrte er ihn an, fand jedoch nicht die Zeit eine ihm angemessen erscheinende Strafe zu finden.

"Dir haben wir das zu verdanken!",

fuhr er ihn noch an, bevor er sich dem Verletzten zuwandte. Schon war er im Begriff auch den merkwürdigen Arko fortzuknurren, der es wagte sich Loki zu nähern, als die Fetzen eines Gespräches zwischen ihm und dem Vater an seine Ohren drangen. Arko schien ehrlich um den Altwolf besorgt und versuchte offenbar die Blutung zu stillen. Es gab keinen Grund ihn fortzujagen, er wollte nur helfen, nahm Rumo einen Teil Verantwortung ab und innerlich war er ihm dafür sogar dankbar, wenn er dem Mischling auch nichts davon zeigte. Grimmig, aber schweigend trat er also neben diesen, senkte den Kopf und schnüffelte beinahe zaghaft am feuchten Pelz des Grauen. Die Verletzung des Vaters traf ihn schwer und die Schuldgefühle ließen nicht lange auf sich warten.

(Ich hätte ihn beschützen müssen. Ich allein hätte ihm das ersparen können.)

Rein äußerlich zeigte er seine Selbstzweifel jedoch keinem. Der große Rüde blieb unnahbar und stark, es gab kein Anzeichen von Schwäche an ihm und auch der Zorn wollte nicht abebben. Dennoch war er im Stande dem geliebten Vater beruhigend über die Lefzen zu schlecken. Sanft, beinahe liebevoll.

"Niemand wird hier zu den Toten gehen. Du musst nur ausruhen und etwas fressen, dann fühlst du dich gleich besser."

Die Stimme Rumos klang warm, doch bestimmt. Er wollte Zuversicht verbreiten und duldete da keinen Widerspruch. Noch war nichts verloren. Die Verletzung würde verheilen, es war nicht die erste, die der alte Vater zu verzeichnen hatte. Wenn ihn bisher nichts getötet hatte, warum dann jetzt? Rumo würde nicht zulassen, dass er jetzt damit anfinge klein bei zu geben. So kannte er Loki nicht, schließlich trug der zu Recht den Namen eines Gottes. Eine sichere Unterkunft, das war es, was sie nun brauchten, kein negatives Gefasel eines senilen Geistes. Er musste nur etwas finden, wo der Altwolf ausruhen konnte und ihm frisches Fleisch besorgen, alles andere würde dann wie von selbst kommen. Aber wie sollte er das anstellen? Er konnte nicht gleichzeitig bei dem Verletzten bleiben, um über ihn zu wachen und einen sicheren Ort für ihn finden, geschweige denn, dazu auch noch jagen. Sein Blick viel wieder auf Arko, der noch immer über die blutende Wunde leckte.

(Ob ich ihm vertrauen kann? Er zeigt ein gutes Herz.)

Es war die einzige Lösung, die dem Bunten einfiel. Er konnte nicht an allen Orten zugleich sein und Arko schien ihm nicht ungeeignet um bei Loki zu bleiben. Er sorgte sich schon jetzt um den Altwolf und selbst wenn die Katze zurück kam, so sah der Rüde wehrhaft aus. Rumo bewegte seinen angespannten Körper zu einer steifen Drehung und warf einen kurzen Blick auf die anderen Wölfe. Diesen Nanouk wollte er nicht bei seinem Vater lassen, wer konnte ahnen, was er als nächstes anstellte. Aber ob er den Jungwolf auf der Jagd gebrauchen konnte? Eigentlich bezweifelte er auch das. Außerdem war da noch Night, konnte er ihn mit Arko zurücklassen? Und würde der leicht arrogant wirkende Rüde ehrlich auf einen Fremden achten? Eine schwierige Entscheidung, doch er würde nicht darum herum kommen.

"Ich werde nach einem Unterschlupf suchen. Arko, kann ich dir meinen Vater anvertrauen? Geht weiter in Richtung des Sees, wenn es euch möglich ist. Nu wird bei euch bleiben. Night und Nanouk, ihr begleitet mich."

Seine Worte ließen keinen Widerspruch zu. Seine Augen fixierten kurz jeden einzelnen und machten unmissverständlich klar, dass eine andere Meinung nicht zur Debatte stand. Es war keine Zeit für lange Diskussionen, also hatte Rumo entschieden und wehe dem, der sich jetzt querstellte.

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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo Aug 31, 2009 3:00 pm

Ako sorgte sich energisch um Loki und lauschte auf seine weisen Worte und es gefiel ihm nicht, dass der Altwolf sprach, als würde er sterben. Obwohl seine Überlebenschancen schlecht standen, wollte der Mischling alles für ihn tun. Plötzlich kam es ihm so vor, als kenne er ihn schon seid Jahren. Wahrscheinlich war es auch einfach der Gedanke, dass er andere Wölfe nicht sterben sehen konnte. Er war in einem großen Rudel aufgewachsen und hatte gelernt, was es heist, zusammen zu halten, egal wer vor einem steht. Auch war es der Gedanke, dass Rumo ohne Vater sein wird, wenn Loki stirbt, und dasselbe Schicksal hatte Arko ereilt, als er noch ein Welpe gewesen war. Er kannte seinen Vater nicht. Sein Vater, ein mächtiger, schwarzer Wolf, der wahrscheinlich weit entfernt ein eigenes Rudel hatte. Der Gedanke an ihn machte Arko noch verzweifelter. Niemandem wünschte er, ohne Vater zu sein. Nicht einmal seinem größten Feind, und da Rumo wie es aussah auch keine Mutter mehr hatte, war sein Vater alles, was dem Alpha von seiner Familie blieb, so dachte Arko.

"Es wird ein Tag kommen, an dem du ns verlassen wirst. Aber bis dahin wird noch eine Weile vergehen."

Sagte Arko, und hoffte, Loki überzeugen zu können, obwohl seine Worte nicht so mitreißend undüberzeugend klangen, wie die des Altwolfes. Er war ein weißer Rüde, Rumos Vater, und er wusste, wie man mit Worten umgeht, genauso wie sein Sohn. Der Mischling wünschte sich plötzlich, auch so einfach und so weise ahinreden zu können. Doch dazu fehlte ihm wahrscheinlich das Talent.

Als Rumo an Lokis Seite trat, machte Arko einen Schritt zurück. Rumo und er kannten sich noch nicht lange, und da es sich bei dem Verletzten um Rumos Vater handelte, wollte Arko nicht dazwischen funken. Stattdessen warf er einen Blick zu Nanouk, der die Schuld auf seinen Schultern trug, nach Rumos Ansicht.

Als der Alpha Arko eine Aufgabe gab, die viel Vetrtrauen verlangte, war der Rüde stolz auf sich.

(Rumo vertraut mir seinen Vater an... das ist eine große Ehre für mich. Ich muss mich gut um Loki sorgen. Es wird schwer, ihn wieder auf alle Viere zu bekommen, doch ich kann das schaffen. Du schaffst das, Arko!)

Er spürte wieder dieses warme Gefühl der Zustimmung, das er auch gespürt hatte, als er dem Rudel beigetreten ist. Als stände ein weiterer Wolf neben ihm und helfe ihm, die richtige Entscheidung zu treffen.

"Ich verspreche dir, Rumo, dass ich deinen Vater am Leben halten werde."


Sagte er und seine bernsteinfarbenen Agen leuchteten.

"Es ist mir eine Ehre."

Fügte er noch hinzu und sah wieder zu dem Altwolf.

"Du wrst nicht sterben. Du bleibst bei uns, versprochen. Ich weiß, wie wir dich wieder hinbekommen. Vertrau mir. Versuch es. "

Arko setzte sich und leckte wiedr über die Kratzspruen des Berglöwen, bevor er zu erzählen begann.

"Meine Mutter... sie war sehr weise. Ähnlich wie du. Sie kannte sich gut mit Heilmethoden aus und hat mir vieles beigebracht. Sie hat mir beigebracht, dass feuchtes Moos auf Wunden gegen Entzündungen hilft und Spinnenweben sollen den Heilprozess beschleunigen und tiefe Wunden schneller zuwachsen lassen.
Sie erklärte mir auch viel über unseren Körper. Es sieht mir danach aus, dass deine Muskeln betroffen sind. Wir können nicht hier fort. Doch der Berglöwe weiß, wo wir uns aufhalten. Du musst essen und trinken. Sehr viel. Dein Körper braucht viel Kraft.
Außerdem werde ich jede Nacht den Mond anheulen. Meine Mutter sagte, dass der Mond der Wächter der Wölfe ist. Es ist eine alte Legende, dass der Mond einem hilft, wenn man ihm sein schönstes Lied vorsingt. Ich habe noch nie daranm geglaubt, doch ein positiver gedanke könnte helfen."


