Demba-Wolves

x Startseite x Mitglieder x Gruppen x Impressum x FAQ x Suche x Anmelden x
demba tophead
Das Team - RudelratAktuelles - Infos & PostingfolgeRollenspiel - Zeit & WetterPlotline - Kurzinformation
Zur Homepage
Aufnahmestop!
Freie Plätze: 0

Postingreihenfolge:
Gruppe 1: Sunkmanitutanka - Siyana
Rumo - Benjiro
Gruppe 2: Francis - Sardai - Magena
Rala - Loki - Kurai - Sheta
Gruppe 3: Menha - Chilali

Abgemeldet: -
Zeit:
Frühling | Morgen
Ort:
Im Demba Tal

Wetter:
Wolkenverhangen.
Heftiger Regen.
Düster unter den Wolken.
Temperatur: 16°C
Plot 03: Vom Glück verlassen


Plötzlich herrscht Unruhe. Unbeabsichtigt
lockte der Unglücksrabe Sunkmanitutanka
auf seiner Flucht die Menschen ins Tal.
Dem Rudel droht große Gefahr. Können
sich die Wölfe vor den Jägern retten?

Partner - Persönliche Favoriten

. KÄMPFE FÜR DEINE FREIHEIT .StartseiteFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin


Austausch | 
 

 Plot 03: Vom Glück verlassen

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3 ... 8, 9, 10, 11, 12  Weiter
AutorNachricht
Hayden

avatar

Geschlecht : Rüde
Alter : 2 Jahre
Größe : 85 cm
Gewicht : 60 kg
Merkmale : dunkle Fellzeichnung im Kopf und Rückenbereich

Rollenspiel
Gesundheit:
78/100  (78/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Jun 15, 2011 6:29 pm

Nach dem unausweichlichem, nicht allzu harten, Aufprall blieb der junge Rüde auf dem weichen Boden liegen. Er war mit dem Schwung Shivas zur Seite gekippt und diese lag nun auf seinem großen Körper. Zuerst wollte er wieder aufspringen und mit ihr weiter verrückt spielen. Hayden wusste nicht recht, was mit ihm los war, dass er sich jetzt wieder verhielt wie ein unerfahrener Jungwolf.
Als er die warme, raue Zunge der Fähe auf seiner Schnauze spürte, erwachte erneut ein Schwall Erinnerungen an die schöne Zeit mit ihr. Der Graue war lange allein unterwegs gewesen, als er sich dazu entschieden hatte ihr altes Rudel zu verlassen. Es schmerzte ihn Shiva damals zurücklassen zu müssen, aber den Umständen entsprechend wurde er dazu gezwungen sich von ihr zu trennen. Hayden dachte kurz darüber nach, wieso sie auch alleine hier war und demnach auch dem Rudel den Rücken gekehrt hatte. Er nahm sich vor, dass er sie später dazu fragen werde.
Aber ihm kam in dem Moment ein Gedanke und er wollte sich einen kleinen Spaß mit der Fähe erlauben. Wie er es früher schon gerne getan hatte. Augenblicklich rührte sich der Graue nicht mehr, schloss die Augen und wartete auf Shivas Reaktion und auf die Hoffnung, dass sein kleiner Streich vermutlich funktionieren würde.

Zwar musste er sich eingestehen, dass es nicht gerade wohlgesonnen war, ihr ein wenig Angst zu machen, aber Hayden konnte einfach nicht widerstehen. Er lauschte aufmerksam ihren Worten und bemühte sich darum sich nicht doch noch zu bewegen.
Shiva setzte ihre liebevolle Geste fort und nun konnte Hayden sich nicht mehr unter Kontrolle halten. Ein sanftes Lächeln umspielte seine Lefzen. Er öffnete seine Augen wieder, drehte den Kopf zu ihr herum und konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen.

„Entschuldige. Ich konnte nicht widerstehen ...“

Aus Haydens Kehle entrang ein verlegenes Lachen. Das Lächeln verschwand auch dann nicht, als die Rotbraune sich neben ihn niederlegte und sich an ihn schmiegte. Seine goldenen Augen fixierten sie immernoch und er ertappte sich, wie er über sie nachdachte.
Es war einerseits so wie früher. Hayden war sich immernoch sicher, dass sie eine innige Freundschaft besaßen, was das größte Glück für ihn war und er sie immer in sein Vertrauen ziehen konnte. Nie würde sich dies ändern, da war der Graue sich sicher.
Aber andererseits war es nun etwas anderes sie wiederzusehen. Shiva war immer kleiner als er selbst, aber ihre Erscheinung glich nun mehr dem eines Erwachsenem. Sie wirkte reifer. Irgendwie war es nicht mehr so wie in ihren Kindertagen. Es war anders. Hayden schüttelte seinen Kopf, um die Gedanken fortzuwischen. Über den Verstand und die Gefühle nachzudenken, brachten ihm Kopfschmerzen.

Seine Rute wedelte leicht über das weiche Gras hinweg und knickte dabei einige Grashalme um. Und einen Moment später bemerkte er wie seine Stirn leicht gegen die der Fähe drückte.

„Du hast mir sehr gefehlt...“,

Ein langer Moment verstrich. Das Leben des Waldes fegte an den Beiden sanft vorbei. Das melodische Zwitschern der Vögel klang leicht verschwommen und seine feine, dunkle Nase sog den Duft des Mooses, des Holzes und vor allem den der Rotbraunen ein. Nach gefühlten Stunden nahm Hayden seinen Kopf wieder ein wenig zurück und schaute Shiva friedlich an.


[denkt über Shiva nach und schmiegt seinen Kopf an ihren]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://murkeye.deviantart.com
Shiva

avatar

Rang : delta
Geschlecht : Fähe
Alter : 2 Jahre
Größe : 60 cm
Gewicht : 43,1 kg
Merkmale : klein und leichtfüßig

Rollenspiel
Gesundheit:
77/100  (77/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Jun 15, 2011 11:13 pm

Why do I care why do I carry on?
There's a bull inside my head and it's raging out of control.
How do I explain how I feel?
Every time I do there's no one to turn to so why do I even try?


Glücklicherweise blieb der Graue liegen und Shivas Hoffnung erfüllte sich. Immer noch neben Hayden liegend, schloss sie ihre Augen. Auch der vertraute Freund schien die beruhigende Stille zu genießen, somit tat sie es ihm gleich und schwieg, sprach kein einziges Wort, was diesen Moment zerstören könnte. Shiva schlich in dieser Zeit des Schweigens kein einziger Gedanke durch den Kopf. Sie atmete flach und lauschte der Natur, zugleich aber auch dem Atem Haydens, der ihren Herzschlag beruhigte und gleichmäßig wirken ließ. Der seelische Frieden wurde unterbrochen durch Haydens schüttelnde Kopfbewegung. Zögerlich öffnete Shiva ihre schmalen Augen und blickte, haltsuchend neben sich. Zwei goldfarbige, freundliche Augen betrachteten sie. Hayden grinste die Rotbraune an. Zugleich wedelte seine Rute, er schien zuvor sympathische Gedanken gehabt zu haben. Ehe sie sich versah, befand sich Haydens Stirn leicht an ihre gedrückt. Als sie seine Worte vernahm, schien ihr Herz, das kurz zuvor noch beruhigt von seiner Nähe war, schneller zu schlagen. Das Blut schoss ihr in die Adern, sie fühlte sich lebendig. Lebendiger als je zuvor. Die Fähe antwortete nicht auf seine ehrliche Aussage, zu sehr war sie gebannt von seinen warmherzigen Augen, die nur wenige Zentimeter entfernt von ihren waren. Das harmonische Zwitschern der Vögel, auf den Bäumen, ließ ihre Ohren aufhorchen. Hayden zog genüsslich die Luft ein. Als er seinen Kopf wieder von ihr want, wollte die Rotbraune schon fiepen, als Zeichen dafür, dass er nicht ablassen sollte. Doch sie riss sich zusammen und ihre Mimik zeigte ein verlegenes Lächeln, dass Haydens friedlichen Gesichtsausdruck beobachte.

"Und du ahnst nicht, wie sehr ich das hier vermisst habe."


Spielerisch leckte sie ihm wieder mit ihrer Zunge über die Schnauze. Shiva wollte sich nicht aufrichten und diese heilige Zweisamkeit unterbrechen, doch falls das Rudel die beiden aufnehmen würde, hätten sie noch genug Zeit dies nachzuholen. Träge erhob sich ihr kleiner Körper. Hayden lag immer noch am Boden, blickte zu ihr hinauf und wartete auf eine Reaktion von ihr.

"Hayden, wir sind noch nicht an der Reviergrenze, das riechst du doch auch, oder? Ich denke, wir sollten uns nicht so viel Zeit lassen, nach diesem unangenehmen Zusammentreffen wäre es fatal, wenn wir uns noch immer in ihrem Revier aufhalten, auch wenn ich lieber hier mit dir liegen bleiben würde."

Die letzten Worte sprach Shiva leise aus, in der Hoffnung Hayden hatte sie trotzdem vernommen. Beschämt blickte sie geradeaus, damit sie seine Reaktion nicht mit ansehen musste, falls er sich über sie lustig machen würde. Gemächlich setzte sie Pfote für Pfote auf den dichten Waldboden. Nach einigen Metern schaute die Fähe liebevoll zurück zu dem Grauen.


[beobachtet Hayden, spricht zu ihm und steht auf]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Rala
Die Kämpferin
avatar

Rang : gamma
Geschlecht : Fähe
Alter : 3
Größe : 65 cm
Gewicht : 60 kg

Rollenspiel
Gesundheit:
84/100  (84/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   So Jun 19, 2011 4:37 pm

Und da lag er nun. Tot. Sie hatten ihn getötet. Er war dazu bestimmt gewesen von Menschen gegessen zu werden, doch nun diente er den Wölfen als Mahlzeit, so, wie die Natur es zuvor bestimmt hatte. Es war richtig gewesen. Der Mensch war doch immer fett und satt. Er sperrte seine Nahrung ein und der Wolf musste suchen, jagen, dünn und ausgemergelt. Dies war der erste Anschlag. Ob ein weiterer folgte? Vermutlich nicht. Der Zweibeiner war zu stark. Er, mit seinen Stöcken, die Beute von weiter ferne erschlugen.

