Demba-Wolves

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Postingreihenfolge:
Gruppe 1: Sunkmanitutanka - Siyana
Rumo - Benjiro
Gruppe 2: Francis - Sardai - Magena
Rala - Loki - Kurai - Sheta
Gruppe 3: Menha - Chilali

Abgemeldet: -
Zeit:
Frühling | Morgen
Ort:
Im Demba Tal

Wetter:
Wolkenverhangen.
Heftiger Regen.
Düster unter den Wolken.
Temperatur: 16°C
Plot 03: Vom Glück verlassen


Plötzlich herrscht Unruhe. Unbeabsichtigt
lockte der Unglücksrabe Sunkmanitutanka
auf seiner Flucht die Menschen ins Tal.
Dem Rudel droht große Gefahr. Können
sich die Wölfe vor den Jägern retten?

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 Plot 03: Vom Glück verlassen

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AutorNachricht
Francis
Die Freundliche
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mo Feb 07, 2011 4:15 pm

Noch immer war keinerlei Spur von Menha oder den Anderen zu sehen. Nur Neera gesellte sich ruhig zu ihnen, doch sagte nichts. Die Anderen klingten sich mit in die Debatte ein und viele, wenn nicht sogar alle, dachten wie die Helle. Es musste irgendetwas am Pass passiert sein, anders konnte und wollte sich Francis es einfach nicht erklären. Sie hatte im Übrigen auch keine Lust mehr darüber nach zudenken und ihr Kopf tat merkwürdig dabei weh. Deshalb hörte sie den Wölfen nur mit geschlossenen Augen zu, um diese Schmerzen in ihrem Schädel wenigstens ein bisschen zu lindern. Erst als Rala neben ihr zu sprechen begann, öffnete sie ein Auge und hörte ihr zu. Sie erzählte von Stöcken, die laute Töne von sich gaben und wo daraufhin die Rehe tot zu Boden fielen. Viel zu viel Denkarbeit und darauf folgende schmerzen, dachte sich Francis und schloss das Auge gleich wieder. In der Zwischenzeit sprach auch Loki etwas und danach folgte Rumo. Nun musste sie wirklich beide Augen öffnen, um nicht den Zorn des Rüden zu erheben. Es sah vermutlich unhöfflich aus, so gelangweilt und dösend wie sie da saß. Doch es waren die Schmerzen, die ihr Maul geschlossen hielten und die Lider nur schwer öffneten. Erst das eine und dann das andere. Zwar schwerfällig, aber doch offen. Jedoch als Rumo seinen plan verkündete, wollte sie sich am liebsten hinlegen und einfach nur entspannen. Sie wollte dieses nagende Geräusch in ihrem Magen ignorieren und versuchen diese Schmerzen los zu werden. Doch nun wollte der Bunte sie zu den Menschen führen. Sie bestehlen und ihre aller Leben aufs Spiel setzen. Nach den Erzählungen der anderen, waren diese Menschen nicht ohne. Francis hatte einmal eine Geschichte gehört, wo Menschen Wolfwelpen aus den Bauten holten und sie zu Mördern für die eigene Rasse abrichteten. Wer sagte ihr, dass sie das nicht auch mit ausgewachsenen Wölfen taten? Wie sonst war es möglich, dass sich Hund und Wolf so ähnelten?

Die Fähe bekam Angst. Nicht nur das viele Denken machte ihr zu schaffen, sondern auch, das bereits zwei der Wölfe Rumo zugesagt hatten mit ihm zu gehen. Jetzt waren nicht nur diese Menschen mit ihren Hunden im Nacken der Angst, sondern auch die Bloßstellung, wenn sie als einzigste den Schwanz einzog. Die Helle empfand es als Glück, in ihrem bisherigen Leben nur einmal auf die Zweibeiner getroffen zu sein. Doch nun verlangte ihr neuer Alpha, das sie freiwillig zu ihnen ging. Sie gegen ihren Willen aufbrachte. Sich diesen Abkömmlingen von Wölfen stellte und das erlegte der komischen Tiere fraß. Doch der Hunger war in dem Punkt größer. Schlagartig stellte sich Francis eine saftige Rehkeule vor und ihr Maul begann zu wässern. Ein zweites Bild tauchte vor ihrem inneren Auge auf, wo sie, mit der Keule im Maul, zurück zum Revier lief und alle mit gefüllten Mägen auf sie wartete. Francis hatte einfach keine andere Wahl. Sie musste indem Punkt Rumo vertrauen und mit ihm gehen, wenn sie alle überleben wollte. Und die Leben der Anderen, wollte Francis partu nicht auf ihren Gewissen haben, nur weil sie zu feige für diese ganze Sache war.

„Nun…“

Sprach sie leise neben Rala hervor. Noch immer war der fade Beigeschmack der Angst in ihr zu hören und ließ ihre Ohren sausen.

„…es geht wohl nicht anders, würde ich sagen.“

Mit hängendem Kopf stellte sich Francis auf und ging zu Rumo und stellte sich neben Sardai.

„Ich bin nicht gerade begeistern wegen deines Planes Rumo. In Wirklichkeit habe ich höllische Angst vor diesen komischen Tiere, die auf zwei Beinen laufen. Ich habe schon viele Horror Geschichten von Menschen und ihren Hunden gehört. Ich will nicht so enden wie manch ein Wolf, der von ihnen gefangen oder getötet wurde. Zwar hatte ich das Glück bis jetzt nur einmal auf diese Gattung getroffen zu sein und ich bin ehrlich gesagt auch nicht scharf darauf jetzt freiwillig dahin zu gehen, doch ich sei verdammt, wenn es nur an meiner Feigheit liegen würde.“

Der Kopf der Hellen stellte sich auf und schaute nun direkt in die Augen des Alphas.

„Ich habe hunger. Wir alle haben hunger. Und wenn das die letzte Möglichkeit ist, die wir haben, so folge ich dir und wäre auch bereit mein Leben dafür zu geben, nur damit die anderen etwas zu fressen haben und deswegen weiter leben können. Das wäre zwar nicht mein Lebensziel und meine mir bestimmte Aufgabe, doch ich lebe nun mit deinem Rudel und weiß über meine Aufgaben wie Pflichten bescheid. Auch wenn dies heißt, das ich zu diesen Mördern, Räubern, Banausen und Schändern gehen muss.“


[Rudelplatz/loki,rumo, sardai, neera, rala, Magena/ denkt nach, hat schmerzen, hat angst, spricht]
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Magena

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mo Feb 07, 2011 5:14 pm


Als Rala auf ihre Vergangenheit bei den Hunden zu sprechen kam ruckte Magena mit dem Kopf rum und knurrte unwillkürlich, ohne es zu wollen. Zuviel Schmerz kam wieder hoch und trübte ihr kurz die Sicht. Sie konnte sich glücklicherweise noch zügeln bevor sie etwas unklugees gesagt oder getan hatte und Sardais husten lenkte sie erneut ab.
Besorgt stupste sie ihm die Nase in das dichte Halsfell und atmete kurz ein.
Sie hörte den anderen weiterhin zu und folgte Sardai an die Seite ihres Alphas.

Ich bin dabei. Aber was eure ansichten zu den Hunden angeht werde ich euch korriegieren müssen. Sie sind nicht weniger schlau oder dumm als die meisten Wölfe und ja einige schwache Charaktere lassen sich vielleicht ablenken und weglocken, aber nicht alle.
Was meine Vergangenheit bei ihnen angeht...


Sie unterbrach sich und schluckte etwas krampfhaft. So lange hatte sie alles mit sich rumgetragen und nie einem davon erzählt was genau passiert war, als sie Teil des Streunerrudels gewesen war. SIe begann besser von Anfang an.

Als ich mit 2 Jahren mein Geburtsrudel verließ irrte ich herum. Dabei lernte ich auch Neera kennen.

Sie schenkte der silbernen Fähe einen warmen Blick, sie mochte sie, damals wie heute verstanden sie sich gut.

Ich war einige Monate unterwegs gewesen und sehr abgemagert als ich vor lauter Hunger sogar an den Stadtrand einer ziemlich großen Stadt schlich und auf der Mülldehalde nach Fressbarem suchte. Da lief mir ein Parson Jackrussel Terrier Mischling, wie er e selbst nannte, Namens Niles über den weg. Er war zwar nicht sonderlich groß aber er hatte ganzschön viel Energie. Seine Gefährtin war auch ein mischling wie sie es alle nannten. nur konnte bei ihr keiner sagen was alles drin war.

Sie schütelte den Kopf.

Die Menschen haben so viele Arten oder Rassen von Hunden gezüchtet, da kommt keiner mehr mit. Jedenfalls nahmen die zwei, Niles und Jenny, mich bei sich auf. Beide waren da schon 6Jahre alt. Und ich lebte ein ganzes Jahr bei ihnen.

Sie brachten mit verschiedehne Tricks und Techniken bei um in der Stadt am Leben zu bleiben. Wie man eine Straße überquert, wie man für die Menschen so uninteressant wirkt, dass man ihnen fast als unsichtbar erscheint...einfach alles was sie wussten.
Und auf dem Müllplatzt konnte man gut überleben. Das Futter schmeckte zwar nicht sonderlich und es war sicher keine Ehrenhafte Art zu überleben, aber was bleibt einem als Jungwolf ohne Rudel denn anderes übrig? Verhungern wollte ich nicht.


Traurig drückte sie sich an Sardai, kurz hatte sie das Gefühl gehabt sich rechtfertigen zu müssen, dann sah sie aber die heutige Jagdbeute und wusste, dass das nicht stimme. Sie war eine gute Jägerin und jeder der Wölfe hier hatte in der ersten Zeit nach der Trennung vom elterlichen Rudel ähnliches durchmachen müssen. Es war eigentlich bewundernswert, dass ein jeder hier dies geschafft hatte.

Jedenfalls wurde Jenny nicht ganz ein halbes Jahr, nachdem ich zu ihen gestoßen war trächtig. Niles war mächtig stolz und bald drehte sich der ganze tagesablauf nurnoch um die bevorstehende Geburt. Wir suchten unermüdlich Futter für die kleine Hündin da sie mit einemmal mächtig Heißhunger hatte.
Niles freute sich so auf die Geburt der Welpen, aber er durfte sie nicht mitterleben.