Bei den letzten Worten musste Arko grinsen. Er glaubte nicht ganz an den Mythos mit dem Mond, der ihm als Welpe erzählt wurde, doch er würde es versuchen. Aber schon bei dem Gedanken daran, kamen ihm Zweifel. Er war kein Wolf. Er war etwas, was die Natur normalerweise nicht duldete. Er war ein Mischling aus zwei Rassen. Der Mond war Wächter der Wölfe, aber nicht der Hunde. Vielleicht würde es Loki nurnoch schlechter gehen, wenn Arko zum Mond sang, weil er kein Wolf war. Er fühlte sich plötzlich schlecht und ungeliebt. Nein, ein ganzer Wolf könnte er nie werden, und somit würde er mit dem Anheulen des Mondes alles nurnoch verschlimmern.

"Nu... ich bitte dich, dass du den Mond anheulst, wenn er am stärksten strahlt. Ich sagte schon, es ist ein alter Mythos und wir wollen tun, was in unserer Macht steht. Aber in meiner Macht steht es nicht, den Mond anzubeten, nur in deiner."

Er hoffte darauf, nicht nach etwas gefragt zu werden, bezüglich seines Selbst und senkte den Blick.

[Bei Loki und Nu/ redet mit Loki/wiligt ein, auf ihn aufzupassen/ erklärt Loki, wie man Wunden heilen kann/Bittet Nu, den Mond anzuheulen]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Di Sep 01, 2009 2:35 pm

Der Puma war wohl doch nicht so harmlos gewesen wie Nanouk anfangs dachte und hatte Loki schwer verletzt.

oO(Oh man, hätte ich doch nur meinen Mund gehalten und wäre nicht so frech gewesen, dann wäre das alles nicht passiert)Oo
dachte sich der Jungwolf.

Rumo war (wie nicht anders zu erwarten) stinksauer auf Nanouk und gab ihm für alles die Schuld. So wütend hatte Nanouk den Großen nie erlebt und war deswegen sehr eingeschüchtert.

Er hatte nicht damit gerechnet, dass der Puma eine große Gruppe Wölfe angreifen würde, dementsprechend versuchte Nanouk der blöden Katze Angst einzujagen oder zumindest sie einzuschüchtern. (Das ging voll daneben)

Nachdem Rumo einmal geschimpft hatte, hatte er Arko gefragt ob dieser auf Loki aufpassen würde während er nach einem Unterschlupf suchte. Night und Nanouk sollten ihn begleiten doch Nanouk war sich erst nicht sicher ob er mitgehen sollte, weil Rumo doch sehr wütend auf ihn war.

Doch Rumos Blick sagte eindeutig aus, dass Widerrede nicht geduldet wurde und somit überredete Nanouk sich selbst mitzugehen… Auch wenn er Angst vor Rumo hatte!
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mi Sep 02, 2009 9:16 am

Ja, die Naivität der Jugend. Zu gerne hätte auch der Altwolf noch ein wenig davon besessen, doch sein eigener, stumpfsinniger Pessimismus ließ keinen hoffnungsvollen Gedanken zu. So konnte er auch keine Worte finden, die er seinem Sohn hätte mit auf den Weg geben wollen. Das, was ihm gerade alles in den Sinn kam hätte auch den großen Wolf nicht aufgebaut, sondern ihn in ein tiefes Loch gestürzt. Da war es schon besser einfach nichts zu sagen und die Zeit abzuwarten. Rumo wollte fort und einen sicheren Ort für ihn suchen, er hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Gut, das war besser als würde er ihm beim Sterben zuzusehen. Wenn dem alten Geist doch noch ein paar weise Worte entspringen würden, so könnte er diese auch von Arko übermitteln lassen.

Der Altwolf seufzte schwer, das damit einhergehende starke Heben des Brustkorbes tat ihm weh. Mit dem schalen Geschmack von Bitterkeit auf der Zunge musste er feststellen, dass sein Blick verschwamm. Die Schmerzen benebelten ihn. So blieb ihm nicht viel anderes übrig als der Stimme Arkos zu lauschen. Dieser sprach viel und nicht alles davon ergab einen Sinn für Lokis verwirrten Geist, doch er empfand seine Worte als beruhigend.

(Warum er wohl nicht selbst den Mond anzuheulen wagt?)

Auch Loki kannte viele Geschichten über den Mond als Vater der Wölfe und er konnte sich nicht vorstellen, weshalb sich Arko davor grämen sollte ihn anzuheulen. Erst als er an seinen eigenen Vater dachte, die Erinnerungen an ihn waren nicht mehr all zu deutlich, konnte er verstehen, dass ein Sohn nicht immer frei zu seinem Vater sprechen konnte. Doch der Mond? Loki fand nichts schlechtes an ihm.

"Deine Stimme verrät, dass du verlassen bist, junger Freund."

Das stimmte so natürlich nicht, der Alte riet bloß, zog diesen Schluss aus dem Sinn der Worte und nicht aus ihrem Klang. Auch wenn ihm vielleicht nicht mehr viel Zeit blieb, so wollte er diese doch nicht für sein eigenes Selbstmitleid verschwenden, sondern für den jungen Helfer nutzen, der sich so brav um ihn kümmerte und immer wieder seine Schulter leckte, um die Blutung zu stillen.

[Im nordwestlichen Teil des Waldes, nahe am See / schwer verletzt / bei ihm Arko und Nu, Nanouk, Night und Rumo in der Nähe, in Aufbruchsstimmung]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mi Sep 02, 2009 2:17 pm

Sanft strich der Wind durch das helle Fell der zusammengekauerten Gestalt, beinahe schien er sie zu liebkosen, sie zu umgarnen und zu verführen. Nun wurde der Wind herrischer, zerrte etwas heftiger an dem hellen Fell und ließ die stechenden, intensiven Augen endlich aufsehen. Das Blau der Seelenspiegel war stolz und zugleich misstrauisch in die offene Welt gerichtet.

Der See, welcher vor ihr lag, spiegelte die große, stattliche Wölfin wieder. Ihr schneeweißes Fell, mit den silbergrauen Haarspitzen und den auffälligen, durchdringenden Augen. Mit langsamen Bewegungen erhob sich das Spiegelbild, starrte kurz feindselig auf das Original und verschwand schließlich ganz. Neera hatte sich nun aufgerichtet, den Kopf stolz erhoben, die Rute hing gelassen herab. Allerdings wiesen ihre verschlossenen Seelenspiegel eindeutig die dunkle Nuance von Misstrauen auf, etwas, was Fremdlinge der Fähe gegenüber stets wachsam machten.

Sie strahlte keine aggressive Brutalität aus, doch Stolz, Kälte und Ruhe, das strahlte alles an ihr aus. Sowohl die Größe der Fähe, als auch die ungewöhnlichen Augen. Sie schien die Inkarnation von präzieser, kampfbereiter Ruhe zu sein, doch momentan war sie einfach nur misstrauisch. Sie hatte fremde Stimmen gehört, den Geruch eines Leisetreters vernommen und ihre Nackenhaare hatten sich sofort gesträubt. Wie sehr Wölfe diese großen Katzen hassten, wusste sie nicht, doch instinktiv hatte die Weiße eine Abwehrhaltung eingenommen. Es schien jedoch den Anschein zu wahren, dass der Leisetreter verschwand. Allerdings nicht, ohne Schaden anzurichten, wie sie dem feinen Blutgeruch entnahm.

Der Wind spielte erneut, dieses Mal anscheinend erfreut, mit ihrem seidigen Fell und Neera streckte sich kurz und flink. Dann hielt sie prüfend die Nase in den verspielten Wind, lauschte mit zuckenden Ohren den Geräuschen der Natur und blieb regungslos stehen. Schließlich wehte der Wind ihr gutmütig eine Fährte zu und intuitiv senkte die Fähe stolz und erhaben den Kopf, knurrte leise und ihre Muskeln spannten sich an.

(Ob der Leisetreter sie angriff? Oder verletzen sie ihn?)

fragte sie sich und ihre Augen wurden dunkler, je mehr sie darüber nachdachte. Der Blutgeruch war zu deutlich gewesen, als dass es sich leugnen ließ. Ein Wesen, ob Wolf oder Puma, war verletzt. Neera´s Nackenfell legte sich wieder etwas an, allerdings behielt sie die leicht angespannte Haltung bei. Auch die Lefzen hatte sie noch immer leicht zurück gezogen und entblößte dabei Teile ihres makellosen Gebiß´s. Wenn einer von ihnen verletzt war, und die hübsche Fähe nahm es dem nicht geringer werdendem Blutgeruch an, dann würde ihr Weg sie irgendwann zum See führen.