Rala entfernte sich vom toten Rindvieh. Wie alle anderen wartete sie auf Rumo. Dieser erklärte rasch, dass alle fressen sollten. Kurai zögerte nicht lange und auch Rumo ließ nicht auf sich warten. Sheta schnappte sich ein kleines Stück, während Magena - nachdem sie mit Sardai geredet hatte – wie ein typischer Wolf die Zähne wild in die Beute schlug. Rala hingegen zögerte. Sie hatte ihre Zweifel an dieser Fressorgie, wusste aber nicht recht, ob sie diese aussprechen sollte. Langsam näherte sie sich dem toten Tier und zog einen fetzen Fleisch ab, der sie sofort in Extase brachte. Doch die Fähe zügelte sich. Ihre Zweifel waren berechtigt und es galt, sie laut auszusprechen. So überirdisch schmackhaft dieses Rind auch schmeckte: Die Cremeweiße musste ihr Maul öffnen. Es war zwar ihre Art vorschnell fiese Worte in die Luft zu entlassen, aber bei Ideen und der eigenen Meinung hielt sie sich eher im Hintergrund auf. Doch nicht jetzt. Jetzt, wo das ganze Rudel sterben konnte, nur wegen diesem Mahl.

“Rumo, ich bin mir nicht sicher, ob wir einfach so gedankenlos fressen sollten. Die Sonnenstrahlen lösen langsam den Nebel auf. Bald sind wir nicht mehr in Sicherheit, aber nicht das ist mein Problem. Wenn wir uns hier voll fressen, wie sollen wir dann den Weg ins Tal schnell schaffen? Ich meine, wir währen müde und der Mensch könnte uns schnell aufholen. Ich fühle mich nicht wohl bei dieser Aktion...“

Rala hatte sich neben Rumo gestellt, welcher fraß. Unsicher, was sie machen sollte zog sie erneut ein Stück Fleisch ab. Es war nicht viel, aber es würde vorerst ihr Maul stopfen, bevor sie noch etwas sagte, dass sie nachher bereuen konnte. Die wärme des frischen Fleisches breitete sich in Ralas Maul aus, doch schnell wich sie der Kälte. Die Totenstarre würde nicht lange auf sich warten. Bis ins Tal konnten sie die Beute nicht warm kriegen. Auch der Blutfluss musste irgendwann stoppen. Plötzlich fiel Rala noch etwas ein. Sie weitete ängstlich die Augen, schluckte das Fleisch schnell runter und sagte rasch:

“Was ist, wenn die Menschen dem Blut des Wildes folgen und so dann ins Tal gelangen? Das wäre unser Tot!“

Die Cremeweiße wusste nicht, ob sie gerade dümmlich wirkte, weil sie sich so gegen Rumo stellte, aber es war ihr egal. Man sollte weiter denken und genau das hatte sie getan. Sie wollte nicht im Nachhinein denken müssen „Hätte ich es nur gesagt.“. Nein, dann doch lieber der Satz „Ich hab’s euch ja gesagt!“. Rala wollte noch nicht sterben und genau so wenig sollte das ganze Rudel wegen eines Fehlers dahin scheiden. Sie durften ihre Sicherheit nicht wegen einer Jagd aufgeben. Das ging nicht. Außerdem saßen ihnen die Leiseschleicher schon im Nacken. Das reichte doch schon als Feind!


[bei der Jagdgruppe | zögert | redet mit Rumo | isst etwas | hat Einfall | zweifelt und redet]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen https://picasaweb.google.com/100793830145276136882
Hayden

avatar

Geschlecht : Rüde
Alter : 2 Jahre
Größe : 85 cm
Gewicht : 60 kg
Merkmale : dunkle Fellzeichnung im Kopf und Rückenbereich

Rollenspiel
Gesundheit:
78/100  (78/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mo Jun 20, 2011 7:30 pm


Sofort als die Fuchsfarbene sich erhob, spürte Hayden eine unangenehme Kälte an seiner Seite. Ihre Wärme fehlte ihm schon jetzt. Für ihn war in diesem Moment alles gleichgültig gewesen. Wenn man ihn gefragt hätte, wonach er sich nun am meisten sehnte, dann war seine Antwort ohne jegliche Überlegung klar. Er wäre mit Shiva, bis die letzten Sonnenstrahlen den Mond zum Aufgehen verhalfen, liegen geblieben, sogar noch darüber hinaus.
Aber ihm war sehr wohl auch klar, dass es nicht ginge. Jedenfalls nicht jetzt. Die junge Fähe hatte recht. Sie mussten noch weiter gehen und durften sich erst außerhalb des Reviers wieder niederlassen und die Zeit, die sie nicht zusammen verbracht hatten, wieder aufholen.
Er vernahm ihre leisen Worte, die ihm erneut zu einem warmen Lächeln verhalfen. Auch der Rüde erhob sich nun und trat zu ihr an ihre Seite.

„Wir werden genug Zeit haben, wenn alles geklärt ist.“

Er versuchte mit seinen Worten ihr und auch ihm ein wenig Optimismus entgegen zu bringen. Es würde sich sicher alles zum Besseren wenden.
Seine Beine trugen ihn weiter, neben sich vernahm er den weichen Gang Shivas. Ab und zu warf er ihr einen Blick zu, lächelte, wenn sie ihn ebenfalls ansah, und schwieg die gesamte Zeit über. Es dauerte noch eine Weile, bis der Geruch der Wölfe aufhörte, seine Nase zu kitzeln. Sie hatten offensichtlich das Revier des Rudels verlassen. Jetzt brach der schwierige Teil an. Sie mussten warten, bis sich die Dunkle, wenn man ihren Worten glauben schenkte, zu ihnen begab und ihnen hoffentlich eine frohe Botschaft überbrachte.
Hayden setzte sich ins feuchte Gras und schaute zurück, seufzte schwer und machte sich Vorwürfe. Er dachte zurück an die ungeglückte erste Begegnung mit einem Teil des Rudels. In diesem Moment hatte sich eine gewisse Angst in seinem Inneren ausgebreitet. Er fürchtete darum, dass sie Situation eskaliert wäre und vielleicht jemand verletzt worden wäre. Der junge Rüde hatte auf seiner Reise, auf unbekannten Wegen miterlebt, wie fremde Wölfe reagieren konnten. Trotzdem glaubte er inständig, dass es diesmal nicht so ausgehen würde.
Sie würden hoffentlich einen Platz in dem Rudel finden. Doch ein unangenehmer Gedanke füllte seinen Verstand aus. Was wenn sie sich nicht für beide entscheiden würden aus irgendwelchen Gründen? Haydens Entschluss stand ohne jegliche Widerworte fest: Er würde immer an Shivas Seite bleiben.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://murkeye.deviantart.com
Shiva

avatar

Rang : delta
Geschlecht : Fähe
Alter : 2 Jahre
Größe : 60 cm
Gewicht : 43,1 kg
Merkmale : klein und leichtfüßig

Rollenspiel
Gesundheit:
77/100  (77/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Fr Jun 24, 2011 5:34 pm

Hayden erhob sich und lächelte die Rotbraune warm an. Mit seinen Worten gab er auch ihr neuen Mut und Hoffnungen auf die Aufnahme der Beiden im neuen Rudel. Der Graue setzte sich in Bewegung und holte die Fähe mit Leichtigkeit ein. Shiva tat es ihm gleich und trottete los. Einige Male, wenn Hayden zu ihr blickte, lächelte sie ihm aufmunternd zu. Doch die gesamte Zeit, bis zur Reviergrenze herrschte keine unangenehme, sondern vertraute Stille, die den Wölfen zum Nachdenken diente. Shiva konzentrierte sich, sie wollte keine unnötigen Gedanken an die Zukunft verschwenden, vielmehr interessierte sie nun, wieso Hayden sie damals alleine gelassen hatte, obwohl sie sich geschworen hatten, sich niemals zu trennen. Nach einiger Zeit, in der sie geschwiegen hatten, zog Shiva die Luft gierig ein. Die Fähe verlangsamte ihren Schritt und senkte ihren Kopf, sodass sie die Duftspuren am Waldboden vernehmen konnte. Die Markierungen waren schwach, vermutlich war dies die Grenze, an dem das Revier des Rudels aufhörte. Nun hieß es warten, warten auf einen Wolf des Rudels der sie, hoffentlich, abholte und zum restlichen Rudel führte.

Shiva atmete langsam aus. Seufzend setzte sie sich auf die Erde, die mit Blättern und Gräsern bedeckt war. Die Fähe blickte vom Boden hinauf, schaute in die Ferne des Waldes und schließlich zum Himmel, den man nur vereinzelt sah durch die dichten Baumkronen. Ihre Augen musterten jeden einzelnen Stein bis hin zum abgekrachten Ast, der leblos auf dem Erdboden lag.

"Du.."

Die Fähe sprach leise, es hörte sich schon fast wie ein Hauch an.

"Du hast das Rudel und mich verlassen.."

Verletzt. Das alte Gefühl vor langer Zeit, als Hayden spurlos verschwand schlich zurück in ihr Herz. Shiva spürte, wie die noch hoffnungsvolle Stimmung verschwand und eine traurige Aura sie umgab. Die Zeit, der Wind, die Geräusche des Waldes, all das war in diesem Moment für sie nicht realisierbar. Für die Fähe schien die Zeit stillzustehen. Traurig und zugleich verletzt blickte sie in Haydens goldene Augen.

"Ich dachte, - i-ich dachte wir wären Freunde, sogar mehr als das! Ich weiß nicht, wieso du uns verlassen musstest, es ist dein gutes Recht das zu tun, was du möchtest. Du bist mir keineswegs Rechenschaft schuldig. Nur Hayden, du sollst wissen, dass nachdem du aus meinem Leben verschwandest, meine Welt nichtmehr die Welt war, die ich kannte. Du warst wie ein Bruder für mich, wir haben alles zusammen gemacht, gespielt, gelacht, die Tage verbracht, du hast mich beschützen wollen, für immer und doch hast du mich im Stich gelassen. Vielleicht neige ich dazu, zu übertreiben immerhin waren wir damals noch zwei träumerische Welpen ohne Sinn für die Realität. Aber ich dachte immer, wir beide, du und ich, wären das Dream-Team. Damals konnte ich mir kein zukünftiges Leben ohne dich vorstellen, doch nun musste ich mich alleine durch schlagen... ohne dich..."


Stiche bohrten sich in ihr Herz. Niemals hatte die Fähe gedacht, sie könnte diese Worte aussprechen. Shiva wollte noch vielmehr sagen, aber sie wüsste nicht, wie sie ihre Gefühle in Worte fassen sollte. Shiva wandte den Blick ab, in die Ferne gerichtet. Sie hatte Angst davor, davor das Hayden sie nun wieder verlassen würde, sie alleine in dem Wald stehen lassen würde. Was sollte sie tun, wenn er noch einmal aus ihrem Leben verschwinden würde? Wie könnte sie sich in dem Rudel, ohne ihren Freund behaupten? Betrübt schwenkten ihre Augen wieder zu dem Grauen. Die Meter zwischen ihnen schienen sich zu weiten. Sinnbildlich sah Shiva wie eine große Schlucht zwischen die Beiden hervorkam. Diese Schlucht symbolisiert, ihr verletztes Herz und ihr verlorenes Vertrauen zu Hayden. Erst wenn eine Brücke über diese tiefe, tödliche Schlucht erbaut werden würde, könnte sie zu Hayden gelangen und wieder so empfinden wie damals.