Am Tag vor der Geburt waren Niles und ich gemeinsam auf Futtersuche in einem verlassenen Haus. Dort lebten allerdings schon 2 andere Hunde. Große Kampfhunde, sehr agressiv. Sie griffen sofort an und wir flohen vor ihnen. Ich lief vor ihm die Treppe rauf und hörte ihn bloß Winseln und wusste, dass er einen seiner Anfälle hatte. Da fiel er auch schon. Er hat mich so angsterfüllt angeguckt und dann kam er mit dem Genick zuerst auf. Er war fast sofort tot und diese Hunde stürzten sich trotzdem auf ihn.


Sie atmete teif ein, seltsamerweise tat es ihr gut alles zu erzählen. Vielleicht redete sie gerade zu viel, aber das kümmerte sie nicht.

Ab da hab ich keinen blassen Schimmer mehr was genau war. Ich bin total ausgeklinkt als die 2Hunde sich über Niles hermachten. Ich habe sie wohl angegriffen, denn mein Fell war auch voller Blut und ich hatte einige Bisswunden. Die zwei leben allerdings noch, ich habe ihren Bestizer gesehen wie er sie wegbrachte, allerdings waren sie übel zugerichtet.

Eine Zeitlang tat es mir leid, dass ich sie angegriffen hatte, aber nun nichtmehr. Sie hätten mich auch attackiert wenn sie bemerkt hätten, dass Niles schon tot war und sie hätten mich wohl wirklich umgebracht hätten sie die Chance gehabt. Da können sie froh sein, dass irgendwas mich wohl in meiner Raserei gestoppt hatt.


Traurig senkte sie den Kopf, es wurde Zeit die geschichte abzukürzen.

Nachdem das alles passiert war lief ich zu Jenny zurück, sie wusste irgendwie was passiert war und machte mir keine Vorwürfe. Als die Welpen geboren waren half ich ihr bei der Aufzucht und verließ dann auch sie als die Kleinen ein paar Monate alt waren.

Sie sah Rala mit schräggelegtem Kopf an.

Nicht alle Menschen sind böse und Hunde unterscheiden sich nicht in allem von Wölfen. Ich habe durchaus auch gute Menschen gesehen, aber sie waren die ärmsten unter ihren eigenen Artgenossen. Sie lebten mit uns auf dem Müllplatzt und teilten sogar ihr Futter mit uns. Aber die Jäger die ich kennengelernt habe, sie gehören zu den grausamsten ihrer Art. Sie schießen mit eigenartigen Waffen auf Tiere die fast sofort tot sind wenn sie ganz großen Glück haben.

In die Runde blickend meinte sie noch:

Entschuldige das ich eben geknurrt habe, da hatte ich mich nicht ganz unter Kontrolle. Was das Thema angeht: da reagiere ich etwas empfindlich.

Sich an Sardai drückend wartete sie nun ungeduldig darauf, dass es losgehen konnte. Nun war es ihr doch etwas peinlich so viel von sich Preisgegeben zu haben. Selbst Sardai hatte sie nur kleine Anekdoten aus ihrem Leben nach dem verlassen ihres Rudels erzählt. Ihren ersten Jagderfolg oder wie sie ins Tal gefunden hatte...kleine Dinge eben.


[beim Rudel, erzählt(viel), drückt sich an Sardai, entschuldigt sich bei Rala fürs anknurren]
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Melanu
Der Unsichere
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mo Feb 07, 2011 7:19 pm

Melanu wachte etwas unsanft auf. Er hatte mal wieder auf einem Stein geschlafen. Etwas ungelenkig stand der Junge Rüde auf und torkelte los, denn alle wurden gerufen. Er lief krumm und schief, da der Stein einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. Zu Melanus Glück trat er mit vollem Elan in einem Dorn.
Total frustriert setzte sich der schüchterne hin und jaulte um hilfe.
"Äääähm hey? Kann mir mal kurz jemand helfen ... ... ... villeicht?"
Der Morgenmuffel kam selbst nicht an seine Hinterpfote, was ihn noch mehr frustrierte. Leise murmelte er etwas unverständlch vor sich hin.
"So doof... mein Tag beginnte ja mal wieder echt klassse."
Melanu stiess einen kleinen Seuftzer auf und ärgerte sich über seinen eigenen Sakasmus, wärend er auf hilfe wartete.
Er war schon gespannt, wer kommen würde, da er ja noch niemanden kannte. Er wurde leicht nervös und hoffte das es niemand kommen würde.


[Steht auf| läuft los (oder sowas ähnliches)| tritt sich einen dorn ein| ruft um Hilfe| ist schlecht drauf]
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Rala
Die Kämpferin
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Geschlecht : Fähe
Alter : 3
Größe : 65 cm
Gewicht : 60 kg

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Feb 09, 2011 8:27 pm

Immer noch den Blick auf Magena gerichtet hörte Rala den anderen Wölfen zu. Rumo gab nun endlich Preis, worauf diese ganze Diskussion letztendlich hinauslaufen sollte: Sie würden zu den Menschen gehen. Loki erinnerte das Rudel an eine Begegnung mit den Zweibeinern, doch Rala war damals noch nicht im Rudel gewesen, weshalb sie zu diesem Thema nichts sagen konnte. Sardai war dabei und auch Francis, obwohl sie große Angst hatte. Die cremeweiße Rala hingegen wollte sich noch nicht äußern. Zuerst war Magena an der Reihe. Diese fing an zu knurren, griff die andere Polarwölfin jedoch nicht an. Rala wusste nicht, warum die Weiße so stark auf ihre Frage reagierte und sie hatte auch nicht genug Zeit darüber nachzudenken, weil Magena bereits anfing zu erzählen.

Sie fing von ganz vorne an: Von ihrem Verlassen des Rudels. Damals war sie gerade mal zwei Jahre alt gewesen. Rala hörte aufmerksam zu und riss bei den Erzählungen Magenas hier und da weit die Augen auf.

“Niles! Das ist der Hund, welcher ähnliche Anfälle wie Siyana gehabt hatte. Deswegen reagierte Magena so wütend, als ich sie wegen ihrem Verhalten kritisier hatte.“

auch Magena erwähnte die Sache mit den Zuckungen. Eines dieser komischen Menschwörter fiel und Rala konnte sich glücklich schätzen zu wissen, was es bedeutete.

“Treppe... das ist... so ein Ding mit Stufen, auf dem man hoch laufen kann...“

Dank der anderen Polarwölfin kannte die cremeweiße Fähe wenigstens einige Dinge aus der Zweibeinerwelt.

Nachdem Magena geendet hatte schüttelte Rala abwinkend den Kopf:

“Ist schon ok, Magena. Ich kann es verstehen. Ich hätte dich nicht darauf ansprechen sollen. Tut mir leid...“

Mit traurig verzerrten Gesicht blickte die Fähe weiterhin in die Augen der Freundin, bevor sie sich davon lösen konnte und zu Francis und Sardai schritt:

“Du bist mein Alpha. Es ist meine Pflicht dir zu dienen, so gut es geht. Ich hoffe, wir treffen die richtige Entscheidung und auch ich hege so einige Ängste, aber ich werde trotzdem mitkommen und wenn ich mit meinem Leben für nur ein Reh bezahlen muss: Es zählt nicht der Einzelne, sondern das ganze Rudel!“

Aufmunternd sah Rala noch mal zu Magena, bevor sie fest in die braunen Augen ihres Alphas blickte, welcher stolz sein konnte sein so schönes Fellkleid zu tragen.


[beim Rudel | hört zu | erinnert sicht | redet]
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Loki

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Größe : 82 cm
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Merkmale : Narben auf Schulter & Seite, eingefallene Flanken & ausgedünnter Pelz

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Do Feb 10, 2011 2:43 pm

Nach und nach spürte der alte Wolf den Regen auf seiner Haut. Das Fell war nicht mehr so dicht und buschig wie damals und ließ den Regen schneller durchsickern, aber das war nicht weiter schlimm. Kalt war das nasse Wetter nämlich nicht und so konnte Loki die feuchte Haut gut ertragen. Nur den Hunger, der quälte den Alten nach wie vor. Angespannt zog er die Bauchdecke und versuchte dem unangenehmen Gefühl den Raum zu nehmen – nichts half und die fetten Kaninchen vor ihm machten es nicht besser. Wenigstens schienen die Hoppelhäschen hier im Tal einen fürstlichen Frühling zu erleben. Nur warum waren es so wenige?

Wieder gelang es Loki nicht mit voller Aufmerksamkeit der Unterhaltung zu folgen. Seine wirre Gedankenwelt drehte sich nur wieder ein ums andere Mal um das fette Fleisch vor ihm und seinen Hunger. Für andere Gedankengänge blieb kaum Platz. Vielleicht wollte sich der Alte ja auch gar nicht damit beschäftigen. Die Entscheidungen der so viel jüngeren Generation war ihm nicht geheuer. Früher hätte sich der Greis wohlmöglich ebenso entschlossen, aber Alter machte ja bekanntlich weise oder zumindest vorsichtig. Wenn es nach ihm ginge würde man hier nichts überstürzen, aber vermutlich verhungern. Wieder ein Blick auf die Kaninchen.

oO(Köstlich…)

Dann ein Ruf, der die Luft erfüllte und die Unterhaltung kurz unterbrach. Jemand brauchte Hilfe. Eine ganze Weile grübelte der Alte, ob er diesen Wolf kannte, der da Hilfe brauchte. Er kramte in seinem Gedächtnis nach einem Pelz, dem er diese Stimme zuordnen konnte. Es dauerte als er einzeln die Wölfe durchging, die ihm in seinem Leben bereits begegnet waren. Das waren eine Menge. 9 Jahre waren eine lange Zeit, nicht nur für einen Wolf. Der zerzauste Wolf schüttelte sich. Er schweifte ab. Endlich flappten seine Ohren, als ihm das passende Gesicht in den Sinn kam. Der helle Rüde! Wie war noch sein Name gewesen? Milan..Merano…Melano..? War es das? Melano? Im Geiste Loki’s klang dieser Name doch recht bekannt. Er musste stimmen. Zeit auf den armen Tropf aufmerksam zu machen, der da rief. Er räusperte sich und plusterte ein wenig den schweren, weil nassen Pelz auf.