Neera blickte sich aus kalten, stolzen Augen kurz um, entdeckte eine umgefallene Baumwurzel, deren Wurzeln spinnenbeinartig in die Luft ragten und überlegte kurz. Doch sie war schon immer eine sehr eigene Fähe, weshalb sie nun blieb, wo sie war. Ihre Augen hefteten sich auf die Gegend, aus der ihr der verräterische Blutgeruch entgegen geschlugen war. Würden die Wölfe hier auftauchen, sähen sie eine misstrauische Fähe, leicht angespannt, dennoch kompromissbereit.

Die Wölfin wusste, ohne Rudel kam ein einzelner Wolf nicht weit und wenn sie den eigentlichen Weg eingeschlagen hätte, dann wäre sie unwillkürlich auf den Leisetreter gestoßen. Doch so erhöhten sich die Chancen natürlich um einiges, nicht in diesem auf einzelne, ziemlich misstrauische Wölfe abweisend und todbringend zu wirken. Es beeindruckte Neera nicht unbedingt, doch sie hatte bereits öfter das Gefühl gehabt, beobachtet zu werden. Was ihr immer wieder eine empörte, leicht gereizte Gänsehaut einbrachte. Allerdings zeigte die Fähe momentan keine Schwäche, stand aufrecht, mit leicht gesenktem Kopf und stolz blickenden Augen am Rand des Sees, vernahm das Wispern des Windes und das Glucksen des Sees, der ab und an einzelne Steinchen vom Ufer leckte. Neera wartete geduldig.

[am See/wittert das Blut/hört die fremden Wölfe/erwartet sie]


Zuletzt von Neera am Fr Sep 18, 2009 2:25 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mi Sep 02, 2009 5:30 pm

Umso mehr Zeit verstrich, umso verzweifelter versuhte Arko, Loki am Leben zu behalten. Nicht nur, weil es um den Platz im Rudel ging, sondern auch um einen neu gewonnen Freund, den er schon lange zu kennen glaubte. Er merkte, wie der Atem des Altwolfes seltener wrde, und wie er innerlich zusammen zuckte, als er einatmete.

Die Worte Lokis verwirrten den jungen Rüden und er wollte nicht darüber nachdenken, um sich nicht abzulenken. Er begann, gegen den Strich des Fells zu lecken, um den Kreislauf des Wolfes vor ihm intakt zu halten. Er hatte Nu schon ganz vergessen, die anscheinend wie angewurzelt dastand und nichts tat.

(Warum hilft sie denn nicht?)

Arko verzweifelte mit jeder Sekunde, die an ihm vorbeirauschte, mehr. Mit jeder Minute stand es schlechter um Loki. Mit jeder Minute, in der kein anderer zur Hilfe kam.

Nu! Tu doch was! Bring Moos.. Wasche es vorher.. das ist gut für die Wunde. Bring außerdem etwas, das stärker reicht als alles andere, das du findest, um seinen Kreislauf aufrecht zu erhalten.

Bat er. Plötzlich kam ihm ein Windhauch entgegen, der seine Muskeln anspannen lies. In dem Wind war ein unbekannter Geruch. Er war von keiner merkwürdigen Pflanze, auch von keinem Zweibeiner. Arko sog den Duft ein. Es war auch keine Katze. Puma war also ausgeschlossen, was den jungen Rüden entspannte. Doch auch wenn es kein Puma war, könnte es trotzdem gefährlich sein. Er schloss seine AAugen, sog den Duft ein, der ihm entgegen geweht wurde, und konzentrierte sich darauf.

Blitzschnell riss er die Augen wieder aus, lkauerte sich neben Loki, die Ohren angelegt, das Fell aufgeplustert, die Rute erhoben und die Lefzen hochgezogen. Arko knurrte. Lauter als er es je zuvor gewagt hätte zu knurren. Es klang wie aus einem fremden Maul, als wäre es nicht aus seiner Kehle. Er erinnerte sich daran, als er sich vor Rumo unterworfen hat. Aber der Moment, in dem der Berglöwe Loki verletzt hatte, hatte Arko verändert. Sein knurren war tiefer, als die Stimme des Rüden. Viel tiefer. Er verlor die Kontrolle über seinen Körper. Ein mächtiger Wolf übernahm sie, und steuerte seinen Körper. Er fühlte sich stärker. Es war sein beschptzerinstinkt und der Gedanke, dass er einen guten Freund, ein Rudel und einen guten Alpha zu verlieren hatte. Es sei denn, Rumo würde den Tod seines Vaters gut verkraften.

Arko presste die Augen aufeinander, verdrengte den Gedanken an Tod. Nurnoch ein Gedanke war da: Er musste Loki beschützen, da Nu nur dastand und nichts tat. Er musste den AAltwolf am leben behalten. Plötzlich wusste er, wen er in Loki sah. Er hatte mit ihm den Vater verbunden, den er nie hatte, und einen zweiten Verlust würde er nicht verkraften.

Fast schon zu schnell hatte er sich einen alten Rüden herausgesucht, in dem sich sein Vater widerspiegelte. Aber von seiner Mutter wusste der junge Rüde, dass sein Vater stolz, anmutig und eine Kämpfernatur war. Aber er wr auch weise, klug, intelligent. So wie Loki. Er war wie der Vater, den Arko nie hatte. Ein alter, weiser Wolf.

Arko schien zu beben vor Wut. Alles kam wieder in ihm hoch, Gefühle, die er als Welpe erfolgreich verdrückt hat, wie auch als Jungwolf. Nun war er ausgewachsen, jung, aber ausgewachsen. Und es kam alles wieder hoch. Die Situation war zu viel für ihn. Aber er hatte en Ziel, und er hatte den Ehrgeiz dazu, das Ziel zu erreichen: Loki am Leben zu behalten.

[Redet mit Nu, riecht Neera]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Fr Sep 04, 2009 5:15 pm

Der große Rüde hatte zunächst noch einen Augenblick gezögert den Aufbruch anzutreten. Es war ihm wichtig gewesen sich noch einmal seines Vaters Zustandes zu versichern, immerhin hatte er nicht gehen wollen, wenn alle Hoffnung verloren war. Doch dem war noch nicht so. Noch war Zeit und wenn das Glück ihnen nur ein wenig zuspielte, so konnte der Altwolf durchaus gerettet werden. Groß aufgerichtet, mit stolz erhobenem Kopf hatte Rumo zudem auch noch den Worten Arkos gelauscht und nun musste er sich eingestehen, dass sie wohl nicht nur das Herz des Verletzten erreicht hatten.

Schließlich führte aber kein Weg darum herum den Verletzten zurück zu lassen, um für dessen Wohl zu sorgen. Der bunte Rüde hatte Night und Nanouk als seine Begleiter bestimmt und diese Entscheidung setzte er sogleich um, als er den ersten Schritt tat. Dem Jungwolf Nanouk würde kaum eine andere Wahl bleiben, denn der große Rüde packte ihn grob ihm Nackenfell und wirbelte ihn in die Richtung, in die er gehen wollte. Eine deutliche Geste und vermutlich wäre danach auch Night nicht mehr erpicht darauf den Ärger Rumos auf sich zu ziehen. Innerlich wusste Rumo, dass er nicht so hart mit dem Jungwollf umgehen durfte, vermutlich lag dies nur daran, dass er ein Ventil für seinen Zorn und seine Hilflosigkeit suchte. Ja, er war hilflos. Er konnte nichts an dem Zustand seines Vaters ändern und er konnte auch nicht beeinflussen, ob diesen nun der Tod ereilen würde, oder ob weiterhin das Leben seinem Körper treu blieb. Steife, weite Schritte trieben ihn schnell über den weichen Waldboden. Die harten Seelenspiegel schweiften stets aufmerksam umher, obowhl er so intensiv seinen eigenen Gedanken nachhing. Seine feine Nase untersuchte jeden kleinsten Geruch in der Hoffnung ein paar interessante, wie wichtige Informationen über das geheimnisvolle Tal zu finden.

(Der Mond als Wächter der Wölfe.)