[folgt Hayden, stoppt, setzt sich, spricht zu Hayden, befindet sich mit Hayden an der Reviergrenze]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Das Team

avatar


BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Di Jun 28, 2011 5:15 pm

Ein kurzer Zeitsprung:

Stille herrschte wieder auf den Weiden. Das Vieh stand friedlich grasend zusammen und nichts deutete mehr auf den erst kürzlich vergangenen Angriff der Jäger hin. Im Schutze der letzten Nebelschwaden hatten sie gefressen. Eilig war das Fleisch in die hungrigen Mägen geglitten, doch die Fressorgie war schweigend von statten gegangen. Man hatte das Reißen des Fleisches, das Klappen der Kiefer und gelegentliches Grummeln, wenn der eine Fang dem anderen zu nahe kam, gehört. Da nun endlich die Kraftreserven wieder gefüllt waren, stand den Jägern ein weiterer anstrengender Part bevor. Sie mussten die restliche Beute nun auch den anderen zugänglich machen und dabei einer Gefahr aus dem Weg gehen, die Rala sehr richtig erkannte. So hatte das Rudel über einen weit gezogenen Umweg mit den großen Fleischbrocken im Maul das Tal wieder erreicht. Magena war dabei dem verletzten Sardai zur Pfote gegangen, indem sie beide den schweren Schenkel zwischen sich schleppten. Hechelnd kamen sie an, erschöpft, aber satt und zufrieden.

Im Tal hatten die Kaninchen die wenigen Wölfe am Rudelplatz nicht annähernd satt gemacht. Mit knurrenden Mägen lag man dort im Schutze einiger Büsche und ertrug den Regen, der mit zunehmender Sonne stärker zu werden schien. Die Wölfe am Rande des Reviers hatte man nicht vergessen und hoffte nun auf baldige Rückkehr der Jäger. Endlich erschienen ihre Silhouetten im Nebel zwischen den Bäumen. Die Freude war groß und man stellte mit großen Worten den freundlichen Yukio vor, der sich als Gast bereits mit einer helfenden Pfote gezeigt hatte. Dabei lagen die Augen der Zurückgebliebenen allerdings mehr auf dem Fleisch, als den Jägern. Diese würden sich nun endlich ausgiebig erholen können. Es war fraglich, ob man gleich aufbrach und die Fremden wieder einfing, welche die gemeinsame Zeit nutzten um sich wieder näher zu kommen. Hayden und Shiva warteten am Revierrand auf Siyana’s Versprechen. Es fiel ihnen nicht schwer die Zeit totzuschlagen, denn beide waren froh einander wiedergefunden zu haben.

Kurzinfo:
Das Rudel ist wieder am Rudelplatz versammelt.
Es ist genügend Beute für alle da.
Hayden und Shiva befinden sich am Revierrand.
Es regnet immer heftiger.
Morgen, durch die Wolken jedoch noch düster.

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.demba-wolves.2page.de
Sardai
Der Ausgeglichene
avatar

Rang : gamma
Geschlecht : Rüde
Alter : 4
Größe : 85cm
Gewicht : 55kg

Rollenspiel
Gesundheit:
65/100  (65/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Do Jun 30, 2011 2:56 pm

Angespannt tigerte Sardai auf dem Rudel Platz herum. Eigentlich hätte er sich ausruhen sollen, wie die anderen, denn seine Schulter schmerzte noch immer und das getrocknete Blut verklebte noch immer sein Fell. Man könnte fast schon sagen das er schlechte Laune hatte. Das Rudel war auf die Jagd gegangen, hatte Leib und Leben aufs Spiel gesetzt und nun kamen sie wieder und wurden mit mehreren neuen Wölfen konfrontiert. Für Sardai in seiner jetzigen Situation war es fast schon eine kleine Katastrohe denn er hatte keine Ahnung wie sie noch mehr Mäuler stopfen, wenn sie die Nahrungsangebote nicht Deutlich verbesserten. Während er so schlecht gelaunt herumlief nährte er sich der Beute die sie her gebuckelt hatten und nahm einen großen Brocken zartes Fleisch davon weg um es Loki zu bringen. Der Alte Wolf hatte sicherlich Probleme mit den Zähnen und dieses Stück würde Leicht zu kauen sein. Sardai hatte es extra mit dem Hintergedanken, es dem Älteren zu geben "ergattert" zurückgehalten. Nun trottete er etwas steif auf Loki zu und ließ es vor ihm fallen, um es mit der Nase näher an ihn heran zuschieben. Aufmunternd und freundlich sah er den Alten an dann ging er einige Schritte zurück um sich unter einen Baum zu legen. Dabei ließ er aber nicht den Neuen aus den Augen. Sardai hatte noch immer keine Ahnung wie ihm die Fremden schmecken sollten. Er leckte sich die Wassertropfen von der Nase die sich darauf gesammelt hatten und blinzelte zu Magena, wie sie so im Regen stand. Sie sah toll aus und am liebsten hätte er sich zu ihr gesellt. Aber Sardai hatte keine Zeit für Träumereien, ihn quälten andere Dinge. Nahrung. Das kreiste immer noch in seinem Kopf herum. Momentan war er satt und müsste Zufrieden sein, aber das war er nicht. Denn um ehrlich zu sein glaubte er nicht das es ein genauso glimpfliches Ende nehmen würde wie heute, wenn sie nochmal aus dem Tal heraus müssten um zu jagen. Ein wenig musste der große herbstfarbene über sich selber schmunzeln. Sein Vater hätte sicherlich nie gedacht das aus ihm so ein Rüde werden würde wie er jetzt ist, ehrlich gesagt hätte er selber nicht daran gedacht. Unwirsch hatte er sich hin gebrummelt als er den Neunen sah, seine Lefzen hatten gezuckt und die Rute unzufrieden hin und her gezuckt als von den zwei Wölfen am Revierrand erzählt wurde. Mit Mühe und Not hatte er seinen Protest zurückhalten können. Es lag nicht an ihm zu endscheiden, Rumo war der Alpha, es lag in seinem ermessen. Und damit schloss er den Gedankengang ab um aufzustehen um Magena liebevoll hinterm Ohr ein paar Blätter aus dem Fell zu zupfen.

hat schlechte laune, teilt mmit Loki, grübelt schöecht gelaunt weiter, zupft magena blätter aus dem fell

_________________
Steine sind Steine

Judas

Voices of Doom

Frage
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Sheta

avatar

Rang : beta
Geschlecht : Fähe
Alter : 4 Jahre
Größe : 82 cm
Gewicht : 54 kg
Merkmale : Muskelpaket

Rollenspiel
Gesundheit:
65/100  (65/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Do Jun 30, 2011 6:41 pm


Über einen weiten und ziemlich verschlungenen Umweg hatte Rumo sie alle zurück ins Tal geführt.
Aber Sheta war trotzdem unruhig. Was wenn die Hunde sie trotzdem finden konnten? Immerhin stammten diese von Wölfen ab und Sheta wusste selber um ihre gute Nase, die konnte bei Hunden, oder zumindest bei einigen von ihnen, nicht schlechter sein.
Nun stand sie mit den anderen auf dem Rudelplatz, etwas abseits der Truppe und machte sich noch mehr Gedanken über die Fremden die angeblich im Tal waren.
Der neue Graue beunruhigte sie aber nicht, ihr Vater schien ihm zu vertrauen, das reichte ihr aus...Aber da waren noch zwei weitere Wölfe um die sich gekümmert werden musste.
Noch mehr Mäuler die nach Fleisch gieren, wie viele müssen wir denn noch satt bekommen? Nicht mal uns konnten wir in letzter Zeit richtig ernähren ...
Ja auch ihre Laune war nicht die beste. Zufrieden hatte sie Sardai angesehen das es ihm ähnlich erging, dass hatte ihr wenigstens die Genugtuung verschafft nicht alleine dazustehen und so zu denken.
Kurz entschlossen ging sie zu Rumo.
Lass mich mit zu den Fremden gehen. Siyana hat ihnen versprochen sie zu holen, das Versprechen sollte sie einhalten, aber nicht alleine.
Wahrscheinlich würde ihr Bruder als Alpha ohnehin an die Reviergrenze gehen um die Neulinge anzuschauen, aber Sheta wollte mit. Als Rückendeckung und einfach weil ihre Instinkte und ein Fünkchen Neugier sie dazu trieben. Außerdem, sollten die Fremdlinge sich nicht zu benehmen wissen, so würde sie sich besser fühlen wenn sie ihrem Bruder und der zierlichen Schwarzen beistehen konnte.



[auf dem Rudelplatz,geht zu Rumo und spricht mit ihm]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Hayden

avatar

Geschlecht : Rüde
Alter : 2 Jahre
Größe : 85 cm
Gewicht : 60 kg
Merkmale : dunkle Fellzeichnung im Kopf und Rückenbereich

Rollenspiel
Gesundheit:
78/100  (78/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Do Jun 30, 2011 9:41 pm


Die Worte der Fähe trafen ihn wie ein Donnerschlag. Es fühlte sich an, als ob ein Echo durch seinen Verstand immer wieder hallte. Er war in diesem Augenblick nicht dazu imstande einen klaren Gedanken zu fassen. Erst hatte er ihr nur aufmerksam zugehört, und merkte dabei, wie es ein Loch in ihn hineinfraß. Dann kamen die Gefühle, die Bedeutung ihrer Worte und die Trauer die sie dabei empfand. Haydens Wunsch war schon immer gewesen, dass Shiva kein Leid geschehen würde. Und nun war ausgerechnet er, dem sie am meisten Vertrauen schenkte, derjenige, der ihr diesen Kummer bereitet hatte.
Der Rüde wusste nicht, wie er mit dieser Situation umgehen sollte. Ein Teil von ihm wollte sofort zu ihr stürmen, sie an sich schmiegen und sich für das Vergangene entschuldigen. Aber keine Entschuldigung wäre gut genug. Hayden schämte sich für sich selbst.

Es war eine harte Zeit gewesen in seinem alten Rudel. Durch seine Unachtsamkeit wurde bei der Jagd ein Rudelmitglied schwer verletzt. Niemals hätte er diesen Fehler wieder gut machen können. Seitdem er letztlich das Rudel verlassen hatte, gab er sich jeden Tag erneut die Schuld für den Unfall. Das Alpha Paar hatte ihm zwar verziehen, jedoch hatten einige Rudelmitglieder nicht diese Meinung geteilt. Hayden war nicht länger dazu in der Lage gewesen, weiterhin unter ihnen zu leben. Er sah sich selbst als Aussätzigen, einem dem man nicht verzeihen konnte.
Und durch seine Entscheidung sich von ihnen zu trennen, war er somit auch dazu gezwungen Shiva zu verlassen. Es war die schwerste Entscheidung seines bisherigen Lebens gewesen.