"Ich werde euch nicht begleiten. Ihr kennt meine Meinung, außerdem wäre ein alter Geselle wie ich euch bloß eine Last wenn es um jugendlichen Leichtsinn und Abenteuerlust geht. Stattdessen werde ich mich wohl eher anderweitig nützlich machen."

Er erhob sich unter einem kurzen Ächzen seiner Glieder und musste sogar eine Sprechpause einlegen, als es galt die zittrigen, schwachen Läufe unter Kontrolle zu bringen. Dann schüttelte er sich die schwere Nässe aus dem Pelz und besprühte die ihm nahen Wölfe ungeschickt mit den Tropfen. Nur wem sollte das auffallen bei einem ohnehin stetig plätschernden Regenfall?

"Man sollte Melano mal zur Pfote gehen, nicht wahr? Dazu wird einer wie ich wohl noch im Stande sein. Wenn mich aber jemand begleiten möchte… ich wäre nicht abgeneigt."

Mit diesen Worten und einem knappen Nicken in die Runde, stakste er klapprigen Schrittes davon. Sein grauer Pelz verlor sich bald in den Nebelschwaden zwischen den Bäumen. Er hatte es schon länger bemerkt, dass seine Muskeln mit jedem Tag länger brauchten um sich aufzuwärmen und flüssige Bewegungen zu produzieren. Das Alter – Loki seufzte still in sich hinein – es ließ sich nicht aufhalten.

[Ostwald | auf dem Weg zu Melanu | noch allein]
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Rumo
Der Beschützer
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Rang : Alpha
Geschlecht : Rüde
Alter : 4 Jahre
Größe : 88,6 cm
Gewicht : 63,5 kg
Merkmale : sehr groß

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Do Feb 10, 2011 3:22 pm

Sie reagierten positiver als erwartet. Rumo schien sichtlich erleichtert, während er geduldig den Worten der anderen lauschte. Ein jeder von ihnen fand eigene, individuelle Worte für eine Antwort und jeder äußerte noch etwas anderes, wertvolles. Alles in allem aber war sich das Rudel offenbar einig. Sie hatten ihre Bedenken, aber die hatte er selbst auch. Sie kannten die Gefahren, das war gut und wichtig. Sie hatten Hunger und das stellte alles andere in den Schatten. Der große bunte Rüde ließ die gesprochenen Worte auf sich wirken, während er aus den Augenwinkeln beobachtete, dass auch die Silberne ihren Weg zu ihnen gefunden hatte. Sie wirkte abwesend und distanziert in den letzten Tagen. Rumo konnte nicht festlegen, ob es auch bei ihr am Hungerleiden lag oder ob Neera noch etwas anderes beschäftigte. Er würde sie fragen müssen, früher oder später.

Als Magena zu sprechen begann und ihre Stimme brüchig und flackernd war, lenkte Rumo seinen Blick auf sie. Er musterte ihr Mienenspiel und erkannte die Überwindung mit der sie sprach. Seine eigenen bernsteinfarbenen Augen füllte eine mitfühlende Wärme, als sie auf die karamellfarbenen Seelenspiegel der Polarwölfin trafen. Sie sprach über ein trauriges, wenn nicht traumatisches Ereignis aus ihrer Vergangenheit. Rumo schätzte es, wie sich die Fähe vor den anderen öffnete und beobachtete beinahe neidvoll, wie sie sich an den Pelz ihres Freundes Sardai lehnte. Diesem Rüden gelang es offenbar mühelos Nähe zuzulassen und Freundschaften zu schließen. Ihm selbst fiel das schwerer. Nicht, dass er unzugänglich wäre, er beschwerte seinen Geist nur zu oft mit Verantwortung, sodass kaum Zeit für freundliches Geplänkel war. Er fühlte, als würde man ihn meiden, den Alpha. Um nun aber zu demonstrieren, dass er nicht so unnahbar war, wie er sich möglicherweise gab, erhob er sich kurz, trat einen Schritt auf Magena zu und stupste ihr aufmunternd gegen den Fang. Die Geste blieb wortlos, nur von dem warmen, freundlichen Blick begleitet. Dann, als Loki sich gerade dem Geschehen entzogen hatte um Melanu aufzusuchen, war es an der Zeit das Wesentliche in Angriff zu nehmen:

"Wenn wir dieses Tal verlassen und in das Revier der Menschen eindringen, so müssen wir bedacht und vorsichtig vorgehen. Wir dürfen weder die Aufmerksamkeit der Zweibeiner, noch ihrer Hunde auf uns lenken. Merkt euch das!"

Die Entscheidung außerhalb des Tales zu jagen stand fest. Ein mahnender Blick in die Runde unterstrich die ernsten Worte des Alpha, ehe er weitersprach.

"Dieser Beutezug lässt sich nur schwer planen, denn keiner von uns kennt das Gebiet näher. Wenn wir erst einmal dort sind, müssen wir das Gelände genau untersuchen und uns Deckung um Deckung vorpirschen. Die Beute wird erst gestellt, wenn wir uns aller Gefahren und Umstände bewusst sind. Niemand handelt überstürzt und eigenmächtig. Wir gehen gemeinsam dorthin und wir werden gemeinsam wieder zurückkehren."

Der Bunte hatte nicht vor schon hier Opfer zu lassen. Er wollte gar nicht erst daran denken. Weitere Anweisungen konnte er allerdings noch nicht geben. Man musste sich erst einmal ein Bild von der Lage machen. Von dem kurzen Eindruck, als er das Tal entdeckt hatte, war ihm nicht mehr all zu viel im Gedächtnis geblieben. Er erinnerte sich noch an weite, ebene Wiesen mit Zäunen, die außer einigen Gräben und wenigen Hecken, kaum Deckung boten. Ferner Gab es das Dorf und ein paar einzelne Höfe. Sie mussten auf die schlechte Sicht der Menschen durch Nebel und Dämmerung setzen. Es galt sich zu eilen, um diese noch für sich nutzen zu können.

"Wenn es keine Einwände gibt, werden wir nun aufbrechen. Wer sich zu schwach oder zu besorgt fühlt, den brauche ich hier um das Revier zu verteidigen und nach Melanu und Siyana zu suchen."

Das war keine Ausrede. Es behagte dem Wildfarbenden tatsächlich nicht das eigene Land und den Alten mit den Jünglingen so ungeschützt zurückzulassen. Außerdem hatte er Siyana schon ein paar Tage lang nicht mehr gesehen. Hoffentlich war die junge Schwarze nicht unbemerkt am Hunger eingegangen.

"Eure Beute, Sardai und Magena, möchte ich gerne Rala überlassen und denjenigen von uns, welchen sonst die Kraft zur Jagd fehlt. Schwäche können wir uns außerhalb der eigenen Grenzen nicht leisten. Fresst rasch."

Mit diesen letzten Worten verließ Rumo den Kreis und schritt ein paar Wolfslängen weit auf den Rand der kleinen Lichtung zu. Prüfend sog er die Luft durch seine feine Nase ein. Zu seiner Beruhigung fand sich keine nähere Witterung der großen Katzen im Wind. Zumindest in diesem Punkt schien ihnen das Glück treu. Immerhin eine Sorge weniger. Der Rüde sammelte seine Gedanken und wartete darauf, dass das restliche Rudel bereit zum Abmarsch war. Einige von ihnen mussten dringend fressen, er wusste das und er hoffte, dass sie es auch taten und ihnen nicht der eigene Stolz im Wege stand.

[Rudelplatz | nahe Neera, Sheta, Sardai, Magena, Francis & Rala | bereit zum Aufbruch]

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~ Wofür es sich lohnt zu leben, dafür lohnt es sich auch zu sterben. ~
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Kurai

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Sa Feb 12, 2011 11:47 am

Kurai hielt doch einmal kurz inne und sah zurück. Erfreut sah sie, wie sich der weiße Wolf, den sie zuvor für die legendäre Wölfin Lacrimosa gehalten hatte, ihr folgte. Zu ihrer Zufriedenheit sah sie das leichte Muskelspiel, welches sich bei seinen Schritten unter dem dichten Pelz abzeichnete. Firn war ihr gerade recht gekommen. Vielleicht würde sie jetzt endlich die Beute erlegen, die sie zu ihrer ursprünglichen Kraft zurück verhalf. Denn das letzte Mal satt war sie gewesen, bevor sie auf Loki und Arko stieß, ja, bevor sie überhaupt dieses Tal betreten hatte. Und sie musste sich eingestehen, sie sah fürchterlich aus. Selbst ihr dichter Pelz, der sie immer noch kräftiger wirken ließ, als sie war, konnte nicht die Rippen verbergen, die sich unter der Haut abzeichneten. Kurai verzog die Lefzen und drehte ihren Kopf wieder nach vorne. Jetzt galt es nicht, sich über diese Nebensächlichkeiten aufzuregen. Ihre Energie musste sie sich aufheben, um bis zu den Weiden der Menschen vor zu dringen und letztendlich heil an Beute zu gelangen.

So fiel ihr Schritt in einen zügigen Trott über, mit dem sie Kräfte sparend schnell, aber nicht ausgepowert an ihrem Ziel ankommen würde. Die Pfoten hatten die Zehen fest zusammengedrückt, damit keine feinen Steine zwischen diesen die empfinde Haut durchschnitten. Verletzungen brauchte sie jetzt nun wirklich keine. So hinterließ die Nachtwölfin klumpige Pfotenabdrücke, die von ihrem Weg sprachen und dennoch nicht jedem auffielen, da durch ihren Gewichtsverlust auch die Abdrücke nicht mehr so tief in die Erde getreten wurden.

„Bleib nur nicht hinter…“

Ermahnte die selbstbewusste Wölfin den fremden Rüden und durchbrach das weitere Unterholz. Bislang machte sie sich nichts aus der Lautlosigkeit. Unaufhaltsam brach ihr Körper die feinen Äste, die sich ihr in den Weg stellten. Erst wenn sie den Weiden nahe waren, hieß es leise und verborgen zu bleiben. Bis dahin ging Kurai bereits im Kopf durch, wie sie es am besten anstellten. Es musste schnell gehen und ohne viel Aufmerksamkeit aufzuziehen. Sie würde wohl erst einmal aus dem Schutz des Waldes die Zäune betrachten, in wie weit sie die Beute dadurch schleppen können würden.