Dieser Gedanke, den Arko mit seinen Worten in den Kopf des Rüden gepflanzt hatte, beschäftigte ihn auch jetzt noch. Obwohl er nie viel von so etwas gehalten hatte, ertappte sich Rumo bei einem flüchtigen Blick nach oben. Er hatte insgeheim gehofft durch das dichte Blattwerk den Himmel sehen und zufällig einen Blick auf den erblassenden Mond erhaschen zu können. Vielleicht sollte er in der kommenden Nacht den Mond anheulen und um dessen Beistand bitten. Wer konnte schon wissen, ob es nicht doch helfen würde. Ein tiefer Seufzer entstieg der Kehle des Wolfes. Seine Schritte wurden immer schneller, mündeten in einen sanften Trab. Der See konnte doch nicht mehr so weit sein? Vielleicht konnte man sich von dort einen Überblick über die Gegebenheiten in diesem Tal machen.

[Im Wald, nähert sich vom Nordwesten dem See / bei ihm Night und Nanouk]

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Zuletzt von Rumo am Mo Sep 07, 2009 7:57 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   So Sep 06, 2009 1:17 pm

Der Boden unter seinem Körper fühlte sich plötzlich kalt an und sein Pelz schien diese Kälte geradezu aufzusaugen. Loki fühlte sich verlassen seit Rumo gegangen war, obwohl er wusste, dass es dumm war. Der Sohn versuchte nur das Richtige zu tun und er hatte ihm einen jungen Wolf dagelassen, der sich aufopferungsvoll um ihn bemühte. Kein Grund für falsches Selbstmitleid also. Der Altwolf versuchte nun wieder Arko in sein Blickfeld zu bringen, doch die Motivation reichte nicht aus um den schweren Kopf zu heben. Er machte keinen weiteren Versuch, sondern blieb einfach liegen. Die Worte, die Arko anscheinend der einzigen Fähe unter ihnen zuwarf, verwirrten den benebelten Geist noch weiter. Was hatte Moos mit der derzeitigen Lage zu tun?

(Sicher überfordert ihn die Situation, ich sollte etwas tun um ein Stück der Last von seinen jugendlichen Schultern zu nehmen.)

Der Umschwung in Arkos Haltung kam plötzlich und war für den Alten absolut unverschständlich. Seine Nase war von dem eigenen Blutgeruch betäubt und konnte den sanften Zug der fremden Witterung nicht vernehmen, daher ließ sich für ihn die Reaktion des Mischlings auch nicht erschließen oder wenigstens nachvollziehen. Die Ungewissheit versetzte den Verletzten in Sorge, wenn nicht sogar Angst. Was war bloß los? Das plötzliche Knurren seines Helfers ließ den Körper des Altwolfes erzittern. So hatte er bisher nur wenige Wölfe knurren gehört. Arko war in diesem Moment in der Tat furchteinflößend.

"Es wäre nicht klug jetzt all zu deutlich auf uns aufmerksam zu machen."

Mit schwacher, heiserer Stimme versuchte sich Loki Gehör bei dem aufgebrachten Mischling zu verschaffen. Es war nicht seine Absicht ihn jetzt zu tadeln, er war viel mehr darum bemüht ihn zu besänftigen, doch dazu musste er erst einmal die Ursache für Arkos Anwandlung herausfinden.

"Vielleicht... sollten wir wirklich versuchen den See zu erreichen."

Zwar wusste der Altwolf nicht, ob das mit seiner Verletzung überhaupt möglich war oder ob er damit nicht alles noch viel schlimmer machen würde, doch diese Aufgabe würde den jungen Rüden auf andere Gedanken bringen. Es wäre ein Ziel, dass sie verfolgen könnten und dass sie von der Panik und Hilflosigkeit befreien würde. Alles erschien dem verletzten Wolf gerade besser als hier untätig herumzuliegen und auf ein paar hungrige Waldbewohner zu warten. Arko mochte vielleicht überraschende Stärke entwickeln können, doch alleine gegen einen weiteren Puma, einen Bären oder gar eine Horde Wildschweine konnte er alleine nicht viel ausrichten können. Loki begann also seine Läufe anzuspannen, um sie auf das bevorstehende vorzubereiten.

[Im nordwestlichen Teil des Waldes, nahe am See / schwer verletzt / bei ihm Arko und Nu]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   So Sep 06, 2009 6:19 pm

Ashley rutschte langsam und unaufhaltsam den belaubten Hügel hinunter, der den Wald in zwei Ebenen unterteilte und sie wusste nicht, wie ihr geschah. Gerade noch war die kleine Fähe auf dem Hügel gestanden, dann begann alles zu bröckeln und ihre Pfoten rutschten unter ihrem kleinen, geschwächten Körper weg. Panisch weiteten sich ihre Augen vor Entsetzen und fiepte laut. Ash fuhr die kleinen Krallen aus, um eine Halt zu haben, was ihr aber nur wenig nutzte. Mit aller Anstrengung stemmte sich der Welpe gegen den Hügel mit erhobener Rute. Das weiße, dünne Fell stand erschrocken ab und verlieh ihr ein witziges Aussehen, was sie aber im Moment überhaupt nicht gebrauchen konnte.

"Hilfe! Ich ... rutsche!"

Ihre Nackenhaare stellte sich auf und ihr schmaler Kopf wandte sich nach unten, noch immer rutschte Ashley den Abhang hinunter. Auf einmal erblickte die Babyfähe drei Wölfe, die etwas unterhalb standen. Die Kleine heulte warnend auf.

"Achtung! Achtu..."

Es war zu spät, wie ein kleiner Fels stürzte sie gegen den großen Wolf, der verletzt schien. Benommen schüttelte sie den Kopf und ordnete erstmal ihre Sinne, bevor ihre Augen entschuldigend nach oben blickten, mitten in die des Wolfes.

"Es tut mir Leid, das wollte ich nicht. Entschuldigung."

fiepte sie leise und zog ihren Schwanz zwischen die, für ihren Körper zu langen Beine und legte sich auf den Boden, als Geste der Unterwerfung. Zusätzlich drückte Ashley ihre großen Pfoten auf ihren Kopf, als wollte sie sich die Ohren zuhalten, aber im Grunde tat es ihr einfach nur Leid.

[ im Wald | bei 3, ihr unbekannten Wölfen ]


Zuletzt von Ashley am Mo Sep 07, 2009 7:05 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo Sep 07, 2009 4:46 pm

Die große Wölfin blickte mit tödlich gelangweilter Miene und starren Augen in den See, auf ihr eigenes Spiegelbild. Ja, sie war hübsch, doch momentan starrten sie zwei feindselige, blaue Augen an, die all die Verachtung wieder zu spiegeln schienen, die die Fähe für sich selbst empfand. Ein feiner Luftzug streifte ihre empfindliche Nase und mit einer einzigen, eleganten Bewegung schnellte sie auf ihre vier kräftigen Pfoten.

Der Körper der Fähe spannte sich an, jeder Muskel begann langsam, sich zu dehnen, zu spannen, zu entspannen. Sie hob den Kopf stolz und misstrauisch in die Luft, hinein in den leise flüsternden Wind. Er erzählte der Fähe fremd eGeschichten, Geschichten, die ihrer ähnlich waren, weitaus schöner, manchmal trauriger. Neera blieb regungslos stehen, als sie den Geruch der Wölfe wahr nahm.

Es gab einzelne Gerüche, die scheinbar an Ort und Stelle verharrten, doch die Mehrheit bewegte sich in stetiger Gleichmäßigkeit auf sie, auf den See, zu. Das Nackenfell der großen Wolfsfähe sträubte sich, je näher die Wölfe kamen, die Lefzen wurden immer weiter zurück gezogen und entblößten erneut die spitzen, dolchartigen Zähne. Neera gab ein angsteinflößendes und entschlossenes Bild ab, sie würde für ihren Pelz kämpfen, koste es noch so viele Verletzungen.

(Beherrsch dich, Neera!)

Ein neuerlicher, kalter Windhauch zerrte kurz an ihrem Fell, ließ die durchdringenden Seelenspiegel für eine Sekunde erlischen und schließlich wieder aufleuchten. Ihre Haltung war angespannt und misstrauisch. Ein einzelner, fremder Wolf war meist leichte Beute für ein großes, starkes Rudel. Neera mochte vielleicht Erfahrung und Geschick besitzen, doch gegen ein großes, kräftiges Rudel hatte auch sie keine Chance.

Das Knurren wurde kehliger, als der Geruch nun näher heran geweht wurde. Das weiße, eben noch so hübsche Fell mit den silbergrauen Haarspitzen lag nun nicht mehr ruhig und gelassen an dem kräftigen Körper, sondern verlieh ihrem Besitzer ein durchaus ernst zunehmendes Aussehen. Ein kurzer, prüfender BLick glitt über die moosbewachsenen Bäume, ihre Augen schienen sich langsam an einem Ort festzulegen und verharrten dort, schweigend, misstrauisch und wachsam.