Alles um ihn herum verging langsamer, die Zeit vermochte in diesem Moment still zu stehen. Erst eine ganze Weile später schienen die Erinnerungen zu verstreichen und er sah die Fähe mit direktem und zugleich besorgtem Blick an.

„Shiva ...“

Nun merkte Hayden wie trocken seine Kehle war. Er musste schlucken, bevor er fortfuhr:

„Es tut mir so leid ... so unendlich Leid. Ich hätte dich nie verlassen dürfen ... „

Die Worte wirkten so schwer und waren voller Emotionen. Dies war der Zeitpunkt, als alle Erinnerungen, Gefühle und Sorgen in dem jungen Rüden erneut aufloderten und schwer auf seiner Brust lagen. Das Laster, welches er die ganze Zeit über mit sich getragen hatte, begann sich weiter auszubreiten. Hayden senkte den Kopf, schloss die Augen und atmete tief ein. Er konzentrierte sich jetzt die Fassung zu bewahren, was schwieriger war als er dachte.
Nach ein paar Sekunden ergriff er erneut die Stimme:

„Du sollst wissen, dass der Grund wieso ich dich und das Rudel verlassen habe ein Fehler war, den ich begangen habe. Bei meiner ersten großen Jagd, auf den Feldern, ist ein Unfall passiert ... Raven wurde dabei schwer verletzt. Die Anderen haben zwar erzählt es sei passiert, als einer der Hirsche einen Haken schlug. Aber es war meine Schuld ... ich habe nicht aufgepasst. Ich war mit meinen Gedanken bei jemand anderem ... bei dir.“

Nun erhob Hayden wieder seinen großen Kopf und sein Blick war mit Sorgen erfüllt. Es fiel ihm sehr schwer darüber zu sprechen, vor allem nach all der Zeit.

„Es war meine erste Jagd und wir haben beide vorher immer gewetteifert, wer der bessere Jäger sein würde. In diesem Moment musste ich an dich denken ... ich habe mir aber immer Vorwürfe für mein Versagen gemacht. Ich konnte mit dieser Schuld dem Rudel nicht länger gegenübertreten.“

Die letzten Worte waren leiser. Der Rüde seufzte schwer und blickte dabei gedankenverloren in die Landschaft. Was würde die Fähe nun von ihm denken? Er sei ein Feigling? Oder jemand der sein Rudel verraten hatte und damit auch sie selbst? Die Zeit, die sie ohne den Anderen leben mussten, konnte er ihr nicht wiedergeben. Und dies bedauerte der Rüde am meisten.


[lauscht Shiva | denkt nach und spricht dann zu ihr]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://murkeye.deviantart.com
Loki

avatar

Rang : gamma
Geschlecht : Rüde
Alter : 9 Jahre
Größe : 82 cm
Gewicht : 69,3 kg
Merkmale : Narben auf Schulter & Seite, eingefallene Flanken & ausgedünnter Pelz

Rollenspiel
Gesundheit:
15/100  (15/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Fr Jul 01, 2011 8:57 am

Der Regen war deutlich stärker geworden und hatte die wartenden Wölfe in den Schutz der Büsche und Bäume am Rande des Rudelplatzes getrieben. Es war ihnen unangenehm geworden im strömenden Wasser zu warten und sich das kalte Nass unter den Pelz spülen zu lassen. Besonders dem alten Loki behagte das nasse Wetter überhaupt nicht. Dazu der Hunger, den auch die halben Kaninchen nicht tilgen konnten. Zum Glück brachte ihnen wenigstens der Wind eine gute Nachricht vom Pass. Sie konnten die Jäger wittern, noch bevor sie ihre Pelze zwischen den Bäumen sahen und sie witterten auch den Erfolg und die Beute, welche sie ins Tal trugen.

Als die erschöpfte Meute endlich angekommen war und große Brocken Fleisch aus ihren Fängen plumpsen ließen, war der Altwolf der erste, der unter seinem Busch hervorkroch. Nicht, weil er so scharf auf das Fleisch war, denn er wusste dass die Jäger verdient hatten erst einmal anzukommen. Daher kam er hervor, um die Wölfe zu begrüßen. Jeden einzelnen nahm er sich vor und stupste ihnen reihum freundschaftlich gegen den blutigen Fang. Für Sheta nahm er sich mehr Zeit und schmiegte liebevoll seinen Kopf in ihre pelzige Halskrause. Die Tochter war ihm lieb und teuer und so untersuchte er auch gleich, ob sie noch an einem Stück war.

“Gut zu sehen, dass es dir gut geht, Sheta. Den anderen natürlich auch. Wir haben sehnsüchtig gewartet und ebenfalls viel zu berichten.“

Als er Kurai zwischen den Wölfen entdeckte schreckte Loki kurz zurück. Seine Ohren wirbelten unruhig umher, der Alte wurde ein wenig unsicher, aber keineswegs wütend. Schließlich nickte er der Fähe zu. Er hegte keinen persönlichen Groll gegen sie und wenn sie sich Rumo wieder angeschlossen hatte, dann hatten sich wohl auch ihre Zweifel an seiner Autorität gelegt.

“Kurai.“

Achtsam senkte er der Fähe gegenüber ein wenig die Rute. Er wusste um ihre Dominanz, aber auch um ihren messerscharfen Verstand und ihre Vernunft. Sie war sicherlich ein wertvolles Mitglied, welches die Dembas durch sein Verschulden verloren hatten. Er wollte den Fehler nicht wieder begehen, zumal er die Dunkle seit ihrer ersten Begegnung gemocht hatte. Sie war ein schätzenswertes Wesen, wenn auch das Einzelgängertum gewohnt. Lange hielt sich der Alte aber nicht an Kurai auf, denn Sardai kam ihm entgegen. Der große Bunte brachte ihm einen großen Brocken Fleisch. Loki nahm die Geste dankbar an. Ein schwaches Lächeln kletterte auf seine Lefzen und sein Magen begann bereits zu rumoren aus lauter Vorfreude auf das Festmahl. Es war kein mageres, sehniges Reh, sondern ein fetter Bulle, den sie hier in Stücken herangeschafft hatten. Die dürre Rute des alten Wolfes pendelte fröhlich. Dann schlug er die Zähne in das zarte Fleisch und schleifte es im Rückwärtsgang zurück unter die Büsche, raus aus dem strömenden Regen. Dort legte er sich gemütlich zurecht, stemmte eine Pfote gegen den Brocken und begann genüsslich das fette Fleisch abzurupfen und zu verschlingen. Jede weitere Verantwortung gab der Altwolf ab. Er würde nicht die Aufgabe übernehmen dem Apha die letzten Ereignisse zu berichten. Das wollte er Siyana überlassen. Der jungen Wölfin würde die wachsende Verantwortung gut tun. Sie war bereit dazu, erwachsen genug und hatte bereits bewiesen, dass sie einen kühlen Kopf bewahren konnte, wenn es darauf ankam.

[Rudelplatz | verzehrt im Schutz der Büsche sein Fleisch]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Yukio
Der Naive
avatar

Rang : delta
Geschlecht : Rüde
Alter : 3 Jahre
Größe : 70 cm
Gewicht : 50 kg

Rollenspiel
Gesundheit:
100/100  (100/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Fr Jul 01, 2011 9:31 am

Wegen des heftigen Regens hatte Yukio sich einen etwas trockeneren Platz unter einigen Bäumen gesucht. Von der Beute die Rumo und die anderen gebracht haten, wollte er nichts. So ausgehungert wie das Rudel war ja nicht und er war ja nur Gast im Rudel. Dennoch freute es den grauen das es für das Rudel Beute gab, denn er wollte nicht nocheinmal sehen das ein Rudel wegen den Menschen oder Beuteknappheit zerbricht. Wie es wohl seinem Bruder ging, der zurück geblieben war? Und dem rest seines alten Rudels?

Von seiner Postition aus beobachtete Yukio das Rudel. Ab und zu schüttelte er sich das Wasser aus dem Fell und wünschte sich das es doch endlich aufhöhren würde zu Regnen. Er hasste Regen.Wenn es schneien würde....aber um die Jahresezeit wohlkaum.... dachte er sich. Der winter war schon längst vorbei und der schnee längst geschmolzen. Wobei, schneite es in dieser Gegent überhaupt? Bis jetzt hatte er keinen Schnee gesehen, aber man konnte ja nie wissen. Als Yukio merket über was er sich da eigentlich Gedanken machte musste er leicht grinsen. Er dachte über Schnee nach. als hätte er nichts anderes im Kopf außer Schnee. Das war ja auch besonders hilfreich. Naja, ohne Regen wäre es eigentlich ein schöner Tag fand der Graue. Schön Düster und Mytisch angehaucht. So wie er es mochte. Nun hatte er auch genug nachgedacht, aber er wollte die anderen nicht stören. Jeder schien beschäftigt, da kam man sich schon etwas fehl am Platz vor. Zumal er noch nichtmal richtig Rudelmitglied war. Naja, er konnte ja etwas wachen halten um sich nützlich zu machen. Also fing Yukio an aufmerksam in der Umgebung zu lauschen. Seinen Platz unter den bäumen der einigermaßen trocken war, verließ er aber trotzdem nicht. Das brauchte er auch nicht, denn von dort aus konnte man gut die Umgebung beobachteten. Und das tat der Graue jetzt auch.


[Rudelplatz| hält etwas Wache um sich nützlich zu machen]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Shiva

avatar

Rang : delta
Geschlecht : Fähe
Alter : 2 Jahre
Größe : 60 cm
Gewicht : 43,1 kg
Merkmale : klein und leichtfüßig

Rollenspiel
Gesundheit:
77/100  (77/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Fr Jul 01, 2011 2:13 pm

Die Rotbraune schluckte langsam als Hayden ihren Namen ausgesprochen hatte. Seine wehleidigen Worte erleuchteten ihr Herz, ihr Magen fing an zu kribbeln, wie als würden sich tausend kleine Ameisen durch ihren Magen winden und jede einzelne Stelle anfangen lassen zu vibrieren. Sie sah mit verletztem Blick ihm tief in seine Gold schimmernden Augen, wartend auf die Erklärung, die sie dringend brauchte. In dem Moment, als der Graue sagte, dass er sie nie hätte allein lassen sollen, realisierte Shiva, dass Hayden es ernst meinte. Er bereut es sie alleine gelassen zu haben, nicht bei ihr gewesen zu sein, als sie ihn gebraucht hätte, sei es als Spielkumpane oder als seelische Stütze. Shiva wandte ihren Blick nicht von ihrem Freund, der tief ausatmete, und versuchte die passenden Worte zu finden. Hayden fing an zu erklären, wieso Shiva die Zeit ohne ihn verbringen musste, was bei der Jagd passiert sei. Die Fähe schlug die Augen auf, richtete die Ohren nach vorne. Nie hätte sie es sich erträumen lassen, dass Hayden wegen diesem Vorfall, von dem ihr niemand berichtet hatte, gehen würde. Shiva war sich und ist sich bis zum heutigen Tag sicher, dass Hayden trotz dieses Unfalls der bessere Jäger ist. Dennoch schockte sie es, dass Raven wegen seines Missgeschicks sich tödlich verletzt hatte. Sie mochte den Rüden gerne, doch nach dem Unfall war er nichtmehr der, der er mal war. Hayden erklärte ihr, wie er sich nach der Jagd gefühlt hatte. Aber so etwas hätte doch immer passieren können... Während er redete, und versuchte Shiva klar zu machen, weshalb er das Rudel verlassen hatte, hob Hayden seinen Kopf an und senkte ihn wieder. Letztendlich schweiften seine Blicke in die weite Landschaft, er blickte nicht zu Shiva um ihre Reaktion mit anzusehen.