[Unterwegs zu den Weiden, zieh Firn mit]


Zuletzt von Kurai am Mo Feb 14, 2011 7:37 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Siyana
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Größe : 73 cm
Gewicht : 42 kg
Merkmale : weißer Vorderlauf (rechts), weiße Streifen an der rechten Schulter

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   So Feb 13, 2011 6:21 pm

Nach einem langen Schlaf öffnete Siyana ihre sanften Augen. Sie stand auf und trottete aus der Höhle raus um zu sehen wie sich das Wetter und das Glück des Rudels geändert hatte, doch Siyana konnte keine Änderung feststellen. Deprimiert blickte sie zum Himmel auf. Der leichte Regen tropfte ihr auf ihre zarte Schnauze. Ein kleiner Tropfen fiel ihr direkt in die Nase.

"HAAATSCHII!"

Siyana nießte laut und grinste leicht. Es war sehr nebelig. Das passte sehr gut zur trüben Stimmung des Rudels. Loki ging und Siyana dachte sich er könnte etwas Gesellschaft gebrauchen, deshalb rannte sie ihm nach.

"Entschuldigung, Loki. Aber dürfte ich dir etwas Gesellschaft leisten? Ich würde gerne mehr über dich wissen. Dann kann ich besser über dich urteilen."

(wacht auf, nießt, rennt Loki nach, will etwas mehr über ihn erfahren)
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   So Feb 13, 2011 8:23 pm

Neera hatte sich aufrecht hingesetzt und ihre Ohren aufmerksam nach Vorne gedreht. Auch sie hatte schon Bekanntschaft mit Hunden gemacht. Jene die sich mit den Menschen verbunden haben um gegen ihre Brüder und Schwestern zu kämpfen. Neera mochte sie nicht und ging ihnen weit Gehens aus dem Weg. Und das würde auch so bleiben auch wenn ihr Hunger sehr groß war. Sie hatte gelernt in den langen Wanderschaften mit wenig auszukommen und dies kam ihr jetzt zur Hilfe.
Anderer Seits gehörte sie ja immer noch zum Rudel, wenn dies in den Kampf ziehen würde, was würde Neera machen? Ihnen folgen und mit ihnen Kämpfen?
Ein schweres Seufzen gab sie von sich. Es war alles so schwer in der letzten Zeit geworden. Nicht nur das man kaum Futter fand, auch ihr Leben war schwer geworden. Sie konnte sich einfach nicht von diesem Rudel lösen, auch wenn alles in ihr weiter ziehen wollte, blieb sie aus irgendeinem Grund hier. Neera wusste es nicht und konnte es sich auch nicht erklären.

[Neera beim Rudel in der Höhle immer noch etwas abseits und denkt über ihr Leben nach]

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Sheta

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Gewicht : 54 kg
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Di Feb 15, 2011 3:22 pm



Sie beobachtete die Szenen an der Rudelhöhle immer angespannter. Als ihr Vater sich erhob um Melanu zur Pfote zu gehen nickte sie ihm nur kurz zu. Bis jetzt hatte sich der Rüde aus ihrer Sicht nur im Hintergrund gehalten.
Der Hunger krampfte in ihrem Magen und als klar wurde, dass sie noch länger würde warten müssen: zumindest bis Rala etwas von den Hasen gefressen hatte, murrte sie unwirsch.
Zu Magenas Geschichte sagte sie erstmal nichts, sie kannte die Fähe nicht genug um jetzt Mitleid zu empfinden. Allerdings wusste sie die Informationen über die Hunde zu schätzen.
Ihr Bruder schien sich von seiner besten Seite zeigen zu wollen und stupste Magena kurz an, sie lächelte darüber. Manchmal dachte sie, dass er und sein Rudel probleme hatten miteinander warm zu werden.
Loyal waren sie alle, ohne zu zögern würden die Wölfe für ihn in den Kampf ziehen wenn es sein musste. Aber mit ihm kuscheln? Nah da kuschten die meisten.

Beeilt euch, ich habe hunger.

Grummelte sie mit all ihrer Ungeduld in der Stimme. Auch wenn die Forderung auch in ihren eigenen Ohren nörgelig klang, es entsprach nur der Wahrheit.
Dann schob sie sich zu Rumo und strich an seiner Seite entlang, gab ihm einen kleinen aufmunternd gemeinten Schubs und trottete dann weiter an den Rand ihres Lagers. Dort starrte sie dann in die Richtung in die es gehen würde.

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Menha

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Di Feb 15, 2011 5:38 pm

Menha saß in einer Ecke, etwas entfernt vom Rudel, es war nun schon länger her, seit sie sich ihnen angeschlossen hatten und es gefiel ihr immer noch nicht hier. Es war ihr so fremd, auch konnte sie hier einfach keinen Vorteil bekommen, vor allem da es scheinbar dem Rudel schlecht ging. Sie seufzte und sah traurig ins Leere, denn sie hatte eine Entscheidung gefällt, auch wenn sie diese nicht wahrhaben wollte, nein sie akzeptierte sie einfach nicht! Also stand sie auf und kam näher zu den anderen Wölfen, in ihren Augen spiegelte sich die Angst und Furcht vor dem nächsten Schritt, sie wollte einfach nicht! Als sie nahe genug war überkam sie eine regelrechte Panik und sie zog sich wieder zurück, nein sie wollte es einfach nicht tun! Die Fähe rannte wieder ein Stück entfernt vom Rudel hin und legte ich erneut hin, sie hatte gekniffen, sie wollte es ihnen einfach nicht sagen. Unschlüssig blieb sie dort und schloss ihre Augen, der Wind umstrich sie leicht. Es war merkwürdig, als sie hier her gekommen war wollte sie einfach nur weg, doch nun als sie weg musste, da wollte sie hier bleiben und dazu entschloss sie sich auch, sie wollte hier bleiben, denn sie hatte ihre andere Aufgaben erfüllt auch wenn es hier nur Not zu scheinen gab! Sie sah zu Rala und ihr Blick wurde trauriger, denn die Fähe würde sie wohl sehr vermissen und das wollte sie ihr nicht antun. Es hatte einfach keinen Sinn, sie gehörte ab nun zum Rudel und daran gab es nichts mehr zu rütteln! Egal, was sie unternehmen sollte, ihr Herz würde immer hier sein, Menha war einfach das Risiko eingegangen und man hatte sie in gewissem Maße in der Gewalt, denn sie hatte sich entschieden! Also stand sie erneut auf und drehte sich um, in ihrem Blick war nun nichts mehr zu lesen, sie ging los und bald hatten die Bäume sie verschluckt, noch einmal drehte sie sich um und blickte zurück, dann aber wanderte sie los, auf dem Weg in ihr neues Glück, aber wer weiß, wohin ihr Weg sie führen wird…

[the end]
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Loki

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Di Feb 15, 2011 8:46 pm

Graue Pfoten streiften das Unterholz. Die Sicht durch den Nebel war schlecht, aber der alte Wolf konnte sich auch noch auf andere Sinne verlassen, wenn auch die längst schwächer geworden waren. So langsam wärmten sich aber wenigstens seine Muskeln und Sehnen auf, die Schritte des Alten wurden weiter und flüssiger. Er trabte – noch immer etwas ungelenk – zügiger voran. Er rechnete nicht mehr damit, dass ihm noch jemand von dem Rudel folgen würde, bis die kleine schwarze Fähe plötzlich neben ihm erschien. Munter wie immer plauderte die junge Fähe einfach drauf los und nahm dabei kein Blatt vor den Mund. Loki lächelte sie freundlich an. Er freute sich, dass das junge Blut ihn begleitete und er nun doch nicht alleine bei Melanu (oder Melano, wie er glaubte) auftauchen würde. Auch auf das Gespräch ließ sich der Greis gerne ein. Reden, ja das lag ihm.

"Du möchtest über mich urteilen? Was habe ich denn böses getan?"

Gutmütige Augen und ein breites Grinsen auf den Lefzen verrieten den Schalk, mit der er diese Worte gesprochen hatte. Loki nahm der Jüngeren nichts übel. Er war froh endlich einmal wieder zu seiner großväterlichen Art zurückkehren zu können und sich nicht von Vorwürfen jagen zu lassen. Auf die anderen Wölfe war der Alte seit dem er Kurai vertrieben hatte wirklich nicht mehr gut zu sprechen gewesen, wohlwissend, dass es einzig daran lag, dass man für ihn derzeit kaum ein gutes Wort übrig hatte. Siyana schien da unbeschwerter und das gefiel dem Ergrauten. Er verweigerte das Gespräch also nicht, sonder sprach mit lockerer Zunge zu der Fähe, während sie durch den Wald trabten.

"Lass dich nicht von mir verschrecken, junge Dame. Deine Gesellschaft freut mich. Was gibt es denn über einen alten Wolf wie mich zu wissen? Wenn dir eine Frage auf der Zunge brennt, meine Liebe, dann frage ruhig aus deinem offenem Herzen heraus. Denn weißt du, nur wer fragt, der kann auch Antworten erhalten. Fragen sind außerordentlich wichtige Begleiter in einem jungen Wolfsleben."

Er ließ sich schnell zu langem Sinnieren hinreißen. Vielleicht lag es am Alter, dass ein Wolf so wurde. Ebenso, wie man mit dem Erwachsenwerden das Misstrauen lernte. Dafür lagen dem jungen Wolf das Fragen und die Neugierde. Wichtige Eigenschaften, die sich tatsächlich Altersstufen zuordnen ließen. Loki wunderte sich. Noch immer trabten seine Pfoten unermüdlich, nur hin und wieder wankend, durch den Wald. Sie mussten dem Hilferufer schon sehr nahe sein, denn die Witterung des Rüden wurde mit jedem Schritt intensiver. Mit einem Ohr auf eine mögliche Antwort von Siyana lauschend sah sich der alte Rüde nach einem hellen Pelz um. Kurz wuffte der Altwolf und hoffte auf Antwort von dem jungen Rüden.

oO(Er muss hier irgendwo sein.)