Erneut fuhr der Wind in das weiche Fell der Wölfin und plusterte er nochmals auf, verlieh ihr ein etwas wirres Aussehen und spielte weiter mit dem weichen Bauchfell. Neera ignorierte dies, blickte misstrauisch und zugleich neugierig und wachsam auf die Stelle, von der sie die vielen Gerüche wahr nahm. Als sie so nah schienen, dass die Fähe einzelne Gerüche heraus wittern konnte, schienen die Muskeln der Wölfin zu erstarren.

(Rüden! Nur Rüden!)

verschaffte sich ein einzelner, entsetzter Gedanke in dem sonst leeren Kopf Gehör. Neera schüttelte herisch den Kopf und bohrte die Krallen fester in den Erdboden. Einzelne Erdbrocken wurden aufgerieben und klammerten sich an das Fell der weißen Pfoten. Nun absulut wachsam - und misstrauisch - erwartete die Fähe das Eintreffen des Rüdenrudels. Um die Lefzen der Fähe spielte ein bitterer, höhnischer Zug, welcher, gepaart mit ihren stechenden Augen, beinahe dämonisch aussah.

[wittert die Rüden]


Zuletzt von Neera am Fr Sep 18, 2009 2:24 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo Sep 07, 2009 6:07 pm

Rumo wollte also, dass Nanouk und Night mitgingen, also packte er Nanouk mit einem festen Griff seiner Kiefer im Nacken und schleuderte den Jungwolf in die Richtung in die er gehen wollte. Jetzt wusste Nanouk definitiv, dass er keine andere Wahl hatte als mit zu gehen!

Nanouk taumelte noch einmal nach, ehe der Schwindel aus seinem Kopf verschwunden war. Wirklich gerecht kam ihm das nicht vor.

oO(Night durfte selbst losgehen und ich, ich werd geschmissen, das ist unfair!!) Oo

Nanouk trottete mit eingezogenem Schwanz und gesenktem Kopf hinter den beiden Rüden her und versuchte sich so unauffällig wie möglich zu verhalten.

oO(Bloß nicht negativ auffallen, sonst wird Rumo wieder böse.)Oo

Nanouk machte sich die ganze Zeit über schon heimlich Vorwürfe, es war ja seine Schuld, dass Loki verletzt worden war. Wegen seinem Übermut war ein Freund verletzt worden. Rumo war zu Recht sauer auf ihn. Nach einer Weile fing der junge Wolf dann an vor sich hin zu stammeln:

„Es tut mir Leid Rumo, das wollte ich nicht. Ich dachte der Puma läuft weg, weil wir doch so viele waren. Es tut mir wirklich Leid, wie kann ich das denn nur gut machen?“

Nanouk blieb noch immer geduckt und wartete ängstlich darauf, ob der große Bunte die Worte überhaupt vernommen hatte. Der junge Wolf ging einfach leise weiter hinter den anderen beiden her und hoffte auf das Beste. Ängstlich!

[Unterwegs | mit Rumo und Night | im Nordwestlichen Wald]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo Sep 07, 2009 8:46 pm

Die Bewegungen des großen Rüden wurden immer weiträumiger, die Schritte immer schneller, bis er spüren konnte wie der Wind durch seinen Pelz glitt und mit unsichbaren Fingern das Fell durchkämmte. Ein Gefühl von Freiheit breitete sich im Laufen in der Seele des Bunten aus und ließ alle Schwere von ihm abfallen. Die gesamte Situation erschien ihm nun weit weniger bedrückend, solange er seinen Kopf vom klaren Wind reinigen lassen konnte. Seine Aufmerksamkeit ließ der Rüde dennoch nicht versiegen. Aus den Augenwinkeln beobachtete er Night, den dunklen Wolf, der seit der Begegnung mit dem Berglöwen kein Wort mehr mit ihnen gesprochen hatte. Was wohl in den Gedanken dieses Gesellen vor sich ging? Eigentlich konnte es Rumo ja egal sein, solange sich der Dunkle nicht gegen sie wandte. Einen weiteren Feind konnte er zu dieser Stunde wirklich nicht brauchen. Allerdings musste sich Rumo auch eingestehen, dass er gerade gerne einen Freund an seiner Seite gehabt hätte. Einen Wolf, dem er Vertrauen schenken konnte ohne die Angst im Nacken von ihm verraten oder enttäuscht zu werden. Lange Zeit war dieser Wolf einzig und alleine sein Vater gewesen, doch der brauchte nun selber Hilfe. Seine Gedanken verirrten sich für einen kurzen Moment zu einer riesenhaften, bunten Fähe - Sheta.

„Es tut mir Leid Rumo, das wollte ich nicht." Sofort war der große Rüde mit seinen Gedanken wieder ganz bei der Sache. Sein rechtes Ohr drehte sich nach hinten, lauschend in Richtung des jungen Wolfes gerichtet. Langsam schwante ihm, wie weit er mit seiner Aggression gegen Nanouk gegangen war. Der Jungwolf erschien ihm als vollkommen verschüchtert, folgte ihm nur noch ängstlich und auf jeden seiner Schritte lauernd, die Gefahr befürchtend. Rumo musste sich selbst eingestehen, dass er den Jungspund zu hart bestraft hatte. Seine Worte klangen grundehrlich in seinen Ohren und bereiteten ihm ein schlechtes Gewissen.

(Es war bloß jugendliche Unvorsicht, reine Unwissenheit. Wie kann ich ihn für so etwas strafen? Oder schützt hier Unwissenheit nicht vor der Verantwortung?)

Ein paar Schritte später wurde Rumo plötzlich etwas ganz anderes klar. Wenn er diese Wölfe anführen wollte, und genau das tat er gerade, dann lag alle Verantwortung bei ihm. Wenn er den Alpha dieser Gruppe darstellen wollte, und unbewusst schien er das zu sein, dann trug er alle Verantwortung auf seinen Schultern. Er hätte dem Puma nicht annähernd so barsch gegenübertreten dürfen, er hätte Nanouk zurückhalten müssen, er hätte Loki verteidigen müssen und er war es, der nun eine Lösung finden musste. Aprupt beendete der große Rüde seinen Lauf, blieb stehen, wandte sich nach Nanouk um und blickte ihm geradewegs in die verängstigten Augen.

"Es ist in Ordnung. Es war nicht deine Schuld, das muss ich endlich begreifen. Das Geschick meines Vaters liegt allein in meinen Pfoten und die Verantwortung habe ich auf meinen Schultern zu tragen. Verzeih mir, dass ich sie zuerst auf dich abwälzen wollte."

Folgend mit seinen Worten fanden die Seelenspiegel des Bunten zurück zu ihrer ursprünglichen Wärme. Alles Harte schien aus ihnen verschwunden zu sein und machte dem Verständnis wieder Platz. Zwar fiel die Anspannung nicht vom Körper des Rüden ab, doch trotzdem kehrte die Ruhe zurück in sein Gemüt. Er schluckte den Zorn, verbarg ihn nun tief in seiner Seele, sperrte die Empfindung weit fort, die ihm nichts als Schwäche bringen würde. Er schien nun wieder er selbst zu sein, kein Zeichen mehr von einer wütenden Bestie, nicht das Geringste. Erst dann setzte Rumo den Weg zum See fort. Mit neuem Mut und etwas Zuversicht in seinem Herzen.

"Es ist nicht mehr weit, eine feuchte Witterung von klarem Nass liegt in der Luft."

(Und noch eine weitere. Eine Fähe - die Weiße?)

Seine letzten Gedanken hatte er nicht ausgesprochen, doch dass sein Pelz sich unweigerlich ein wenig aufplusterte konnte er nicht verhindern. Wenn dort wirklich die weiße Fähe auf sie wartete, hatte sie dann eine weitere Falle für sie vorbereitet? Oder konnten sie die Unglücksbringerin hier wohlmöglich stellen? Mit forschem Schritt stelzte er voran, die beiden anderen hinter sich wissend. Der See war nicht mehr weit, nur noch fünf, sechs Wolfslängen, dann - er trat aus dem Schutz der Bäume hinaus auf die Lichtung. Eine weiße Fähe stand dort in einiger Entfernung zu ihnen am Ufer des Sees und stierte ihnen entgegen.