Wieso schämst du dich dafür? Und warum hast du mir damals nicht die Wahrheit gesagt, noch wichtiger ist; warum hast du mich nicht mitgenommen?

Shivas Herz schien leichter zu werden, die Last der Unwissenheit schien verschwunden. Nun wusste die Fähe, wieso ihr Freund sie verlassen hatte. Auch wenn sie enttäuscht von ihm ist, weil er ihr damals nicht die Wahrheit gesagt hatte und sie noch nicht einmal gefragt hatte, ob sie mitkommen wollte. Denn ohne zu zweifeln, wäre Shiva mit ihm gegangen, sie hätte ihre Familie für ihren besten Freund aufgegeben, nur um bei ihm zu sein. Ihre Frage stellte sie einfach in den Raum, sie wollte keine Antwort von ihm, sie wollte nichtmehr darüber reden. Er hatte ihr erklärt, wieso er gehen musste. Es war seine eigene Entscheidung und nun musste sie es respektieren, immerhin war sie überhaupt froh in per Zufall wiedergefunden zu haben.

Was vergangen ist, ist vergangen. Ich bin froh dich wieder zu haben. Und glaube mir, ich werde dich nichtmehr gehen lassen. Wohin du auch gehst, ich werde mit kommen und für alle Zeit an deiner Seite bleiben. Auch wenn du es nichtmehr aushalten kannst, und mich wegstößt, werde ich nicht gehen und dich alleine lassen.


Voller Liebe sprach sie diese Worte, sie kamen aus ihrem Herzen. Zögerlich stand Shiva auf, vorsichtig tapste sie auf den Grauen zu. Sie wollte die Jenige sein, die als Erste die Brücke zwischen ihnen wieder aufbaut. Shiva mochte diese Entfernung zwischen den Beiden nichtmehr, sie mochte Hayden nahe sein, seine warme Körpertemperatur spüren. Liebevoll stand sie neben ihm, leckte ihm über die trockene Schnauze und rieb ihren zierlichen Körper an dem seinen. Kleine Regentropfen, die sich durch die Baumkronen ihren Weg bahnten, prasselten auf der beiden ihr Fell. Die einst angespannte Stimmung zog von dannen und nun breitete sich die Vertrautheit wieder aus. Shiva blickte auf eine schmale, trockene Stelle unter einem großen, gigantischem Baum. Hastig lief sie hinüber, ließ sich so nieder, dass Haydens größerer Körper neben ihr noch Platz hatte und starrte ihn mit sehnsüchtigen Blicken an.



[hört Hayden zu, spricht zu ihm, nähert sich ihm, wartet auf einer geschützten Stelle auf ihn]


Zuletzt von Shiva am Fr Jul 01, 2011 9:55 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Magena

avatar

Rang : Gamma
Geschlecht : Fähe
Alter : 4Jahre
Größe : 75cm
Gewicht : 60kg
Merkmale : Cremeweißes Fell, bernsteinfarbene Augen

Rollenspiel
Gesundheit:
95/100  (95/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Fr Jul 01, 2011 7:53 pm



Der Rückweg war für Magena nochmal so anstrengend gewesen wie die Jagd selbst. Zumindest hatte die Fähe das so empfunden. Aber mit einem kiloschweren Schenkel im Fang, den es zu schleppen gegolten hatte, war auch nichts anderes zu erwarten gewesen. Aber immerhin hatte Sardai ihr geholfen. Sardai. Suchend blickte sie sich um und bemerkte wie er Loki ein Stück der Beute brachte.
Wie sie so im Regen stand und ihr Fell auch von den letzten Blutresten befreit wurde dachte sie über sich und braun-bunten Rüden nach.
Wie sollte sie ihre Gefühle bloß in Worte fassen? Unsicher ging sie ein paar Schritte im Kreis.
Seit sie von der Jagd wieder da waren erfüllte sie diese Unruhe und der Drang Sardai irgendwie begreiflich zu machen wie viel er ihr bedeutete.
Doch was wollte sie eigentlich von ihm? Seufzend ging sie wieder ein paar Schritte im Kreis.
Mit Vernunft konnte man ihren verwirrten Gefühlen nicht mehr kommen und es brachte nichts es zu leugnen.
Sie wollte das Sardai zu ihr gehörte, wollte sich seiner sicher sein, ihn als ihren Gefährten haben.
Und sie wollte ebenso zu ihm gehören.
Regen sickerte ihr ins Fell und kitzelte sie auf der Haut, sich Schüttelnd versuchte sie das Regenwasser loszuwerden.
Ihre Ohren zuckten herum als sie Schritte hinter sich hörte.
Sie zuckte kurz überrascht zusammen, lehnte sich dann aber entspannt gegen Sardai als sie spürte wie er ihr einige Blätter aus dem Fell zupfte die irgendwie durch Wind und Regen ihren Weg dorthin gefunden hatten.

Du solltest dich eigentlich Ausruhen ...deine Schulter...

,murmelte sie und wandte ihm dabei ihr Gesicht zu. Unbeirrt in seine Augen blickend leckte sie ihm über die pelzige Wange und knabberte ein wenig an seinem Fell.



[Rudelplatz l bei Sardai]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Kurai

avatar

Rang : delta
Geschlecht : Fähe
Alter : 3 1/2 Jahre
Größe : 83 cm
Gewicht : 49 kg

Rollenspiel
Gesundheit:
50/100  (50/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Sa Jul 02, 2011 2:20 pm

Seit langer Zeit hatte sich die Dunkle endlich ihren Bauch vollschlagen können und ein ermüdendes Gefühl überfiel die Wölfin. Sie nahm es zufrieden hin, denn diese Müdigkeit war kein Zeichen von Schwäche, sondern hervorgerufen durch die Genugtuung, endlich den Hunger gestillt zu haben. Zwar würde sich ihre Gestalt nicht von jetzt auf gleich wieder verbessern, aber dies hier war der Anfang gewesen. Die Zukunft würde damit zumindest in den nächsten Tagen besser aussehen und ihr Körper wieder an Substanz zunehmen.

Während die Rudelwölfe Teile der Beute schleppten, um die verbliebenen Mitglieder ebenfalls an dem Kadaver teilhaben zu lassen, schritt die schwarze Waldwölfin schweigend neben der Gruppe her. Sie selber trug nichts und hielt sich den Umweg bis zum Rudelplatz mit ihren eigenen Gedanken auf. Kurai sah dem bekannten Platz mit gemischten Gefühlen entgegen. Es war noch nicht lange her, da war sie dort gewesen, als Teil dieser Gemeinschaft. Nun würde sie zurückkehren. Francis schien ihre wachsende Unruhe zu bemerken, denn sie schenkte ihr einen aufmunternden Blick, in dem sie gleichzeitig den Funken Furcht sah, den ihre Freundin empfand. Furcht davor, dass sie es sich wieder anders überlegen könnte. Kurai erinnerte sich zurück, wie verletzt die Helle damals gewesen war und wie sehr sie dafür verantwortlich gewesen war, dass es dieser so schlecht ergang. Zwar zweifelte sie keinen Moment an, dass die übrigen Wölfe sich um die Fähe gekümmert hatten, aber Francis konnte schlecht mit Verlusten umgehen. Schon gar nicht in so kurzer Zeit, wo sie, die mürrische Dunkle doch irgendwie zum halt geworden war. Ein schmunzelndes Lächeln spielte sich auf ihre Lefzen, während sie Gedankenverloren ihr Ziel erreichte. Nein, sie würde nicht wieder gehen, dass konnte sie der Wölfin, die sie trotz ihrer Unfreundlichkeit mochte nicht noch einmal antun.

Endlich fand sie zu der Realität zurück und besah sich die anderen Wölfe, die sich nun vorwagten, wo sie doch die bekannten Gesichter erblickt und gewittert hatten. Sie selber blieb verhalten zwischen den anderen stehen und beobachtete Schweigsam die Begrüßung. Unter ihnen entdeckte sie auch den Altwolf, mit dem sie damals einen Streit vom Zaun gebrochen hatte. Auch er wurde aufmerksam auf sie und sprach ihren Namen aus. Die Ohren der schwarzen Waldwölfin drehten sich zu ihm, während ihre gelblichen Augen den älteren Rüden musterten. Zuerst nahm sie an, dass der Ältere sich an Rumo wenden würde, um ihn zur Rede zu stellen, doch der Greis verheilt sich anders, als sie erwartet hatte. Er zeigte ihr gegenüber seine Achtung. Kurai erwiderte die Geste mit einem leichten senken ihren Kopfes, was wohl als Nicken gedeutet werden konnte.

„So sieht man sich wieder.“

Sprach sie dann. In ihren Worten lag weder Freundlichkeit, noch Aggressivität. Eine einfache Neutralität, mit der sie eine Feststellung machte. So verebbte die knappe Begrüßung und der alte Wolf wandte sich dem Fressen zu. Kurai selber besah sich die neuen Gesichter. Es war eine überschaubare Anzahl und dennoch Fremde für sie. Zurzeit jedoch stand es ihr nicht zu, über irgendwen zu urteilen, oder ihre Meinung kund zu tun. Also ließ sie sich auf ihre Hinterläufe nieder und begrüßte den Regen, der sich ihrem Körper widmete, das Blut aus dem Fell zu waschen versuchte und die Strapazen der letzten Zeit hinfort spülte.