[Ostwald | mit Siyana, in der Nähe von Melanu | wufft suchend nach Melanu]
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Feb 16, 2011 11:05 am

Gespannt hatte Sardai gelauscht Als MAgena ihre Geschichte erzählte.
Diese hatte ihn sehr berührt. Er hatte bemerkt das sie nicht viel über ihre Vergangenheit preis gab, aber das dies der Grund war hätte er nicht gedacht.
Bei dem Gedanken was diese zwei großen Hunde mit dem kleinen angestellt hatten lief es ihm kalt den Rücken herunter. Ein leises knurren und den ernsten Blick konnte er sich nicht verkneifen.
Sardai bemerkte das Rumo ihn von zeit zur Zeit ansah. Er wirkte bedrückt, auch wenn seine Haltung etwas anders sagten. Sardai hatte schon immer ein Gespühr für soetwas gehabt. Sein Vater fand es seie unnötig, es wurde ihn verweichlichen und schwach werden lassen.
Schnell verdrängt der junge Rüde wieder die Stimme seines Vater´s aus dem Kopf.
Beinahe abwesend nahm Sardai war das Loki verschwand um dem Hilferuf eines jungen Rüden nachzukommen und wie kürz danach eine junge Fähe ihm hinterherjagte.

Sardai war sehr gespannt auf den Streifzug auf Zweibeiner-Land. Er fürchtete sich aber gleichzeitig prickelte seine Haut vor freudiger Erwartung auf das Unbekannte, so das er denn Hunger für einen kurzen Augenblick gnz vergessen konnte. Unterwegs würde er sich vielleicht noch eine Fette Maus fangen.

Essen....

Sardai´s Augen wurden leicht glasig bei der Vorstellung seine Zähne in frisches, fettes Fleisch zu schlagen. Und dabei dachte er nicht nur an Mäuse, sondern an ein größeres Tier. Ein Zweibeiner Tier, es soll lieblicher und zarter schmecken als das wild was sie normalerweise erbeuten.
Sardai ließ sein Zunge weit aus dem Rachen hängen.
Er wollte los. Ungeduldig rutschte er hin und her. Dann endlich gab Rumo zu verstehen das sie aufbrechen würden, sobald Rala sich gestärkt haben würde.
Voller Zuversicht stand Sardai auf und trottete zu Rumo.

Ich werde schon ein kleines Stückchen vorlaufen, ich fühle mich gerade sehr unter Strom und hibbelig. Dies könnte bei einer so großen und endscheidenden Sache eher hinderlich sein. Ich werde am Wachposten am See auf euch warten.

Sardai sah Rumo mit seinen großen wachen Augen freundlich an. Dann wannte er sich ab und trabte los, um diese unangenehme Hibbeligkeit los zu werden.
Seine Schritte wurden schneller und fließender, bis er schließlich in einen wilden Sprint verfiehl. Sardai jagte durch den Wald. Die Luft zischte um seine Nase und er fühlte sich beflügelt. Der ständige Regen machte ihm nichts. Sardai fühlte sich als hätte er einen Riegel zu einem unerschöpflichen Energievorrat betätigt. Wenn es an die Jadt ginge würde er konzentriert und stark genug sein, das wusste er, denn es war immer so.

Sardai stieg beim Laufen flüchtig ein fremder Geruch in die NAse, der ihn langsamer werden und schließlich stoppen ließ.
Sardai witterte.

Nanu? Ein Fremder im Revier.

Unwillkürlich sträubte sich sein Nackenfell und die Muskeln auf seinem breiten Brustkorb schwollen an.



Lauscht Magena, grübelt, wird hibbelig, läuft um sich abzureagieren, wittert fremden wolf
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Feb 16, 2011 2:01 pm

Anscheinend freute sich der Altwolf über Siyanas Gesellschaft und fragte sie ob er irgendetwas böses getan hätte. Offenbar verstand er Siyana falsch, jedoch nahm sie es ihm nicht übel.

"Nein, Sie haben nichts böses getan!"

Siyana wusste nicht genau ob sie Loki Siezen oder Duzen sollte. Sie versuchte höflich zu wirken und nicht aufdringlich und nerfig.

" Es ist nur so, dass ich Sie dann besser einschätzen kann und wie ich mit ihnen umgehen sollte. Ich trete öfters in große Fättnäpfchen und ja ich will nicht dass jemand sauer auf mich ist nur weil ich nichts genaueres von ihm/ihr weiß, verstehen Sie? Ich würde nämlich gerne über Ihre Kindheit mehr erfahren. Ich vergleiche oft und gerne. Es interresiert mich sehr wie der Unterschied ist zwischen den kleineren Wölfen früher und heute. Ich hoffe ich trete Ihnen damit nicht zu nahe."

Die Fähe lächelte den Grauen an. Dieser bellte und erhoffte eine Antwort von Melanu. Siyana tat das selbe. Sie hatte Melanu schon öfter gesehen, dennoch wusste sie nichts genaueres über ihn.

Siyana hielt ebend an und schüttelte sich, denn das ganze Fell war voller Wasser. Sie liebte zwar Wasser aber nicht an so grauen Tagen wie diesen. Es war etwas unheimlich. Der stille Wald und dann dieser dichte Nebel. Alles war grau und sah dadurch traurig aus. Durch das schütteln, wurde Loki ganz nass bemerkte Siyana.

"Oh! Das tut mir Leid."

Sie musste lachen. Das ganze Wasser was in ihrem Fell war, bedeckte nun Loki. Ein witziger Gedanke, doch villeicht fand es Loki nicht so toll.

"Oh mist. Hoffendlich nimmt er das gelassen hin..."

Jetzt war sie auf alles gefasst..


(bei Loki; redet; schüttelt sich; entschuldigt sich ; lacht (aber nicht laut))
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Do Feb 17, 2011 1:41 pm

Yukio schüttelte sich leicht bei dem Niesel Regen und lief unter einem Bau wo er wenigstens etwas geschützt war. Es war Düster und das gefiel ihm wieder rum. Wenn bloß der Regen nicht wäre, dann wäre es in seinen Augen ein perfekter Tag. Der Graue hob die Nase in den Wind. Er konnte den leichten Geruch von anderen Wölfen war nehmen. Yukio schaute sich um. Durch die Bäume konnte er einen See sehen. Er war aber noch in einiger Entfernung, aber aus dieser Richtung schien der Geruch zu kommen. Er legte kurz den Kopf schief, lief aber sofort zum See. Er hatte Durst und die Aussicht auf andere Wölfe zu treffen lenkten seine Pfoten. Er verschwendete keinen Gedanken daran das die Wölfe auch feindlich gesinnt sein könnten und so lief er in einem leichten trapp auf den See zu. Als er angekommen war senkte er den Kopf zum Wasser und trank ein paar schlucke davon. Dann schüttelte er sich wieder und schaute kurz anklagend zum Himmel. Warum musste es auch ausgerechnet jetzt Regnen?

Seine Ohren zuckten als er einen Ruf nach Hilfe vernahm. Er legte kurz den Kopf schief und lief in die Richtung aus der der Ruf kahm. Yukio erblickte einen cremefarbenen Rüden. Ohne zu überlegen lief er auf den Rüden zu und fragte:

“Hast du gerade um Hilfe gerufen? Wenn ja, wie kann ich dir helfen?“

Der graue blickte den fremden fragend an und wartete auf eine Antwort.


[Läuft zum Fluss, Hört Melanu, Läuft zu Melanu, fragte, wartet auf Antwort]
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Do Feb 17, 2011 7:49 pm

Melanu lag auf dem dreckigen boden, was die linke seite komplett versudelte. Er hatte öfter versucht aufzustehen, aber vegebens, er hatte große Schmerzen, denn der Dor war gorß und er steckte tief und fest in seinem weichen Ballen. An seiner Hinterpfote kam er selbst leider nicht herran.
Ein etwas älter klingender Wolf wuffte nachihm, worrauf Mel kurz aufjaulte.

"Ich bin hier drüben...."

viel weiter kam er nicht, denn schon stand vor ihm ein ganz Fremder Wolf, der er nochnie gesehen oder gerochen hatte. etwas jämmerlich klingend meite er dann:

"Hallo, ich bin Melanu. Eigentlich wollte gerade jemand kommen um mir zu helfen und er müsste auch gleich da sein, aber wenn du magst:
könntest du mir aus meiner Rechten hinteren pfote den Dorn herrausziehen? Ich komme nicht hin, denn er sitzt unten am Ballen und steckt tief drinne."


Melanu versuchte sein gequältes lächeln freundlich wirken zu lassen, was ihm nach seinem empfinden auch gut gelang.

"Warum muss einer Memme wie mir soetwas passieren? Warum denn imer ich... sowas könnte ja auchmal einem starken unsensiblen passieren!"

Mel hoffte natürlich das er nicht alleine mit dem Fremden sein musste und das jemand kam, den er würde sonsten am liebsten komplett im Boden versinken. Er wurde etwas unsicher und zuckte ein wenig mit deinem Schmerzenden bein Er schaute in die Rictung aus der das freundliche Wuffen kam und sah zwischen viel Gebüsch ein bisschen Dunkles Fell... dachte er zumindest.


[Etwas abseits der Gruppe| Immernoch mit Stachel im Fuß| hört Loki| Sieht Yukio]
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Do Feb 17, 2011 8:38 pm

Yukio hörte Melanu aufmerksam zu. Als der Cremefarbene geendet hatte nickte der graue und lief zu der richten Hinterpfote des Rüden um den Dorn heraus zu ziehen. Es wunderte sich etwas das der Dorn so tief steckte, bekahm ihn allerdings nach ein paar anläufen raus gezogen. Er spuckte den Dorn an eine Baumwurzel und sagte dann:

"So, der Dorn ist weg. Kann ich sonst noch was tun?"

Als er den leichten Geruch von anderen Wölfen in die Nase bekahm hob er den Kopf und fragte:

" Bist du in begleitung, Melanu?"

Yukio schaute sich um, konnte aber noc keine anderen Wölfe erkennen. Er legte kurz den Kopf leicht schief und lauschte. Dann Schüttelte er sich wieder und stellte sich unter einem Baum der ihn ein wenig vor dem Regen schützte.