[auf der Lichtung am See angekommen / bei ihm Nanouk und Night, etwas entfernt Neera]

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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Di Sep 15, 2009 11:20 am

Arko setzte sich auf seine Hinterläufe, seine Muskeln entspannten sich, das Fell legte er an. Er seufze resigniert. Loki hatte Recht. Es wäre klug, zu versuchen, zum See zu gelangen und es war dumm von Arko, in die Luft zu knurren. Er sah sich um. Wenn sie zum Se gehen würden, wäre die Chance größer, dass sie nicht noch einmal einem Puma begegnen, doch wenn sie es un, könnte es auch sein, dass Loki zusammenbricht.

Es war für den Rüden eine schwere Entscheidung und er hasste es, wenn alles an ihm lag. Doch Loki fand es besser so, also würde es stimmen, denn der Altwolf hatte schon viel mehr erlebt als Arko und war deshalb umso klüger. Doch kaum konnte der junge Rüde sich entscheiden, tauchte schon wieder ein fremder Geruch auf. Diesmal war er näher, sehr viel näher. Er sah es in gewisser hinsicht als hilfreich, dass nun jemand auftauchte, so konnte er die Entscheidung aufschieben, doch er sah es natürlich auch als bedrohlich für Loki, dessen Kräfte beinahe am Ende waren.

Eine Welpin rief um Hilfe. Gerne hätte Arko ihr geholfen, doch etwas sagte ihm, dass er dringend bei Loki bleiben sollte und das die Welpin schon alleine zurecht kommen würde. Er sah sich um, konnte sie erst nicht entdecken, doch dann rutschte eine kleine, weiße Gestalt plötzlich in Loki rein, was ihm ganz und gar nicht gut zu tun schien. Der Mischling sprang auf, zog die Lefzen hoch. Vielleicht hatte die Welpin gerade das letzte bisschen Leben aus dem alten Körper gerempelt, und dafür stotterte sie nur ein unbedeutendes „es tut mir leid.“

Arkos Fell stellte sich erneut auf und er beugte sich über die kleine Gestalt. Er erinnerte sich daran, dass er nicht zu laut sein durfte, doch irgendwer musste der Kleinen ja mal ordentlich die Leviten lesen, immerhin war ihr nicht klar, dass sie gerade wahrscheinlich zwei Wölfe umgebracht hatte. Denn wenn Loki stirbt würde Rumo wahrscheinlich Arko umbringen, weil dieser ja versprochen hatte, dass Loki am leben bleibt. Obwohl es ihm schwer fiel, Rumo so etwas zuzutrauen, könnte es sein, denn er wusste, wie schwer es ist, seinen Vater zu verlieren. Nein, er wusste nur, wie schwer es ist, seinen Vater nie gekannt zu haben. Ihn zu verlieren war noch schlimmer.

„Was fällt dir eigentlich ein, du unvorsichtiges Ding?! Siehst du nicht, wie schlecht es diesem Altwolf geht? Kannst du es nicht sehen?! Ist dir klar, dass du ihn wahrscheinlich umgebracht hast? Denkst du überhaupt nach, was du tust? Hättest du nicht wo andres rein rempeln können? Siehst du nicht, wie Loki leidet!? Er stirbt, fast! Und jetzt hast du ihn umgebracht, wo er doch schon genug Schmerzen hat! Der Alte braucht doch all seine Kraft, um sich selber wieder zu heilen und aufzubauen! Was fällt dir eigentlich ein!?!“

Er schrie fast, versuchte, sich unter Kontrolle zu halten, doch das fiel ihm schwer. Eine Eigenschaft, die er von seinem Vater hatte. Er war extrem leicht reizbar und wenn es drauf ankam, dann konnte er zu einer Bestie werden, ohne es zu wollen. Es machte ihn fertig, dass er sich selbst nicht kontrollieren konnte, es schmerzte. Der Gedanke daran, dass er seinen Vater nie kenne gelernt hat, dass seine Mutter ihn all die Jahre angelogen hat... alles schmerzte. Er war doch noch so jung. Und unerfahren. Wie sollte er denn das alles alleine aushalten? So schwere Lasten, die er alleine tragen musste. Er hatte niemanden an seiner Seite, außer sich selbst. Denn er war kein Wolf, kein Hund, er war ein... das wusste er selber nicht. Er wusste nicht, was er war, wozu er war, weshalb er war. Aber er wusste, dass Loki jemand war. Loki war ein ehrenvoller Wolf, der das Leben verdient hatte.

Arko hielt seine gefletschten Zähne nah an der Kehle der Welpin. Er biss ihr in die Nasenspitze, so wie eine Mutter es tut, wenn sie ihr Kind bestraft, oder ein Alpha, wenn er ein Rudelmitglied zurecht weisen will. Der junge Rüde biss nicht fest, er wollte seinen Kummer nicht an der Kleinen auslassen. Und so lies er von ihr los, drehte sich weg und schämte sich nur noch für die Situation, für alles. Aus Wut wurde eine tiefe Trauer.

[knurrt Ashley an]
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Merkmale : Narben auf Schulter & Seite, eingefallene Flanken & ausgedünnter Pelz

Rollenspiel
Gesundheit:
15/100  (15/100)

BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Di Sep 15, 2009 1:23 pm

Er konnte von Glück sagen, dass er gerade seinen gesamten Körper angespannt hielt, denn der plötzliche Stoß in seinen Rücken hätte sonst vermutlich verheerendere Folgen für seine Verletzung gehabt. Mit einem Stöhnen entwich die Luft aus seinem Brustkorb, der von dem Gewicht des Welpen zusammengedrückt wurde. Sein Blick verdunkelte sich, Schwärze trat in seine Gedanken und brachte ihn nahe an eine Ohnmacht. Dumpf klang das Fiepen der Welpin noch in seinem leeren Schädel nach, echote einen Augenblick umher und holte ihn dann doch ganz langsam wieder zurück ins volle Bewusstsein. Es dauerte nur den Bruchteil einer Sekunde, ehe die Entschuldigung der zerknirschten Welpin von einem wütenden Arko kommentiert wurde. Der junge Rüde schien völlig außer sich, aber auch überfordert und hilflos. Dem Alten tat es leid, dass Arko wegen ihm so erschüttert wurde.

Ächzend und stark hechelnd setzte Loki sich auf. Es war eine lange und mühsame Prozedur für ihn sich aus seiner liegenden Position zu erheben, die nicht mit wenig Schmerz verbunden war. Das Blut quoll aufgrund der erhöhten Anstrenung noch einmal kräftiger aus der großen Wunde, rann über seinen Pelz und tropfte schließlich zu Boden. Eine kleine Lache bildete sich zu den Pfoten des Altwolfes, der gerade noch darum bemüht war die Dunkelheit, welche ihn abermals umfangen wollte, aus seinem Kopf zu verbannen. Vermutlich war es wirklich nicht das Klügste die Schulter weiter zu belasten und die Verletzung noch zu strapazieren, doch es half alles nichts. Wenn er verhindern wollte, dass sein junger Helfer hier noch dem Irrsinn verfiel, dann musste er ihm einen Weg zeigen, wie sie handeln konnten. Irgendetwas, was Arko tun konnte um der Hilflosigkeit zu entrinnen. Außerdem kam noch hinzu, dass Loki den See nicht nur ansteuerte, weil er Arko eine Aufgabe und etwas Hoffnung geben wollte, sondern auch, weil seine Kehle trocken und kratzig nach Wasser verlangte. Es würde nur Vorteile mit sich bringen, wenn sie es schafften den See zu erreichen. Dazu galt es nun erst einmal Arko wieder zu beruhigen und der kleinen Welpin beizustehen.

"Alles ist gut, junger Freund. Du sorgst dich zu sehr, ich werde schon nicht so schnell vom Leben lassen."

Seine Worte sollten Arko Mut zusprechen, doch stimmte es, was er sagte? Wenn er ehrlich mit sich war, dann war doch der Tod genau das, was er sich selbst eben noch prophezeit hatte. Konnte man diesen Umstand vielleicht Ironie nennen? Er musste sich selbst jetzt vom Sterben abhalten, weil er den jungen Rüden nicht im Stich lassen wollte. Aber war er denn nicht das Opfer, was eigentlich Hilfe benötigte? Spielte das jetzt noch eine Rolle?
Der Kopf hing ihm schwer zwischen den Schultern, als er ihn nun in die Richtung der an den Boden gekauerten Welpin schwang und ihre Seelenspiegel mit den seinen suchte. Sicher war auch sie von einer Angst befallen. Was suchte überhaupt ein Welpe zu dieser Zeit alleine in einem Wald? Wölfe schien es hier laut dem Puma ja bisher noch nicht gegeben zu haben.