[Rudelplatz l nikt Loki zu l setzt sich schweigend hin]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Rumo
Der Beschützer
avatar

Rang : Alpha
Geschlecht : Rüde
Alter : 4 Jahre
Größe : 88,6 cm
Gewicht : 63,5 kg
Merkmale : sehr groß

Rollenspiel
Gesundheit:
60/100  (60/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   So Jul 03, 2011 2:41 pm

Erst als sie die eigene Reviergrenze überschritten hatten hörten die Ohren des großen Rüden auf beständig hinter sich zu lauschen. Niemand schien ihnen gefolgt zu sein. Der Umweg und der Regen sollten ihre Spuren zudem weitestgehend verwischt haben, sodass ihnen die Hunde und Jäger nicht auf die Schliche kommen würden – zumindest blieb das zu hoffen. Rumo entschied jedoch, dass er sich über solche Probleme erst dann Gedanken machen würde, wenn es soweit war. Er konnte sich nicht immer um alles Sorgen und alle Eventualitäten im Blick behalten, das musste er dringend lernen, denn es schaffte ihn zu sehr. Die Bürde des Alpha war noch immer ein schweres Gewicht auf seinen Schultern und es dauerte sicherlich noch länger, ehe er die nötige Gelassenheit und Routine entwickelt hatte, um zu erkennen welche Sorgen seine volle Aufmerksamkeit benötigten und wann er sich beruhigt niederlegen konnte. Nach dieser Jagd hatte er sich endlich ein paar ruhige Augenblicke versprochen, in denen auch er sich erholen konnte.

Er war müde. Ein herzhaftes Gähnen, noch bevor er seine Rudelmitglieder begrüßen konnte, verkündete dies. Trotzdem glitt sein Blick zunächst wachsam über die Wölfe am Rande der Lichtung. Sie hatten Schutz vor dem fallenden Wasser gesucht, schienen aber allesamt anwesend und in Ordnung. Melanu war ebenfalls dort, der helle Rüde, den Sheta gefunden hatte und der sich doch in den letzten Tagen weit abseits gehalten hatte. Sie hatten ihn also gefunden. Den grau-bunten unter den Bäumen erkannte Rumo jedoch nicht. Misstrauisch beobachtete er den Fremden. Dieser dachte nicht einmal daran die Beute anzurühren und so beruhigte sich der Alpha recht schnell. Keine Gefahr. Rumo ließ den Blick schweifen. Er wollte noch einmal kurz sichergehen, ob er sich nun wirklich zurückziehen und ausruhen konnte. Magena und Sardai beschäftigten sich einander mit Liebkosungen. Kurai hatte friedfertig in die Runde gefunden, Francis bleib an ihrer Seite. Loki hatte seinen Futteranteil erhalten und verspeiste diesen im Trockenen. Sheta war schon ganz heiß darauf die weiteren Fremden aufzusuchen und auch Rala, sowie Siyana und Melanu waren gut versorgt.

oO(Endlich ein Moment der Ruhe. Eine Pause würde uns allen gut tun.)

Sichtlich entspannter setzte sich der stattliche Wolf dann in Bewegung und steuerte mit seinen gemächlichen Schritten direkt auf Yukio zu. Der kühle, weiche Boden wich ein wenig, wenn er die Ballen belastete und sich die Zehen spreizten. Es tat gut die Pfoten nach ihrer langen Belastung so angenehm gekühlt zu wissen. Das regennasse Gras tat sein Übriges dazu. Rumo ließ die Rute entspannt schwingen, als er sich dem fremden Rüden näherte. Der Name Yukio war bei ihrer Ankunft kurz gefallen. Siyana hatte ihn genannt. Richtig, Siyana. Rumo hielt kurz inne, blieb stehen und sah in die Richtung der Schwarzen. Wenn Loki sich so zurückgezogen hatte ohne Bericht zu erstatten, dann offensichtlich nur, weil er das Zepter weitergegeben hatte. Ausgerechnet an Siyana? Rumo wunderte sich, dennoch rief er die junge Fähe mit einem Kopfnicken zu sich. Sie sollte ihm und Yukio dort im Trockenen Gesellschaft leisten und in Ruhe von den jüngsten Ereignissen berichten. Selbstverständlich würde sie sich ihr verdientes Stück der Beute mitnehmen dürfen. Er setzte seinen Weg fort zu dem Fremden, den er noch nicht kannte, aber als Alpha kennen lernen musste. An der Seite des Grauen ließ er sich auf die Hinterläufe nieder, den Blick in dieselbe Richtung.

“Irgendwas zu sehen?“

Es fiel ihm keine wirklich passendere Anrede ein. Was hätte Rumo anderes zu diesem Wolf sagen sollen? Etwa: Hallo, du bist also Yukio? Nein, irgendwie passte das alles nicht wirklich. Er wollte den Rüden ja gar nicht ausfragen oder seine Absichten ergründen. Im Grunde musste er den Gast bloß kurz kennenlernen. Ihm außerdem auch das Gefühl vermitteln, dass auch der Alpha des Rudels mit seiner Anwesenheit einverstanden war. Wenn er das denn war. Irgendwie musste er das wohl doch noch herausfinden. Nun, das würde er bald. Bisher hegte er jedenfalls keinen Groll gegen den Rüden und er war gespannt auf das, was Siyana ihm gleich erzählen würde. Kurz schüttelte er noch den Regen aus seinem Pelz, eher er sich abermals auf die Hinterläufe setzte. Eine entspannte Unterhaltung, das war worauf er hoffte, denn er wünschte einen Moment der Erholung, um später den anderen Streunern noch entgegentreten zu können.

[Rudelplatz, unter den Bäumen | neben Yukio, auf Siyana wartend]

_________________
~ Wofür es sich lohnt zu leben, dafür lohnt es sich auch zu sterben. ~
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://demba.forumieren.com
Siyana
Die Optimistin
avatar

Rang : gamma
Geschlecht : Fähe
Alter : 2 Jahre
Größe : 73 cm
Gewicht : 42 kg
Merkmale : weißer Vorderlauf (rechts), weiße Streifen an der rechten Schulter

Rollenspiel
Gesundheit:
72/100  (72/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   So Jul 03, 2011 6:09 pm

Essen! Wie lange habe ich auf etwas zum Beißen gewartet.

Sie sah ihr Stück Fleisch gierig an, jedoch wollte sie es nicht diereckt hinunter schlingen. Es wäre viel zu schade gewesen. Denn soetwas sollte man genießen, dachte sich die junge Fähe. Vorsichtig riss sie ein Fleischfetzen mit ihren vorderen Zähnen ab, kaute genüsslich und schluckte es runter. Der Geschmack des Fleisches ließ ihre Geschmacksnerven tanzen.
Immer wieder schaute sie die anderen an.

Magena und Sardai hatten sich anscheinend gesucht und gefunden. Loki war in einem kleinen Gebüsch wo er sein Fleisch verzehrte. Kurai ging zu ihm also war er versorgt. Rala lag ein paar Meter von ihr entfernt. Rumo ging zu dem Neuling Yukio.

Aprospos Neulinge! Ich muss ja Rumo noch die Begegnung mit den Fremden schilder. Ohje dass kann unangenehm werden.

Passend in dieser Sekunde machte Rumo eine Kopfbewegung, die soviel heißen sollte wie "komm mal ebend". Mit geduckter Haltung kam Siyana auf den Rudelführer angetrabt. Ihr Fleisch nahm sie aber mit. Sie wusste ja nicht, ob doch noch jemand ihr wertvolles Stück Fleisch weg nahm.

"Ich sollte kommen? Du ich weiß nicht ob du da schon Wind von bekommen hast aber wenn ja dann tut es mir sehr, sehr Leid. Es war eine dumme Idee sich einem höherem Rang zuvorkommt aber es war eine spontane Idee und ich wollte nicht dass Loki sich noch mehr verletzt und..."

Sie kniff ihre Augen zu und war auf alles gefasst aber sie traute Rumo nicht zu sie zu töten. Er wäre viel zu klung und zu liebenswürdig das zu tun.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Yukio
Der Naive
avatar

Rang : delta
Geschlecht : Rüde
Alter : 3 Jahre
Größe : 70 cm
Gewicht : 50 kg

Rollenspiel
Gesundheit:
100/100  (100/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Jul 06, 2011 9:55 pm

Yukio ließ den Blick weiter schweifen, die Ohren aufmerksam aufgestellt. Als dann der WildfarbeneRüde auf ihn zukam, lächelte er ihn zaghaft zu. Das war doch der Alpha wenn sich der graue nicht irrte. Soweit er wusste, hieß er Rumo. Zumindest hatte er das aufgeschnapt. als dieser sich neben Yukio setzte, ließ dieser kurz seine Rute leicht über den Boden pendeln und lächelte freundlich.

"Nein, nichts zu sehen außer dem Rudel"

antwortete er auf die frage ob etwas zu sehen sei. Und das stimmte auch, soweit Yukio beurteilen konnte. Sein blick richtete sich dann auf Siyana die auf ihn und Rumo zukam. er lächelte sie ebenfalls freundlich an, so wie er nunmal war. Diese schien etwas herum zu drucksen, als befürchte sie jeden augenblick ärger zu bekommen. Yukio blickte wieder zu dem Wildfarbenen. Wie er darauf reagierte? Wusste er eigentlich schon von dem Vorfall am Rudelplatz mit diesen beiden Wölfen die nun an der Grenue waren?


[Rudelplatz, bei Rumo und Siyana| sagt etwas, beobachtete dann die Situation]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Rumo
Der Beschützer
avatar

Rang : Alpha
Geschlecht : Rüde
Alter : 4 Jahre
Größe : 88,6 cm
Gewicht : 63,5 kg
Merkmale : sehr groß

Rollenspiel
Gesundheit:
60/100  (60/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Do Jul 07, 2011 5:20 pm

“Das ist gut. Es wäre eine Schande, wenn uns die Menschen doch gefolgt wären.“

Rumo seufzte, halb erleichtert und halb resigniert. Der bloße Gedanke ermüdete ihn. Eine erneute Flucht war nicht wirklich das, was ihm vorschwebte. Er wollte in diesem Tal bleiben, das ihm und einigen anderen Wölfen schon zuvor ein sicheres Versteck vor den Jägern gewesen war. Damals hatte er diese weiße Wölfin gesehen, die seitdem verschwunden blieb. Immer noch eine sehr eigenartige Begegnung, aber er verzettelte sich in seinen Gedanken… Ein kurzes Schütteln des Kopfes brachte ihn zurück in die Gegenwart. Er hatte die freundlichen Gesten des Rüden registriert und freute sich an der freundlichen Art Yukio‘s. Er schien unkompliziert und Rumo begrüßte das.