"Und was hast du jetzt vor?"

fragte der graue und blickte Melanu weiter freundlich an.


[Dorn aus Melanus Pfote zieh, spricht, stellt sich vor dem Regen unter einem Baum]
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Do Feb 17, 2011 9:03 pm

Durch die graue Suppe hindurch war einfach nicht viel zu erkennen. Witternd tastete sich der alte Wolf voran. Sein Schritt hatte sich verlangsamt, da er sich dem Ziel nahe fühlte. Irgendwo in der Umgebung musste der junge Rüde sein. Loki hoffte, dass dem armen Kerl nichts Schlimmeres widerfahren war. Bei dem Gedanken an die zahlreichen Möglichkeiten von Verletzungen schmerzten seine Narben kurz. Gerne ließ man sich da wieder von den Worten der Fähe ablenken. Siyana nutzte ihr Köpfchen offenbar häufiger als man es ihr zugetraut hätte. Loki horchte interessiert auf. Ein kleiner Forschergeist also? Es erstaunte den greisen Wolf, welch komplexe Überlegungen die kleine Fähe anstellte. Sie machte sich über merkwürdige Dinge so ihre Gedanken, wie es sonst wohl kaum jemand tat. Ein wenig bewunderte der Alte die Fähe dafür mit welchem Interesse sie die Welt beobachtete. Man sollte ihr ruhig bei ihren Forschungen helfen, das war nur rechtens.

“Ein eigentümliches Interesse hast du da, aber vielleicht auch ein nicht unwichtiges. Es tut gut, wenn man die Gestalten um sich her kennt und weiß woran man ist.“

Ein paar Schritte lang überlegte Loki, was er der neugierigen Fähe an seiner Seite erzählen konnte. Welche Geschichte aus seinem Leben mochte sie wohl zufrieden stimmen und durfte man einem so reinen Geschöpf wirklich von den dunklen Seiten des Lebens berichten? Loki ließ traurig die Ohren hängen, während seine Gedanken abschweiften und er an Vergangenes dachte. Böse Augen, knurrende Stimmen, struppige Pelze und gedrungene Gestalten waren das, was seine Augen im Welpenalter zu sehen bekommen hatten. War das wirklich etwa, das man einer jungen Wölfin erzählte? Doch sie wollte ja genau davon wissen und es wäre unehrlich gewesen ihr falsche Informationen für ihre Forschung zu geben.

“Mein Leben als Welpe war vielleicht keines, das man der Allgemeinheit zuschreiben sollte. Ich hatte eine Mutter, die mich und meine drei Geschwister liebte, und die wir liebten. Ihre Wärme war Geborgenheit und sie zog uns in einem dunklen Bau einige Tage lang unbehelligt und voller Liebe und Hingabe auf. Erst als wir diese Höhle verließen und das wahre Leben betraten, da lernte ich was Hass und Hunger waren. Ich hatte nämlich einen Vater, den nur ein einziger Wolf in seiner Grausamkeit noch übertreffen sollte. Aber den sollte ich erst viele Monate später kennen lernen.“

Es war eine trostlose Geschichte, die man vielleicht lieber erzählte wenn man mehr Ruhe dazu hatte. Loki wäre bereit dazu. Er erzählte gerne, sah es als seine Aufgabe dem Rudel sein Wissen und seine Erfahrungen weiterzugeben, ehe er eines Tages nicht mehr sein würde. Doch nun lenkte ihn doch etwas ab. Seine Nasenflügel zitterten. Eine fremde Witterung störte die friedliche Idylle und der geheimnisvoll anmutende Nebel machte das nervöse Kribbeln in seinem Magen, das den nagenden Hunger ablöste, kaum erträglicher. Melanu war ganz nah und vielleicht noch näher war auch ein Fremder. Loki blieb wie angewurzelt stehen, als die Erkenntnis sein Hirn erreichte. Sein ausgedünnter Pelz sträubte sich, da hielt auch das zusätzliche Wasser, das ihn von Seiten Siyana’s überschüttete, die Haare nicht unten. Dann erklangen Stimmen ganz in ihrer Nähe. Loki versuchte zu orten hinter welchem Busch sich die Wölfe befanden, aber das beständige Prasseln des Regens störte seine alten Ohren. Er konnte nicht genau filtern durch welche Nebelwand er stoßen musste, um zu Melanu und dem Fremden zu gelangen. Seine Stimme senkte sich zu einem rauen Flüstern, als er mit letzter Hoffnung zu Siyana sprach:

“Hörst du die Stimmen? Deine Ohren sind jünger als meine, vielleicht kannst du bestimmen in welche Richtung wir gehen müssen? Wir sollten Melano schnell zur Hilfe kommen, ehe der Fremde seine Notlage ausnutzen kann.“

Man sollte ihn nicht hören. Es wäre vielleicht besser, wenn man den Fremdling überraschte, ehe sich der Alte und die junge Fähe ihrerseits in die Gefahr eines Hinterhaltes brachten. Langsam streckte der Graue den gesenkten Kopf vor und duckte sich. Siyana würde sicher wissen hinter welcher Biegung die beiden Wölfe sich verbargen, sie konnten ja nur noch wenige Meter fort sein. Vermutlich stolperten sie beim nächsten Schritt noch über die beiden.

[Ostwald, nähe Fluss | mit Siyana, wenige Meter von Melanu und Yukio entfernt | hofft, dass Siyana die Rüden entdeckt]
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Fr Feb 18, 2011 6:42 pm

Loki sah etwas erschöpft aus, was nicht wunderlich war, denn er war ja schon einige Jahre älter als die Schwarze. Aber dennoch antwortete er Siyana höflich. Er meinte, dass sie ein eingentümliches Interesse hätte, was die Fähe verwunderte.

Denkt denn nicht jeder über so etwas nach!? Hmm.. anscheinend nicht...

Loki dutzte Siyana, doch die Junge bliebt trotzdem erst ein Mal beim Sie. Der Rüde dachte lange, wie sie fand, nach. Er trottete durch die kleinen Pfützen und sah irgendwie traurig aus. Die Fähe wollte erst etwas sagen, doch ließ sie es, da er nachher villeicht noch mehr am Boden zerstört. Dann antwortete er ihr. Sie hörte aufmerksam zu. Dann wurde ihr klar, dass es nicht immer so war wie: Friede-Freude-Eierkuchen. Vorallendingen anscheinend in den früheren Zeiten. Sie erschrak fast, wie grausam er es erzählte, er erzählte nämlich so als wär er voller Trauer und kein Funken Hoffnung mehr in ihm schlummerte.

Die Schwarze wollte erst nach mehr Fragen. Doch da wurde sie abgelenkt von einem Geruch der ihr fremd war, ein Geruch der nach nach Neu riechte. Was so viel heißen soll als würde man in ein neues Zimmer gehen und denken: Ist das wirklich mein Zimmer?
Sie achtete auf Lokis reaktionen. Er war anscheinend etwas angespannter wie Siyana, denn sie kam ja mit praktisch jedem aus. Loki flüsterte, dass sie in Richtung den Simmen laufen solle, da seine Ohren schlechter sind als die ihre.

Die Fähe hatte nun die Führung. Zum ersten Mal wurde sie angagiert um jemanden zu etwas zu führen.

Oh.. Hoffendlich mach ich jetzt alles richtig... Ach qwatsch ich schaff das schon! Ich bin Siyana! Ich schaff das, ich schaff das , ich schaff das...

Bei der Selbstermutigung bemerkte sie garnicht, dass sie direkt vor den beiden anderen Wölfen stand und lief den fremden Wolf direkt in die Seite. Als sie ihn rammte blickte sie verdutzt in die Augen. Dann fing sie leise an zu lachen.

"Oh, entschuldigung! Ich war so tief in Gedanken dass ich garnicht mehr darauf achtete wo was steht. Darf ich mich vorstellen. Ich bin Siyana."

Dann blickte sie zu Melanu, dem anscheinend schon geholfen wurde und lächelte ihn freundlich an.

"Hey, Melanu! Was ist genau passiert und wie geht es dir?"

(redet, hört zu, denkt nach; ermutigt sich selbst; stößt gegen Yukio; bei Loki,Melanu, Yukio; stellt sich vor;redet)
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Melanu
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Sa Feb 19, 2011 11:10 am

Der Fremde Rüde half Melanu mit dem Dorn in seiner Pfote. Mel biss seine Zähne zusammen um nicht jedes Mal wenn der Fremde daran zog aufzujaulen. Erst nach ein paar Anläufen klappte die ganze Geschichte.
"Danke... aber, wie heißt du eigentlich?"
Mel war eingefallen, das der Fremde sich noch gar nicht vorgestellt hatte. Viel Zeit zum überlegen hatte er aber nicht gehabt, da schon zwei Wölfe kamen, der ältere, dem Melanu als Loki, von Sheta vorgestellt wurde und die Junge Fähe, die wenn er sich recht erinnern konnte Siyana hieß... aber er war sich nicht mehr ganz so sicher.
Die junge Fähe fragte ihn gleich was passiert sein und wie es ihm gehen würde.
"Hallo Siyana, richtig?"
Melanu legte eine ganz kurz Denkpause ein, bevor er weiter sprach.
"Ich hatte mir einen großen Dorn, ziemlich tief in den Ballen getreten und kam nicht hin... und aufstehen ging schlecht."
Der Junge lächelte wären er versuchte aufzustehen, was etwas unbeholfen aussah. Als er dann aber endlich stand musste er seine Pfote noch etwas entlasten, da sie ihm immer noch wehtat.
Er blickte auf und sah zwischen Siyana und Loki her. Er musste bei seinen Gedanken etwas schmunzeln bevor er sie aussprach.
"War ja klar, dass das so einem Waschlappen wie mir passier."

"Naja, wenigstens war es nur ein Dorn und nicht schlimmeres, aber war ja klar das so was nur mir passiert ... wäre ja seltsam wenn nicht."
Mel war etwas verunsichert, da er selbst auch neu war und noch niemanden so richtig kannte. Er zog sein Kopf etwas ein, da er gerne etwas vorsichtiger war.


[Bekommt hilfe von Yukio| Sieht das Loki und Siyana kommen| ist etwas verunsichert]
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Sa Feb 19, 2011 11:28 am

Gerade als Yukio antworten wollte lief ihn eine schwarze gegen die Seite.