"Und du, hab keine Angst, kleines Fräulein. Es ist nicht so, dass dich eine Schuld träfe. Doch lässt uns oft eine bizarre Situation nach einem Schuldigen suchen, auch dann, wenn keiner zur Pfote ist. Vergib daher meinem Freund hier. Seine Seele meinte nicht das, was sein Fang sprach. Du hast von uns nichts zu befürchten."

Ein kehliges Husten erinnerte den Altwolf daran, weshalb er sich erhoben hatte - der See. Weit konnten sie es doch nicht mehr haben, schließlich waren sie bei der Begegnung mit dem Berglöwen schon tief in den Wald eingedrungen. Das spiegelnde Wasser des Sees hatten sie von dem Plateau aus recht mittig im Tal gesehen. Wie viele Wolfslängen mochten noch zwischen ihnen und dem lebensspendenden Nass liegen? Und wie viele Schritte war er selbst noch im Stande zu gehen? Er wusste es nicht, doch die Ungewissheit allein durfte sie nicht aufhalten. Der Versuch war ihre einzige Hoffnung, denn Loki glaubte auch nicht, dass seine Chancen später besser stünden. Langsam ergriff die Eile Besitz von ihm.

"Arko, Nu. Lasst uns jetzt zum See aufbrechen und das beste hoffen. Du darfst uns gerne begleiten, kleine Welpin."

[Im nordwestlichen Teil des Waldes, nahe am See / konnte sich aufsetzen / bei ihm Arko, Nu und Ashley]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Di Sep 15, 2009 3:46 pm

Ashley wich zu Tode geängstigt zurück, als sie sah, wie der Altwolf taumelte und der andere Wolf mit seinen spitzen Zähnen gefährlich nah an ihre Kehle geriet. Sie hielt die Luft an, zu mehr war sie nicht fähig und wartete auf den Biss, doch er kam nicht. Stattdessen wurde ihr in die Nase gezwickt, wie es ihre Mutter immer getan hatte, als sie noch kleiner war und Unfug angestellt hatte. Ein hilfloses Fiepen kam aus ihrer Kehle und sie versuchte, sich keinen Schritt zu bewegen. Dann sprach der Altwolf und machte ihr klar, dass sie keine Angst haben musste. Ihm
glaubte sie, aber der andere Wolf schien ihr gefährlich, weshalb sie ihm immer wieder verstohlenen, vorsichtige Blicke zuwarf.

"Ich darf euch folgen, wirklich?"

Hätte sich Ashley getraut, hätte sie ungläubig den Kopf geschüttelt und gemeint, dass sie nur einen Scherz gemacht hätten, aber die Stimme des Altwolfes kling ernst und dennoch warmherzig, weshalb sie sich anders besann und dankbar weitersprach.

Ich ... ich danke dir, äh euch. Ich irre schon lange umher und habe Hunger, großen Hunger. Wo wollt ihr denn hin?
Ich heiße übrigens Ashley, aber ihr könnt mich auch gern Ash nennen, wie meine Mutter.


Ihre Augen glänzten, es tat weh, von ihrer Mutter zu sprechen, sehr weh sogar. Der Trauer überschattete den Hunger, der die Kleine schon die ganze Zeit quälte, aber sie wollte nicht quengeln, sie hatte trotzallem eine Heidenangst vor dem Rüden, der ihr so unfreundlich gegenüber gewesen war. Sie konnte seine Besorgniss schon zu einem Teil verstehen, aber der Rest war für sie unverständlich, sie war ja noch etwas jünger und naiv.

[bei Loki & Rumo | entschuldigt sich und ist ein wenig ängstlich Rumo gegenüber]


Zuletzt von Ashley am Fr Sep 18, 2009 6:05 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Fr Sep 18, 2009 2:24 pm

Die Fähe hatte die Augen starr auf die Rüden gerichtet. Ihre erste Vermutung bestätigte sich und drei Rüden traten aus dem Dickicht, wie es schien. Die große, stolze Fähe hob den Kopf leicht an, witterte nochmals in den Wind hinein, bekam allerdings nur einen einzelnen, ziemlich müde wirkenden Geruch in die Nase: Blut. Altes Blut.

Neera richtete sich auf, sah dem Leitwolf in die offenen Augen und erwiederte diesen Blick, wenn auch etwas misstrauisch. Ihre ungewöhnlich hellen Seelenspiegel spiegelten momentan nichts als blanke Ruhe und Entschlossenheit, gepaart mit Misstrauen wieder. Die silbergrau-weiße Fähe hatte bereits früh erfahren, was es bedeutete, unachtsam zu sein. Ihre Ohren zuckten leicht bei diesem Gedanken und sie blickte sich nochmals um.

Ihre Pfoten standen Eisenblöcken gleich auf dem Boden, die Läufe waren angespannt und der Körper bereit, um notfalls loszuschnellen. Der Wind fuhr mit langen, seidenweichen Fingern in ihr Fell und durchwühlte es, als wäre er auf der Suche nach der einzigen, richtigen Frage. Neera knurrte leise, als Warnung. Die Rüden sollten sie ja nicht unterschätzen, soetwas mochte die stolze Fähe nicht.

Mit leicht aufgestelltem Nackenhaar trat sie einen Schritt vor, stand nun genau gegenüber des großen Bunten und blickte hinter diesen, als wolle sie sich nochmals vergewissern, dass niemand außer den vieren hier war. Doch sie nahm den feinen Blutgeruch an den drei Rüden wahr, ebenso den Geruch zweier weiterer Rüden. Obwohl ... ein einzelner, unbedeutend scheinender Geruch kitzelte die Nase der Wölfin und ließ sie für einen Moment inne halten. Es handelte sich definitiv um eine Fähe, etwas, was Neera teilweise erleichterte, teilweise auch missfiel.

Sie blickte nun geradeheraus und offen in die fremden Seelenspiegel des Rüden ihr gegenüber, neihte leicht, aber noch keineswegs unterwürfig den Kopf. Als ihre Stimme ertönte, war sie dunkel, tragend und durchaus reizvoll. Allerdings legte die Fähe es eher darauf an, dieses Rudel kennen zu lernen. Liebkosens strich der Wind neurlich durch ihr dichtes, seidiges Fell, dann in das der anderen, fremden Wölfe. Neera behielt sie sicherheitshalber argwöhnisch im Auge.

Feindselig war sie nicht mehr, schließlich hätten die Rüden sie sonst bereits zu Tode gebissen. Neera lockerte ihre Haltung einw enig, allerdings gerade so viel, dass es eher misstrauisch, als feindselig oder gar drohend aussah.

"Man taufte mich Neera. Dürfte ich wohl erfahren, mit wem ihr das Vergnügen habe?"

Ihre Stimme war auf beruhigende Art und Weise kühl, distanziert und zugleich stolz, als auch selbstbewusst. Neera verströmte zudem einen feinen Hauch von Wildblume, den sie wohl imme rmit sich zu tragen schien. Ein feiner Wind fegte ihr den geruch der drei Rüden mit voller Kraft ins Gesicht und für einen kurzen Moment schlossen sich die intensiven Augen. Dann sah sie Rumo erneut an, den Kopf fragend und leicht geneigt.

[bei Rumo, Nanouk und Night]
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Kurai

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Geschlecht : Fähe
Alter : 3 1/2 Jahre
Größe : 83 cm
Gewicht : 49 kg

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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   So Sep 20, 2009 7:27 pm

Es war noch früh am Morgen. Die Sonne hatte ihr Bett erst vor kurzer Zeit verlassen und die Gebirgskette noch nicht erklommen. Somit war es zu dieser Zeit im Wald noch recht dunkel. An den Nadeln der Bäume, wie auch dem restlichen Gestrüpp, welches das Unterholz bildete klebten die transparenten Tropfen des Taues und die Luft roch frisch. Zu dieser Zeit harrte noch ein großes Fellknäul eingerollt am Boden aus. Es handelte sich hierbei um die dunkle Wölfin Kurai, die dort reglos schlief. Auf den ersten Blick wirkte sie leblos, doch beim genaueren Betrachten erkannte man, wie ab und an sich die großen Ohren bewegten und einem Geräusch nachging, was sie aufgefangen hatte. Nicht, dass sie sonderlich ängstlich war, aber sie war lange genug unterwegs gewesen um zu wissen, dass nicht nur die Menschen eine Gefahr für einen Wolf darstellen konnte. Auch für eine so imposante Fähe wie sie es war konnten Bären, wie Raubkatzen eine tödliche Gefahr darstellen.