Auch Siyana stieß nun zu den beiden Rüden, die sich ins Trockene gerettet hatten. Der Alpha wartete, bis sie ganz bei ihnen angekommen war und auch ihr Fleisch zur Genüge unter das schützende Blätterdach gezerrt hatte. Abermals verwunderte ihn die junge Fähe und ihr Redeschwall sorgte für ein kurzes Gefühl der Überforderung bei dem Rüden. Doch er hörte geduldig zu und unterbrach sie nicht, bis sie schließlich ganz von selbst mitten im Satz abbrach und das Schlimmste zu erwarten schien. Ein paar ruhige Atemzüge lang sagte der Wildfarbende nichts und ließ sich erst einmal das Gesagte durch den Kopf gehen. Es gab noch einige Unklarheiten und Rumo hatte Fragen an die beiden Wölfe an seiner Seite. Zunächst wandte er sich Siyana zu, damit diese nicht länger vor ihm kauern musste.

“Ihr scheint gut zurecht gekommen zu sein. Ich habe nur ein paar Dinge aufgeschnappt und die Witterung zweier Fremder gefunden. Ich wäre dir wohl dankbar, wenn du mich über das Geschehene aufklären würdest. Loki möchte ich damit nicht belasten, zumal seine Sinne und sein Geist müde werden. Außerdem habe ich gehört, dass du diese Angelegenheit geregelt hast, also würde ich die Schilderung gern aus erster Pfote hören.“

Seine Miene blieb vollkommen entspannt. Es war keine Spur eines Vorwurfes oder Ärger in der Stimme des Alpha zu finden. Im Gegenteil blieb die tiefe Stimme ruhig und freundlich. Tatsächlich sah Rumo auch überhaupt keinen Grund um für unnötige Unruhe zu sorgen. Die Angelegenheit schien gut geregelt worden zu sein, doch genauer konnte er das selbstverständlich erst beurteilen, wenn er über die Einzelheiten mehr erfahren hatte. Nach seinen Worten lehnte sich der Rüde dann kurz vor und drückte seine Nase kurz und neutral gegen die Stirn der schwarzen Fähe. Siyana sollte wissen, dass ihr keine Schelte drohte und sie nicht vor ihm kauern musste. Niemand war ihr böse und wenn sie im Sinne des Rudels gehandelt hatte, dann schon gar nicht. Erst dann drehte er den Fang zurück zu Yukio und stellte auch an ihn die nötigsten Fragen.

“Und dich muss ich fragen, wie du auf mein Rudel gestoßen bist. Ich habe nicht den Eindruck, dass du bei meinen Freunden unerwünscht bist. Es scheint mir, als sei bereits etwas zwischen euch vorgefallen, das dir eine wohlwollende Position verschafft hat und dich wohl mit einem guten Charakter auszeichnet?“

Er konnte ja nicht wissen, dass Yukio dem hellen Rüden Melanu beigestanden hatte, als dieser sich einen Dorn in die Pfote getreten hatte. Aber er wusste, dass etwas geschehen sein musste, sonst hätte man Yukio genauso wie die anderen des Revierrandes verwiesen. Gespannt und interessiert wartete der Alpha nun auf die Schilderung der beiden Wölfe. Er war zuversichtlich, dass sie ihm ein passendes Bild über die Lage vermitteln konnten.

[Rudelplatz, unter den Bäumen im Trockenen | Yukio, Siyana]


_________________
~ Wofür es sich lohnt zu leben, dafür lohnt es sich auch zu sterben. ~
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://demba.forumieren.com
Francis
Die Freundliche
avatar

Rang : gamma
Geschlecht : Fähe
Alter : 4 1/2

Rollenspiel
Gesundheit:
67/100  (67/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Fr Jul 08, 2011 10:16 am

Schwerfällig und stark gähnend ließ sich Francis nieder. Der Magen war gefühlt, bei der Jagd verlief alles gut und Kurai war mit ihnen zurückgekehrt. Nun beobachtete die Helle von weiten, wie sie und Loki mit einander umgingen. Noch war es friedlich und keiner zeigte Aggressionen. Würde etwas geschehen, so würde Francis dazwischen gehen. Doch nicht für den Alten, sondern eher für die Dunkle, die ihr Herz erobert hatte. Doch zwischen zeitlich würde sie die Zwei in Ruhe lassen. Immerhin war Francis nicht Kurai´s Babysitter und sie konnte sich nur leicht ausmalen, dass die Dunkle darauf e verbissen reagieren würde.

Also gesellte sich Francis neben Rala. Sie wollte schon lange mit ihr sprechen, doch fand kein richtiges Thema. Zu sehr quälten noch die Vorwürfe über das, was Francis der weißen zugetraut hätte. Scharm umgab sie und so konnte sie nur zu Boden blicken und ein paar sinnlose Fragen stammeln.

„Hallo Rala, wie geht es dir jetzt, wo dein Magen voll ist. Fandest du die Jagd gut?“


[bei rala]

tut mir leid mehr ist mir nicht eingefallen und ich schäme mich zu tiefst. doch es ist ein anfang und ich muss mich erstmal wieder rein fuchsen
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Hayden

avatar

Geschlecht : Rüde
Alter : 2 Jahre
Größe : 85 cm
Gewicht : 60 kg
Merkmale : dunkle Fellzeichnung im Kopf und Rückenbereich

Rollenspiel
Gesundheit:
78/100  (78/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Fr Jul 08, 2011 8:22 pm


Nach all den Worten, die ihm all die Zeit eine solch schwere Last waren, war dem Rüden nicht mehr danach darüber zu sprechen. Es war Vergangenheit und man sollte nun dem Spruch ‚was vergangen ist, das ist vergangen’ Glauben schenken. Erst jetzt bemerkte er, dass er während er sprach die Luft angehalten hatte. Hayden atmete tief ein und ein erleichterndes Gefühl breitete sich in ihm aus. Endlich hatte er Shiva seinen Grund für sein Verschwinden genannt. Er musste nicht länger die Schande in sich hineinfressen. Das düstere Loch in seinem Herzen kam ihm nun leichter vor.
Er lauschte Shiva aufmerksam, auch wenn ihre Stimme weit entfernt klang. Seine Lefzen waren noch trockener als zuvor, als er ihr eine Antwort gab:

„Weil ich dich nicht fortreißen wollte. Von deiner Familie. Es war mein Fehler, ich musste damit leben. Nicht du.“

Nun sah er die Fähe wieder an. Sein Blick war zwar direkt, aber dennoch betrübt von der Last. Als er sie so ansah, machte er sich Vorwürfe, wieso er sie damals nicht mitgenommen hatte. Das Band zwischen ihnen war schon immer sehr stark gewesen. Und er hätte sie an seiner Seite gebraucht, als er durch die Wildnis wanderte. Mit ihr wäre es sicherlich angenehmer gewesen, er konnte ihr immer alles anvertrauen und sie wäre diejenige gewesen, die ihm das nötige Verständnis gegenüber brachte.

Als Shiva erneut sprach und er nun deutlich vernahm, was sie ihm zu sagen hatte, wurde er von seinen Gefühlen völlig übermannt. Wie konnte ich nur, dachte er. Wie konnte er sie nur je verlassen? Sie zurück lassen und mit der Angst leben, dass sie sich vermutlich niemals wiedergesehen hätten. Und wie glücklich er nun war, dass sie sich doch wiedergefunden hatten. Dass sie jetzt mit ihm hier war und sich nicht wie fremd geworden waren in seiner Abwesenheit.
In diesem Moment wurde Hayden klar das Er Shiva immer auf eine besondere Art geliebt hat. Als sie noch zwei unerfahrene Welpen waren, war sie immer die Schwester für ihn gewesen und nicht nur ein Freund. Und als sie beide älter wurden, änderte sich seine Meinung ihr gegenüber. Der Rüde war sich nie im Klaren darüber, was genau er für sie empfunden hatte und wie die Gedanken die ihr galten deuten sollte.
Auch jetzt besaß er keine Klarheit über seinen Verstand. Aber er wusste, dass er sie auf seine Art liebte.

„Mein größter Fehler war, dich zu verlassen ...“

Raunte der Rüde. Und dann kam Shiva langsam auf ihn zu, sein Blick wurde sanfter und erfüllt mit Zuneigung. Er war froh, dass sie ihm gegenüber nun nicht abgeneigt war, nachdem er ihr gebeichtet hatte, was vorgefallen war. Hayden schloss erneut die Augen, als sie ihm liebevoll über die Schnauze leckte. Ein zierliches Lächeln zeichnete sich auf seinen Lefzen ab. Als Shiva sich dann an seinen Körper schmiegte, leckte der Rüde ihr zärtlich hinter ihrem Ohr, wobei ihr Geruch seine Nase kitzelte. Der Moment könnte ewig weilen, aber der Regen nahm zu seiner Unzufriedenheit zu. Die Rotbraune lief geschwind zu einer schmalen Stelle, der unberührt vom Regen blieb. Und sogleich merkte er das Er Shivas Wärme vermisste, auch wenn es nur für einen kurzen Augenblick war. Also lief der Rüde ihr nach und nahm neben ihr Platz. Sie würden hier gemeinsam warten, bis jemand vom Rudel kam und er war sich sicher, dass sie sich damit ruhig Zeit lassen konnten. Immerhin war er in Gesellschaft der Fähe, die ihm am meisten etwas bedeutete. Und diese Zweisamkeit genoss er nun.


[denkt über Shiva nach | folgt ihr und legt sich neben sie]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://murkeye.deviantart.com
Rala
Die Kämpferin
avatar

Rang : gamma
Geschlecht : Fähe
Alter : 3
Größe : 65 cm
Gewicht : 60 kg

Rollenspiel
Gesundheit:
84/100  (84/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Sa Jul 09, 2011 4:25 pm

Eine beruhigende Wärme breitete sich in Rala aus, nachdem sie das Tal und schließlich den Rudelplatz erreicht hatte. Die Angst, ein Mensch könnte sie verfolgen bedrückte sie nicht mehr. Die Beute hatte keine gut zu sehende Blutspur hinterlassen, jedoch gab es immer noch den Geruch, welcher die Hunde der Zweibeiner eventuell ins Tal führen könnte. Doch die Anwesenheit ihrer Rudelgenossen ließ sie diese Befürchtung schnell vergessen. Außerdem hatten sie nun etwas zu essen.
Rala hatte sich neben die Beute niedergelassen und knabberte nun etwas lustlos am Fleisch herum, bis es ganz weich und ekelhaft wurde. Hunger hatte die Polarwölfin nicht mehr. Sie hatte schon auf der Weide ihren Hunger gestillt. Doch irgendwo musste sie einfach etwas tun und so hielt das Fleisch für sie her. Unsicher sah Rala in die Runde. Die Meisten hatten sich zu anderen Wölfen gesellt und auch die cremeweiße Fähe überlegte sich zu einer Gruppe zu setzten, entschied dann jedoch sich lieber keinem Gespräch anzuschließen.