"Macht doch nichts, ich bin Yukio"

sagte er als sie die schwarze entschuldigt hatte und sich auch noch vorstellte. Er lächelte freundlich und seine Rute pendelte hin und her. Es freute ihn entlich auf ein paar Artgenossen zu treffen. Als dann Melanu meinte das es klar wäre das sowas einem Waschlappen wie ihm passieren würde legte er kurz den Kopf schief, sagte dazu aber nichts.

"Ihr kennt euch also? Woher denn wenn man fragen darf?"

fragte Yukio neugierig. Seine Rute wedelte immernoch hin und her wärent er die anwesenden musterte.

Ob sie zu einnem Rudel gehören? Vieleicht habe ich ja Glück!

Schoss es dem grauen durch den Kopf.
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   So Feb 20, 2011 4:35 pm


Magena war sich nicht genau sicher, was sie nun tuhen sollte. Sardai war unruhig vorrausgelaufen und kurz überlegte sie ob sie ihm folgen sollte...aber das wirkte dann ja als ob sie sich vollkommen an ihn gehängt hätte. Kopfschüttelnd entschied sie sich also beim Rest des Rudels zu bleiben, auch wenn es ihr nach ihrer kleinen "Geschichte" etwas befremdlich war. Sich einen Ruck gebend setzte sie sich dicht neben Francis. Die helle Fähe war ihr während der letzten Wochen sehr ans Herz gewachsen. Allerdings gab es noch eine andere Fähe über die sie lange nicht nachgedacht hatte.

Kurai, was sie wohl gerade macht?

Das die Dunkle gegangen war hatte einige hier tief getroffen und Magena schob einen Teil der Jagdmisserfolge auf die Tatsache, dass die Fähe nichtmehr bei ihnen war: ebensowenig Arko.
Zwei Mitglieder des Jagdtrupps der so erfolgreich im Tal die erste gemeinsame Jagd bestritten hatte waren weg und nur zwei waren geblieben.

Ich vermisse Kurai. Nicht weil sie so eine strahlende Persönlichkeit war, sondern weil sie eben immer das sagte wie sie es gerade meinte und außerdem war sie eine gute Jägerin. Wahrscheinlich hätten wir mehr Jagdglück gehabt, hätten wir sie dabei gehabt.
Irgendwie scheint mir das zusammenhängend. Kaum ist unsere Dunkle weg, bleibt auch die Beute aus. Als ob das Schicksal uns etwas sagen wollte.


Seufzend blickte sie in den Himmel, der langasm heller wurde. Der Nebel um sie herum lichtete sich etwas. Das sie "unsere Dunkle" gesagt hatte merkte sie garnicht. Kurai war ein Teil des Rudels gewesen, kurze Zeit waren sie gemeinsam auf Jagd gewesen und hatten das Revier gegen Fremde verteidigt.

Tolles Verteidigen, nun sind ja auch Teil des Rudels...

Bei dem Gedanken sah sie sich lächelnd um...dabei viel ihr auf, dass sie eine der Fähen heute noch garnicht gesehen hatte.

Wo ist Menha?



[an der Höhle, setzt sich zu Francis, spricht, bemerkt das Menha fehlt(das sollten die Wölfe wenigstens mitbekommen oder?)]
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   So Feb 20, 2011 5:23 pm

Zum ersten Mal hatte sich der greise Loki sein Alter eingestehen müssen. Nicht, dass er taub würde, aber es war dem alten Wolf erschreckend schwer gefallen der Irritation des dichten Nebels zu widerstehen. Er hatte dem wabernden Dunkel nichts entgegenzusetzen gehabt und das änderte sich nicht. Insgeheim hielt er sich nun an Siyana wie an eine Krücke. Die Erkenntnis langsam die Führung an eine jüngere Generation abgeben zu müssen schmeckte bitter auf der Zunge eines ehemaligen Alphas. Zwar war Lokis Rudel immer klein und familiär gewesen, aber er hatte es geführt, immer schon. Seit er an der Seite der Schwester das Terrorregime des Vaters und Bruders verlassen hatte, war er es stets gewesen, der Entscheidungen zu fällen hatte. Er hatte die Welpen gehabt und Vater- wie Alpharolle in sich vereint, nicht Freya. Und nun? Nun war sein Rudel zerbrochen, verjagt und auseinandergetrieben von den Menschen. Er hatte ausgedient, seine Zeit war vergangen und langsam wurde dem Alten bewusst, dass er Platz zu machen hatte für eine neue Generation. Der einzig tröstende Gedanke blieb da, dass es sein eigener Sohn war, der die Tradition fortsetzte und nun seinerseits Alpha wurde - von einem großen Rudel.

Die Gedanken des Ergrauten verloren sich. Er vergaß sogar, weshalb er sich behutsam pirschend knapp hinter der Schwarzen bewegte. Nicht immer gelang es Loki mit den Gedanken bei der Sache zu bleiben, war die Situation noch so angespannt. Er dachte über verlorene Macht nach, während sie gerade einen fremden, wohlmöglich gefährlichen Wolf aufspürten. Wie lange würde man da wohl noch zu leben haben? Dann plötzlich traf es den Alten wie ein Ast im Gesicht. Melanu hatte um Hilfe gerufen. Dann dieser Fremde hier. Konnte das eine mit dem anderen zu tun haben? Hatte der Fremde Melanu bedroht? Loki war auf das Schlimmste gefasst, als Siyana vor ihm urplötzlich ins Straucheln kam. Es gab einen Zusammenstoß, eine kichernde Fähe, Worte und schließlich die Stimme des Fremden. Das alles war sehr schnell geschehen. Für den Alten vielleicht zu schnell. Er war sich der Lage noch immer nicht sicher, während die jüngeren Wölfe schon munter miteinander plauderten, ohne dass auch nur einer von ihnen offenbar an Bedrohlichkeit dachte. Loki dagegen knurrte.

“Erst einmal hast du ein paar Fragen zu beantworten, Fremder. Wie ist dein Name? Was hast du mit unserem Melano zu schaffen? Sprich rasch!“

Er hatte den Namen des Fremden nicht mitbekommen, hatte nicht gehört oder überhört, dass sich der Rüde längst als Yukio vorgestellt hatte. Außerdem hatte er auch den Worten Melanu’s, den er noch immer für Melano hielt, nicht richtig gelauscht. Hätte er das getan, so hätte Loki bereits die Erklärung für seine Fragen erhalten. Die Tatsachen lagen allerdings anders, nämlich so, dass der alternde Geist mit den raschen Worten der Jugend nicht mithalten konnte. Er überhörte die meisten Worte und ihren Sinn. Sah nun wie sich die jungen Wölfe unbeschwert unterhielten und konnte dem Ganzen rein gar nichts abgewinnen. Loki fühlte sich übergangen. Er war noch nicht dazu bereit alle Fäden aus der Hand zu geben, sondern wollte hier, wo kein Alpha anwesend war, wenigstens noch ein letztes Mal seine alte Macht auskosten. Er war hier Ranghöchster oder wenigstens –ältester und lagen da nicht auch alle Rechte bei ihm? Man musste behutsam sein mit dem Fremden, ihn misstrauisch beäugen, Gefahren ausschließen. Es gefiel dem Ergrauten nicht, dieser freundliche Ton, diese Fröhlichkeit, wo sich der Fremde doch in ihrem Gebiet aufhielt. Außerdem sprach er in einer Unbekümmertheit, die Loki bisher nur bei den jüngeren Wölfen beobachtet hatte. Dabei schätzte er den Bunten auf ein erwachseneres, erfahreneres Alter. War man hier nicht misstrauischer? Wahrscheinlich hatte Yukio einfach weniger dieser grausamen Lebenserfahrungen gemacht, aber so weit reichten die Gedanken des Ältesten nicht. Er grollte den fremden Rüden noch immer an und störte das freundliche Gespräch. Man hatte ihn nicht zu übergehen! So fand zumindest Loki.

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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   So Feb 20, 2011 6:40 pm

Mit einem etwas traurigem Blick sah Rala Loki nach. Es tat ihr leid, dass er sich als Last sah und sie befürchtete, dass er vielleicht denken könnte, er würde nicht mehr so richtig dazu gehören. Einst war er Alpha eines Rudels gewesen und nun musste er sich seinem Sohn beugen. Das Leben konnte manchmal wirklich fies sein. Rala konnte sich nicht weiter auf Loki konzentrieren, da Rumo nun wieder ihre volle Aufmerksamkeit einforderte. Der Rüde erklärte, wie sie vorgehen würden, wobei der Plan, wie sie die Beute erlegen würden nicht wirklich vorkam. Das Alphatier wies darauf hin, dass die Welt der Menschen gefährlich sein konnte und es galt sich möglichst unauffällig fortzubewegen.

Die Nervosität in Rala wuchs und auch die Angst wurde größer. Was würde da oben wohl passieren? Würde es Opfer – bis auf die hoffentlich große Beute – geben? Würden sie doch kneifen? Der Fähe war es nicht vergönnt in die Zukunft sehen zu können und so konnte sie nur unsicher hin und her rutschen. Rumo lenkte ihre Gedanken erneut auf und peinlich berührt blickte Rala zu Boden. Ihr wurde auf einmal ganz heiß und sie warf ein paar schüchterne und entschuldigende Blicke zu ihren Rudelmitgliedern. Es war keine große Ehre, aber Rala verhielt sich so, als hätte sie soeben das große Los gezogen: Sie durfte die Hasen essen, um sich zu stärken. Rumo war das Alphatier. Er hatte keine Gefährtin und schien auch nicht die Absicht zu haben während der nächsten Tage sich eine zuzulegen. Rala war mager, geschwächt und eher unansehnlich – zumindest kam sie sich so vor. Es war nur selbstverständlich, dass Rumo der Cremeweiße die Beute Magenas und Sardais anbot und trotzdem schlichen sich diese kindlichen Gedanken in ihren Kopf ein. Rala selbst fand Rumo nicht unansehnlich. Niemand im Rudel trug einen Pelz, der an einen Laubwald im Herbst erinnerte. Zudem ließ seine besondere Position ihn Autorität und Macht ausstrahlen, was den Rüden wohl für jede Fähe irgendwie gut aussehend machte, doch Rala verspürte nicht Interesse an ihm und ihre Haut kribbelte auch nicht, wenn sie ihn ansah. Keine Nervosität. Kein unsicheres, tollpatschiges Verhalten. Nichts dergleichen. Von Verliebtheit war also nicht die Rede und doch kam es Rala so komisch vor.

“Reiß dich zusammen! Er macht sich nur Sorgen!“

ermahnte die Cremeweiße sich. Man wurde eben nie so richtig erwachsen. Rala drängte die Gedanken beiseite, schluckte und richtete sich dann auf. Zwar war ihr immer noch recht warm, aber das konnte die Fähe ignorieren. Sie blickte die kleine Runde an und sah, wie Siyana sich entfernte und Loki folgte. Noch einen kurzen Blick auf die Hasen, bevor Rala ruhig sprach:

“Ich bin mir sicher, jeder von euch hat das Gefühl, als könnte er einen ganze Ricke allein verputzen. Ich könnte von diesen drei Hasen nicht vollkommen satt werden. Ich weiß, dass ihr Hunger habt. Ich weiß nicht, wie ich aussehe, aber vermutlich mache ich einen ziemlich erbärmlichen Eindruck, weshalb ihr eventuell mein Angebot ablehnen könntet, doch damit würdet ihr mich nur traurig stimmen. Also, wer etwas essen will, der soll zulange.“

Rala nahm sich einen Hasen und legte ihn vor ihre Pfoten. Dann wandte sie sich an Rumo und warf diesem einen dankenden Blick zu:

“Ich würde gerne Loki etwas überlassen. Er ist wohl noch hungriger als ich. Ich möchte nicht, dass jemanden ihm den Hasen bringt, da wir uns besser nicht trennen sollten. Könntest du ihm vielleicht eine Nachricht zusenden. Ich denke, wenn du heulst versteht er, dass wir aufbrechen und kommt wieder, um kurz nach dem Rechten zu sehen. Sollte ich das übernehmen, so könnte er nur meinen, wir seien in Gefahr oder ähnliches.“

Es war unhöflich – das war Rala durchaus bewusst – aber sie konnte einfach nicht anders. Während sie auf eine Antwort wartete riss die junge Fähe mit aller Gewalt ein Stück vom Hasen ab und schlang es schnell hinunter. Dabei bemerkte sie eine Bewegung hinter sich und blickte sich um. Menha – die gute Freundin – entfernte sich vom Rudel. Rala verfolgte jeden ihrer Schritte, bis sie aus ihrem Blickfeld verschwand. Die Augen der Cremeweißen glitzerten traurig und sie legte die Ohren bedrückt an. Menha hatte sich zwar nicht so schnell eingelebt wie Rala, aber dennoch schien sie stets eine starke Verbindung zum Rudel zu haben, doch in letzter Zeit zog sie es vor allein zu sein und wendete sich von den Anderen ab. Rala wusste, dass die Grau-Weiße nicht kurz einen Spaziergang machte, sondern ging. Für immer. Die gute Freundin würde nicht wiederkommen. Rala überlegte kurz, ob sie Menha nachlaufen sollte, doch wenn diese noch etwas hätte sagen wollen, so wäre das längst geschehen. Es gab einfach nichts mehr zu sagen und doch verspürte Rala den Drang ihr ein „Lebewohl“ nachzurufen. Die Cremeweiße seufzte laut und blickte zurück zu Rumo. Sardai hatte kurz erklärt, dass er schon mal vorgehen würde. Rala sagte nichts dazu. Sie riss noch ein Stück von dem Hasen ab und wirkte irgendwie so abwesend. Sie hörte schon zu, doch in ihre Augen trat ein seltsamer Ausdruck, als wäre die Cremeweiße in einer anderen Welt, wo alles besser war. Sie hörte die Stimme Magenas, verstand aber die Worte nicht. Der Abschied von Menha fiel ihr doch schwerer als Gedacht...


[sieht Loki zu | ist peinlich berührt | denkt nach | ermahnt sich | redet mit Rudel | redet mit Rumo | blickt Menha nach | ist traurig | wirkt abwesend | ist Hasen]

Menha, ich hoffe es ist ok, dass ich was über Menhas Verhalten schreibe
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BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mo Feb 21, 2011 7:30 pm

Nickend gab Francis Rumo Recht. Sie würden sich vorerst alles genau anschauen müssen, bevor sie einen Schlachtplan ausarbeiten konnten. Dabei war nur die Frage, ob Francis Wille in diesem Moment stärker war, als die angst, die in ihr vor diesen Menschen und ihren Mitläufern hegte. Würde sie das Rudel in Stich lassen und einfach wegrennen? Sie wollte es nicht. Ihr Hirn sagte nein zu der bizarren Behauptung. Doch waren es am Ende nicht die Pfoten, die ihr Verhalten lenkte und sie vielleicht zu einem Verräter werden lassen würde? Darüber bekam die Fähe solche Angst, dass sie unbewusst zu zittern anfing. Sie hasste Verräter und Feiglinge, doch umso mehr würde sie sich dafür hassen, wenn es ihr passieren würde. Die helle schwor sich im inneren, das sie alles dafür tun würde, um nicht so dargestellt zu werden oder die Angst über ihre Vernunft zu stellen. Kurai oder Zero hätten dies auch nicht getan.

Kurai…..eine entfernte und ihr vertraute Stimmte hallte mit dem Namen in ihrem Ohr. Es war Magena, die sich neben die Fähe gesetzt hatte und von der Dunklen sprach. Erwartungsvoll, doch mit einer Spur Schmerz über das gesagte darin, beobachtete sie die fast weiße Fähe neben ihr. Auch Francis schaute zum immer hell werdenden Himmel und wünschte sich ebenfalls die geliebte Freundin zurück. Doch im Gegensatz zu Magena hatte Francis mit diesem Thema abgeschlossen. Genauso wie mit dem, das ihr Gefährte tot war und auch nicht mehr zurückkam. Zwar war Kurai nicht gestorben, sondern lediglich nur gegangen, doch die Wunden waren tief und diese Zuversicht, die man Hoffnung nannte, war in Francis nur ein kleiner Faden, der bedürftig ihre Nerven zusammen hielt. Also schaute sie desinteressiert wieder nach unten und nahm den Gedanken, das Menha noch immer fehlte, nur beiläufig auf. Viele Wölfe waren weg, die sie liebte oder geliebt hatte. Da war einer mehr oder weniger auch nicht Teil dessen, was sie fühlte. Sie machten es nur noch schlimmer und es wäre am besten so wenig wie möglich davon zu wissen, um nicht verrückt zu werden.

Verrückt! Ja das war ein gutes Stichwort für die Fähe, denn in diesem Augenblick streiften ihre Augen Rala und ihr dumpfsinniges Benehmen. Doch warum schien sie wieder in ihr Welpendasein zu fallen? Aber natürlich! Rumos Aufforderung zum fressen war der springende Punkt, der in Francis etwas hegte, das sie vorher nur von diesen Drecksviechern von Großkatzen kannte. Die Helle war sauer. Es war einfach nicht mit anzusehen, wie verlegen Rala drein sah und immer wieder den bunten Rüden betrachtete. Was dachte sie eigentlich dabei? Dachte sie etwa sie hätte Chancen bei dem Rüden? Hach, so ein mageres Ding würde Rumo nie zu seiner Partnerin machen. Dann doch eher sie selbst, den sie stand eindeutig besser im Futter und war zu dem auch noch besser darin dies zu erlegen und zum Rudel zu bringen. Was hatte Rala bis jetzt getan? Zwei Köpfe mehr zum versorgen hatte sie mit in das Rudel gebracht und noch dazu war eine krank. Also war die Entscheidung klar und diese Rala bräuchte sich keine Hoffnungen zu machen. Doch was machte Francis in diesem Moment eigentlich so sauer? War es die Tatsache, dass sie eifersüchtig war. Die Tatsache, dass sie alles um sich herum nur in Fetzen wahrnahm und erst jetzt bemerkte? Oder das sie wieder alleine da stand, als Kurai gegangen war? Es war einfach nur traurig wie sich Francis benahm. Langsam wurde aus der netten Fähe eine griesgrämige Zicke.

Zeitgleich verließ Menha schlussendlich das Rudel. Genauso wenig wie Francis mit bekommen hatte, dass Loki zu einem Fremden lief. Es schämte sie zu tiefst und erst Recht, als Rala diesen alten Wolf verwähnte und die restliche Beute für ihn anbot. Auch das Sardai weg war bemerkte sie erst jetzt. Was war nur aus ihr geworden, das ihre Sinne so nach ließen? Wie wöllte sie den dann beweisen, dass sie besser war im Jagen als manch anderer Wolf. Seufzend und mit hängenden Ohren, stand die helle von ihren Platz auf und sah zu Magena herüber. Entschuldigend und eher unterwürfig rang sie mit den Worten.

„Entschuldige bitte Magena. Doch ich scheine in der letzten Zeit keine gute Gesprächspartnerin zu sein. Ich weiß nicht was mich verändert und warum ich das tue, doch ich hoffe inständig, das es etwas mit diesem unbändigen Hunger zu tun hat, der in meinem Magen Löcher rein frisst. Wie auch du, vermisse ich Kurai. Doch ich habe die Hoffnung aufgegeben sie jemals wieder zu sehen oder das sie zurück kommt.
Bitte verzeih mit mein Denken. Aber leider kann ich dir nicht verraten warum ich das tu. Ich weiß es ja selbst nicht.“


Sie trottete davon. Weg von Magena, um nicht noch mehr Frage zu beantworten oder etwas klar stellen zu müssen. Vorbei an Rala, der sie durch ihre Gedankengänge nicht mal mehr in die Augen sehen konnte. Sie schämte sich einfach nur für sich selbst und war mittlerweile ein nervliches Frack geworden. Still und stumm gesellte sie sich neben den Alpharüden und wartete auf das Zeichen, das sie komplett aufbrachen.


[Rala, Magena, Rumo/denkt viel nach, ist traurig, sauer, beschämt, antwortet Magena, gesellt sich neben Rumo]
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