Die Waldbewohner füllten die Luft langsam mit Leben. Die lieblichen Stimmen der Singvögel stimmten fröhliche Lieder an und auch in die Wölfin kam langsam leben. Der Kopf, der die Schnauze unter den Schenkel geschoben hatte, erhob sich von seinen Platz. Noch leicht schläfrig blinzelten sich die Augen wach und klärten langsam die verschwommene Sicht. Nachdem nun wieder leben in ihre Glieder strömte rappelte sich die Fähe auf. Als aller erstes befreite sie sich mit einem schütteln von dem Staub der sich in ihrem dichten Fell verfangen hatte, dann aber wandte sie sich anderen Dingen zu. Ihr war nämlich nicht entgangen, dass sich neues Leben an diesen Ort verlaufen hatte. Laut ihrer Nase handelte es sich dabei um mehrere Wölfe. Kurai selbst war ebenso kurz hier, wie die anderen Fremden und stellte daher auch keine Revier Ansprüche. Zudem war sie leicht abgemagert und ahnte dass dieses Rudel sicherlich besser genährt und bei mehr Kräften war als sie.

Ja die dunkle Wölfin fristete seit einiger Zeit ihr Leben als Einzelgängerin. Es hatte vor wie Nachteile. Eines der Nachtteile machte sich langsam bemerkbar. Es war nicht leicht ein Tier zu erlegen, welches ihren Hunger stillte. Auch ein Reh war kein leichtes unterfangen, vor allen Dingen alleine. Eigentlich war es so gut wie unmöglich, außer man erwischte ein kränkliches. Sie war keine gute Läuferin und das machte die Jagd um einiges schwieriger. Und obwohl sie sicherlich gegen mehr als drei gut genährte Wölfe keine Chance haben würde überwog ihre Neugierde und so entschloss sie sich dazu erst einmal vorsichtig die Fremden aufzusuchen. Noch einmal hob sie witternd den Fang, streckte diesen in den Wind um sich über die Richtung zu vergewissern. Dann ging es auch schon los. In einem gemächlichen Wolfstrott setzte die schwarze Fähe ihren Weg an. Lautlos berührten ihre kräftigen Pfoten den Boden, schoben den drahtigen Körper des Tieres durch das Unterholz. Wie ein Schatten durchquerte sie die den Wald. Dabei ließ sie die letzten Tage noch einmal in ihrem Kopf abspielen. Sie war geflüchtet. Geflüchtet vor den Menschen mit ihren feuerspuckenden Stöcken. Gewehre nannten sie diese. Und dieses fürchterliche Gebelle der Hunde. Es war nur Glück, dass sie dank des Flusses die Meute losgeworden war. So hatte sie ihre Flucht hier her verschlagen. Ein Ort, der nun von anderen Wölfen aufgesucht wurde.

Eigentlich hätte sich Kurai sicherlich weiter in ihren Erinnerungen vertieft und mitreißen lassen, wenn nicht der Geruch von Blut ihr entgegen geströmt wäre. Es war Blut eines Caniden, dessen war sie sich sicher. Beunruhigt war sie dennoch nicht. Das machte die ganze Sache sicherlich nur noch interessanter. Die schwarze Wölfin stellte die Ohren aufmerksam auf. Sie konnte förmlich spüren wie sie ihnen näher kam. Der Blutgeruch wurde intensiver, dazu mischte sich die Witterung des Opfers, wie noch drei weitere. Der Rest schien sich weiter Abseits zu halten. Glück für sie, denn dann würde sie sich im Falle eines Kampfes doch noch gut schlagen können. Die Gestalten der Wölfe tauchten zwischen den Bäumen auf. Die matten gelben Augen von ihr konnten den verletzten Altwolf, wie die anderen erkennen. Ein Ast brach unter ihren Pfoten und würde sicherlich die Aufmerksamkeit eines von den Anwesenden auf sie ziehen. Also wieso noch verbergen?

Selbstbewusst straffte sich ihre Rute und sie schritt ohne Eile auf die Gruppe zu. In einiger Entfernung zu ihnen entschloss sie sich dann doch inne zu halten. In dem Moment bekam sie die Zurechtweisung des einen mit, wie er den Welpen anblaffte. Ihre Lefzen verzogen sich, spielten ein leicht spöttisches Lächeln darauf. Zuerst bedachte sie den Alten damit, ehe sie sich wieder dem Rest zuwandte. Allerdings hielt sich nichts davon ein Wort zu erheben. Sie war sich sicher, dass früher oder später irgendeiner von denen den Beschützer spielen würde. Und dies bedeutete das man entweder das Wort an sie richten würde, oder aber die Schnauze auf eine andere Art und Weise, die sie sicherlich gerne erwidern würde einsetzte.

[In einiger Entfernung zu Loki, Arko, Ashley & Nu. Beobachtet sie]
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BeitragThema: Re: Prolog 02: Erster Kontakt   Mo Sep 28, 2009 11:37 am

Arko entspannte sich. Loki hatte recht. Er überreagierte. Und das war in der Situation, in der er sich befand, nicht angebracht. Sein Nackenfell glättete sich und seine Augen bekamen einen besinnten Glanz. Er sah zuerst zu der Welpin, welche hungrig und durstig war. Auch er verspürte ein leichtes Hungergefühl.

"Ich schlage vor, dass wir uns zum See aufmachen werden. Dort treffen wir wieder auf die anderen und können uns stärken. Danach werde ich Rumo fragen, ob vielleicht ein Teil von dem Rudel jagen gehen könnte. Einer muss bei Loki bleiben. Und du kannst wahrscheinlich auch nicht mit, Welpin. Nun, wir sollten uns beeilen und versuchen, den See schnell zu erreichen, aber wir dürfen uns nicht zu sehr anstrengen. "

Er schaute von Ashley zu Loki und wieder zurück, in der Hoffnung, sie würden ihm zustimmen. Plötzlich fühlte er sich stark. Jedenfalls stärker als vorher, denn er konnte ein Kommando geben, auf das der Altwolf und die Welpin gehorchten. Damals hatte er schon öfters Kommandos gegeben, Patrouillen eingeteilt und Jagdgruppen entschieden, da er der einzige Wolf unter den anderen war. Doch an dem Tag, an dem er abgehauen war, hatte er dieses Gefühl von Stärke verloren. Er hatte sich die letzten Tage schwach gefühlt, schwach wie ein Welpe. Aber endlich erkannte er, dass in ihm mehr steckte als ein schwacher Hund. In ihm steckte ein starker, kräftiger Wolf, so wie sein Vater einer gewesen ist.

Vorsichtig schob Arko seine Schnauze unter Lokis Schulter und hob ihn leicht an, um ihn beim Aufstehen zu stützen. Er nahm den Geruch von Blut noch stärker wahr als vorher, und auch einen anderen Duft, der von Lokis Schwäche erzählte.Der Schlag des Pumas hatte ihn wirklich hart getroffen und es war eine gute Entscheidung des Altwolfes, zum See zu wandern, denn es würden wieder Pumas kommen, da war der Mischling sich sicher.

"Geht es so, Loki?"

Vesicherte er sich, in der Hoffnung, nichts falsches zu machen. Plötzlich spürte er ein ungewöhnliches Kribbeln in seinem schwarzen Fell und er blickte sich um. Er entdeckte en gelbes Augenpaar, das ihn, Loki und Ashley beobachtete. Er spürte Unbehagen unter seiner Haut und ein Angstgefühl durchfuhr ihn. Er blickte zu Ashley und fragte sich, ob auch sie das Augenpaar entdeckt hatte. Langsam schob er Loki weiter auf, doch er ließ das Augenpaar aus den Augen. Zwischendurch ließ er kurz einen Blick hinüberwandern. Er konnte in der kurzen Zeit, in der er sich die dunkle Gestalt besah, ausmachen, dass es sich um einen schwarzen Wolf handelte, der nicht gerade so aussah, als wäre er einer der friedlichsten Gesellen.

Trotz des möglichen Feindes half Arko dem Altwolf auf. Vielleicht wollte die schwarze Wölfin nichts böses, vielleicht meinte sie auch, die Herrscherin des Reviers zu sein oder so etwas ähnliches. Aber Arko hoffte darauf, dass sie eine friedlcihe Wanderin war, die sich dem Rudel anschließen oder das Revier verlassen würde. Der Mischling wollte nicht kämpfen. Er versuchte auch, dem Gedanken an ein weiteres Treffen auf die Pumas zu unterdrücken. Er floh in seinen Gedanken regelrecht vor einem Kampf oder etwas ähnlichem.

[hilft Loki auf/entdeckt Kurai]
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