Lange war Rala jedoch nicht allein. Francis kam zu ihr und sofort richtete die Polarwölfin sich auf. Irgendwie war ihre Beziehung angeschlagen. Was war passiert, seit sie sich das letzte Mal so wirklich unterhalten hatten? Francis sah zu Boden und auch Rala fühlte sich nicht so recht wohl. Sie sucht verzweifelt nach einem Thema, doch ihr fiel nichts ein. Glücklicherweise übernahm Francis das Gespräch. Ihnen Beiden schien jedoch klar zu sein, wie lächerlich sie sich benahmen.

“Recht gut eigentlich… mir ist nicht mehr schwindelig und mir geht es schon viel besser… wie ist es mit dir?“

Unsicher legte Rala sich hin und begann wieder am Fleisch zu zupfen. Sie war so seltsam nervös, dass ihr davon schon schlecht wurde. Daher sprach sie diese Barriere zwischen ihr und Francis an.

“Was ist nur aus uns geworden? Ich meine, wir sind zwar kein altes Paar, aber irgendwie ist da doch was faul… haben wir uns auseinander gelebt oder hat der Hunger uns so sehr den Verstand vernebelt, dass wir unsere Freundschaft in den Hintergrund gestellt und so aneinander vorbei gelebt haben?“


[erst allein | knabbert an Fleisch | denkt | redet mit Francis | knabbert wieder und redet weiter]
Hoffe, es ist nicht ganz so schlecht…
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen https://picasaweb.google.com/100793830145276136882
Siyana
Die Optimistin
avatar

Rang : gamma
Geschlecht : Fähe
Alter : 2 Jahre
Größe : 73 cm
Gewicht : 42 kg
Merkmale : weißer Vorderlauf (rechts), weiße Streifen an der rechten Schulter

Rollenspiel
Gesundheit:
72/100  (72/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Jul 13, 2011 1:48 pm

Rumo lockerte Siyanas Anspannung mit seinen Worten. Die Fähe machte ihre Augen wieder auf und sah vorsichtig in das Gesicht des Alphas. Seine Augen schauten sie sanft an und sie bemerkte, dass er ihr nichts tuhen würde. Langsam richtete sie sich auf und begann leise zu sprechen.

"Also als wir Melanu gefunden hatten, trafen wir auf Yukio, der ihm geholfen hatte und beschlossen ihn erst einmal mitzunehmen, da er keine Gefahr für uns darstellte. Dann liefen wir wieder nach einer kurzen Unterhaltung zum Rudelplatz. Und als wir kurz davor waren, sprang auf einem Mal eine Fähe aus dem Gebüsch und war ziemlich aufgekrazt. Sie sagte etwas von einem Freund und ratte wieder ins Dickicht. Kurze Zeit später kam sie mit einem Rüden wieder... Loki verteidigte natürlich sofort das Revier."

Sie hatte vor dem Teil welcher jetzt kommen würde am meisten Ángst gehabt. Die Schwarze wurde immer stiller.

"Ich wollte nicht, dass sie Loki wehtaten also hab ich ihn leicht zur Seite gedrängt und ihm gesagt, dass ich das wohl klären würde, damit er sich nicht noch mehr Aufregen musste und so. Melanu wollte mich zwar davon abhalten, da man ja nicht einem Ranghöheren zuvorkommen soll aber ich weiß nicht. Irgendwie hatte ich gerade so einen Drang etwas dazu zu sagen... Naja und so kam eins zum anderen. Erst einmal bat ich Yukio und Melanu mir den Rücken zu stärken, damit sie mich nachher doch nicht angriffen. Ich sagte den Fremden, dass sie sich zum Revierrand zurück begeben sollten und ich würde dich erst einmal fragen ob wir noch Platz für sie hier hätten. Dann würde ich zu ihnen gehen und ihnen sagen, ob du damit einverstanden wärst. Sie gingen und ich entschuldigte mich sofort bei Loki. Es tut mir sehr Leid, Rumo. Das war sehr ungehorsam von mir."
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Yukio
Der Naive
avatar

Rang : delta
Geschlecht : Rüde
Alter : 3 Jahre
Größe : 70 cm
Gewicht : 50 kg

Rollenspiel
Gesundheit:
100/100  (100/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Jul 13, 2011 2:26 pm

Der graue wartete geduldig, das Siyana erzählte was passiert war. Er wollte sie ja nicht unterbrechen, denn sie wurde zuerst gebeten zu sprechen. Erst nachdem sie geendet hatte traute er sich, Rumos frage zu beantworten.

"Ich bin schon länger auf Reisen und kam dann vor ein paar Tagen in dieses Tal. Als ich Melanu hörte bin ich zu ihm hin, und habe ihm mit dem eingetretenen Dorn geholfen. Und dann kamen Siyana und Loki dazu. Den Rest hat Siyana ja schon erzählt..."

erzählte er. Nunja, viel zu erzähle hatte er ja nicht und er hoffte das ihm der Alpha das nicht übel nahm. Denn irgentwie hoffte er doch darauf, das man ihn im Rudel aufnehmen würde. Obwohl er nach Lokis Schilderungen der Lage nicht wirklich große Hoffnung hatte. Und er konnte es auch verstehen, wenn sie keine Wölfe aufnahmen. Immerhin war die Beurte knapp und ein neuer Wolf hieß nur, ein neues Maul zum Stopfen. Und er wollte auch nicht schuld daran sein, das sich das Rudel trente, weill es zu viele Wölfe zum durchfüttern gab. Dennoch, ein kleines bischen Hoffnung blieb, und auch für die fremden, diese Shiva und der Rüde, hoffte er das beste. Obwohl er sie nichtmal richtig kannte. Yukio war nunmal so, er hoffte für jeden das besste.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Sardai
Der Ausgeglichene
avatar

Rang : gamma
Geschlecht : Rüde
Alter : 4
Größe : 85cm
Gewicht : 55kg

Rollenspiel
Gesundheit:
65/100  (65/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Mi Jul 13, 2011 4:13 pm

Es regnete unaufhörlich weiter. Sardai´s Fall hatte sich inzwischen durch weitestgehend mit Wasser vollgesogen und seine Ballen aufgeweicht,welche von dem Marsch durch unwegsames steiniges Gelände leicht beansprucht waren.
Allerdings hatte diese widerliche Nässe den Vorteil, das das getrocknete Blut aus seinem Pelz gewaschen wurde. Schweigend brachte er ein paar Minuten damit zu,Magena weiteres Zeug auf dem Fell zu zupfen und es anschließend von getrocknetes Rinderblut zu befreien. Er wusste nicht so recht was er sagen oder tun sollte. Das sie sich Sorgen um ihn machte belächelte der große Rüde nur.

Mach dir um mich und meine Schulter mal keine Sorgen, das klappt schon, hat immer irgendwie geklappt.

Und damit zog er sich ein kleines Stückchen Fleisch aus dem Haufen um kleine Fetzen davon abzureißen und feinsäuberlich durchzukauen. Das war seine eigene Art zu fressen. Bedächtig und mit Genuss, das was er getan hatte als sie das große Vieh erlegt hatten war sinnloses vollstopfen gewesen. Aber das hier, mit dem Brocken zwischen seinen Vorderpfoten, im Schutze einer Tanne,das was schon eher nach seinem Geschmack. Es hatte etwas friedliches und besinnliches in dieser harten Zeit. Mit dem Kopf deutete er Magena an sich zu ihm zu gesellen um mit ihm in aller Ruhe einen Bissen zu sich zu nehmen. Als sie sich zu ihm gesetzt hatte schob er den Brocken etwas mehr in die Mitte das sie beide davon nehmen konnten. Schweigend lag er neben ihr und betrachtete sie mit seinen bernsteinfarbenen Augen beim Fressen. Wie hatte er je ohne sie sein können? Nie hatte er sich mehr gewünscht zu ihr zu gehören wie in diesem Moment.

Ich...

er brach ab und nahm einen großen Batzen Fleisch ins Maul, das würde ihn kurz beschäftigen und verhindern das er etwas unüberlegtes sagte.

_________________
Steine sind Steine

Judas

Voices of Doom

Frage
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Sheta

avatar

Rang : beta
Geschlecht : Fähe
Alter : 4 Jahre
Größe : 82 cm
Gewicht : 54 kg
Merkmale : Muskelpaket

Rollenspiel
Gesundheit:
65/100  (65/100)

BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   Do Jul 14, 2011 7:53 am


Nachdem Rumo und Siyana davongezogen waren stand sie kurz alleine auf dem Rudelplatz.
Regen strömte auf sie herunter und rann durch ihr Fell,aber das störte die Fähe wenig.
Fast schon ein wenig belustigt beobachtete sie Sardai und Magena. Sie hatte sich noch nie wirklich nach der Art Zuneigung von und für jemand anderen gesehnt, aber sie freute sich für die Beiden, dass sie einander gefunden hatten.
Für den Moment mit der Situation wieder zufrieden ließ sie ihren Blick über den Rudelplatz schweifen und ging dann auf ihren Vater zu, der unter einem Baum seinen Anteil der Beute verspeiste.
Bei dem Gedanken wie hungrig er gewesen war bevor die Jäger aufgebrochen waren zuckte sie innerlich zusammmen. Sie wusste nicht genau wann, aber irgendwie hatten Jung und Alt die Rollen getauscht. Vor einiger Zeit war es noch an ihm gewesen, dem jetzt ergrauten Rüden, sie mit Nahrung zu versorgen und zu bewachen, jetzt hatten ihr Bruder und sie, seine Kinder, das übernommen.
Das Loki Siyana den Vortritt gelassen hatte als Fremde im Tal waren bezeugte aus ihrer Sicht nur den Wandel der hier vor sich ging.
Langsam ließ sie sich neben dem Altwolf nieder und legte den Kopf auf die gekreuzten Vorderpfoten. Die Ohren entspannt zur Seite geknickt starrte sie über den Rudelplatz.

Hättest du je gedacht, dass es einmal so kommen würde?

,fragte sie leise, unsicher was sie selber damit meinte. Eigentlich so ziemlich alles, wurde ihr klar. All die Veränderungen in ihrem Leben in letzter Zeit. Aber es waren für Sheta fast nur gute Veränderungen gewesen, wie der ungeduldigen Fähe gerade bewusst wurde.



[auf dem Rudelplatz, geht zu Loki, liegt neben ihm und spricht]
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Plot 03: Vom Glück verlassen   

Nach oben Nach unten
 
Plot 03: Vom Glück verlassen
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 9 von 12Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3 ... 8, 9, 10, 11, 12  Weiter
 Ähnliche Themen
-
» ich wurde am Freitag verlassen.
» verlassen und belogen
» Ex verlassen, aber noch Gefühle - verworrene Geschichte-
» Frisch verlassen - ex will mich als Kumpel behalten
» Verlassen worden.. Neue Stadt, neuer Typ

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Demba-Wolves :: ROLLENSPIEL :: Geschehen im Tal-
Gehe zu: